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Meine Erfahrungen, als ich zur Kultivierung zurückkehrte

18. Juni 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der chinesischen Provinz Shandong

(Minghui.org) Ich habe bereits vor dem 20. Juli 1999 gemeinsam mit meiner Mutter angefangen, Falun Dafa zu praktizieren. Damals war ich jung und hatte nur ein oberflächliches Verständnis von Falun Dafa und davon, was Kultivierung bedeutet. Ich las gerne die neuen Vorträge des Meisters, weil ich mir neues Wissen aneignen wollte.

Kurz nachdem ich mit dem Praktizieren begonnen hatte, leitete die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Verfolgung ein. Nachdem meine Mutter verfolgt und mehrfach illegal festgehalten worden war, hörte ich mit dem Praktizieren auf. Aufgrund familiärer Schwierigkeiten konnte meine Mutter ihren Kampfgeist und ihren Groll nicht loslassen. Später erlitt sie einen Schlaganfall und starb. In dieser Zeit vergaß ich nach und nach Falun Dafa.

Rückkehr zur Kultivierung

Im Jahr 2023 war ich 46 Jahre alt und bekam verschiedene gesundheitliche Probleme. Krampfadern und Knieverletzungen hinderten mich daran, lange zu stehen. Nach jeder Mahlzeit spürte ich Druck im Leberbereich und es fiel mir schwer, zu sitzen oder zu stehen. Ich konsultierte viele Ärzte der traditionellen chinesischen Medizin, aber nichts half. In diesem Zustand körperlicher und geistiger Erschöpfung traf ich Frau Jia, die früher mit mir das Fa gelernt hatte.

Sie sagte, sie sei schon mehrmals an meinem Arbeitsplatz vorbeigekommen. Da sie jedoch wusste, dass ich mit dem Praktizieren aufgehört hatte, war sie unsicher, ob sie vorbeikommen und mit mir sprechen sollte. An jenem Tag kam sie dann doch vorbei, um nach mir zu sehen. Sie fragte, wie es mir gehe. Als sie von all meinen gesundheitlichen Problemen erfuhr, drängte sie mich, wieder auf den Kultivierungsweg zurückzukehren. Ich stimmte sofort zu. Etwas in mir wollte immer noch praktizieren. Sie organisierte, dass andere Praktizierende zu mir nach Hause kamen und gemeinsam mit mir das Fa lasen.

Ein Durchbruch in der Kultivierung

Ich war bereits mittleren Alters, als ich wieder mit der Kultivierung anfing. Wahrscheinlich lag es an meiner Schicksalsverbindung zu Falun Dafa, dass mein Verständnis und meine Wertschätzung für das Fa aus tiefstem Herzen kamen. Während unseres wöchentlichen Lernens des Fa halfen mir die anderen Praktizierenden, die über ihre Kultivierung sprachen. Ich erkannte, dass es gar nicht so schwer war, den eigenen Kultivierungszustand zu erhöhen.

Eines Nachts träumte ich, ich sei auf dem Weg nach Hause, aber es fühlte sich an, als wäre ich noch sehr weit davon entfernt. Es gab keine Verkehrsmittel und so rannte ich. Mir war nicht bewusst, dass ich sehr schnell rannte, aber die Landschaft entlang der Straße rauschte nur so an mir vorbei. Ich war begeistert und dachte, dass ich bei diesem Tempo schnell nach Hause kommen würde. Doch gerade als ich mich freute, bemerkte ich, dass sich eines meiner Beine nicht bewegen ließ –  ich konnte es nicht anheben, egal was ich tat. Äußerst beunruhigt wachte ich auf. Ich fühlte mich unwohl, weil mir klar wurde, dass ich noch Hindernisse bei meiner Kultivierung hatte. Als ich später versuchte, Räucherstäbchen anzuzünden, wollte eines einfach nicht brennen. Plötzlich wurde mir klar, dass es daran lag, dass ich eins der drei Dinge nicht gut gemacht hatte.

