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Pennsylvania: Forumsteilnehmer unterstützen Gesetzesinitiative zur Beendigung der Organentnahme an Lebenden

14. Juni 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Pennsylvania, USA

(Minghui.org) „Hierbei handelt es sich nicht nur um ein medizinisches Thema, sondern um einen Kampf zwischen Gut und Böse“, betonte Jennie Sheets, eine Vertreterin der Organisation „Doctors Against Forced Organ Harvesting“ (DAFOH), in ihrer Rede. „Wenn wir darüber Bescheid wissen und dennoch schweigen, kommen wir unserer Verantwortung, für Gerechtigkeit einzutreten, nicht nach.“

Die „Lehigh Valley Tea Party“ mit Sitz in Allentown, Pennsylvania, lud die DAFOH-Vertreterinnen Dr. Jessica Russo und Jennie Sheets ein, bei ihrem Treffen am 4. Juni 2026 zu sprechen. Die beiden zeigten den Teilnehmern den Dokumentarfilm Silent Harvest: The Courage to Speak Up und beantworteten im Anschluss Fragen.

Dr. Russo und Jennie Sheets sprachen über das Verbrechen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), Falun-Gong-Praktizierenden bei lebendigem Leib Organe zu entnehmen. Sie riefen das Publikum dazu auf, die Praktizierenden sowie den „Victims of Forced Organ Harvesting Protection Act“ (S.4009) zu unterstützen – einen Gesetzentwurf, der am 5. März 2026 in den US-Senat eingebracht worden war. Viele Anwesende schickten ihren US-Senatoren daraufhin eine Textnachricht, in der sie sie um Unterstützung des Gesetzesentwurfs baten.

Andrew Azan, der Vorsitzende der „Lehigh Valley Tea Party“, bezeichnete die Veranstaltung als „äußerst informativ“ für seine Mitglieder und die Gäste.

Azans Urgroßvater stammte aus China. „Es ist durch und durch böse, dass China so etwas tut [die erzwungene Organentnahme]“, betonte er. „Was mich am meisten schockiert hat, ist die Tatsache – wenn ich das richtig verstanden habe –, dass viele Ausländer dorthin reisen, um gezielt ein Herz oder eine Niere zu erhalten.“

Die Lehigh Valley Tea Party hat Dr. Jessica Russo und Jennie Sheets eingeladen, bei ihrem Treffen am 4. Juni zu sprechen. Von links nach rechts: Dr. Jessica Russo, Andrew Azan und Jennie Sheets (Minghui.org)

Azan sagte, dass sie ihren Mitgliedern Links zusenden werde, damit diese ihre US-Senatoren kontaktieren und ihre Bedenken zum Ausdruck bringen können. „Wir sind gegen Organraub. Meine Sorge ist, dass so etwas irgendwann auch hier in den Vereinigten Staaten geschehen wird“, sagte sie.

Nach Angaben von Azan wussten die meisten Menschen zuvor nichts über den Organraub an Lebenden in China. Ein Vereinsmitglied bezeichnete die Veranstaltung als „informativ, aber auch erschütternd“ und zugleich sehr aufschlussreich. Es äußerte die Hoffnung, dass die Vertreterinnen von DAFOH künftig für einen ausführlicheren Vortrag zurückkehren würden.

Die Lehigh Valley Tea Party ist die größte konservative Basisbewegung in Pennsylvania. Es handelt sich um eine gemeinnützige, überparteiliche Organisation mit mehr als 7.000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist es, amerikanische Werte wiederherzustellen, indem die in der Unabhängigkeitserklärung verankerten unveräußerlichen individuellen Rechte gewahrt werden.

