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[Feier des Welt-Falun-Dafa-Tages] Ein Morgen im Tofuladen: Ein „Weltkrieg“ löst sich in Gelächter auf

25. Mai 2026 |   Von Gui Hua, einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) In unserem Dorf im ländlichen Norden war der Tofuladen am Morgen für gewöhnlich der lebhafteste Ort – ein Ort, auf dessen Besuch sich die Leute freuten, weil sie dort ein köstliches Frühstück genießen konnten. Eines Tages jedoch wäre der Laden beinahe Schauplatz einer gewalttätigen Auseinandersetzung geworden.

Eines Morgens im Jahr 2009 ging mein Mann in den Tofuladen, um dort etwas Tofupudding zu essen. Als er wieder zu Hause war, begann er zu weinen. Bestürzt fragte ich ihn, was geschehen sei. Er erzählte mir, dass er von Herrn Hu, dem Besitzer des Tofuladens, geschlagen worden sei.

Folgendes stellte sich heraus: Als mein Mann an jenem Morgen den Laden betrat, wartete bereits die Frau des Dorfvorstehers am Eingang auf ihn. Sie sagte: „Sie haben Frau Hu (Frau des Ladenbesitzers) erzählt, dass ich gestern mein Essen nicht bezahlt hätte. Sie sind eine angesehene Persönlichkeit im Dorf und normalerweise habe ich großen Respekt vor Ihnen. Wie konnten Sie so etwas tun?“ Mein Mann entgegnete: „Das habe ich nicht getan! Ich habe Sie gestern überhaupt nicht zum Essen kommen sehen, wie hätte ich also behaupten können, Sie hätten nicht bezahlt?“

Die beiden gingen daraufhin zu Frau Hu. Mein Mann fragte sie: „Wann genau habe ich Ihnen jemals erzählt, dass diese Frau gestern ihr Essen nicht bezahlt hätte? Ich habe sie gestern überhaupt nicht gesehen. Wie können Sie sich so etwas einfach ausdenken?“

Frau Hu schwieg. Ihr Mann stand in der Nähe, warf meinem Mann wütende Blicke zu und schrie ihn an, er solle den Mund halten. Mein Mann entgegnete: „Wie können Sie jemandem verbieten, sich zu verteidigen, wenn Sie doch offensichtlich Lügen verbreiten?“ Als Herr Hu das hörte, griff er nach einer Kehrschaufel aus Bambus und schlug damit heftig auf meinen Mann ein.

Frau Hu wusste, dass mein Mann vier Jahre zuvor wegen Magenkrebs operiert worden war und sich daher keinesfalls aufregen durfte. So schritt sie rasch ein und zog ihren Mann beiseite. Mein Mann galt schon immer als ehrlicher und anständiger Mann, der niemals Streit suchte. Nachdem er auf diese Weise behandelt worden war, konnte er die Demütigung kaum ertragen und erzählte mir sofort davon, als er zu Hause ankam. Ich geriet in Wut und sagte: „Das ist einfach zu viel der Schikane!“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto zorniger wurde ich. Mein Mann wollte, dass ich hinging und mit ihnen redete, da er die Demütigung unmöglich hinunterschlucken konnte!

Ich bin 76 Jahre alt und war früher als „harte Person“ bekannt. Ich war willensstark, schlagfertig und aufbrausend – nicht bereit, auch nur die geringste Kränkung hinzunehmen. Im Jahr 1996 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren. Ich folgte den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und veränderte mich allmählich, weil ich lernte, mich am Maßstab des Fa auszurichten.

Die Situation nicht aus der Perspektive persönlicher Kränkung betrachten

Als ich meinen Mann dann sagen hörte, er könne diese Demütigung nicht hinunterschlucken, beruhigte ich mich plötzlich wieder. Mir wurde klar, dass ich die Dinge aus der Perspektive persönlicher Kränkung betrachtete. Doch wenn jemand einen anderen schlägt oder tritt, steht dahinter nicht eine karmische Verbindung? Groll sollte aufgelöst werden, anstatt ihn mit Feindseligkeit zu vergelten.

