Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Teufelskreis durchbrechen, indem wir die Sicht einer wahren Praktizierenden einnehmen

25. Mai 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden aus der Provinz Shandong, China

(Minghui.org) Von Beginn meiner Ehe an hatte sich bei mir eine bestimmte Anschauung gebildet: Ich bin meinem Mann nichts schuldig, denn meine Familie war wohlhabender als seine. Als wir heirateten, hatten wir kein Haus, kein Auto, nicht einmal Eheringe. Die Trauung und die Feier fanden im Haus meiner Eltern statt, meine Familie übernahm alle Kosten.

Nachdem wir geheiratet hatten, kritisierte mich mein Mann ständig. Als unser Kind ein Jahr alt war, eröffneten wir ein Geschäft. Er verwaltete das Geld und gab es aus, wie es ihm gefiel. Ohne mich zu fragen, kaufte er ein Haus und ein Auto. Er sagte: „Deine Meinung spielt keine Rolle. Ich teile dir das nur mit, ich diskutiere nicht mit dir darüber.“

Manchmal war es nicht einmal möglich, von ihm ohne Streit die monatlichen Lebenshaltungskosten für die Familie in Höhe von 2.000 Yuan (etwa 250 Euro) zu bekommen. Eines Tages verlor ich die Beherrschung und sagte: „Wenn du mir das Geld nicht gibst, dann lass ich es sein. Geh du einkaufen und ich koche das, was du mitbringst.“ Er erwiderte: „Warum sollte ich einkaufen gehen?!”

Er beschwerte sich ständig über mich und hatte an allem, was ich tat, etwas auszusetzen. Ich schaute nach innen, konnte aber den eigentlichen Grund dafür nicht finden.

Ich hatte mich für ihn entschieden, weil er ein Praktizierender war, in der Hoffnung, dass wir gemeinsam in der Kultivierung vorankommen würden. Doch nachdem wir den Laden eröffnet hatten, hinderte er mich immer wieder daran, am gemeinsamen Fa-Lernen vor Ort teilzunehmen. Er begründete es damit, dass dies unser Geschäft beeinträchtigen würde. Später verbot er mir mit derselben Begründung hinauszugehen, um die wahren Umstände zu erklären. Und so schlug ich vor: „Wenn du nicht willst, dass ich an der Fa-Lerngruppe teilnehme, wie wäre es, wenn wir abends zu Hause zusammen das Fa lernen?“ Er antwortete: „Ich bin es gewohnt, alleine zu lernen. Das sollten wir auch so beibehalten.“

Ich schaute nach innen und teilte ihm meine Erkenntnisse mit, aber er blieb stur. Je mehr er an dem Laden hing, desto weniger Geld verdiente er. Sobald er ein wenig Ersparnisse hatte, floss es entweder in fehlgeschlagene Investitionen oder in Expansionsprojekte und einen Ladenumzug. Wenn seine Investitionen scheiterten, durfte ich nichts dazu sagen.

Immer wieder gab es auch Auseinandersetzungen über meine Aktivitäten zur Erklärung der wahren Umstände. Als ich sagte, dass ich jeden Morgen zwei Stunden lang hinausgehen würde, um mit den Menschen über Dafa zu sprechen, geriet mein Mann in Rage und drohte mir sogar mit der Scheidung. Ich war wütend und fragte mich, warum er sich überhaupt nicht wie ein Praktizierender verhielt. Für mich war es wie in einem Teufelskreis.

Die Sicht einer wahren Praktizierenden einnehmen – so den Teufelskreis durchbrechen

Erst als ein Mitpraktizierender sagte: „So, wie du die Dinge beschreibst, habe ich den Eindruck, dass die alten Mächte dich verfolgen.“ Auf einmal wurde es mir bewusst und ich begann am ganzen Körper zu zittern. Von da an begann ich, alles aus der Sicht einer wahren Praktizierenden zu betrachten.

Mir wurde klar, dass es nicht mein Mann war, der mich daran hinderte, am gemeinsamen Fa-Lernen teilzunehmen oder den Menschen die wahren Umstände zu erklären. Es war auch nicht wirklich er, der sich weigerte, mit mir das Fa zu lernen. All die Handlungen und Verhaltensweisen, die nicht mit dem Fa im Einklang standen, entsprachen nicht seinem wahren Selbst. Sie waren das Ergebnis seiner anerzogenen Anschauungen, seiner Anhaftungen und der dahinterstehenden bösartigen Faktoren. Ich weigerte mich entschieden, mich davon beeinflussen zu lassen.

