(Minghui.org) Am 27. Mai 2026 fanden im Rathaus von Toronto die Vorführung des Dokumentarfilms State Organs: Unmasking Transplant Abuse in China (deutsch: Staatsorgane: Aufdeckung von Missbrauch bei Organtransplantationen in China), die Vorstellung des neuen Buches des New-York-Times-Bestsellerautors Jan Jekielek, Killed to Order: China’s Organ Harvesting Industry and the True Nature of America’s Biggest Adversary (deutsch: Auf Bestellung getötet: Chinas Organraubindustrie und das wahre Gesicht von Amerikas größtem Gegner) sowie eine anschließende Fragerunde statt.
Viele Besucher zeigten sich erschüttert über die im Dokumentarfilm dargestellten Beweise für die staatlich geförderte Zwangsorganentnahme durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Sie betonten, wie wichtig es sei, die Öffentlichkeit über diese Menschenrechtsverletzungen aufzuklären, und forderten Maßnahmen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und weitere Übergriffe zu verhindern.
Jan Jekielek, Autor von Killed to Order: China’s Organ Harvesting Industry and the True Nature of America’s Biggest Adversary, beantwortet Fragen während der Fragerunde. (Minghui.org)
Das im März erschienene Buch von Jan Jekielek fasst Erkenntnisse aus 20 Jahren unabhängiger Untersuchungen zusammen. Die darin präsentierten Beweise legen die von der KPCh im industriellen Maßstab betriebene erzwungene Organentnahme offen. Zudem wird aufgezeigt, wie sich diese Praxis zu einer Industrie mit einem Volumen von rund 9 Milliarden US-Dollar entwickelte und in welcher Weise sich der Westen daran mitschuldig machte.
Wie Jekielek erläuterte, war sein Hauptanliegen beim Verfassen des Buches, die Menschen im Westen über die wahre Natur der KPCh aufzuklären. Dies sei besonders wichtig in einer Zeit, in der Länder wie Kanada eine engere Annäherung an das Regime anstreben.
Er wies darauf hin, dass Ottawa ein Memorandum über Verständnis und Zusammenarbeit zwischen der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) (Königliche Kanadische Berittene Polizei) und dem chinesischen Ministerium für öffentliche Sicherheit unterzeichnet habe. Dies sei, so Jekielek, eine „sehr ernste“ Angelegenheit, da die KPCh „die grundlegende Würde des menschlichen Lebens vollkommen missachtet“.
„Es ist wirklich schockierend, dass die Staatssicherheit eines totalitären Regimes eine Absichtserklärung mit einer Polizeibehörde oder einem Sicherheitsdienst in einem demokratischen Land unterhält“, sagte Jekielek und fügte hinzu, dass eine solche Vereinbarung „eigentlich keinerlei Sinn ergibt“ und lokale Gemeinden bedroht.
Er sagte, es sei offensichtlich, dass viele Menschen in Kanada – einschließlich politischer Entscheidungsträger – die wahre Natur der KPCh nicht verstünden. Die KPCh betrachte Länder wie Kanada nicht als Partner, sondern als Gegner und verfolge eine „Nullsummen-Mentalität“. Ihr langfristiges Ziel sei es, westliche Demokratien zu Vasallenstaaten zu machen, warnte er.
Jekielek erinnerte sich daran, wie die Öffentlichkeit reagierte, als er 2006 begann, über die erzwungene Organentnahme in China zu sprechen. Damals hätten viele Menschen die Berichte nicht glauben wollen und sich gedanklich bereits während des Gesprächs davon distanziert.
Inzwischen habe sich die Haltung vieler Menschen jedoch verändert, sagte er. Diesen Wandel führte er teilweise auf die Erfahrungen während der COVID-19-Pandemie zurück. Sie habe einen „totalitären Impuls in unserer eigenen Gesellschaft“ offenbart, der nach seiner Auffassung vielen Menschen im Westen die wahre Natur der KPCh deutlicher vor Augen geführt habe.
Steven Riddiough betont die Bedeutung, das Bewusstsein für den Organraub in China zu schärfen (Minghui.org)
Steven Riddiough, außerordentlicher Professor für Finanzwesen an der Universität Toronto, sagte nach der Vorführung, dass er zwar schon zuvor von Organentnahmen gehört habe, jedoch kein umfassendes Verständnis der Hintergründe in China besessen habe. Die Dokumentation habe ihn zum Nachdenken angeregt und zutiefst schockiert.
Er erklärte, er wolle mehr über Falun Gong erfahren und darüber nachdenken, wie er sich einbringen könne. Mit Blick auf Jekieleks Ausführungen betonte er, dass die Aufklärung der Öffentlichkeit von entscheidender Bedeutung sei. Dies sei seiner Meinung nach eine der wirksamsten Möglichkeiten, Veränderungen anzustoßen. Viele Menschen hätten dieses Problem bislang noch nicht wahrgenommen, bemerkte er.
Beim Anschauen des Dokumentarfilms erfuhr Herr Riddiough von den Prinzipien von Falun Gong – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Er sagte, diese Werte bildeten den Kern vieler großer religiöser Traditionen sowie zahlreicher Lebensphilosophien. Gerade deshalb empfinde er ihre Unterdrückung als zutiefst beunruhigend. Zudem berichtete er, bereits an vielen Orten Veranstaltungen von Falun-Gong-Praktizierenden gesehen zu haben. Nach der Vorführung des Dokumentarfilms freue er sich darauf, mehr über Falun Gong und seine Grundsätze zu erfahren.
Nach der Vorführung bedankte sich Sandy beim Veranstalter. Sie erklärte, dass sie ein großes Interesse an Menschenrechten habe und bereits über Vorwissen bezüglich der Organentnahme an lebenden Menschen verfüge. Dies sei ein Thema, mit dem sie sich eingehender befassen wolle. Ihrer Ansicht nach sollte dieses Unrecht jeden Menschen berühren und zum Handeln bewegen.
Sandy zeigte sich tief betroffen über das Leid, das die Menschen in China ertragen müssten. Besonders erschüttert sei sie darüber, dass die KPCh ihrer Meinung nach weder Respekt für Menschenleben noch Mitgefühl für die Betroffenen zeige. Dies habe ihren Wunsch bestärkt, ihre Stimme gegen diese Verbrechen zu erheben. Sie hoffe, dass sich künftig mehr Menschen für Güte und Mitgefühl gegenüber allen Lebewesen einsetzen würden. Zudem berichtete sie, dass sie über einen Social-Media-Account verfüge und die dortige Reichweite nutzen wolle, um mehr Menschen über dieses Thema zu informieren. Nach dem Ansehen der Dokumentation fühle sie sich dazu noch stärker motiviert als zuvor.
Die Prinzipien von Falun Gong, so sagte sie, hätten sie tief angesprochen. Der einzige Weg, die Gesellschaft zu verändern, führe über Ehrlichkeit, Güte und Tugend. Der Kampf zwischen Gut und Böse finde genau jetzt statt, wobei das Böse die Gedanken und Seelen der Menschen angreife. Sie war davon überzeugt: Wenn Menschen sich an Wahrhaftigkeit und Güte orientieren, stehen sie auf der Seite des Göttlichen und auf dem richtigen Pfad der Geschichte – und genau das werde die Welt verändern.