(Minghui.org) Als ich einmal mit den Menschen über Falun Dafa sprach, wurde ich von Beamten in Zivil festgenommen und in dieser Nacht auf der örtlichen Polizeiwache rechtswidrig festgehalten. Mir wurde bewusst, dass ich zwar meine körperliche Freiheit verloren – mein Geist jedoch frei war und ich den Meister hatte. Ich erkannte die Verfolgung nicht an, sondern wusste, dass ich der Lehre des Meisters folgen musste, egal wo ich mich befand. Ich rezitierte ununterbrochen das Fa, sandte aufrichtige Gedanken aus und klärte die Beamtin, die mich bewachte, über die wahren Umstände von Falun Dafa auf. Bei Tagesanbruch verstand sie die Zusammenhänge und erklärte sich bereit, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und den ihr angegliederten Organisationen auszutreten. Ich hatte die ganze Nacht nicht geschlafen.
Am nächsten Tag wurde eine andere Beamtin mit meiner Bewachung beauftragt. Sie war noch recht jung und trug ein Emblem der KPCh. Ich dachte: „Sie ist schon so früh im Leben auf dem falschen Weg.“ Ich plauderte mit ihr und lenkte das Gespräch allmählich auf den Parteiaustritt. Sie lächelte, willigte aber nicht ein, auszutreten. Sie ging immer wieder rein und raus, um sich bei ihren Vorgesetzten zu erkundigen, wann ich nach Hause gehen könnte. Am Nachmittag wurde ich in die örtliche Haftanstalt verlegt. Als ich sah, dass sie, obwohl sie den größten Teil des Tages mit mir verbracht hatte, immer noch nicht gerettet war, konnte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Ich ignorierte die anderen Beamten, trat schnell vor, hielt ihre beiden Arme fest und sagte: „Ich wünsche Ihnen wirklich alles Gute – bitte treten Sie aus der Partei, dem Jugendverband und den Jungen Pionieren aus, um in Sicherheit zu sein. Diese Chance bietet sich selten.“ Sie nickte und sagte: „ Gut! Passen Sie auf sich auf.“
Die Haftanstalt war viel schlimmer als die Polizeiwache. Als ein Wärter erfuhr, dass ich Falun Dafa praktiziere, verlangte er wütend von mir, ein Formular zu unterschreiben, das Dafa verleumdete. Ich sagte ihm, ich sei keine Verbrecherin, und weigerte mich, es zu unterschreiben. Nach einer Weile rief er: „Warte nur ab, bis du da drinnen bist, dann wirst sehen, was mit dir passiert!“ Ich war innerlich sehr ruhig, denn ich wusste, dass der Meister an meiner Seite war.
Die Insassen mussten die Regeln der Haftanstalt aufsagen, und die Aufseher setzten dies streng durch. Ich dachte: „Wenn ich mich weigere, das zu tun, sollte ich der Aufseherin zumindest erklären, warum, und dies als Gelegenheit nutzen, ihr die wahren Umstände zu erläutern. Während einer Pause sagte ich der Insassin, die für unsere Zelle zuständig war, dass ich die Oberaufseherin sprechen wolle. Sie antwortete: „Du willst die Regeln nicht aufsagen und willst trotzdem die Oberaufseherin sprechen? Hast du keine Angst?“ Ich dachte: „Der Meister ist bei mir, was gibt es da zu fürchten? Ich muss sie erretten.“
Als ich die Oberaufseherin traf, sagte ich ihr, ich müsse ihr etwas erklären: „Wissen Sie, warum ich mich weigere, die Regeln für Haftanstalten zu rezitieren? Weil ich keine Verbrecherin bin. Das Rezitieren dieser Regeln ist etwas für Verbrecher, nicht für mich. Ich bin eine Falun-Dafa-Praktizierende und folge nur dem, was mein Meister mir aufträgt.“ Sie fragte: „Hast du keine Angst, dass ich dich bestrafen werde?“ Ich lächelte und sagte: „Sie sind so freundlich, warum sollten Sie das tun? Außerdem habe ich nichts Unrechtes getan. Ich bin nur hier, weil ich Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht praktiziere und ein guter Mensch sein möchte. Jetzt werde ich gezwungen, an einem Ort für Kriminelle zu bleiben und die Gefängnisregeln aufzusagen.“ Bevor ich zu Ende gesprochen hatte, stand sie auf und ging. Später, als die Regeln erneut aufgesagt wurden, verkündete die für die Zellenanführerin: „Die Oberaufseherin hat gesagt, A (sie bezog sich auf mich) muss sie nicht aufsagen.“ So konnte ich diese Zeit stattdessen damit verbringen, die Lehre des Meisters zu rezitieren. Ich dankte dem Meister dafür, dass er sie barmherzig gerettet hatte und dass sie sich für Güte entschieden hatte; somit beging sie keine schlechte Tat gegen Dafa.