Von da an sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um die Störungen zu beseitigen. Gleichzeitig schaute ich nach innen, um meine eigenen Gedanken und Anhaftungen zu erkennen, die nicht mit dem Fa im Einklang standen. Ich erinnerte mich daran, dass ich ein göttliches Wesen bin, das bestrebt ist, den Maßstäben des neuen Kosmos zu entsprechen. Diese Anschauungen und Anhaftungen waren nicht ich!

Ich war überrascht, als ich feststellte, dass mir jeden Tag Tausende und Abertausende von Gedanken durch den Kopf schossen. So begann ich, mich darauf zu konzentrieren, jeden unaufrichtigen Gedanken durch das Wiederholen des Wortes „mie“ (beseitigen) aufzulösen.

Immer wenn ein Gedanke auftauchte, konnte ich die dahinterliegende Anhaftung sofort erkennen und auflösen. Dabei stellte ich fest, dass jeder aufrichtige Gedanke, den ich aussandte, eine kraftvolle Energie in sich trug.

Als ich früher aufrichtige Gedanken aussandte, glich mein Geist einem brodelnden Kessel voller wirrer Gedanken. Doch als ich mich bei jedem Gedanken und jeder Absicht kultivierte, wurde mein Geist ruhig. Ich hatte kaum noch ablenkende Gedanken und träumte nachts nicht mehr. Wenn ich nun das Fa las, konnte ich es wirklich verinnerlichen.

Nach und nach veränderte sich mein familiäres Umfeld. Als ich auf dem Weg zu einem Mitpraktizierenden war und meinem Mann sagte, ich würde erst gegen fünf Uhr nachmittags zurück sein, verdüsterte sich sein Gesichtsausdruck.

Ich sah ihm direkt in die Augen und richtete still einen Gedanken an die bösartigen Faktoren hinter ihm: „Wenn ihr mich noch einmal belästigt, werde ich euch vernichten.“ Bei diesem Gedanken änderte sich sein Gesichtsausdruck und er sagte ruhig: „Dann gib mir den Schlüssel für das E-Bike. Ich hole unser Kind ab.“

Als sich mein Verständnis erhöht hatte, lösten sich die Störungen zu Hause auf. Ich konnte meine Zeit gut einteilen und gewann die Freiheit, das Fa zu lernen und draußen mit den Menschen über die wahren Umstände zu sprechen. Nachdem wir abends den Laden geschlossen hatten, gingen wir nach Hause und lasen gemeinsam das Fa.

Zustand erreichen, meinen Mann aufrichtig und gütig zu behandeln

Die Störungen bezüglich meiner Kultivierungspraxis hörten auf, doch gelegentlich traten noch familiäre Konflikte auf. Ich wusste, dass ich starken Groll gegen meinen Mann hegte, aber ich wusste auch, dass dieser Groll nicht meinem wahren Selbst entsprach, dennoch konnte ich ihn nicht abschütteln. Schließlich änderte ich meine Sichtweise: Ich sollte ihn und alle Menschen in meinem Umfeld aufrichtig und gütig behandeln, das ist der Zustand, in dem sich ein Dafa-Praktizierender befinden sollte.

Nach dieser Veränderung stellte ich fest, dass mein Groll verschwunden war. Alle Trennungen lösten sich auf und die Dinge, die ich einst unerträglich fand, störten mich nicht mehr. Ich konnte die Dinge nun aus seiner Perspektive betrachten und seine Schwierigkeiten nachvollziehen.

Danach war es mir nicht mehr wichtig, ob er mich gut behandelte oder nicht. Mir war auch egal, wie er mich ansah, denn ich hatte verstanden, dass jegliches Verhalten, das nicht mit seinem wahren Selbst übereinstimmte, nicht er selbst war. Es war lediglich das Ergebnis seiner erworbenen Anhaftungen, menschlichen Begierden und der äußeren Einflüsse. Genau diese Dinge hatten sich vor meinen Augen manifestiert. Warum sollte ich ihnen gegenüber Groll hegen?!

