(Minghui.org) Eine Frau aus der Stadt Benxi (Provinz Liaoning) wurde am 18. Juni 2026 in das Frauengefängnis der Provinz Liaoning gebracht. Dort soll sie wegen Praktizierens von Falun Dafa eine vierjährige Haftstrafe verbüßen, die bereits vor fünf Jahren über sie verhängt worden war.
Yang Liwei (etwa 57 Jahre alt) war ursprünglich am 23. Mai 2019 festgenommen worden, als sie Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. In der Haftanstalt der Stadt Benxi wurde sie gefoltert und erlitt ein Multiorganversagen. Daraufhin wurde sie gegen Kaution freigelassen. Am 4. September 2020 verurteilte das Gericht des Kreises Hengren sie zu vier Jahren Haft, nachdem eine Anhörung in ihrer Wohnung stattgefunden hatte (da sie zu schwach war, um zum Gerichtsgebäude zu fahren). Vier weitere Praktizierende, die gleichzeitig mit ihr festgenommen worden waren, wurden ebenfalls verurteilt. Einer von ihnen starb im Gefängnis. Einzelheiten dazu finden sich in den unten verlinkten Berichten.
Yang legte Berufung beim Mittleren Gericht der Stadt Benxi ein, das am 17. November 2020 zu ihren Ungunsten entschied. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes wurde ihr gestattet, den Haftantritt aufzuschieben. Sie war extrem abgemagert und schwach; dennoch ordnete das Gericht des Kreises Hengren fünf Jahre später ihre erneute Inhaftierung an. Die Polizei nahm sie am 8. Mai 2026 fest und brachte sie in die Haftanstalt der Stadt Benxi. Am 18. Juni wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Liaoning verlegt und der „Zwölften Abteilung“ zugewiesen – einer Einheit mit strenger Führung, die speziell für die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden eingerichtet wurde. Ihre Familie sorgt sich, ob sie die dortige unerbittliche Folter überleben wird.
Es ist nicht das erste Mal, dass Yang Liwei aufgrund ihres Glaubens ins Visier der Behörden geraten ist. Bereits 2006 wurde sie in das berüchtigte Arbeitslager Masanjia gebracht, wo sie eine Haftstrafe unbekannter Dauer verbüßte. Sie wurde dort brutal gefoltert und schwebte in Lebensgefahr (Einzelheiten dazu im letzten der verlinkten Berichte). Zu den dort häufig angewandten Foltermethoden zählten Schläge, das Einstechen in die Finger mit Nadeln, Nackt aufgehängt werden, langes Stehen oder Hocken, Einzelhaft, Schlafentzug, das Übergießen mit kochendem Wasser, Verbot, die Toilette zu benutzen, Vorenthalten von Damenbinden während der Menstruation sowie ständige Überwachung.
Frühere Berichte:
Drei Praktizierende wegen ihres Glaubens vor Gericht, ein weiterer Praktizierender in Haft gestorben
Lagebericht zu fünf Praktizierenden – sie wurden vor einem Jahr verhaftet
Die Verbrechen, die der bösartige Wärter Ma Jishan im Zwangsarbeitslager Masanjia verübte