Da ich etwas arrogant war, ergriff ich selten die Initiative, um mit anderen zu sprechen. Diese Gewohnheit war schwer zu ändern, da ich sie mir über viele Jahre angeeignet hatte. Deshalb sprach ich nur mit ein paar Kollegen, denen ich nahestand, und half ihnen, aus der KPCh auszutreten. Was Fremde betraf, brachte ich kaum ein Wort heraus. Ich verstand, dass der Meister mir einen Hinweis gab, damit ich einen Durchbruch erzielen konnte. Daher fing ich an, mich auf die Suche nach Menschen zu begeben, mit denen ich sprechen konnte. Doch all meine Versuche scheiterten. Egal, wie oft ich mir überlegte, was ich sagen wollte, es nützte nichts; ich brachte es einfach nicht über mich, mit Fremden zu sprechen!

Ich steckte in einer Sackgasse. Diese Hürde war für mich zu hoch. Wenn das so weiterginge, würde ich wieder mit dem Praktizieren aufhören. War ich eine Kultivierende der Fa-Berichtigung, wenn ich nur zwei [der drei] Dinge tat?

Ich dachte jedoch, dass ich schon zufrieden wäre, wenn ich jeden Tag auch nur mit einer einzigen Person sprechen könnte. Der Meister sah meinen Wunsch, diesen Durchbruch zu schaffen, und arrangierte Hilfe von Praktizierenden für mich. Frau Jia nahm mich mit in den Park und zeigte mir, wie man das Eis brach und den Menschen persönlich die wahren Umstände von Falun Dafa erklärte. Am Anfang half ich ihr. Nach und nach war ich schließlich in der Lage, selbstständig mit Menschen über Falun Dafa zu sprechen. Vorher musste ich jedoch einen sehr schwierigen Prozess durchlaufen und meine Eitelkeit und meine Angst vor Kritik loslassen. Auch wenn ich mich nicht besonders gut ausdrücken konnte, überwand ich dank der Kraft des Meisters und der Hilfe der Mitpraktizierender schließlich mein Problem.

Meine Angst loslassen

Als ich anfing, den Menschen die wahren Umstände zu erklären, hatte ich Schwierigkeiten. An manchen Tagen gelang es mir nicht einmal, einer einzigen Person zum Parteiaustritt zu verhelfen. Ich war sehr besorgt. Ich wusste, dass Frau Bei aus meiner Fa-Lerngruppe auch nicht sehr redegewandt war. Wenn sie hinausging und mit den Menschen über Falun Dafa sprach, verteilte sie meist Informationsbroschüren. Ich beschloss, das auch zu tun. Meine starke Angst überzeugte mich davon, dass es einfacher wäre, Informationsmaterialien zu verteilen. Als meine Mutter noch lebte, war mein Zuhause eine Produktionsstätte für Informationsmaterialien über Falun Dafa gewesen und ich hatte das meiste davon hergestellt. Daher war ich mit der Herstellung und dem Verteilen von Informationsmaterialien bestens vertraut. Daher beschloss ich, mir einen Drucker anzuschaffen.

Eine andere Praktizierende, Frau Cao, war gegen meine Idee. Sie fühlte sich verpflichtet, mir zu helfen, da ich erst kurz zuvor zum Kultivierungsweg und zum Fa-Lernen zurückgekehrt war. Sie war der Meinung, dass ich nicht geeignet sei, eine Produktionsstätte für Informationsmaterialien einzurichten. Sie berichtete mir von einigen negativen Vorfällen aus der Vergangenheit, die in einer Situation wie meiner aufgetreten waren. Doch ich war fest entschlossen und kaufte mir einen Drucker sowie Druckzubehör.

Schon bald darauf begann ich, Informationsmaterialien über Falun Dafa zu verteilen. Als ich die Straße entlangging und mit unzugänglichen Eingängen zu Wohnblocks sowie dem dichten Netz an Überwachungskameras konfrontiert war, wurde mir klar, dass es keine einfachen Optionen gab. Alle Wege, Falun Dafa anderen gegenüber zu bestätigen, waren schwierig. Ich sagte mir: „Dies ist der Weg, den ich eingeschlagen habe. Solange ich Vertrauen in den Meister und Falun Dafa habe, kann ich diesen Weg gehen.“ Mir wurde klar, dass es kein Zurück mehr gab und ich mich wirklich kultivieren musste.

