(Minghui.org) Einer 70-jährigen Frau aus der Stadt Shenzhen, Provinz Guangdong, droht eine Anklage, nur weil sie Falun Dafa praktiziert.
Wang Yumei, die ursprünglich aus der Stadt Anshan in der Provinz Liaoning stammt, lebt seit Jahren bei der Familie ihres Sohnes in Shenzhen. Am Morgen des 19. Oktober 2025 sprach sie mit einem älteren Mann über Falun Dafa, wurde jedoch von dessen Tochter unterbrochen. Wang entfernte sich daraufhin vom Ort des Geschehens. Noch in derselben Nacht wurde sie im Haus ihres Sohnes von Beamten der Polizeistation Nantou festgenommen.
Die Polizei beschlagnahmte einige Ausgaben der Zeitschrift Minghui Weekly, ein Exemplar des Buches Zhuan Falun sowie einen Artikel, der vom Begründer von Falun Dafa verfasst worden war. Sie brachten sie zur Polizeidienststelle des Bezirks Nanshan, wo sie verhört wurde. Sie fragten sie, woher sie die Falun-Dafa-Bücher und -Materialien bezogen habe. Zudem beschuldigten sie sie, sich mit anderen Praktizierenden getroffen zu haben. Wang bestritt dies, da sie in Shenzhen keine Praktizierenden kannte.
Am darauffolgenden Tag wurde sie in die Haftanstalt des Bezirks Nanshan gebracht. Die dortigen Wärter nahmen sie jedoch nicht auf, nachdem sie die vorgeschriebene medizinische Untersuchung nicht bestanden hatte. Die Polizei ließ sie gegen Kaution frei und installierte eine Überwachungskamera im Haus ihres Sohnes.
Im Januar 2026 bestellte der für den Fall zuständige Beamte Tong Fanglong Wang auf die Polizeiwache und stellte ihr Fragen. Anschließend händigte er ihr Unterlagen aus, aus denen hervorging, dass ihr Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Nanshan übergeben worden war.
Wang drängte Tong dazu, das Verfahren einzustellen. Er lehnte ihr Ersuchen ab und versuchte später erneut, sie auf die Polizeiwache zu zitieren. Sie erschien nicht. Daraufhin kontaktierte er ihren Sohn über WeChat (eine beliebte Social-Media-Plattform) und kommunizierte über diese mit ihr.
Wang wurde am 8. Januar 2021 verhaftet, nachdem sie von einem Bewohner derselben Wohnsiedlung angezeigt worden war, weil sie Materialien über Falun Dafa verteilt hatte. Die Polizei hielt sie in der Haftanstalt des Bezirks Nanshan fest und übergab ihren Fall im Februar 2021 an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Nanshan.
Wang stand am 20. Mai 2021 im Bezirk Nanshan vor Gericht. Ihre Familie wurde vom Vorsitzenden Richter gezwungen, den Anwalt zu entlassen, den sie beauftragt hatte, um für sie auf nicht schuldig zu plädieren. Der Richter verurteilte Wang zu dreieinhalb Jahren Haft und verhängte eine Geldstrafe von 2.000 Yuan (ca. 240 Euro). Sie legte beim Mittleren Gericht der Stadt Shenzhen Berufung ein. Dieses entschied am 31. März 2022, das ursprüngliche Urteil zu bestätigen.
Wang wurde im Juli 2024 freigelassen, am 19. Oktober 2025 jedoch erneut verhaftet.
Früherer Bericht:
66-Jährige zu mehrjähriger Haft verurteilt, weil sie auf die Verfolgung aufmerksam machte