(Minghui.org) Am 28. und 29. Mai 2026 veranstalteten Falun-Gong-Praktizierende in Ottawa Protestaktionen, um während des Besuchs des chinesischen Außenministers Wang Yi auf die Verfolgung von Falun Gong in China aufmerksam zu machen.
Sie protestierten auf dem Parliament Hill, vor dem Außenministerium, dem Büro des Premierministers, der chinesischen Botschaft sowie an weiteren Orten. Mit ihren Aktionen informierten sie die Öffentlichkeit über die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Zugleich appellierten sie an die kanadische Regierung, Maßnahmen gegen die grenzüberschreitende Repression des Regimes zu ergreifen, anstatt sich durch Untätigkeit mitschuldig zu machen.


Falun-Gong-Praktizierende protestieren am 29. Mai 2026 auf dem Parliament Hill (Minghui.org)
Als der Konvoi des chinesischen Außenministers vorbeifährt, rufen die Praktizierenden: „Falun Dafa ist gut!“
Entlang der Route von Wang Yi hielten die Praktizierenden Transparente hoch, die Botschaften trugen wie: „Falun Dafa ist großartig“, „Helft, die Verfolgung von Falun Gong zu beenden“ und „Die Welt braucht Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“.


Während Wang Yis Kanada-Besuch versammeln sich Praktizierende am 28. Mai vor dem Außenministerium (Global Affairs Canada, GAC) und fordern ein Ende der grenzüberschreitenden Unterdrückung (Minghui.org)

Am 29. Mai protestieren Praktizierende vor dem Büro des Premierministers, um die Unterdrückung von Falun Gong durch die KPCh öffentlich zu machen (Minghui.org)
Während seines Besuchs traf Wang am 29. Mai den kanadischen Premierminister Mark Carney sowie Außenministerin Anita Anand. Im Vorfeld des Treffens wandte sich der Falun Dafa Verein Kanadas schriftlich an Anand und appellierte an sie, das Thema der transnationalen Unterdrückung und Schikanierung von Familienangehörigen kanadischer Staatsbürger durch die KPCh während des Treffens anzusprechen.
Praktizierende zeigen am 29. Mai Transparente vor dem GAC (Minghui.org)
Wang betritt das Büro des Premierministers von Kanada (Minghui.org)
Wang verlässt das Büro des kanadischen Premierministers durch einen Hinterausgang (Minghui.org)
Praktizierende zeigen während Wangs Besuch Transparente
Die kanadische Außenministerin Anand traf sich am 29. Mai im Außenministerium (GAC) mit Wang. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Gebäudes hielten Falun-Gong-Praktizierende Transparente hoch, auf denen ein Ende der Verfolgung von Falun Gong sowie der transnationalen Repression gefordert wurde. Nachdem der chinesische Außenminister das Treffen verlassen hatte, wählte Wangs Wagenkolonne eine Route, auf der keine Transparente zu sehen waren, und nahm dafür sogar einen Umweg in Kauf, um das Büro des Premierministers zu erreichen.
Nachdem Wang das Gebäude des Premierministerbüros betreten hatte, entrollten Falun-Gong-Praktizierende in der Nähe der Wagenkolonne Transparente. Jemand entfernte die chinesische Nationalflagge, die an Wangs Fahrzeug angebracht war. Das Auto sowie ein weiteres Fahrzeug verließen das Gebäude, umrundeten das gesamte Gebäude und hielten am Hintereingang. Am Hintereingang standen die Falun-Gong-Praktizierenden mit Transparenten.
Am Nachmittag verließ Wang nach Beendigung seines Treffens mit dem kanadischen Premierminister das Gebäude rasch durch den Hintereingang und stieg in sein Fahrzeug. Als seine Wagenkolonne an den Praktizierenden vorbeifuhr, die entlang der Route standen, riefen diese: „Stoppt die Verfolgung von Falun Gong!“
Het dankt den Praktizierenden für die Aufdeckung der Verfolgung
Het aus Scarborough, einem Stadtteil von Toronto, beobachtete die Kundgebung der Praktizierenden auf dem Parliament Hill und erzählte, dass er die Praktizierenden bereits früher bei ihren Übungen gesehen habe und Falun Gong schätze. Er dankte den Praktizierenden für ihre Bemühungen, auf die Verfolgung hinzuweisen und fand, dass die KPCh auf die Öffentlichkeit hören müsse, anstatt sie zu ignorieren.
Drei Frauen besuchten den Parliament Hill im Rahmen einer Besichtigungstour. Eine der Frauen, eine Einwohnerin Ottawas, erklärte, ihr sei die grenzüberschreitende Unterdrückung durch die KPCh bekannt. „Ich habe in den Nachrichten Berichte gesehen, wonach die KPCh hier in Kanada heimlich mehr als ein Dutzend Polizeistationen eingerichtet hat“, berichtete sie. „Es ist schwer vorstellbar, dass die kanadische Regierung dies tatsächlich stillschweigend zugelassen hat, denn dies stellt eine Bedrohung für die Kanadier dar.“
Eine andere Frau erzählte, sie habe sich die Aufführung von Shen Yun in Mississauga angesehen. „Es war ganz und gar wunderschön – bis heute ist es für mich ein unvergessliches Erlebnis. Ich habe meine Freunde eingeladen, es sich anzusehen, und sie alle waren begeistert.“ Als sie erfuhr, dass das Four Seasons Centre in Toronto sechs Shen-Yun-Aufführungen aufgrund einer Bombendrohung abgesagt hatte, konnte sie nicht begreifen, warum die kanadische Regierung nichts dagegen unternommen hatte. Sie forderte, die grenzüberschreitende Unterdrückung durch die KPCh müsse unverzüglich beendet werden. Sie hoffte, dass die Aktivitäten der Praktizierenden auf dem Parliament Hill Wirkung erzielen.
Eine Passantin am Parliament Hill sagte, sie habe zuvor noch nie von Falun Gong oder der Verfolgung durch die KPCh gehört. Nachdem sie mehr über die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sowie die positiven Wirkungen der Praktik erfahren hatte, bekundete sie ihre Unterstützung für die Praktizierenden und hoffte auf ein baldiges Ende der Verfolgung.
Ein Mann erzählte, sein Vater sei aus Hongkong nach Kanada ausgewandert. Daher sei ihm sowohl die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden als auch die Natur der KPCh gut bekannt. Er berichtete, dass er gelegentlich Informationsveranstaltungen und Kundgebungen der Praktizierenden sehe, die auf die Menschenrechtsverletzungen in China aufmerksam machten. Er sprach ihnen Mut zu und betonte, dass solche Bemühungen von großer Bedeutung seien.


