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Australischer Praktizierender: „Ich möchte die Menschen darüber informieren, was sich in China abspielt“

6. Mai 2026 |   Von Minghui-Korrespondenten in Melbourne, Australien

(Minghui.org) Am 18. April 2026 hielten Praktizierende in Melbourne in Gedenken an den 27. Jahrestag des friedlichen Appells vom 25. April in Peking eine Kundgebung ab. Auch Nick und sein Sohn nahmen daran teil.

Nick (re., 2. Reihe) und sein Sohn (li., 2. Reihe) nehmen am 18. April 2026 an der Kundgebung in Melbourne teil

Zum Zeitpunkt des Appells in Peking am 25. April 1999 war Nick etwas über 20 Jahre alt. Er und seine Familie kannten bereits die positiven Wirkungen von Falun Dafa, da sich durch das Praktizieren ihre Gesundheit verbessert hatte. „Andere Praktizierende erzählten mir von den Störungen in China“, erinnerte er sich. „Als die Praktizierenden am Übungsort [in China] ankamen, spielte die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Musik über Lautsprecher ab, um sie am Üben zu hindern, und bespritzten sie mit Wasser.

Ich war verwirrt, da ich aus einem anderen Kontinent stamme und Falun Dafa in Australien gelernt hatte. Ich konnte nicht verstehen, dass so etwas möglich sein konnte. Wie konnte die Regierung Menschen daran hindern, Falun Dafa zu praktizieren?“

Die Falun-Dafa-Praktizierenden, die am 25. April 1999 nach Peking reisten, um zu appellieren, hatten drei Forderungen: die Freilassung der in Tianjin verhafteten Praktizierenden, die Zulassung der Veröffentlichung von Falun-Dafa-Büchern sowie die Gewährleistung des verfassungsmäßigen Rechts auf Glaubensfreiheit, wie zum Beispiel das Praktizieren ihrer Übungen. Die Versammlung der Praktizierenden, die von morgens bis spät abends anhielt, verlief friedlich. Nachdem die Vertreter der Praktizierenden eine positive Lösung seitens der Regierung erhalten hatten, beendeten sie ihren Appell und alle gingen nach Hause.

„Ich denke, der Appell war absolut berechtigt“, so Nick. „Eine solch gute Kultivierungsmethode wurde missachtet. Es ging hier um grundlegende Rechte.“

Er erzählte: „Als ich anfing, Falun Dafa zu praktizieren, bin ich einfach so hineingesprungen – genau wie all die anderen, die zu den Übungsstätten und Fa-Lerngruppen gingen. Für mich ging es einfach nur um das Praktizieren der Übungen und das Lernen des Fa. Dadurch hat sich mein Leben auch positiv verändert. Als ich anfing zu praktizieren, litt ich unter einer schweren Hüftverletzung und hatte gerade mein Landschaftsgärtner-Unternehmen gegründet. Ich war jung und hätte aufgrund meiner lädierten Hüfte meinen Beruf aufgeben müssen. An einem Gesundheitsfestival stieß ich auf Falun-Dafa-Praktizierende. Sie brachten Interessierten die Übungen bei und fragten sie, ob sie an einer Krankheit oder irgendwelchen Beschwerden leiden würden. Ich vergaß meine Hüftverletzung völlig, und sie verschwand einfach, weil ich nicht mehr daran dachte. Es war erstaunlich.“

Er fuhr fort: „Als ich jung war, war ich kein guter Mensch. Ich habe viele schlechte Dinge getan, mich aber [dank Falun Dafa] verändert. Jetzt bin ich Vater und führe eine glückliche Ehe. Ich besuche meine Eltern oft und respektiere sie. Ich bin ein guter Mensch geworden.“

Nick nimmt oft seinen Sohn zu Veranstaltungen mit, die auf die Verfolgung aufmerksam machen. „Auf diese Weise konnte ich meinem Sohn vermitteln, was es heißt, ein gütiger Mensch zu sein, der über Moral und ein offenes Wesen verfügt. Wenn ich meinen Sohn ansehe, bin ich unendlich dankbar, dass er sich nicht von den schlechten Dingen dieser Welt ablenken lässt.“

Nick bei der Kundgebung in Melbourne am 18. April 2026

Dringlichkeit und Selbstdisziplin

Die KPCh behauptete später, der Appell vom 25. April sei eine „Belagerung des KPCh-Hauptquartiers“ gewesen und befahl im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Dafa. Diese seit bald drei Jahrzehnten andauernde Verfolgung hat sich zu einer transnationalen Repression ausgeweitet, bei der das chinesische Regime auch Praktizierende außerhalb Chinas ins Visier nimmt und sich insbesondere darauf konzentriert, Shen Yun Performing Arts zu sabotieren.

Nick berichtete, dass er seit Beginn der Verfolgung im Juli 1999 ein tiefes Gefühl der Dringlichkeit verspüre, das wahre Wesen der KPCh aufzudecken und Falun Dafa einem breiteren Publikum vorzustellen. Da die Mainstream-Zeitungen und Medien mit Propaganda der offiziellen KPCh-Kanäle durchdrungen seien, ist er der Ansicht, dass Falun-Dafa-Praktizierende proaktiv die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Geschehnisse in China informieren müssen.

Anfang 2000 reiste Nick mit seiner Familie nach Peking, um bei den zuständigen Behörden eine Petition einzureichen. In den darauffolgenden Tagen gab er zahlreichen australischen Medien ausführliche Interviews und berichtete von seinen Erfahrungen. Durch diese Gespräche verhalf Nick der australischen Öffentlichkeit zu einem tieferen Verständnis für Falun Dafa und die tatsächliche Situation der Praktizierenden in China, denen die Religionsfreiheit verwehrt wird, und die schwerer Verfolgung ausgesetzt sind.

Seit 27 Jahren – ob in Australien oder in den USA – setzt sich Nick in seiner Freizeit unermüdlich dafür ein, über die wahren Hintergründe aufzuklären. „In den vergangenen 27 Jahren, seit denen ich praktiziere, habe ich an unzähligen Paraden, Konferenzen und Gemeindeveranstaltungen teilgenommen. Wo auch immer in der Welt sich die Praktizierenden befinden, verhalten sie sich äußerst respektvoll gegenüber der Gemeinschaft. Selbst wenn wir bei einer Parade 1.000 Menschen sind, hinterlassen wir keinen Müll. Die Stadträte und die Polizei respektieren uns, weil wir so friedlich und höflich sind“, sagte Nick.

18. April 2026: Passanten erfahren von Falun Dafa und der Verfolgung und unterzeichnen eine Petition, die ein Ende der Menschenrechtsverletzungen fordert