(Minghui.org) Am 13. März 2026 wurden vier Einwohner der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, verhaftet, nur weil sie Falun Dafa praktizieren. Einer von ihnen wurde trotz seiner schwachen Gesundheit misshandelt. Man hielt die Praktizierenden 15 Tage lang fest und ließ sie am 28. März frei.
Gegen Mittag des 13. März drangen elf Beamte mit Hilfe eines Schlüsseldienstes in Guo Pengs Wohnung ein. Sie nahmen den 28-Jährigen und seine drei Gäste, allesamt Falun-Dafa-Praktizierende, fest: Yuan Xiufeng (49), Ye Changguo (65) und Sun Zhanting (79). Die elf Beamten trugen Zivil und die meisten von ihnen Gesichtsmasken. Keiner von ihnen zeigte einen Ausweis oder einen Haftbefehl, der die Festnahme und die Durchsuchung der Wohnung rechtfertigte.
Der Beamte Ding Jian stieß Guo mit dem Ellbogen und beschimpfte ihn. Als Guo sich gegen ihn wehrte, stießen ihn mehrere Beamte zu Boden und legten ihm Handschellen an. Die Polizisten nahmen ihm die Brille ab und hielten ihm ein Dokument vor die Nase. Aber er konnte nicht deutlich sehen. Die Beamten gaben ihm die Brille nicht zurück.
Sie behaupteten, dass jemand die Praktizierenden wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt und ihre Aktivitäten „das alltägliche Leben der Einwohner gestört“ habe. Die Beamten durchsuchten Guos Wohnung mehr als 40 Minuten lang und beschlagnahmten seine Falun-Dafa-Bücher, ein Porträt des Begründers von Falun Dafa, seinen Laptop, seinen Drucker und Informationsmaterialien. Als sie dann auch noch seine Geldbörse und 2.000 Yuan (etwa 250 Euro) Bargeld einstecken wollten, hielt er sie davon ab.
Auf einmal verspürte Guo ein heftiges Brennen im Innern seines Körpers und bat darum, ins Krankenhaus gebracht zu werden. Die Beamten beschuldigten ihn, eine Krankheit vorzutäuschen, und fuhren mit ihm und seinen drei Gästen zur Polizeistation Gongrencun. Dort unterzogen sie die Praktizierenden einer Leibesvisitation und nahmen ihnen die Hausschlüssel, Bargeld und andere persönliche Gegenstände ab.
Guo forderte sie abermals auf, ihre Ausweise zu zeigen, aber die Polizisten lehnten ab. Sie ließen die Praktizierenden zunächst hungern, kauften ihnen dann aber am Abend mit Yuans Geld etwas Brot.
Die Praktizierenden wurden einzeln verhört und gegen Abend zum Fallbearbeitungszentrum der Polizeibehörde Tiexi gebracht.
Anschließend wurden sie gewaltsam einer umfassenden medizinischen Untersuchung unterzogen: ihnen wurde der Blutdruck gemessen, der Brustkorb geröntgt sowie ein EKG, CT, eine Blutuntersuchung, ein Leberfunktionstest und eine Urinanalyse durchgeführt. Auch wurden Größe, Gewicht, Fingerabdrücke, Faustabdrücke, Aufnahme der Stimme und Iris-Scans gewaltsam erfasst.
Yuan und Sun wurden um 4:30 Uhr in die Haftanstalt des Bezirks Tiexi eingeliefert.
Ye zitterte während des EKGs, sodass der Arzt die Untersuchung abbrechen musste. Bei der Abnahme seiner Fingerabdrücke kooperierte er nicht. Er wurde zusammen mit Guo zurück zur Polizeistation gebracht und dort über Nacht festgehalten.
Am nächsten Morgen fuhren die Polizisten mit Guo in ein anderes Krankenhaus, um die medizinische Untersuchung zu wiederholen, gaben ihm aber nichts zu essen. Schwach und hungrig weigerte er sich, aus dem Auto auszusteigen. Den Polizisten blieb nichts anderes übrig, als ihn zurück zur Polizeistation zu bringen. Ein Beamter beschimpfte ihn.