Praktizierende informieren über die KPCh
Dean Baxendale von Optimum Publishing International
Dean Baxendale, Präsident von Optimum Publishing International, verfolgte am 28. Mai die Protestkundgebung auf dem Parliament Hill. Er wies darauf hin, dass die transnationale Repression der KPCh in Kanada tagtäglich stattfinde.
Am 4. April besuchte Baxendale eine Aufführung von Shen Yun im Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto. Kurz darauf sagte das Theater nach einer Bombendrohung alle noch ausstehenden Vorstellungen ab. Durch den Einsatz der Shen-Yun-Organisatoren konnten die Aufführungen jedoch neu angesetzt werden und sollen nun Ende Juni stattfinden.
Baxendale erklärte, die Störversuche der KPCh gegen Shen Yun seien ein deutliches Beispiel für die anhaltende transnationale Repression des Regimes.
Der Rechtsberater Joel Etienne spricht am 28. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz
In Bezug auf die Störungen der KPCh gegen Shen Yun in Kanada erklärte der Rechtsanwalt Joel Etienne auf einer Pressekonferenz am 28. Mai, dass die jungen Künstler vor ihren Auftritten nie wüssten, ob sie mit Schikanen, Bombendrohungen oder der Absage von Veranstaltungsorten konfrontiert würden. Dies sei nicht hinnehmbar.
Er betonte weiter, dass viele dieser kriminellen Handlungen zwar ihren Ursprung im Ausland hätten, letztlich jedoch auf kanadischem Boden umgesetzt würden. Dabei handle es sich um eine verdeckte und indirekte Form der Einflussnahme, die die Rechte und Freiheiten der Kanadier beeinträchtige.