Einmal organisierte das Gefängnis einen Gesangswettbewerb für „Rote Lieder“ und verlangte von allen, daran teilzunehmen. Ich ging auf eine junge, neue Aufseherin zu und sagte zu ihr: „Wir (zu dieser Zeit befand sich noch eine weitere Praktizierende in der Zelle) werden nicht teilnehmen. Wir können die Partei nicht preisen, denn ihre Hände sind blutbefleckt.“ Die Aufseherin wurde wütend. Ihr Gesicht lief rot an, und sie beschimpfte mich laut. Ich blieb unbeeindruckt, sah sie ruhig an und sandte aufrichtige Gedanken aus. Als sie sah, dass ich völlig unbeeindruckt war, fragte sie vor allen in der Zelle: „So-und-so (mein Name), wirst du singen oder nicht?“ Ich sagte: „Nein!“ Sie erhob ihre Stimme und sagte: „Sag es noch einmal!“ Auch ich erhob meine Stimme und wiederholte: „Nein!“
Die junge Beamtin war außer sich vor Wut. Sie befahl allen Zelleninsassen eine Sitzstrafe (eine Form der Disziplinierung) zu absolvieren, und stürmte hinaus. Mir wurde sofort klar, dass ich Unrecht hatte. Auch wenn ich keine Angst hatte, hätte ich sie nicht mit menschlichen Emotionen konfrontieren dürfen. Ich habe es nicht nur versäumt, sie zu erretten, sondern sie dazu getrieben, eine schlechte Tat gegen Dafa zu begehen, und damit die Bestrafung aller Häftlinge der gesamten Zelle verursacht. Ich bat die Zellenanführerin, der Aufseherin zu sagen, dass ich Unrecht hatte und mit ihr sprechen wolle. Diese kehrte nach einer Weile lächelnd zurück und sagte: „Alle aufstehen! Keine Strafe mehr. Soundso (sie bezog sich auf mich), wenn du nicht singen willst, dann lass es.“ Wenn die Gedanken eines Praktizierenden mit dem Fa übereinstimmen, wird der Meister helfen.
Im Handumdrehen war ich schon ein Jahr lang im Untersuchungsgefängnis inhaftiert. Der gegen mich erfundene Fall war nicht vorangekommen. Ich sah zu, wie die Fälle anderer, die vor oder nach mir angekommen waren, nacheinander abgeschlossen wurden, doch ich blieb zurück. Manchmal war ich innerlich voller Unruhe. Ich wollte nicht im Gefängnis verrotten, ich wollte weg! Hier hatte ich nichts zu suchen. Ich glaubte fest daran, dass der Meister an meiner Seite war, und überließ ihm alles. Ich passte meine Geisteshaltung ständig an. Ich betrachtete die Zeit, die ich mit Zwangsarbeit verbrachte, als meine Zeit, um aufrichtige Gedanken auszusenden und das Fa zu rezitieren. Ich sagte nichts Unnötiges. Die für die Zelle zuständige Insassin lobte mich sogar und sagte: „Schau dir Tante an, so alt, und doch sagt sie nie ein Wort und arbeitet einfach den ganzen Tag still vor sich hin.“ Ich musste innerlich lächeln.
