(Minghui.org) Ich bin ein 73-jähriger Falun-Dafa-Praktizierender und begann im Jahr 1997 mit der Kultivierung. Ich möchte meine Erfahrungen teilen, um die Großartigkeit des Meisters und die außergewöhnliche Kraft von Dafa zu bezeugen.
Krankheitskarma bricht über mich herein
Im Frühsommer 1999 wurde ich plötzlich von vier schweren gesundheitlichen Problemen getroffen – einem Schlaganfall, einer Femurkopfnekrose, einem Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule und einer starken Muskelzerrung im unteren Rücken. Ich war ans Bett gefesselt und vollständig auf Hilfe angewiesen.
Die Nachricht verbreitete sich schnell in der Umgebung und überall wurde darüber gesprochen „Falun Gong heilt Krankheiten und verbessert die Gesundheit – warum ist ihm das passiert?“
Auch unter den Praktizierenden wurde mein Zustand intensiv diskutiert, nicht zuletzt wegen meiner Funktion als lokaler Koordinator. Gleichzeitig gab es viele neue Praktizierende, die erst vor einigen Monaten anfingen. Einer von ihnen sagte vor allen zu mir: „Wenn es dir besser geht, praktiziere ich weiter. Wenn nicht, höre ich auf.“
Meine Mutter eilte zurück in unsere Heimatstadt. Als sie mich im Bett sah, erkannte sie mich kaum wieder. Mit Tränen im Gesicht ging sie hinaus, um zu weinen. Ein Nachbar fragte sie: „Wie geht es Ihrem Sohn?“ Sie antwortete: „Es geht ihm nicht gut.“ Die ganze Familie war verzweifelt.
Trotzdem blieb ich innerlich vollkommen ruhig. Ich hatte keine Angst vor dem Tod, denn ich wusste, dass Falun Dafa alle meine Probleme lösen würde.
Die Verfolgung beginnt
Während ich diese Tortur durchlebte, begann am 20. Juli 1999 die Verfolgung von Falun Gong durch Jiang Zemin.
Da ich in der Stadtverwaltung arbeitete, kamen Praktizierende aus umliegenden Dörfern zu mir, um Informationsmaterial abzuholen und Erfahrungen auszutauschen. Dadurch stufte mich die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) als „Schlüsselfigur“ ein. Auch mein bettlägeriger Zustand wurde als „Angriffspunkt“ genutzt.
Es kamen immer wieder verschiedene Personen zu mir – Reporter, Rundfunk- und Fernsehleute, Polizisten und Regierungsbeamte. Sie stellten Fragen, verleumdeten mich oder machten Foto-, Audio- und Videoaufnahmen. Doch niemand konnte meine Entschlossenheit erschüttern, Falun Dafa weiter zu praktizieren. Da ich keine Angst hatte, gingen sie jedes Mal unverrichteter Dinge wieder.
Das Lächeln des Meisters im Herbst
Im Herbst geschahen erneut einige wundersame Dinge. Beim Lesen schlief ich ein und träumte von einem Obstbaum. An diesem hingen drei Äpfel: ein großer, noch grüner Apfel in der Größe einer Reisschüssel sowie zwei kleinere, von denen einer bereits rot war und der andere gerade begann, sich zu färben.
Ich empfand, dass diese drei Äpfel meine Familie – meine Frau, meinen Sohn und mich – symbolisierten. Das gab mir große Zuversicht.
Eines Nachmittags ruhte ich am Fenster und sah mich plötzlich selbst als einen Dao-Kultivierenden in schwarzer Robe. In der rechten Hand hielt ich einen Staubwedel, den Kopf hoch erhoben. Eine Fliege saß auf dem Fensterrahmen. Ich bewegte den Wedel vorsichtig in ihre Nähe. Die Fliege flatterte kurz, blieb dann aber ruhig sitzen. In diesem Moment dachte ich: „Ich könnte sie auch einfach erschlagen.“ Mit einem entschlossenen „Klack“ schlug ich zu. Als ich aufwachte, sah ich, wie die Fliege noch zweimal zuckte und dann starb.