Kurz darauf sah sich Guo von mehreren Beamten umringt, die ihn aus dem Bett und auf den Flur zerrten. Er weigerte sich weiterhin, zu stehen oder einen Schritt zu machen. Daraufhin riss ein Beamter ihn an den Haaren und trat ihn. Schließlich wurde er in einen Streifenwagen gezerrt und zu einer Untersuchung ins Krankenhaus gefahren.
Nachdem Ye gesehen hatte, wie die Polizisten Guo behandelt hatten, sah er sich gezwungen, die medizinische Untersuchung über sich ergehen zu lassen, als die Polizei ihn am Nachmittag aufsuchte. Er stellte fest, dass sie bereits einen Untersuchungsbericht fabriziert hatten, um ihn festnehmen zu können.
Guo wies einen äußerst hohen Blutdruck (systolischer Blutdruck von 234 mmHg) auf. Trotzdem brachten die Beamten ihn und Ye in die Haftanstalt des Bezirks Tiexi. Sie versicherten ihnen, dass sie lediglich drei Tage festgehalten würden. Guo und Ye unterschrieben daraufhin den Haftbefehl.
Am 17. März brachten die Wärter der Haftanstalt Guo erneut zu einer Untersuchung in ein anderes Krankenhaus. Dort diagnostizierte der Arzt bei ihm einen Herzfehler. Dennoch verhörten die Polizisten Guo später am selben Tag und am 23. März.
Yuan, Ye und Sun wurden ebenfalls zwischen dem 15. und 18. März verhört, weigerten sich aber, irgendwelche Fragen zu beantworten. Am 28. März wurden die vier Praktizierenden zurück zur Polizeistation Gongrencun gebracht und einige Stunden später freigelassen. Wieder zu Hause ging Guo zum Wohnkomitee, das ihm bestätigte, dass niemand ihn wegen „Störung des Alltags“ angezeigt hatte.
Die Praktizierenden erfuhren von ihren Angehörigen, dass diese am Abend ihrer Verhaftung die Polizeistation Gongrencun aufgesucht hatten, um sich nach ihrem Verbleib zu erkundigen. Die Polizei bestritt die Verhaftung der Praktizierenden und behauptete, ihren Aufenthaltsort nicht zu kennen. Die Familien suchten daraufhin alle örtlichen Polizeistationen auf, wo ihnen von den Beamten gesagt wurde, dass die Praktizierenden nicht dort seien. Erst nachdem die Familien offiziell Anzeige erstattet hatten, räumten die Beamten der Polizeistation Gongrencun ein, die Praktizierenden festgenommen zu haben. Zu diesem Zeitpunkt waren die Praktizierenden bereits in der Haftanstalt interniert.
Die Angehörigen beauftragten Anwälte und gingen mehrmals zur Polizeistation, um die Freilassung der Praktizierenden zu fordern. Der stellvertretende Polizeichef Zhang Siyu weigerte sich jedoch, sie zu empfangen.
Guo war früher süchtig nach Videospielen und drogenabhängig, schwänzte oft die Schule und stahl von seinen Eltern Geld. Enttäuscht über sich selbst empfand er das Leben als hoffnungslos. Im Jahr 2020 kam er mit Falun Dafa in Berührung. Er begann, nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu leben und legte seine schlechten Gewohnheiten ab. Er wurde im Umgang mit anderen rücksichtsvoller und wurde positiver und aufgeschlossener. Er ist Falun Dafa zutiefst dankbar, dass es ihn gerettet und sein Leben in eine positive Richtung gewendet hat.
Yuan ist Leiter der Einkaufsabteilung eines großen Unternehmens. Im Gegensatz zu seinen Kollegen lehnte er Bestechungsgelder ab und stellte die Interessen des Unternehmens an die erste Stelle.
Als Ye angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, hörte er mit dem Rauchen, Trinken und Mah-Jongg-Spielen auf. Auch sein aufbrausendes Temperament legte sich, und er schrie seine Frau nicht mehr an. Nach dem Tod seines Vaters nahm seine Schwägerin dessen Haus in Besitz. Ye stritt sich nicht mit ihr und verzichtete auf seinen Anteil.
Trotz seines hohen Alters erfreut sich Sun bester Gesundheit. Er lebt allein und hilft mit, die Nachbarschaft sauber zu halten. Im Winter schaufelt er Schnee, wofür er von vielen Nachbarn gelobt wird.