Silent Harvest deckt den Organraub der KPCh an lebenden Menschen auf

Silent Harvest: The Courage to Speak Up ist ein Dokumentarfilm über den unethischen Organhandel in China. Produziert wurde er von der Organisation DAFOH (Doctors Against Forced Organ Harvesting) und am 16. Mai dieses Jahres erstmals in Washington, D.C. aufgeführt. Der Film präsentiert die Analyse medizinischer Daten sowie Interviews mit mehr als zehn Fachleuten und Betroffenen, darunter mit einem renommierte Transplantationschirurgen, Ethiker, China-Experten und Opfer des Organraubs. Die 2006 gegründete Organisation DAFOH setzt sich dafür ein, die von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) begangenen Verbrechen im Zusammenhang mit dem Organraub an lebenden Menschen aufzudecken und zu beenden. Für ihr Engagement wurde die Organisation bereits dreimal für den Friedensnobelpreis nominiert.

Ein im Film interviewter Experte erklärte, dass Leber-, Nieren- und Herztransplantationen in China innerhalb kürzester Zeit organisiert werden könnten. In Ländern wie den Vereinigten Staaten oder Australien, die seit Langem über etablierte Organspendesysteme verfügen, müssten Patienten dagegen häufig Monate oder sogar Jahre auf ein geeignetes Organ warten. Die einzige plausible Erklärung dafür, dass China in der Lage sei, innerhalb kurzer Zeit eine große Zahl passender Organe bereitzustellen, bestehe darin, dass Patienten gezielt mit potenziellen Spendern aus einer riesigen Organbank abgeglichen würden. Bei diesen sogenannten „Spendern“ handle es sich um Menschen, die im Zuge politischer oder religiöser Verfolgung festgenommen und deren Blutproben gegen ihren Willen untersucht worden seien.

Laut Frau Sheets werden Falun-Gong-Praktizierende, Uiguren und andere religiöse Gläubige in China häufig verhaftet und in Gefängnissen oder Umerziehungslagern festgehalten. Dort müssten sie sich Bluttests und Gewebetypisierungen unterziehen, deren Ergebnisse in Datenbanken gespeichert werden. Benötigt jemand eine Organtransplantation, können die Behörden anhand dieser Daten rasch einen passenden „Spender“ ermitteln. Die betreffende Person wird anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo ihr als lebendem, unfreiwilligen Spender Organe entnommen werden.

Der Film verweist zudem auf investigative Untersuchungen, denen zufolge die tatsächliche Zahl der jährlich in China durchgeführten Organtransplantationen zwischen 60.000 und 100.000 liegen könnte. Diese Schätzungen übersteigen die offiziell veröffentlichten Zahlen des Landes deutlich.

Frau Sheets betonte, dass die sogenannte „Organentnahme an Lebenden“ nichts mit einer freiwilligen Organspende gemein habe. Vielmehr handele es sich um ein „Töten auf Abruf“, das von der Kommunistischen Partei Chinas gezielt gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen eingesetzt werde. „Diese Menschen waren im Grunde eine lebende Organdatenbank“, sagte sie. „Sie konnten jederzeit ihr Leben verlieren, wenn sie als geeignete Spender für eine Transplantation infrage kamen. Sie wurden getötet, um die Nachfrage nach Organen zu decken.“

Dr. Russo erklärte, dass Falun-Gong-Praktizierende aufgrund ihres gesunden Lebensstils in der Regel in guter körperlicher Verfassung seien. Gerade dies habe sie zur Zielgruppe des Organraubsystems der KP Chinas gemacht. „Anstatt grundlegende Menschenrechte zu genießen, wurden sie zu einer Ware degradiert – zu einer jederzeit verfügbaren Quelle für Organe, über die nach Belieben verfügt werden konnte.“

Unterstützen Sie den Gesetzentwurf S. 4009 und beenden Sie die Organentnahme an Lebenden

Beide Referentinnen sprachen über den Gesetzentwurf S. 4009, der im US-Senat eingebracht wurde. Das Gesetz verpflichtet die US-Regierung, die Verbrechen der KP Chinas im Zusammenhang mit Organraub zu untersuchen und Sanktionen gegen Personen und Organisationen zu verhängen, die an solchen Verbrechen beteiligt sind. Die beiden Frauen appellierten an die Anwesenden, ihre Senatoren zu kontaktieren und sich für eine rasche Verabschiedung des Gesetzes einzusetzen.

