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56-Jähriger aus Shandong wegen seines Glaubens vor Gericht – seine Familie darf nicht an der Verhandlung teilnehmen

31. Mai 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Shandong

(Minghui.org) Ein 56-jähriger Einwohner der Stadt Jinan, Provinz Shandong, stand am 18. Mai 2026 vor Gericht, weil er Falun Dafa praktiziert.

Qiao Chenglin, ein Arbeiter in einer Düngemittelfabrik, wurde am 13. Januar 2026 zu Hause festgenommen. Fünf Beamte des Polizeireviers Shuangshan stürmten seine Wohnung und führten ihn ab, ohne ihn seine Schuhe anziehen zu lassen. Sie hatten ihn zuvor beim Verteilen von Falun-Dafa-Flugblättern beobachtet.

Die Polizei brachte Qiao in die Haftanstalt Guanzhuang und übergab seinen Fall der Staatsanwaltschaft des Bezirks Zhangqiu. Er wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt angeklagt und stand am 18. Mai 2026 vor dem Bezirksgericht Zhangqiu.

Seine Familie wurde vor dem Gerichtsgebäude aufgehalten. Ein Mitarbeiter versprach ihnen zunächst, sie etwas später hereinzulassen, drohte ihnen dann aber, sie wegen Störung der gerichtlichen Anordnung verhaften zu lassen, falls sie weiterhin auf der Teilnahme an der Verhandlung bestehen würden. Er weigerte sich zudem, die Namen des Staatsanwalts und des Vorsitzenden Richters preiszugeben.

Es war nicht das erste Mal, dass Qiao aufgrund seines Glaubens ins Visier genommen worden war. Am 21. August 2018 wurde er von Beamten der Polizeistation Shuangshan in seiner Wohnung festgenommen. Sie hatten einen Hinweis erhalten, dass er mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Er wurde 15 Tage lang in der Haftanstalt Zhonggong festgehalten und am 5. September freigelassen.

Qiao wurde am 3. Juni 2020 an seinem Arbeitsplatz von vier Beamten festgenommen. Darunter waren der Polizeichef Zhang Bingqiang von der Polizeistation Shuangshan und Hauptmann Wei Hongbo von der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Zhangqiu. Sie hatten ihn ins Visier genommen, nachdem ihn eine Überwachungskamera am 3. Mai desselben Jahres beim Verteilen von Falun-Dafa-Materialien in einem Wohngebiet gefilmt hatte. Er wurde wenige Stunden später gegen Kaution freigelassen, jedoch am 8. Juli erneut von der Staatssicherheitsabteilung vorgeladen. Dort wurde er von Vizehauptmann Sun Fengguo verhört.

Am 3. August 2020 rief Jiao Peng von der Staatsanwaltschaft Zhangqiu Qiao an und forderte ihn auf, sich zu melden, da sein Fall von der Polizei des Bezirks Zhangqiu übernommen worden war. Um einer Strafverfolgung aufgrund seines Glaubens zu entgehen, kündigte er seine Stelle und tauchte unter. Hauptmann Wei und die Beamten der Polizeistation Shuangshan belästigten seine Frau wiederholt und verlangten Auskunft über seinen Aufenthaltsort.

Die Beamten der Polizeistation Shuangshan Nr. 1 spürten Qiao später auf und verhafteten ihn am 15. April 2022 an seinem neuen Arbeitsplatz. Sie verhörten ihn auf der Polizeistation und ließen ihn anschließend gegen Kaution frei.

Staatsanwältin Chen Jing verhörte Qiao am 13. Mai 2022. Qiao weigerte sich, die Akte zu unterschreiben, wurde aber von Chen durch eine List dazu gebracht. Fünf Tage später erhob sie Anklage und reichte den Fall noch am selben Tag beim Bezirksgericht Zhangqiu ein.

Einige Wochen später, am 14. Juni 2022, stand Qiao vor Gericht. Richterin Xu Shanshan, die den Vorsitz führte, beauftragte einen Anwalt und wies diesen an, gegen seinen Willen für seinen Mandanten auf schuldig zu plädieren. Qiao wurde nicht erlaubt, sich selbst zu verteidigen.

Am 2. August 2022 lud ein Beamter der Polizeistation Shuangshan Nr. 1 Qiao vor. Als Qiao dort erschien, wurde er einer ärztlichen Untersuchung unterzogen und danach in die vierte Haftanstalt in Jinan eingeliefert. Infolgedessen verpasste er die Hochzeit seiner Tochter.

Richterin Xu verurteilte Qiao später zu einer einjährigen Haftstrafe. Gerichtsschreiber Liu Lu und Staatsanwalt Chen unterzeichneten das Urteil.

Qiao wurde am 24. Februar 2023 in das Gefängnis der Provinz Shandong eingeliefert. Da er häufig hustete, stellten die Wärter sein Bett auf den Flur, damit die anderen Insassen nicht gestört wurden. Auf dem Flur war es kalt und lärmig, sodass er keinen Schlaf fand. Er hatte Albträume und zuckte im Schlaf. Gelegentlich schrie er auch und trat und schlug um sich. Diese Symptome hielten nach seiner Freilassung am 4. August 2023 weiterhin an. Um seine Frau nicht zu beunruhigen, zog er zu seiner Mutter, die in einer ländlichen Gegend lebt. Nachdem seine Symptome nachgelassen hatten, kehrte er nach Hause zurück.

Früherer Bericht:

Bereits ein Jahr im Gefängnis „verbüßt“ – nun muss er sich erneut wegen Falun Dafa vor Gericht verantworten