Schließlich verstand ich, dass die Ursache für das Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein, im Egoismus liegt. In jedem Konflikt müssen wir selbst das kleinste Gefühl der Ungerechtigkeit beseitigen, weil sich dahinter eine menschliche Emotion verbirgt.

Als ich die Dinge mit dem Fa beurteilte, stellte ich fest, dass wir uns beide tiefgreifend verändert hatten. Die Konflikte verschwanden und es entstand eine natürliche Harmonie, in der wir einander wirklich tolerieren konnten.

Später wurde mir klar: Weil ich bei unserer Heirat nichts von ihm verlangt hatte, hatte ich unbewusst das Gefühl gehabt, er müsse mich besser behandeln. In Wirklichkeit war es genau das Gegenteil: Er hatte mich auf jede erdenkliche Weise verletzt.

Ich hatte ihm nie Forderungen gestellt und um nichts gebeten und trotzdem hatte er mich so behandelt. Deshalb war ich voller Groll und Bitterkeit. Hinter diesem oberflächlichen Gedanken: „Ich habe nie etwas von ihm verlangt“, verbarg sich die Überzeugung: „Er sollte mich gut behandeln.“

Als mir seine Haltung mir gegenüber egal war, beruhigte sich alles. In diesem Prozess verstand ich, dass sich jede Situation zum Guten wenden kann, solange Praktizierende sich gemäß dem Fa kultivieren und die Dinge mit aufrichtigen Gedanken behandeln.

Ist es bei den Konflikten unter den Mitpraktizierenden nicht auch so − gilt hier nicht dasselbe Prinzip? Sind jene Erscheinungsformen, die vom Fa abweichen, wirklich Teil ihres wahren Selbst oder sind es lediglich erworbene Anschauungen? Warum sollten wir wegen solcher Dinge Groll hegen? Ist nicht der Groll selbst eine Anschauung, die wir beseitigen müssen? Wir alle sind göttliche Wesen aus hohen Ebenen und dürfen die Dinge nicht nur aus der menschlichen Perspektive betrachten.

Wir sind jetzt nicht bei der persönlichen Kultivierung, sondern kultivieren uns in der Phase der Fa-Berichtigung. Praktizierende müssen sich richtig positionieren und alles, was unaufrichtig ist, berichtigen. Beinhalten die Prinzipien des Dafa auf der menschlichen Ebene nicht auch Anforderungen an die Rolle der Familienangehörigen wie mütterliche Liebe und der Respekt der Kinder gegenüber ihren Eltern? Ich werde mich meiner Verantwortung nicht entziehen, aber was die Verantwortung anderer betrifft, sollten sie sich darum kümmern.

Die Familienangehörigen der Praktizierenden sollten ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir müssen klar unterscheiden, dass ihre negativen Worte oder Handlungen im Grunde nicht von ihnen stammen, sondern von bösartigen Elementen. Wir müssen sie unverzüglich mit aufrichtigen Gedanken auflösen und die Fakten klarstellen, um zu verhindern, dass sie Sünden gegen Dafa begehen. Das ist auch ein Akt der Güte, der ihnen letztendlich hilft.

Und was ist mit denjenigen, die sich weigern, sich die wahren Umstände anzuhören und die Falun-Dafa-Praktizierende stark kritisieren? Auch das entspricht nicht ihren wahren Absichten, sondern ist vielmehr das Ergebnis ihrer anerzogenen Anschauungen und der Einmischung der alten Mächte. Es ist wie bei einem Schattenspiel: Die eigentliche Kraft kommt von den Händen hinter den Marionetten. Wir dürfen uns nicht von solchen oberflächlichen Illusionen täuschen lassen und diese Dinge mit den Menschen selbst verwechseln.

Um einen Mitpraktizierenden zu zitieren: „Die egoistische Denkweise, sich auf die persönliche Kultivierung zu konzentrieren, beeinträchtigt die Dafa-Praktizierenden in der heutigen Phase der Fa-Berichtigung erheblich.“

Bei der Überwindung familiärer Schwierigkeiten weiß ich aus eigener Erfahrung: Wir müssen klar zwischen persönlicher Kultivierung und der Kultivierung in der Phase der Fa-Berichtigung unterscheiden. Wir müssen uns anhand des Fa wirklich erhöhen und dem Meister dabei helfen, Lebewesen zu erretten.