Ich begann, öfter aufrichtige Gedanken auszusenden, und flehte den Meister an: „Meister, ich muss vorwärtsgehen und die drei Dinge gut machen. Ich möchte mit Ihnen nach Hause gehen. Meister, bitte helfen Sie mir!“ Als ich mit dem Aussenden aufrichtiger Gedanken fertig war und ein Buch von Falun Dafa aufschlug, erblickte ich die folgende Passage des Fa:

„Wenn du bei Schwierigkeiten wirklich sehr aufrichtige Gedanken hast, brauchst du vor der Verfolgung durch das Böse und vor den Störungen nur einen Satz mit festen aufrichtigen Gedanken sagen, dann wird das Böse sofort aufgelöst werden (Beifall), die vom Bösen ausgenutzten Menschen werden sich umdrehen und fliehen, die Verfolgung durch das Böse wird verschwinden und die Störungen durch das Böse werden spurlos verschwunden sein.“ (Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz im Westen der USA, 26.02.2005)

Nachdem ich das gelesen hatte, wurde mir alles klar. Ich war dem Meister für seinen Schutz sehr dankbar, schrieb diesen Abschnitt des Fa ab und rezitierte ihn viele Male. Während ich ihn rezitierte, spürte ich, wie die Substanz der Angst beseitigt wurde. Von da an begann ich, aufrichtige Gedanken auszusenden und diesen Abschnitt des Fa zu rezitieren, sobald die Angst wiederkam. Als der Meister mein standhaftes Herz sah, half er mir und nahm mir meine Angst. Sofort spürte ich, wie die Last der Angst verschwand, und konnte ruhig bleiben, während ich die Dinge tat, die ich tun sollte.

Von da an erleuchtete mich der Meister, sobald ich auch nur ein wenig Angst verspürte, durch das Fa, das ich gerade las. Als ich zum Beispiel in den Supermarkt in der Nähe meines Zuhauses gehen und mit dem jungen Mann sprechen wollte, der dort Obst verkaufte, flammte plötzlich meine Angst auf. „Da er wusste, wo ich wohne, wird er mich dann nicht vielleicht melden?“, fragte ich mich. Und: „Weil ich oft in diesem Supermarkt einkaufen bin, wird er dann nicht anderen von unserer Fa-Lerngruppe erzählen?“ Zu dieser Zeit rezitierte ich gerade das Zhuan Falun. Daher dachte ich: „Ich bin jemand, der auf dem Weg der Göttlichkeit wandelt, warum sollte ich vor jemandem Angst haben? Sollte ich nicht in dem Zustand sein, den der Meister im Zhuan Falun beschreibt:

,Überall, wo Buddhas Licht erstrahlt, herrschen Schicklichkeit, Redlichkeit, Harmonie und Klarheit‘ (Zhuan Falun, 2019, S. 173)“

Als ich dem Obstverkäufer dann die wahren Umstände erklärte, verlief alles ganz reibungslos. Er war Mitglied der KPCh und trat aus der Partei aus.

Als ich von den Prüfungen hörte, denen Falun-Dafa-Praktizierende außerhalb Chinas ausgesetzt sind, war ich besonders traurig. Während ich aufrichtige Gedanken auszusenden begann, fragte ich mich, ob es überhaupt helfen würde, selbst wenn ich dies den ganzen Tag lang täte. 

Da erinnerte ich mich an einen Satz aus dem Fa:

„Sein Körper im anderen Raum war verletzt; dann war er wirklich verkrüppelt.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 364)

Plötzlich wurde mir klar, dass der Meister gesagt hatte, wir müssten uns beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken bemühen und zu einem einzigen Körper verschmelzen. Dann können die bösen Faktoren in anderen Dimensionen zerschlagen werden und die Störung der Fa-Berichtigung in dieser Dimension wird keinen Erfolg haben. Ich fühlte mich von Energie umgeben – es war, als wäre ich unerschütterlich. Dieses Gefühl von Güte und Frieden lässt sich nur schwer in Worte fassen. Ich verstand, dass das Aussenden der aufrichtigen Gedanken zur Beseitigung böser Faktoren ebenfalls Barmherzigkeit ist. Denn wenn wir die bösartige Verfolgung so schnell wie möglich beseitigen, wird weniger Karma angehäuft. Das ist die große Barmherzigkeit gegenüber den Menschen.

