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Kultivierungserfahrungen eines Erstklässlers

27. Mai 2026 |   Von einem jungen Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Ich bin acht Jahre alt und komme bald in die zweite Klasse. Dies ist das erste Mal, dass ich einen Artikel zum Erfahrungsaustausch schreibe. Meine Großmutter erzählte mir, dass ich schon in sehr jungen Jahren begonnen hätte, gemeinsam mit ihr das Zhuan Falun zu lesen. Im Laufe der Jahre wurde meine Großmutter viele Male von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verhaftet. Meine Mutter unterstützte sie, sie arbeitete mit den örtlichen Praktizierenden zusammen, um meine Großmutter wieder freizubekommen.

Während meine Großmutter im Gefängnis von Shenyang inhaftiert war, besuchten meine Mutter und mein Vater sie regelmäßig. Sogar der Gefängniswärter nahm dies zur Kenntnis und bemerkte, dass sie eine gute Tochter und einen guten Schwiegersohn habe. Während der Covid-Pandemie im Jahr 2020 blieb mein Vater zu Hause und las gemeinsam mit meiner Großmutter und meiner Mutter das Zhuan Falun. Inzwischen beginnt mein Vater, das Fa eigenständig zu lernen.

Kurz nach meiner Geburt hatte meine Großmutter einen Traum, in dem der Meister ihr ein Baby übergab und sagte: „Dies ist mein Kind und du musst dich um das Kind kümmern.“ Meine Großmutter sagte, dieses Kind sei ich gewesen. Der Meister habe gewollt, dass ich gemeinsam mit ihr das Fa lernte, da dies eine Mission sei, die der Meister ihr übertragen habe. Sie erkannte, dass dies auch ihre Pflicht war. Von da an nutzte meine Großmutter jede Gelegenheit, um mich dazu zu ermutigen, das Zhuan Falun zu lesen.

Das Streben nach dem Fa-Lernen und dem Praktizieren der Übungen

Ich lese das Zhuan Falun nun bereits zum vierten Mal und habe gerade die fünfte Lektion beendet. Als ich das Buch zum ersten Mal las, brauchten meine Großmutter und ich ein halbes Jahr, um es durchzulesen. Ich folgte meiner Großmutter und las jeweils einen Satz vor; sie notierte die Zeichen, die ich nicht kannte, und wiederholte sie anschließend mit mir. Jedes Mal, wenn wir das Fa lernten, wurde diese Liste mit Zeichen deutlich kürzer.

Mittlerweile kann ich an der Fa-Lerngruppe für Erwachsene teilnehmen. Die anderen Praktizierenden lesen jeweils eine Seite vor und ich tue dasselbe. Allerdings mache ich manchmal noch Fehler: Ich lasse Wörter aus oder lese sie in der falschen Reihenfolge vor. 

Die Gedichtsammlung Hong Yin umfasst sechs Bände und meine Großmutter hat mich angeleitet, sie dreimal durchzulesen. Zuerst liest sie ein Gedicht vor, dann wiederhole ich es, und anschließend liest sie es noch einmal. Auf diese Weise haben wir auch Essentielles für weitere Fortschritte zweimal durchgearbeitet. Ich habe den ersten Absatz von Über Dafa sowie viele Gedichte aus Hong Yin auswendig gelernt. Großmutter sagte, ich müsse noch mehr auswendig lernen.

Als Großmutter mir die Übungen beibrachte, konnte ich die Falun-Pfahlstellung schon beim ersten Mal eine halbe Stunde lang halten. Meine Arme wurden dabei nicht müde, aber meine Beine schmerzten.

Der Meister wacht die ganze Zeit über mich

Eines Sommermorgens, als ich noch im Kindergarten war, gab meine Großmutter mir ein kurzärmeliges Hemd zum Anziehen. Ich sagte: „Ich möchte so ein Hemd nicht tragen. Ich kann die Knöpfe am Rücken nicht aufmachen, wenn ich es für das Mittagsschläfchen ausziehen will.“ Als meine Großmutter mich fragte, wie ich denn mein anderes Hemd ausgezogen hätte, antwortete ich: „Das war der Meister, der mir geholfen hat. Er sagte zu mir: ‚Ganz ruhig. Lass dir Zeit. Mach es langsam.‘“

Vor Kurzem gingen Großmutter und ich in die umliegenden Dörfer, um dort Plakate aufzuhängen. Auf dem Rückweg von den Bergen musste Großmutter viel Gemüse tragen und konnte mich deshalb nicht auf dem Arm nehmen. Nach einer Weile sagte ich ihr, dass ich zu müde zum Laufen sei. Kaum hatte ich das ausgesprochen, kam auch schon ein Auto vorbei. Der Fahrer kannte Großmutter und bot uns an, uns zurück in die Stadt mitzunehmen. Ich wusste, dass es der Meister war, der uns half. Danke, Meister!

Mein Fieber verschwand plötzlich

Die Pandemie war gerade erst vorüber, als ich noch im Kindergarten war. Viele Kinder, darunter auch Tangtang, bekamen Fieber. Tangtang musste ins Krankenhaus eingeliefert werden und hing eine ganze Woche lang am Tropf. Doch drei Tage später kehrte das Fieber zurück und sie benötigte noch ein paar Tage Behandlung. Meine Großmutter, die als Kinderkrankenschwester in diesem Krankenhaus gearbeitet hatte, erzählte, dass das Krankenhaus voller kranker Kinder sei und die Betten knapp würden. Auch ich hatte drei Tage lang Fieber; meine Temperatur stieg dabei auf 39,2 Grad Celsius.