Eines Morgens um vier Uhr hatte ich Nachtwache an der Zellentür (ein 24-Stunden-Wachdienst im Schichtbetrieb, der von der Haftanstalt vorgeschrieben ist). Plötzlich sah ich, wie ein roter Schein den Flur draußen erfüllte und immer heller wurde. Was war los? Ich tauschte den Platz mit meiner Kollegin gegenüber und ging schnell zum Eingang. Ich sah einen Weg, der wie ein roter Teppich vom Himmel zu unserer Zellentür hinabführte, gesäumt von großen roten Laternen, die auf beiden Seiten hell leuchteten – es war prächtig und festlich. Mir wurde klar, dass der Meister mir sagen wollte: „Der Weg nach Hause ist für dich bereits bereitet, mach dir keine Sorgen.“ Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Danke, Meister, für Ihre unermessliche Barmherzigkeit! Danke, dass Sie mich immer beschützen und mir inneren Frieden schenken.
Am nächsten Tag, als ich gerade zur Arbeit gehen wollte, konnte ich meine Schuhe nicht finden. Alle halfen mir beim Suchen, aber sie waren nirgends zu finden. Da rief die Person, die an der Tür Wache stand: „Tante, deine Schuhe stehen an der Tür!“ Ich sagte: „Großartig, dann muss ich wohl rausgehen.“ Dann rief ich aus: „Ja, ich gehe nach Hause!“ „Die Tante geht nach Hause!“– alle brachen in Gelächter aus.
Ich wusste, dass der Meister an meiner Seite war und alles wusste. Ich ließ meinen Wunsch, nach Hause zu gehen, los und widmete mich ganz dem, was eine Falun-Dafa-Praktizierende tun sollte. Dem Meister dabei zu helfen, Menschen zu retten, ist unsere Mission. Unabhängig von der Umgebung oder den Umständen muss sie erfüllt werden. Ich war immer davon überzeugt, dass die Einweisung in die Haftanstalt lediglich einen Wechsel der Umgebung darstellte, um Menschen zu retten. Der Meister war bei mir, und ich hatte keine Angst. Als ich die einzige Praktizierende in der Zelle war, rettete ich die Insassen auf eigene Faust. Als wir zu zweit waren, arbeiteten wir zusammen. Wir schrieben die Namen derer auf, denen wir halfen, aus der Partei auszutreten, aktualisierten die Namensliste täglich und gaben sie an Anwälte weiter, die zu Besuch kamen und die wahren Hintergründe verstanden, oder an Praktizierende, die entlassen wurden. Die Fluktuation im Untersuchungsgefängnis war hoch – die Menschen kamen und gingen schnell. Ich gab mein Bestes, mit jedem zu sprechen, der in meine Zelle kam. Einige willigten ein, aus der Partei auszutreten, und dankten mir. Ich ließ niemanden aus, auch nicht diejenigen, die kurz nach ihrer Ankunft wieder gingen; wenn sie blieben, erklärte ich ihnen später die wahren Begebenheiten noch ausführlicher. Ich war über ein Jahr lang dort inhaftiert und glaubte, dass der Meister direkt neben mir war. Ich wankte nie darin, das zu tun, was ein Praktizierender tun sollte.
Später hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen mich eingestellt. Ich wurde freigesprochen und kehrte nach Hause zurück. Ich bin zutiefst dankbar für die Führung und den Schutz durch den Meister während dieser ganzen Zeit! Danke, Meister, für Ihre unermessliche Barmherzigkeit und Ihren ständigen Schutz! Ich verneige mich voller Dankbarkeit vor Ihnen!