Eines Morgens, nachdem meine Kollegen zur Arbeit gegangen waren, schleppte ich mich mit letzter Kraft ins Büro. Ich stützte mich an Wänden und Möbeln und rezitierte ständig das Fa, während ich mich langsam vorwärtsbewegte. Dabei erinnerte ich mich an eine Passage aus dem Zhuan Falun:
„Wenn du zurückkehren kannst, ist der leidvollste Weg auch am wertvollsten. Wenn du dich mithilfe deines Erkenntnisvermögens aus diesem Nebel zu deinem Ursprung zurückkultivierst, gibt es auf dem Weg zwar viel Leid, dafür geht es aber auch schneller.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 134)
Dann sah ich mich plötzlich draußen im Hof, wie ich mit einer Hacke Unkraut jätete. Als ich mich umdrehte, stand der Meister in meinem Zimmer und beobachtete mich. Ich warf die Hacke weg, rannte hinein und kniete vor ihm nieder. Diese Szene erlebte ich am helllichten Tag.
Als ich eines Nachmittags das Buch Essentielles für weitere Fortschritte aufschlug, sah ich das Porträt des Meisters, der mich freundlich und lächelnd ansah. Mir kamen sofort die Tränen und mein Körper fühlte sich plötzlich federleicht an. Ohne eine einzige Spritze oder Tablette verschwanden alle Beschwerden. Ich hatte den schwierigen Sommer 1999 überstanden.
Im Sommer 2003 wurde ich unrechtmäßig inhaftiert. Kurz darauf brach das SARS-Virus aus, und im überfüllten Gefängnis herrschte extreme Anspannung. Alles wurde streng abgeriegelt, Personal durfte das Gelände nicht verlassen, und selbst die Arbeiten wurden eingestellt. Mehrmals täglich wurde bei allen immer wieder Fieber gemessen.
Als SARS ausbrach, bekam ich selbst Fieber, das sich täglich verschlimmerte. Ich blieb innerlich ruhig. Im Schlaf sprach ich manchmal durch das Fieber, woraufhin der Wärter mich weckte. Ich sagte dann nur: „Ich habe geträumt.“ Nach einigen Wiederholungen gewöhnten wir uns daran.
Die Atmosphäre im Gefängnis war beklemmend – als stünde das Ende bevor. Einmal rief jemand: „Alle raus, Versammlung im Flur!“ Doch nachdem ein Polizist kurz etwas gemurmelt hatte, löste sich alles wieder auf. Die Stimmung war: „Die Welt geht unter. Was bringt da noch eine Versammlung?“
Obwohl ständig alles kontrolliert wurde, bekam ich selbst nie ein Thermometer, und niemand sprach mich darauf an. Es war, als würde ich gar nicht existieren. In dieser Zeit herrschte große Angst vor Fieberkranken – wer Fieber hatte, galt als ernsthafte Gefahr und hätte womöglich lebendig in einen Verbrennungsofen geworfen werden können.
Wenn ich heute daran zurückdenke, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Ohne den Schutz des Meisters wären die Folgen unvorstellbar gewesen.
Im Sommer 2004 entwickelten sich schwere Wunden an meinen Beinen. Alles begann mit einer kleinen weißen, juckenden Blase. Nachdem ich sie aufgekratzt hatte, begann sie zu eitern und wurde immer tiefer und schmerzhafter – als würde jemand mit einem langen Pfriem tief in mein Fleisch stechen.
Mit der Zeit entstanden immer mehr offene Stellen, bis beide Beine von einem dichten Netz aus Wunden bedeckt waren. Eiter und Blut durchtränkten meine Kleidung. Ich wusch meine Sachen ständig, doch sie waren immer wieder sofort durchnässt. Schließlich wechselte ich zwischen drei Unterhosen, die kaum ausreichten.
Der Zustand verschlechterte sich weiter, als würden unzählige Nadeln tief in meine Beine stechen. Durch den Blutverlust wurde ich deutlich schwächer.
Eines Morgens wurde mir schwindelig, als ich aufstehen wollte. In diesem Moment ging ein junger Mitpraktizierender an mir vorbei. Ein Gedanke tauchte in mir auf: „Keiner, der mir mal ein Glas Wasser reicht, geschweige denn etwas menschliche Wärme.“ Doch ich wurde sofort wieder klar. Ich erkannte, dass dies eine Gelegenheit war, meine Anhaftung an menschliche Gefühle loszulassen, und sofort konnte ich mich wieder stabilisieren.
