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Han Jue: Gute Taten brachten Segen für über zehn Generationen

26. Juni 2026 |   Von Li Mingdao

(Minghui.org) Sima Qian, der als einer der größten Historiker der chinesischen Geschichte gilt, schilderte in seinem Werk „Shi Ji“ (Aufzeichnungen des Großen Historikers) die Geschichte von Han Jue, dessen tugendhaftes Handeln seinen Nachkommen über zehn Generationen hinweg Segen bescherte.

Den Unschuldigen helfen

Während der Frühlings- und Herbstperiode strebte der hohe Beamte Tu Angu nach mehr Macht und plante, die gesamte Familie eines hohen Beamten namens Zhao Shuo auszurotten. Von Tu eingeschüchtert, schwiegen die meisten Beamten entweder dazu oder machten sich mitschuldig.

Han Jue, der der Familie Zhao zuvor einen Gefallen getan hatte, trat in diesem entscheidenden Moment hervor, um sie zu verteidigen. Als seine Bemühungen scheiterten, drängte Han Zhao Shuo zur Flucht, doch Zhao lehnte ab und bat Han stattdessen, seine Familie zu beschützen. Han willigte ein.

Als Tu und die anderen Generäle die Familie Zhao niedermetzelten, täuschte Han eine Krankheit vor und beteiligte sich nicht daran. Stattdessen arbeitete er mit Cheng Ying und Gongsun Chujiu, zwei Freunden von Zhao Shuo, zusammen und rettete erfolgreich Zhao Shuos neugeborenen Sohn.

Cheng nahm das Baby namens Zhao Wu mit sich und versteckte sich mit ihm in den Bergen. Han bewahrte dieses Geheimnis vor den anderen Beamten und half Cheng in diesen Jahren immer wieder.

Wendepunkt

Als Tu die Familie Zhao auslöschte, wurde der König (Jing von Jin) nicht darüber informiert. Obwohl er später von diesem Verbrechen erfuhr, duldete er es und bestrafte Tu nicht.

Nachdem fünfzehn Jahre vergangen waren, erkrankte der König schwer. Ein Wahrsager behauptete, dies sei auf die Misshandlung der Nachkommen von Daye zurückzuführen – dem Vorfahren der Kaiser der Qin-Dynastie. Besorgt befragte der König Han dazu. Da Han wusste, dass Zhao Wu inzwischen ein Teenager war, antwortete er: „Die Nachkommen von Daye haben in der Geschichte Großes geleistet. Doch als die Linie bei Zhao Shuo endete, wurde seine gesamte Familie ausgerottet. War das nicht ungerecht?“

Der König bedauerte dies und fragte, ob die Familie Zhao noch Nachkommen habe. Daraufhin weihte Han ihn in das Geheimnis um Zhao Wu ein.

Mit der Unterstützung des Königs schlossen sich Han und Zhao mit anderen Generälen zusammen. Sie töteten nicht nur Tu, sondern gaben Zhao Wu auch die ursprünglichen Besitztümer der Familie Zhao zurück.

Segen für mehr als zehn Generationen

Hie ist die Geschichte jedoch noch nicht zu Ende. Hans gute Taten wurden weiterhin belohnt. 200 Jahre später gründeten die Nachkommen von Han Jue und Zhao Wu jeweils die Königreiche Han und Zhao. Beide gehörten zu den führenden Königreichen der Zeit der Streitenden Reiche.

In den „Aufzeichnungen des Großen Historikers“ (Shi Ji) deutete Sima Qian an, dass dies der Segen war, den Han dafür erhalten hatte, dass er den Unschuldigen trotz der Gefahren insgeheim Schutz gewährt und erfolgreich dazu beigetragen hatte, die Ehre seiner Familie wiederherzustellen. „Diese (Tat) barg eine immense, verborgene Tugend … die Güte wurde über zehn Generationen hinweg vergolten“, schrieb er.

Inspiration für zukünftige Generationen

Die oben erwähnte Geschichte wurde in „Das Waisenkind von Zhao“ adaptiert, ein bekanntes Theaterstück aus der Yuan-Dynastie. Es war zudem das erste chinesische Theaterstück, das in eine europäische Sprache übersetzt wurde, und ist unter dem Titel „Das chinesische Waisenkind: Eine historische Tragödie“ bekannt.

Die Beliebtheit dieses Stücks spiegelt das chinesische Sprichwort wider: „Gutes wird mit Gutem belohnt, Böses mit Bösem vergolten.“ Es steht auch im Einklang mit dem westlichen Sprichwort: „Man erntet, was man sät.“ Dieses zugrunde liegende Prinzip findet man in Shakespeares Werken, darunter „Macbeth“, „Hamlet“ und anderen.

Solche Weisheit ist auch in der modernen Gesellschaft von Bedeutung. Als die totalitäre Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Rahmen zahlreicher politischer Kampagnen, die von Brutalität und Lügen geprägt waren, verschiedene Gruppen unterdrückte, wagten es nur wenige, sich zu wehren und die Unschuldigen zu schützen.

Diese Tragödien dauern bis heute an: Dutzende Millionen Falun-Gong-Praktizierende werden wegen ihres Glaubens an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht verfolgt. Schlimmer noch: Die KPCh hat die Verfolgung auf das Ausland ausgeweitet und untergräbt damit die freien Gesellschaften weltweit.

Es ist wichtig, unserem Gewissen zu folgen, den Unschuldigen zu helfen, wie es Han tat, und die universellen Werte zu verteidigen. Diese erst führt zu Segen und langfristigem Wohlergehen und Wohlstand.