Dr. Russo erklärte, die KPCh nutze ihren wirtschaftlichen und politischen Einfluss, um Berichte über Menschenrechtsverletzungen zu unterdrücken. Viele große Medienhäuser und medizinische Organisationen würden zu diesem Thema schweigen. Zwar seien einige internationale Transplantations- und Ärzteverbände mit den Anschuldigungen vertraut, sie würden sich jedoch weigern, gründliche Untersuchungen einzuleiten oder auch nur mit den Gruppen in Kontakt zu treten, die diese Verbrechen dokumentieren. „Es geht hier nicht nur um Menschenrechtsverletzungen in China, sondern auch um grundlegende ethische Fragen, die die gesamte medizinische Gemeinschaft betreffen“, sagte sie. Sollte die internationale Gemeinschaft weiterhin wegsehen, könne dies das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Organtransplantationssystem und die medizinische Ethik nachhaltig schädigen.

Darüber hinaus betonte Sheets, dass die Unterdrückung von Falun Gong durch die KPCh seit 27 Jahren unvermindert andauere. Zu den grausamsten Verbrechen gegen die Praktizierenden zähle die Organentnahme an Menschen, die sich weigern, ihrem Glauben abzuschwören.

Breite Zustimmung des Publikums, das Ende der Organentnahme an Lebenden zu fordern

Einige Teilnehmer des Forums verfassten Schreiben an den Senator des Bundesstaates Pennsylvania, John Fetterman (Demokrat), um ihre Unterstützung für den Gesetzentwurf S. 4009 zum Ausdruck zu bringen. Der zweite Senator Pennsylvanias, Dave McCormick (Republikaner), hatte bereits einen ähnlichen Gesetzentwurf, den „Falun Gong Protection Act“ (S. 817), als Mitinitiator unterstützt. Zahlreiche Teilnehmer baten zudem um ein Exemplar des Sonderberichts von Doctors Against Forced Organ Harvesting, um die darin enthaltenen Informationen an Familienangehörige, Freunde und Bekannte weiterzugeben.

Frau Sheets zeigte sich tief bewegt von der überwältigenden Resonanz des Publikums. Sie berichtete: „Eine Frau erzählte mir, dass sie bereits von der erzwungenen Organentnahme durch die KPCh gehört habe. Sie nahm mehrere Exemplare unseres Untersuchungsberichts mit und sagte, sie wolle die Informationen an Ärzte und medizinisches Fachpersonal weitergeben, denen sie künftig begegne. Ihr Anliegen war es, möglichst viele Menschen über dieses andauernde Menschenrechtsverbrechen aufzuklären.“

Während der Fragerunde meldete sich als Erstes eine Dame aus dem Publikum zu Wort. Sie berichtete von einer Aufführung von Shen Yun, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann in New York besucht habe. Besonders beeindruckt habe sie die Darstellung der traditionellen chinesischen Kultur durch klassischen chinesischen Tanz und Musik. „Die Aufführung zeigt die chinesische Kultur vor der Machtübernahme durch die Kommunisten und bringt die Schönheit des klassischen chinesischen Tanzes auf außergewöhnliche Weise zum Ausdruck. Es ist wirklich großartig“, erklärte sie. „Wer die Gelegenheit hat, sollte sich die Vorstellung unbedingt ansehen. Sie ist fantastisch und die Kostüme sind wunderschön.“ Zugleich wies sie darauf hin, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) seit Jahren versuche, das Ensemble auch außerhalb Chinas zu behindern. Den Künstlern sei die Einreise nach China untersagt, geschweige denn Auftritte dort. Aufgrund der Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh müssten einige der Tänzer zudem um ihre persönliche Sicherheit besorgt sein.

Mehrere Teilnehmer äußerten den Wunsch, dass noch mehr Amerikaner über die Fakten der systematischen Organentnahme an lebenden Falun-Gong-Praktizierenden durch die KPCh informiert werden. Sie hoffen, dass mit der Verabschiedung des Gesetzentwurfs S. 4009 ein wichtiger Schritt unternommen wird, um diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit entgegenzutreten und sie zu beenden.