Als Großmutter uns zu Hause besuchte und feststellte, dass ich Fieber hatte, ermutigte sie mich, das Zhuan Falun zu lesen. Daraufhin wurde ich wieder völlig gesund. Nach diesem Vorfall festigte sich der Glaube meiner Mutter an Dafa und sie bestand nicht mehr darauf, dass ich Medikamente einnahm.

Eines Nachts im vergangenen August fror ich und brauchte zusätzliche Decken. Mama fühlte meine Stirn und bemerkte, dass ich Fieber hatte, ein Zustand, der zwei Tage lang anhielt. Als ich schließlich schweren Durchfall bekam, nahm mich Großmutter mit zu sich nach Hause, um mich zu pflegen. Wir schliefen kaum, da ich nachts über 20-mal auf Toilette musste. Jedesmal begann es mit Bauchschmerzen; diese ließen nach dem Toilettengang zwar etwas nach, kehrten jedoch schon bald darauf zurück. Als ich schließlich Blut im Stuhl hatte, fragte mich Großmutter behutsam, ob ich Angst hätte. Ich antwortete ihr, dass ich keine Angst hätte.

Am nächsten Morgen sahen Großmutter und ich uns gemeinsam die Videoaufzeichnung von den Vorträgen des Meisters in Guangzhou an. Am Nachmittag nahm sie mich dann mit zur Fa-Lerngruppe und später lud sie für mich Videos wie „Die Welt der Sonne“, „Chuanchuans Abenteuer“ sowie weitere Videos von Minghui herunter. Am darauffolgenden Tag traten die Anfälle von Durchfall deutlich seltener auf und es gab kaum noch Blutungen; bis zum Abend desselben Tages hörten diese schließlich ganz auf.

Am Abend besuchte mich die Schwester meiner Großmutter und bestand darauf, dass ich Medikamente einnahm; doch kurz darauf musste ich mich übergeben. Dasselbe geschah mit jeder Speise, die ich zu mir nahm. Gelegentlich schmerzte mein Bauch zwar immer noch, doch die Schmerzen ließen nach, wenn Großmutter meinen Bauch rieb. Ich sagte zu Großmutter: „Die Kinder in Taiwan haben es gut. Sie können das Zhuan Falun schon in der Schule lesen. Ich möchte auch nach Taiwan gehen, um es dort zu lernen!“

Lernen, an andere zu denken

Bei Großmutter zu Hause kann ich das Fa lernen, die Falun Dafa-Übungen praktizieren und mit anderen gemeinsam in die Dörfer gehen und Plakate aufhängen. In den Bergen rief ich den Bäumen, den Bächen, den Schmetterlingen und den Vögeln zu: „Falun Dafa ist gut! Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut!“, in der Hoffnung, dass sie sich meine Worte merken und dadurch errettet würden. Dabei war ich überglücklich. Ich war zu erschöpft, um den Rückweg zu Fuß anzutreten; so arrangierte der Meister, dass uns ein anderes Auto abholte. Danke, Meister! Während der Sommerferien organisierte meine Mutter viel Lernstoff für mich, darunter Mathematik, Englisch und Lateinamerikanische Tänze. Wenn ich mich müde fühlte, hörte ich auf und ruhte mich aus. Mathematik fiel mir besonders schwer, und ich machte Fehler, ganz gleich, wie sehr ich mich anstrengte. Ich wollte unbedingt eine hohe Punktzahl erreichen, doch egal wie sehr ich mich bemühte, es gelang mir einfach nicht.

Meine Großmutter erinnerte mich daran, dass dies eine Anhaftung sei. Ich sagte: „Es wäre gut, wenn ich mich selbst loslassen könnte.“ Dies hatte ich aus einer Geschichte auf Minghui gelernt, in der ein älterer Mönch einen jüngeren Mönch bat, Öl vom Berg herunterzuholen. Meine Großmutter sagte mir außerdem: „Man muss sich selbst treu bleiben. Tu die Dinge nicht nur, um anderen zu gefallen.“

Ich war gerne bei meiner Großmutter und wollte ihr Haus nie verlassen. Das machte meine Mutter traurig. Eines Abends bestand ich darauf, zu meiner Großmutter zu gehen. Meiner Mutter blieb nichts anderes übrig, als mich dorthin zu bringen. Doch Großmutter war nicht zu Hause, und so blieb ich dort und wartete. Daraufhin rief mich mein Vater an und sagte: „Mama ist traurig darüber, wie du dich verhältst.“ Ich hatte ihre Gefühle gar nicht bedacht.

Meine Großmutter sagt, ich hätte mich schnell erhöht; dennoch tue ich immer noch Dinge, die nicht der Lehre des Fa entsprechen. Ich brauche meine Großmutter, die mich beim Fa-Lernen begleitet, doch ich hoffe, dass ich das Fa künftig stärker eigenständig lernen kann. Manchmal laufe ich auch im Zimmer herum, während meine Großmutter das Fa vorliest. Obwohl ich ihr beim Vorlesen zuhöre, wirkt es so, als würde ich dem Fa gegenüber respektlos sein. Zudem muss ich mehr das Fa-Lernen und die Übungen öfter machen.

Danke, Meister, dass Sie mich beschützen!