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Kanada: Pressekonferenz auf dem Parliament Hill während des Besuchs des chinesischen Außenministers

4. Juni 2026 |   Von Yingzi, Minghui-Korrespondent in Ottawa

(Minghui.org) Der chinesische Außenminister Wang Yi traf am 28. Mai 2026 in Ottawa, Kanada, ein und traf sich am folgenden Tag mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney und Außenministerin Anita Anand.

Am selben Tag gab es auf dem Parliament Hill in Ottawa eine Pressekonferenz, veranstaltet von folgenden Personen: Joel Chipkar, Sprecher des Falun Dafa Vereins von Kanada; Joel Etienne, Rechtsberater des Falun Dafa Vereins von Kanada; David Matas, Anwalt für internationale Menschenrechte; sowie die Falun-Dafa-Praktizierenden Cong Xinmiao und He Lizhi. Sie forderten Ministerin Anand auf, drei entscheidende Forderungen an Wang Yi zu richten: die Beendigung der grenzüberschreitenden Unterdrückung auf kanadischem Boden, die Beendigung der Verfolgung von Falun Dafa in China und die Freilassung von neun Familienangehörigen von Kanadiern, die in China wegen ihres Glaubens inhaftiert sind.

Der Falun Dafa Verein von Kanada hatte vorab einen Brief an Ministerin Anand gesandt, in dem sie dringlich aufgefordert wurde, die Themen der grenzüberschreitenden Unterdrückung und der in China verfolgten Familienangehörigen kanadischer Staatsbürger bei ihrem Treffen mit Wang Yi anzusprechen.

Während Wang Yis Besuch in Ottawa machten Praktizierende auf dem Parliament Hill und vor dem Büro von Global Affairs Canada mit Protestaktionen auf die Verfolgung und grenzüberschreitende Unterdrückung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) aufmerksam.

Praktizierende protestieren am 28. Mai – während des Besuchs des chinesischen Außenministers Wang – auf dem Parliament Hill sowie vor dem Gebäude des kanadischen Außenministeriums gegen die Verfolgung und grenzüberschreitende Unterdrückung durch die KPCh (Minghui.org)

(v. l. n. r.) Joel Etienne, Rechtsberater des Falun Dafa Vereins Kanadas; David Matas, internationaler Menschenrechtsanwalt; Joel Chipkar, Sprecher des Falun Dafa Vereins Kanadas; sowie die Falun-Dafa-Praktizierenden Cong Xinmiao und He Lizhi auf einer Pressekonferenz in Ottawa am 28. Mai

Praktizierende fordern die Freilassung ihrer verfolgten Familienangehörigen in China

„Meine Mutter wurde in China wegen des Praktizierens von Falun Gong zu vier Jahren Haft verurteilt. Sie ist mittlerweile 81 Jahre alt und befindet sich seit drei Jahren und vier Monaten in Haft. Als Falun-Gong-Praktizierende appelliere ich an die kanadische Regierung, dazu beizutragen, die Verfolgung von Falun Gong in China zu beenden. Zudem fordere ich die Freilassung meiner Mutter sowie die Freilassung aller in China inhaftierten Praktizierenden“, erklärte Cong Xinmiao, eine Praktizierende aus Montreal, auf der Pressekonferenz.

Sie berichtete, dass ihre Mutter, Cong Lanying, wiederholt von der Polizei und Mitgliedern des Nachbarschaftskomitees schikaniert wurde. Nachdem die KPCh begonnen hatte, Falun Dafa zu verfolgen, wurde ihre Mutter festgenommen und inhaftiert, weil sie der Regierung und anderen erzählt hatte, wie sich ihr Gesundheitszustand durch das Praktizieren von Falun Dafa gebessert hatte. Im Jahr 2022 wurde Lanying über 30 Tage lang festgehalten, weil sie in einem Park die Falun-Dafa-Übungen ausgeführt hatte. Während sie gegen Kaution auf freiem Fuß war, wurde ihre Wohnung durchsucht. Im Jahr 2023 wurde sie im Geheimen zu vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (ca. 2400 Euro) verurteilt. Lanying, die mittlerweile 81 Jahre alt ist, befindet sich nach wie vor im Frauengefängnis von Jinan in der Provinz Shandong. Ihr Sohn – Xinmiaos jüngerer Bruder – darf sie einmal im Monat besuchen.

Als kanadische Staatsbürgerin appellierte Cong Xinmian an die kanadische Führung, Peking aufzufordern, die Einmischung in Kanada einzustellen und die grenzüberschreitende Unterdrückung in Kanada zu beenden.