Ich sagte zu meinem Mann: „Ich kann nicht hingehen und mich mit ihnen streiten. Ich muss mich nach dem Maßstab des Fa richten und auf die Lehre des Meisters hören. Wenn ich hingehe und mich mit anderen streite, wäre ich dann noch eine Falun-Dafa-Praktizierende? Würde das nicht Schande über das Fa bringen?“

Als mein Mann das hörte, begann er erneut zu weinen. Er sagte: „Sind dir meine Gefühle denn völlig gleichgültig? Willst du einfach nur zusehen, wie ich vor Wut sterbe?“ Um ihn nicht noch weiter aufzuwühlen, beschloss ich, doch zu dem Tofuladen zu gehen. Auf dem Weg dorthin dachte ich ununterbrochen darüber nach, wie ich mit der Situation umgehen sollte.

Als ich wenige Minuten später am Tofuladen ankam, standen viele Menschen vor dem Eingang und diskutierten über den Streit, der sich dort kurz zuvor ereignet hatte. Darunter waren auch etliche Personen, denen ich geholfen hatte, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und den ihr angeschlossenen Organisationen auszutreten.

Als die Leute mich kommen sahen, dachten sie, ich sei gekommen, um den Streit fortzusetzen. Sobald ich den Laden betrat, drängte eine große Menschenmenge hinter mir her. Sogar ein Händler aus der Nachbarschaft, der frittierte Teigstangen verkauft, stellte seinen Verkauf ein und folgte uns hinein. Alle erwarteten eine große Szene.

Sobald ich den Laden betreten hatte, rief ich laut den Namen von Frau Hu. Sie antwortete und trat heraus, eine Schöpfkelle in der Hand. Ich sagte: „Ich habe gehört, mein Mann und Ihr Mann hätten einen ‚Weltkrieg‘ geführt?“ Nach diesen Worten lachte ich.

Sobald ich lachte, stimmten alle Umstehenden in das Lachen ein. Frau Hu erwiderte: „Der heutige Vorfall hat weder mit Ihrem Mann noch mit meinem Mann etwas zu tun. Er geschah einzig und allein, weil ich eine Lüge erzählt habe. Da Ihr Mann jeden Morgen hierherkommt und die Leute seinen Worten vertrauen, habe ich ihn als Referenz angeführt. Ich bin alt und mein Verstand ist nicht mehr so klar wie früher. Tatsächlich war die Frau des Dorfvorstehers gestern gar nicht hier, um hier zu essen. Es war ganz allein mein Fehler.“

Immer wieder beteuerte sie, es sei alles ihre Schuld gewesen, obwohl ich ihr keinerlei Vorwürfe machte.

Schließlich sagte sie: „Bitte richten Sie Ihrem Mann meine Entschuldigung aus. Sagen Sie ihm, er solle nicht länger zornig sein, sondern morgen früh zum Frühstück wiederkommen.“ Dann ging sie und holte ein paar gedämpfte Brötchen aus einer Mischung von Mais und Weizen, wobei sie sagte: „Ich weiß, dass Ihr Mann diese mag. Bitte nehmen Sie ihm welche mit.“ Normalerweise nehme ich keine Geschenke von anderen an, doch an jenem Tag nahm ich sie, um zu zeigen, dass ich nicht verärgert war. Lächelnd ging ich mit den Brötchen davon und das Ehepaar Hu begleitete mich gemeinsam mit den Umstehenden bis zur Tür hinaus.

Einige Tage später kam ich erneut an dem Tofuladen vorbei. Herr Hu brachte sofort einen Stuhl heraus und bestand darauf, dass ich mich für eine Weile hinsetzte. Ich lächelte, nahm Platz und half seiner gesamten Familie dabei, aus der KPCh auszutreten.

Mehr als zehn Jahre sind seit jenem Vorfall vergangen. Mir war nie ganz wohl bei der Vorstellung, dies niederzuschreiben, da ich mich fragte, ob es nicht als Angeberei missverstanden werden könnte. Meine Bildung ist begrenzt und ich verfüge nicht über eine elegante Ausdrucksweise. Ich möchte lediglich meine Dankbarkeit gegenüber dem Meister zum Ausdruck bringen. Es war der Meister, der mich von einer rauen Frau in einen freundlichen und sanftmütigen Menschen verwandelt hat.