Ein Mitpraktizierender sah meine stark geschwollenen Füße und sagte: „Sag den Wärtern, sie sollen dich ins Krankenhaus bringen!“ Doch es berührte mich nicht. Ein anderer Insasse knurrte, als er die Wunden sah: „Ob du behandelt wirst, ist mir egal, aber steck uns nicht an.“ Die Stimmung in der Zelle wurde angespannt.
Der Meister lehrt uns, in allen Situationen Rücksicht auf andere zu nehmen, und ich war fest entschlossen, diese Lehre zu befolgen. Am nächsten Tag ging ich deshalb in die Gefängnisklinik. Der Arzt sah meine in Laken gewickelten Beine und zögerte. Er schlug mir vor, mich an den Direktor zu wenden, der ein Experte für Hautkrankheiten war.
Als ich dort untersucht wurde, erschrak der Arzt so sehr, dass er zurücktaumelte. Dann sagte er: „Ruf deine Familie an. Sie sollen Geld für eine Amputation vorbereiten. Deine Beine sind nicht mehr zu retten.“ Ich band meine Beine wieder ein, kehrte in meine Zelle zurück und dachte über alles nach. Meine Familie hatte bereits genug durch die Verfolgung und alles, was ich erlebt hatte, gelitten.
Doch mir wurde klar, dass ich in dieser Hinsicht falsch gedacht hatte. Es war die Partei, die Falun Gong verfolgte und zu allem fähig war. Ich rief deshalb meine Familie an und erzählte ihnen von meinem Zustand und sie besuchten mich am nächsten Tag. Meine Frau brach in Tränen aus, als sie sah, wie dünn ich geworden war. Meine Beine bestanden nur noch aus Haut und Knochen und die Haut war schwarz.
Meine Familie suchte das Provinzkrankenhaus auf und ließ mich von einem in Frankreich ausgebildeten Facharzt untersuchen. Der Arzt verschrieb mir mehrere Medikamente und vermerkte auf meinem Befund „Weiterbeobachtung“, was bedeutete, dass ich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Meine Beine ähnelten zu dieser Zeit nur noch an trockene, verkrustete Stümpfe. Nach meiner Rückkehr aus dem Krankenhaus verteilte ich die Medikamente an meine Zellengenossen, bevor ich meinen Alltag wie gewohnt fortsetzte. Da Praktizierende keine Krankheiten haben, weigerte ich mich, mich von dieser Illusion beeinflussen zu lassen.
Eines Morgens wachte ich auf und spürte, wie etwas auf dem Laken raschelte, fast wie Erdnussschalen. Als ich die Decke zurückschlug, sah ich, dass die Krusten an beiden Beinen komplett abgefallen waren. Meine Beine waren geheilt!
Auch mein Appetit stieg wieder deutlich an. Meine Familie hatte mir Geld geschickt. Davon kaufte ich mir etwas Schweinskopffleisch und schmorte es in einer kleinen Aluminiumschüssel auf dem Elektroherd. Nachdem ich fertig gegessen hatte, hob ich die Reste für meine nächste Mahlzeit auf. Als ich das Aufbewahrte das nächste Mal aß, war die Schüssel verdächtig voll, obwohl mir das tags zuvor nicht aufgefallen war. Erst als ich meine dritte Mahlzeit aß, wurde mir klar, wie voll die Schüssel immer noch war. Das erinnerte mich an die Geschichte, in der Jesus eine große Menschenmenge mit nur wenigen Broten und Fischen speiste. Danke, Meister, für Ihre Ermutigung!
Im Gefängnis war es streng verboten, die Lehre von Falun Dafa zu studieren. Wer erwischt wurde, wurde schwer bestraft oder in Einzelhaft gesteckt.
Eines Morgens nach dem Frühstück blieben der Anführer der Zelle und ich in dieser zurück. Er war ein Bandenchef, der keine Arbeit verrichtete, weil sich niemand traute, ihm Befehle zu erteilen, und er ging besonders rücksichtslos gegen Praktizierende vor. Einmal führte er einen Praktizierenden in einen kleinen Raum, schloss die Tür ab und befahl mehreren Schlägern, ihn zu verprügeln. Er und sein Handlanger schlugen einmal mitten in der Nacht einen Praktizierenden mit Stöcken, der gerade die Übungen machte. Seit er in meine Zelle gekommen war, nutzte ich jede Gelegenheit, ihm von Falun Dafa zu erzählen. Schließlich hatte er mir gegenüber eine gewisse positive Haltung entwickelt.