Der jüngere Bruder He Lizhong des in Toronto lebenden He Lizhi aus der chinesischen Provinz Gansu wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er Videos über Falun Dafa auf seinem Mobiltelefon hatte. Lizhi erklärte auf der Pressekonferenz: „Seit fast drei Jahren wird uns jeder Familienbesuch bei Lizhong verwehrt. Wir wissen nichts über seinen Zustand oder seine Gesundheit. Dieses Schweigen ist eine Form der Folter für sich. Meine Eltern sind über 80 Jahre alt. Diese Grausamkeit zerbricht sie.“

Lizhi selbst war in China dreieinhalb Jahre lang inhaftiert gewesen, weil er an seinem Glauben festhielt; dabei wurde er beinahe zu Tode gefoltert. Er sagte: „Heute, während Wang Ottawa besucht, appelliere ich an die kanadische Führung: Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung meines Bruders Lizhong He sowie aller inhaftierten Falun-Gong-Praktizierenden! Senden Sie eine klare Botschaft an Peking: Grenzüberschreitende Unterdrückung wird in Kanada nicht geduldet!“

Sprecher des Falun Dafa Vereins von Kanada: Der ausländischen Einmischung durch die KPCh ein Ende setzen

Joel Chipkar, der Sprecher des Falun Dafa Vereins von Kanada, erklärte, dass Kanada mit beispielloser grenzüberschreitender Unterdrückung und ausländischer Einmischung durch das kommunistische China konfrontiert sei – und dies geschehe völlig offen vor aller Augen.

Chipkar erklärte: „Allein in Kanada wurden über 20 solcher Drohungen verzeichnet – ein Teil von weltweit mehr als 270; sie reichten von Bombendrohungen gegen Veranstaltungsorte und den Parliament Hill bis hin zu Angriffen auf kanadische Politiker. Jede einzelne dieser Drohungen enthielt dieselbe Forderung: Shen Yun müsse abgesagt und Falun Gong zum Schweigen gebracht werden.

Dies sind keine Einzelfälle; sie sind Teil einer koordinierten globalen Kampagne grenzüberschreitender Unterdrückung unter der Regie der Kommunistischen Partei – eine Kampagne, die Desinformation, diplomatischen Druck, Rechtskrieg und vorgetäuschte Bombendrohungen miteinander verbindet“, so Chipkar.

Er erklärte, die KPCh nehme deshalb Einfluss auf Shen Yun, weil Shen Yun 5.000 Jahre chinesischer Zivilisation – die Zeit vor dem Kommunismus – würdige und eine unbequeme Wahrheit ausspreche, der sich die KPCh nicht stellen wolle: die entsetzlichen Menschenrechtsverbrechen gegen Falun Dafa, die nunmehr seit 27 Jahren andauern – darunter Masseninhaftierungen, Folter, Zwangsarbeit und erzwungene Organentnahmen.

Während der Pressekonferenz merkte der internationale Menschenrechtsanwalt David Matas an, dass viele Praktizierende keine andere Wahl gehabt hätten, als aus China zu fliehen, nachdem die KPCh begonnen hatte, Falun Dafa zu verfolgen. Zudem wies er darauf hin, dass das Praktizieren von Falun Dafa sowie die Proteste gegen dessen Unterdrückung ein weltweites Phänomen darstellten.

Er erklärte: „Der kulturelle Austausch zwischen China und Kanada – dessen Wahrnehmung der chinesischen diplomatischen Vertretung und den Konsulaten in Kanada von der chinesischen Regierung übertragen wurde, einschließlich der Bemühungen, kanadische Veranstaltungsorte dazu zu bewegen, der Shen Yun Performing Arts ihre Räumlichkeiten zu verweigern – muss über das kanadische Außenministerium (Global Affairs Canada) erfolgen. Dies stellt eine rechtliche Vorgabe dar, die sowohl im Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen als auch in einem kanadischen Gesetz, dem ‚Foreign Missions and International Organizations Act‘ (Gesetz über Auslandsvertretungen und internationale Organisationen), verankert ist. Jede direkte Kontaktaufnahme der chinesischen Botschaft oder eines chinesischen Konsulats in Kanada mit kanadischen Kulturstätten – sei es zur Erörterung kultureller Angelegenheiten im Allgemeinen oder zur Frage der Verweigerung von Veranstaltungsorten für Shen Yun im Besonderen – verstößt gleichermaßen gegen das internationale Vertragsrecht und das kanadische Gesetzesrecht.“

David Matas spricht am 28. Mai auf der Pressekonferenz auf dem Parliament Hill (Minghui.org)

Matas riet der kanadischen Regierung, den chinesischen Außenminister Wang Yi während seines Geschäftsbesuchs sowie die chinesische Botschaft und die Konsulate direkt über diese rechtliche Realität zu informieren.

Er erklärte, Wang Yi sei nach Kanada gereist, um neue Handelsabkommen und Vereinbarungen mit der kanadischen Regierung zu festigen – Abkommen, die oftmals auf dem Leid verfolgter Gruppen basierten, darunter Falun-Dafa-Praktizierende, uigurische Zwangsarbeiter und Tibeter.

Entlang der Reiseroute von Wang Yi zeigten Falun-Dafa-Praktizierende Transparente, auf denen auf Chinesisch und Englisch zu lesen war: „Stoppt die Verfolgung von Falun Gong“, „Falun Dafa ist gut“, „Stoppt die Organentnahme an lebenden Praktizierenden durch die KPCh“, „Stoppt die Verfolgung von Shen Yun“ und „Stoppt die grenzüberschreitende Unterdrückung von Falun Gong“.