(Minghui.org) Eine Frau aus Daqing, Provinz Heilongjiang, wurde am 27. November 2025 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang eingeliefert, wo sie eine dreieinhalbjährige Haftstrafe verbüßen muss. Das hat Minghui.org vor Kurzem bestätigt.
Wang Haiyuan wurde im September 2024 festgenommen, nachdem sie von einer Überwachungskamera dabei gefilmt worden war, wie sie Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Falun Dafa wird seit 1999 von der Kommunistischen Partei Chinas verfolgt. Beamte der Polizeistation Dongan durchsuchten Wangs Wohnung. Sie wurde noch am selben Tag gegen Kaution freigelassen.
Die Polizei leitete Wangs Fall später an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Sartu weiter und schikanierte die Praktizierende mehrfach. Im Mai 2025 rief ein Beamter sie an und forderte sie auf, Erklärungen zu schreiben, in denen sie auf Falun Dafa verzichtete. Sie weigerte sich.
Am 3. Juni 2025 gegen 17 Uhr nahmen Polizeibeamte Wang an ihrem Arbeitsplatz fest. Um 19 Uhr rief sie ihren Mann an und sagte ihm, dass sie in die Haftanstalt von Daqing gebracht worden sei. Dort trat sie zwischenzeitlich in den Hungerstreik.
Am 25. September 2025 stand Wang vor dem Bezirksgericht Sartu. Der Richter verbot ihrem Mann zunächst, an der Anhörung teilzunehmen, gab jedoch nach dessen Protest nach. Wang durfte während der Verhandlung nicht sprechen. Der Richter verurteilte sie zu dreieinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 30.000 Yuan (etwa 3.600 Euro).
Im Oktober 2025 legte Wang beim Mittleren Gericht der Stadt Daqing Berufung ein, das diese ein paar Wochen später abwies. Am 27. November 2025 wurde Wang in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang eingeliefert.
Wang durfte keine Familienbesuche empfangen. Erst als ihr Anwalt sich am 10. Dezember im Gefängnis nach ihrem Befinden erkundigte, erfuhren die Angehörigen von ihrer Inhaftierung. Fünf Tage später erhielten sie vom Gefängnis eine schriftliche Mitteilung, dass Wang ihre Haftstrafe dort angetreten habe.
Wangs Verurteilung war für ihren Mann ein schwerer Schlag. Sein Haar ergraute über Nacht. Wegen seines vollen Terminkalenders musste er seine betagten Eltern bitten, ihm bei der Betreuung seiner zwei kleinen Kinder zu helfen.