(Minghui.org) Eine kurze Tanzgeschichte im diesjährigen Programm von Shen Yun brachte mich zum Nachdenken. Ich möchte euch von meinen Eindrücken berichten.
In dieser Tanzgeschichte wollte der besiegte General seinem Leben ein Ende setzen. Er war allein, um ihn herum nur noch Leichen und die zu Ruinen abgebrannten Gebäude, alles vom Rauch eingehüllt. Doch genau in diesem Moment, als er sein Langschwert hob, wurde er von einem taoistischen Meister gerettet.
Unter der Anleitung dieses Meisters begann er, Tao zu kultivieren. Die Schüler dieses Meisters gaben einer nach dem anderen auf, da sie die verschiedenen Prüfungen nicht bestehen konnten. Nur er blieb standhaft und meditierte mit ruhigem Geist. Er wankte nie.
Die Versuchung der erotischen Begierde konnte ihn nicht beeindrucken, trotzdem ging er das Thema mit äußerster Ernsthaftigkeit an. Von ganzem Herzen widmete er sich der Kultivierung und erlangte schließlich göttliche Vollkommenheit und stieg in den Himmel auf.
Diejenigen, welche die Erleuchtung nicht erreicht hatten, schlugen sich angesichts seines triumphalen Aufstiegs verzweifelt an die Brust und stampften mit den Füßen. Voller Reue und Trauer sanken sie qualvoll zu Boden und klagten laut zum Himmel und zur Erde.
Ich erinnere mich an einen Artikel auf der Minghui-Website, den ich vor Jahren gelesen habe. Vor sehr langer Zeit hatte sich eine junge Frau Leben für Leben kultiviert. Kurz vor ihrer Vollendung und dem vollständigen Emporsteigen hörte sie plötzlich einen herzzerreißenden Schrei: „Mein Kind! Sei nicht so grausam und lass deine alte Mutter nicht allein!“ Ihr flehentliches Wehklagen hallte durch die Luft. Die Kultivierende blieb ungerührt.
Die Stimme der Frau ertönte erneut: „Magst du mich denn gar nicht mehr?“ Die Kultivierende blieb so ruhig wie stilles Wasser.
Der Ruf ertönte ein drittes Mal: „Verlangt der Buddha etwa wirklich den qualvollen Tod der eigenen Mutter?“ Doch die Kultivierende blieb weiterhin ungerührt.
Mit einem vierten Schrei verwandelte sich das qualvolle Wehklagen in ein leises Schluchzen: „Na schön. Deine Entscheidung steht fest: Du gehst. Dein Herz kann ich nicht ändern. Aber wirf deiner armen, alten Mutter doch wenigstens einen letzten Blick zu.“
Weil die Kultivierende kurz davor war aufzusteigen, kam ihr Herz ins Wanken. Der Erfolg war nah, der Abschied bereits beschlossen. Da sollte doch ein letzter Blick nicht schaden! Sie drehte sich um, blickte zurück und stürzte auf den Boden. Sie sah, wie sich das mitleiderregende Gesicht ihrer betagten Mutter, umrahmt von weißem Haar, verzerrte und der Körper sich in einen grotesken Vogel verwandelte. Das Wesen flog davon und lachte schallend: „Ha, ha, ha! Ich habe 3000 Jahre gewartet, um deine Kultivierung zu zerstören. Ha, ha, ha!“
Letztendlich waren es ihre sentimentalen Gefühle, welche den Erfolg verhinderten. Das zeigt eindrücklich die Folgen einer solchen Anhaftung. Meister Li hat uns auch gelehrt, wie wir uns unseren Familien und Angehörigen gegenüber richtig verhalten. Wir brauchen ein barmherziges Herz, das kann erst dann entstehen, wenn wir die Sentimentalität loslassen und Güte allen Menschen gegenüber entwickeln. Die Entwicklung dieses Herzens ist wahrlich eine ernste Angelegenheit.
Dienen diese anschaulichen Kultivierungsgeschichten uns Dafa-Jüngern nicht etwa als Weckruf, wie wir uns selbst kultivieren und anderen die Errettung anbieten sollten?!
Der großartige Prozess der Fa- Berichtigung nähert sich seinem Ende; wir haben die letzte, entscheidende Phase der Geschichte erreicht. Die Zeit ist äußerst knapp. Dank seiner großen Ausdauer hat der Meister uns wiederholt mehr Zeit gegeben, damit wir uns gut kultivieren, Menschen erretten und unsere mächtige Tugend aufbauen.
Doch wie viele Praktizierende erfüllen wirklich ihre Mission und halten ihr Gelübde ein? Viele lesen lediglich die neuen Jingwen und minghui-weekly oder lernen das Fa und praktizieren die Übungen zu Hause. Dabei versäumen sie, sich einzubringen und Lebewesen zu erretten. Manche werden von der Angst vor Verfolgung zurückgehalten, und andere werden durch familiäre Bindungen und sentimentale Gefühle gebremst.