Ein Weckruf

In unserer Fa-Lerngruppe bin ich eine der Jüngsten. Beim Rezitieren des Fa erkannte ich oft die Fa-Prinzipien und spürte, wie der Meister mich erleuchtete. Diese Erfahrung wollte ich immer mit anderen Praktizierenden teilen. Und so begann ich, ein Gefühl der Selbstherrlichkeit zu entwickeln. Jedes Mal, wenn ich das Lernen beendet hatte, redete ich ununterbrochen, als wüsste ich mehr als alle anderen Praktizierenden.

Als ich eines Tages von meinen Gesprächen mit den Menschen über Falun Dafa zurückkam, dachte ich: „Ich habe mich heute ziemlich gut geschlagen und ein paar Menschen dabei geholfen, aus der Partei auszutreten. Jetzt kann ich nicht nur selbstständig mit Menschen sprechen, sondern auch Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilen. Während die Praktizierenden während des chinesischen Neujahrsfestes beschlossen haben, zu Hause zu bleiben und zu feiern, ging ich trotzdem wie gewohnt hinaus, um mit den Menschen zu sprechen.“ Während ich weiter darüber nachdachte, öffnete ich den Kühlschrank, um etwas zum Kochen herauszunehmen. Doch als ich ihn öffnete, schlug mir ein Gestank entgegen, der mich fast in Ohnmacht fallen ließ. Ich suchte überall, konnte aber keine verdorbenen Lebensmittel finden, war mir aber sicher, dass der Geruch definitiv aus dem Inneren des Kühlschranks kam.

Nachdem ich den Kühlschrank geschlossen hatte, roch es im ganzen Haus furchtbar. Selbst das Öffnen aller Fenster half nichts; es war, als würde mir der Gestank überallhin folgen. Als ich den Kühlschrank dann wieder öffnete, roch es darin überhaupt nicht mehr. Mir wurde klar, dass dieser Geruch speziell für mich bestimmt war. In diesem Moment verschwanden all meine Gefühle der Selbstgefälligkeit. Ich hatte einfach nur noch das Gefühl, als hätte der Meister mir einen Weckruf gegeben.

Aus den Erfahrungsberichten anderer Praktizierender in der Vergangenheit habe ich gelernt, dass Gestank für Arroganz steht. Ich wollte jedoch nicht wahrhaben, dass ich dieses Problem hatte. Später hatte ich das Gefühl, dass ich im Vergleich zu Falun-Dafa-Praktizierenden, die das ganze Jahr über unermüdlich mit Menschen über Falun Dafa sprachen, weit hinterherhinkte. Für einen wahren Praktizierenden gilt: Je besser man sich kultiviert, desto mehr erkennt man seine eigenen Lücken und ist in der Lage, jede Abweichung vom Maßstab des Fa zu erkennen. Ich hatte mich jedoch nicht gut geschlagen und war lediglich selbstgefällig – wie schrecklich das war!

Nachdem ich das verstanden hatte, beruhigte ich mich. Ich drückte dem Meister meine Dankbarkeit aus und sprach über meine Reue, dass ich ihm Sorgen bereitet hatte. Ich habe einen so wunderbaren, gütigen Meister, der mich auf meinem Kultivierungsweg stets an der Hand hält und mich davor bewahrt, Umwege zu gehen. Wie könnte ich da nicht danach streben, fleißiger zu sein?

Fazit

Auch wenn ich erst vor zwei Jahren zur Kultivierung zurückgekehrt bin, hat mir der Meister durch seinen Schutz geholfen, mich in meiner Kultivierung zufrieden und zuversichtlich zu fühlen. Ich möchte allen Praktizierenden sagen, dass der Meister uns niemals aufgeben wird. Seine unermessliche Barmherzigkeit übersteigt unsere Vorstellungskraft. Ich werde den letzten Abschnitt meines Kultivierungsweges gut und mit noch entschlosseneren Schritten vorwärts gehen.