Ich saß auf meinem Bett und dachte: „Ich muss das Fa offen und aufrichtig lernen und Dafa somit die richtige Stellung geben.“ Ich griff unter die Bettdecke, holte das Buch hervor und begann, es vor den Augen aller Anwesenden zu lesen. Währenddessen wurde einer der Häftlinge wütend und stürzte auf mich zu. Doch kurz bevor er mich erreichte, wurde er plötzlich wie von einem Blitzschlag zurückgeschleudert und fiel auf sein Bett.
Sichtlich irritiert von diesem Ereignis griff er mich erneut an – und wieder wurde er zurückgeworfen. Danach wagte er es nicht mehr, mich zu stören. Der Zellenanführer war sichtlich beeindruckt, holte ein neues Notizbuch hervor und war es zu mir. Lächelnd sagte er: „Benutze es. Ich schenke es dir.“ Von da an begannen die Praktizierenden in meinem Zellblock offen die Übungen zu praktizieren und das Fa zu lernen.
In dieser Zeit erlebte ich einen außergewöhnlichen Zustand. Mehrere Monate lang empfand ich keine großen körperlichen Bedürfnisse wie Müdigkeit oder Hunger und Durst. Ich nutzte diese Zeit intensiv zum Lesen und Abschreiben des Fa.
Beim Abschreiben des Fa achtete ich besonders auf die Genauigkeit, denn ich wusste, dass hinter jedem Wort der Fashen des Meisters steht. Ich bemühte mich, jedes Wort, das ich abschrieb, gerade und ordentlich zu schreiben, auch die Kanzleischrift. Ich bewunderte die Kanzleischrift, konnte sie aber nicht schreiben. Ich gab mein Bestes, sie nachzuahmen, und mit der Zeit fingen meine Worte tatsächlich an, ihr ein wenig zu ähneln.
Als ich lernte, öffnete der Meister auch meine Weisheit. Gedichte tauchten spontan in meinem Geist auf, und ich schrieb sie schnell nieder. Oberflächlich betrachtet schien es, als würde ich sie verfassen, doch in Wirklichkeit waren sie Geschenke des Meisters.
Immer wenn unser Meister einen neuen Artikel veröffentlichte, kam ein Praktizierender zu mir und sagte: „Schnell! Ich brauche sieben Kopien.“ Ich schrieb die Artikel ab, und er nahm sie mit. Eine Weile später kam er zurück und sagte: „Schnell! Gib mir noch zehn Kopien.“ Nach einer Weile kam er wieder und sagte: „Ich brauche noch fünf“, dann „noch drei“. Plötzlich wurde mir klar, dass dies mein Weg war. Von da an arbeitete ich eng mit ihm zusammen und kopierte alle Vorträge, die andere Praktizierende benötigten. Das ermöglichte ihnen, das Fa zu lernen, und gab auch mir die Chance, diese intensiv zu lernen.
Vor meiner Entlassung aus dem Gefängnis hatte ich zweimal das Zhuan Falun, dreimal Essentielles für weitere Fortschritte, je viermal Hong Yin und Hong Yin II sowie zahlreiche Exemplare der damals veröffentlichten Vorträge abgeschrieben. Ich habe den Überblick darüber verloren, wie viele neue Artikel ich kopiert habe. Aber all meine handschriftlichen Kopien überließ ich bei meiner Entlassung den anderen Praktizierenden.
Als Dafa-Jünger weiß ich:
„Die Kultivierung hängt von einem selbst ab und die Kultivierungsenergie hängt vom Meister ab.“ (Zhaun Falun, 2019, S. 36)
Das ist absolut wahr! Oft sage ich mir im Stillen: „Der gütige Meister ist so großartig, so unendlich großartig. Zehntausende Lieder reichen nicht aus, um die grenzenlose Gnade des Meisters zu würdigen.“ Diesen von mir selbst geschriebenen Spruch habe ich als Neujahrs-Kalligrafie an meine Haustür gehängt.