Manche Praktizierende können ihre emotionale Verbindung zu ihren Kindern nicht lösen. Jahrelang arbeiten sie unermüdlich für deren Wohl, gefesselt von den unsichtbaren Ketten der sentimentalen Zuneigung. Dies lenkt sie von ihrer eigentlichen Mission ab und hinterlässt nichts als tiefes Bedauern. Sobald der Tag der Fa-Berichtigung in der Menschenwelt anbricht, kann keine noch so tiefe Reue ihr Versäumnis wettmachen.
Durch das Fa verstehen wir, dass uns der Meister unser Leben geschenkt hat. Ganz klar steht er uns somit am nächsten und liegt uns am meisten am Herzen. Wie ein gütiger Vater führt er uns zurück in den Himmel und setzt alles daran, uns anzuleiten, während wir ihm dabei helfen, die Menschen zu erretten – damit wir die Wesen unserer eigenen himmlischen Reiche nach Hause führen und unseren jeweiligen Welten Wohlstand bringen können. Und dabei überlässt er uns die gesamte Tugend.
Ist dies nicht ein großartiger Segen, den sich jede Gottheit im Himmel wünscht, aber niemals erhalten kann? Durchsucht den gesamten Kosmos; ihr werdet keinen so großartigen und gütigen Meister finden. Deshalb sollten wir seine Worte beherzigen.
Wir sind Dafa-Jünger in der Zeit der Fa-Berichtigung und tragen die Verantwortung für die Errettung aller Menschen. In der persönlichen Kultivierung steckenzubleiben und nicht mit der Fa-Berichtigung Schritt zu halten, ist eine schwerwiegende Angelegenheit.
Der Meister hat dies im Fa deutlich ausgesprochen:
„In Wirklichkeit zeigt sich deine Pflicht als Dafa-Jünger ausschließlich dadurch. Wenn du die Sache der Errettung aller Wesen nicht machst, hast du deine Pflicht als Dafa-Jünger nicht erfüllt. Und deine Kultivierung ist umsonst. Denn dass man dich einen Dafa-Jünger sein lässt, ist nicht wegen deiner eigenen Vollendung, sondern du trägst eine große Mission.“ (Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz in Washington D. C. 2009, 18.07.2009)
Im Zuge ihrer Kultivierung haben die Dafa-Jünger in Festlandchina 27 Jahre brutaler Verfolgung durch die Kommunistische Partei erdulden müssen. Trotz Blutvergießens und Unruhen sind sie standhaft geblieben und haben dem Meister dabei geholfen, das Fa zu berichtigen und Lebewesen zu erretten. Wir retten Menschen in einem Land, das vom bösartigen Roten Terror durchdrungen ist. Da könnte jeder Angst empfinden, aber wir müssen die Menschen dennoch erretten.
Der Meister sagt uns:
Wie schwer die Situation auch sein mag, du musst trotzdem die drei Aufgaben gut erledigen. Lebewesen erretten – das ist die Verantwortung eines Dafa-Jüngers! Die Vollendung eines Dafa-Jüngers ist auf keinen Fall nur die individuelle Vollendung. Vielmehr müsst ihr durch das Erretten von Lebewesen unzählige Lebewesen zur Vollendung geführt haben. Das gilt für jeden von euch! (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz des Großraums New York 2013, 19.05.2013)
Viele Praktizierende setzen sich beharrlich dafür ein, die Wahrheit zu verbreiten – sei es im technischen Bereich, bei der Koordination, beim Erstellen von Flyern, wenn sie Menschen über Dafa und die Verfolgung informieren, beziehungsweise beim Verteilen von Informationsmaterialien. Da sie voller aufrichtiger Gedanken sind, stoßen sie auf keinerlei Probleme. Die alten Mächte wagen es in der Tat nicht, sie anzurühren. Diese Praktizierenden erleben, wie ihr Kultivierungsweg während der Fa-Berichtigung mit jedem Schritt breiter und eben wird.
Praktizierende, die Angst verspüren, sollten diese Herangehensweise vielleicht einmal umsetzen, diesen Schritt wagen und wirklich herausragen. Solange wir Vertrauen in den Meister und das Fa haben, gibt es kein Hindernis, das wir nicht überwinden können. Der Fashen des Meisters ist stets an unserer Seite und wacht über uns, und auch die Fa-beschützenden Gottheiten sind immer bei uns. Was gibt es da zu fürchten? Solange unsere aufrichtigen Gedanken stark sind, hat der Meister die Macht, das Blatt zu wenden. Dafa ist grenzenlos und seine Kraft unendlich.
Mit meinen Ausführungen möchte ich die Praktizierenden daran erinnern, sich zu engagieren und sich denen anzuschließen, die Menschen erretten. Ich hoffe aufrichtig, dass alle Praktizierenden, die sich im Dafa kultivieren, unter der Führung des Meisters die Vollendung erreichen werden.
Sollte etwas in meinem Beitrag nicht mit den Fa-Prinzipien übereinstimmen, bitte ich, mich freundlich darauf hinzuweisen.