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Wien: Aktion zum „25. April“ trifft auf reges Interesse an Falun Dafa

6. Mai 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in

(Minghui.org) Zum Gedenken an den 27. Jahrestag des historischen Appells des 25. April veranstalteten Falun-Dafa-Praktizierende verschiedene Aktionen in Wien, darunter eine Kundgebung mit dem bekannten US-amerikanischen Menschenrechtsaktivisten und Investigativjournalisten Ethan Gutmann vor dem Stephansdom. An diesem Tag strömten ununterbrochen Touristen aus aller Welt an diesem berühmten Platz vorbei.

Die Veranstaltung der Praktizierenden am 25. April 2026 in Wien erweckte reges Interesse der Passanten

Grenzüberschreitende Unterdrückung durch die KPCh

Ein Vertreter der Praktizierenden erinnerte in seiner Rede an den friedlichen Protest des 25. April 1999 in Peking. Damals hatten sich 10.000 Praktizierende versammelt in der Hoffnung, Falun Dafa in China frei praktizieren zu können. Gleichzeitig forderten sie die Freilassung von inhaftierten Praktizierenden. Der damalige Präsident Jiang Zemin behauptete später jedoch, die Praktizierenden das Zentralgebäude der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) „belagert“. Mit diesem Vorwurf leitete er eine landesweite Verfolgung ein, um Falun Dafa auszurotten.

Diese schreckliche Verfolgung dauere nun schon fast 27 Jahre an, berichtete der Praktizierende auf der Kundgebung. Inzwischen hat sich die Unterdrückung auch auf das Ausland ausgedehnt, wie man am Beispiel des New Yorker Kunstensembles Shen Yun sieht. In über 100 Theatern, in denen Auftritte geplant waren, gab es Bombendrohungen.

Praktizierende berichten Passanten von der seit 27 Jahren andauernden Verfolgung

Zeitzeuge berichtet über Menschenrechtsverletzungen in China

Ethan Gutmann, ein Investigativjournalist aus den USA und Gründer von „End Transplant Abuse“ (ETAC), erzählte in seiner Rede, dass er zum ersten Mal am 25. April 1999 in Peking von Falun Dafa gehört habe. Durch Interviews mit Zeugen, die an der Protestaktion teilgenommen hatten, habe er die wahren Hintergründe über die Verfolgung erfahren. Unter der strengen Kontrolle der KPCh hingegen durften die Medien nur das berichten, was das Regime erlaubte.

Gutmann sagte, er habe mehrere Praktizierende kennengelernt, deren vorbildlicher Charakter bei ihm einen tiefen Eindruck hinterlassen hätten. Wie viele andere Praktizierende seien auch diese in China brutal verfolgt worden. Er habe auch gesehen, wie die Polizei auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking Praktizierende gewaltsam in Polizeiautos gezerrt und unter Anwendung von Gewalt weggeschafft hatten.

Ethan Gutmann bei seiner Rede

Passanten entsetzt über die Verfolgung

Als ein junger Mann hörte, dass in China Tausende Menschen getötet wurden, weil sie ihre Kultivierung nach den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht“ nicht aufgeben wollten, war er schockiert. Er sagte, dass die Praktizierenden ihr Leben riskieren, indem sie die Menschen über die wahren Hintergründe der Verfolgung unterrichten. Er wolle sich näher über Falun Dafa informieren, sagte er zum Abschied.

Jill aus Großbritannien übermittelt den Praktizierenden in China ihre herzlichen Grüße

Jill, eine Touristin aus Großbritannien, die zum ersten Mal in Wien unterwegs war, reagierte positiv auf die Aktion der Praktizierenden und zeigte Interesse, Falun Dafa näher kennenzulernen.

Sie war der Meinung, dass Meditation zweifellos der beste Weg sei, um mit seinem wahren Selbst in Verbindung zu treten. Über die Verfolgung in China war sie entsetzt. „Das ist schrecklich!“, wiederholte sie schockiert. Dann griff sie zum Stift und unterschrieb eine Petition, um das Ende der Gräueltaten zu fordern. Außerdem wollte sie ihren Yoga-Freunden von der Petition erzählen und dabei helfen, dass noch mehr Menschen von der Verfolgung in China erfahren.

Jill bekundete, selbst die Übungen ausprobieren zu wollen. Als Andenken an diese Begegnung schenkte eine Praktizierende ihr eine gebastelte Lotusblume, die sie freudig entgegennahm. Jill bat sie, den Mitpraktizierenden in China ihre aufrichtigsten Grüße und besten Wünsche zu übermitteln.

Hintergrund: Was ist der Appell vom 25. April?

Falun Dafa, auch als Falun Gong bekannt, wurde zum ersten Mal 1992 in der Öffentlichkeit vorgestellt. Wenige Jahre später praktizierten es fast 100 Millionen Menschen in ganz China. Sie profitierten von dem Kultivierungsweg, der ihren Gesundheitszustand verbesserte und ihre Moral erhöhte.

Am 23. und 24. April griffen Polizisten in Tianjin, einer Stadt nahe Peking, Dutzende Praktizierende an, die sich vor einem Verlagsgebäude versammelten hatten und verhafteten sie. Dabei wollten die Praktizierenden nur die Fehler in einem vorher veröffentlichten Zeitungsartikel über Falun Gong richtigstellen. Als die Verhaftungen bekannt wurden und mehrere Praktizierende sich bei den Polizisten erkundigten, sagte man ihnen, dass sie ihre Beschwerde in Peking vortragen müssten.

Am 25. April versammelten sich daraufhin etwa 10.000 Praktizierende vor dem Petitionsbüro der Zentralregierung in Peking, wie ihnen die Polizisten in Tianjin gesagt hatten. Der Appell verlief friedlich und geordnet. Einige Praktizierende trafen sich als Vertreter der Protestierenden mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhu Rongji und seinen Mitarbeitern. An diesem Abend wurden ihre Forderungen angehört – die verhafteten Praktizierenden in Tianjin kamen frei und alle fuhren nach Hause.

Doch der damalige Staatschef Jiang Zemin sah die wachsende Beliebtheit von Falun Gong als Bedrohung für die atheistische Ideologie der Partei an. Am 20. Juli 1999 erließ er den Befehl, Falun Gong zu verbieten.

Minghui.org hat den Tod Tausender Praktizierender in den vergangenen 27 Jahren der Verfolgung gemeldet. Es wird vermutet, dass die Dunkelziffer viel höher ist. Noch mehr Praktizierende wurden und werden wegen ihres Glaubens inhaftiert und gefoltert.

Es gibt konkrete Beweise, dass die KPCh den Organraub fördert. Inhaftierte Praktizierende werden wegen ihrer Organe ermordet, die zu Profitzwecken an die Transplantationsindustrie verkauft werden.