(Minghui.org) Dieses Jahr werde ich 59 Jahre alt. In meiner Familie praktizieren fünf Personen Falun Dafa. Hier möchte ich erzählen, was geschah, nachdem mein jüngerer Bruder Chen mehrere lebensbedrohliche Schlaganfälle erlitten hatte.
Chen war Fernfahrer. Er hatte bereits vor Beginn der Verfolgung am 20. Juli 1999 mit Falun Dafa begonnen, hatte die Lehre jedoch nicht eingehend gelernt und kein tiefes Verständnis dazu entwickelt.
Auf einer Fahrt nach Tibet geriet er einmal auf Glatteis. Der LKW kippte beinahe um und mein Bruder brach sich dabei den Arm. Danach glaubte er, der Meister habe ihn im Stich gelassen, und hörte mit dem Praktizieren auf.
Im Jahr 2003 erlitt Chen aufgrund von Bluthochdruck einen Schlaganfall. Er wurde zweimal operiert und stationär behandelt, litt aber danach an schweren Komplikationen. Er sprach undeutlich und hatte Schwierigkeiten beim Gehen, sodass er nicht mehr Auto fahren konnte.
Mein ältester Bruder, mein jüngster Bruder und ich ermutigten Chen, zu Falun Dafa zurückzukehren. Wir sagten zu ihm: „Nur der Meister kann dich retten. Der Meister hat dich nie aufgegeben. Du hast eine Hirnblutung überlebt und warst dann außer Gefahr. Falun Dafa ist außergewöhnlich und allmächtig.“ Darauf beschloss Chen, wieder mit dem Praktizieren zu beginnen.
Anfangs lernten mein ältester Bruder und ich täglich mit ihm das Fa. Er hatte Schwierigkeiten beim Lesen, aber ich ermutigte ihn: „Je holpriger du liest, desto mehr musst du lesen. Du musst mehr lesen.“ Durch regelmäßiges Praktizieren über einen Monat lang erholte sich Chen vollständig. Die ganze Familie war überglücklich. Seine Tochter unterstützte die Kultivierung ihres Vaters sehr und kaufte ihm sogar eine Meditationsmatte.
Chen konnte nun wieder Lastwagen fahren. Er war fleißig, machte täglich die Übungen und lernte das Fa. In Konfliktsituationen schaute er nach innen, kultivierte sich und war dabei sehr fleißig.
Mit der Zeit ließ Chen in seiner Kultivierung jedoch wieder nach und verbrachte seine ganze Zeit am Handy.
Am 27. Juni letzten Jahres brach er plötzlich gegen 22 Uhr zusammen und verlor das Bewusstsein. Seine Familie brachte ihn sofort in die Notaufnahme des Krankenhauses. Als mich mein jüngster Bruder anrief, war ich sehr besorgt. Ich dachte: „Chen ist der Ernährer der Familie. Seine einzige Tochter arbeitet zwar, ist aber noch nicht verheiratet. Wie sollen sie das in Zukunft nur schaffen?“
Um 23.55 Uhr klingelte mein Wecker, der mich an das Aussenden aufrichtiger Gedanken erinnerte. Ich schreckte hoch: „Ich bin ein Falun-Dafa-Praktizierender. Ich muss aufrichtige Gedanken aussenden, um das Arrangement der alten Mächte vollständig aufzulösen und den Meister zu bitten, Chen zu retten.“ Über eine Stunde lang sandte ich aufrichtige Gedanken aus.
In dieser Nacht machte ich kein Auge zu, schaute unerbittlich nach innen und entdeckte dabei viele Anhaftungen wie Eifersucht, Kampfgeist, Gewinnstreben, die Vorliebe für romantische Dramen, sexuelle Begierden und gelegentliches Streben nach kleinen Vorteilen. Ich wollte sie nicht. Daher löste ich sie alle auf. Gleichzeitig versuchte ich, meine emotionale Bindung zu meinem Bruder Chen loszulassen.
Am nächsten Tag rief ich meinen jüngsten Bruder an, um mich nach Chen zu erkundigen. Dabei erfuhr ich, dass er sich weiterhin im Koma befand und jetzt auf der Intensivstation lag. Als ich das hörte, zitterte mein ganzer Körper und ich war bei der Arbeit völlig kraftlos.
Ein Kollege erzählte mir von einem Verwandten, der nach einem Schlaganfall 500.000 Yuan (etwa 64.500 Euro) ausgegeben hatte, dennoch zum Pflegefall geworden und wenige Monate später verstorben war. Ich musste an all diejenigen denken, die auf dem Operationstisch gestorben waren. Doch dann wies wies ich all diese negativen Gedanken zurück und dachte: „Chen wird vom Meister geschützt. Er ist nicht den alten Mächten unterworfen. Selbst wenn er noch Anhaftungen hat, sollte er nur innerhalb des Fa korrigiert werden. Die alten Mächte sind nicht befugt, seinen physischen Körper zu verfolgen.“ Ich sandte erneut aufrichtige Gedanken aus, um Chens aufrichtige Gedanken zu stärken.
In diesen Tagen fühlte ich mich niedergeschlagen. Als ein Mitpraktizierender von der Situation erfuhr, merkte er an, dass ich meine Zuneigung zur Familie nicht loslassen könne. Ich antwortete: „Ich habe versucht, nicht daran zu denken, aber die negativen Gedanken kommen immer wieder hoch.“ Der Praktizierende erinnerte mich daran: „Chen ist ein Falun-Dafa-Praktizierender und steht unter der Obhut des Meisters. Übergib ihn dem Meister!“
Früh am nächsten Morgen besuchte ich Chen im Krankenhaus. Schon die Fahrt dorthin war wie eine Prüfung für meine Kultivierung. Als ich aufbrach, regnete es nicht, doch schon bald darauf begann es in Strömen zu regnen. Ich konnte kein Taxi anhalten und wurde völlig durchnässt. Da sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um alle bösartigen Wesen und alten Mächte zu beseitigen, die mich daran hindern wollten, einem Mitpraktizierenden beizustehen.
Sechs Tage lang blieb ich im Haus von Chens Familie und besuchte ihn täglich auf der Intensivstation. Er lag noch immer im tiefen Koma, sein ganzer Körper war von Schläuchen umgeben. Doch ich war innerlich ruhig und dachte: „Mögen alle Lebewesen in seiner Dimension sich daran erinnern: ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘. Alle bösartigen Wesen und alten Mächte werden beseitigt, die Chens Errettung behindern.“ Ich bat den Meister, ihm eine weitere Chance zu geben, eine Chance, seine Kultivierung wieder aufzunehmen und erneut fleißig zu sein.
Dann sagte ich laut zu Chen: „Du gehörst nicht in die Hölle. Du stehst unter der Obhut des Meisters. Dein Hauptbewusstsein muss in deinen physischen Körper zurückkehren, damit du die Kontrolle über dich selbst übernehmen kannst. Triff die Entscheidung, deinen Körper unter keinen Umständen aufzugeben, denn du hast deine Mission noch nicht erfüllt. Du musst aufwachen! Beeinflusse Falun Dafa nicht negativ. Um alle Lebewesen in unserer Gegend zu erretten, musst du aufwachen!“ Meine beiden Brüder bestärkten Chen ebenfalls in seinen aufrichtigen Gedanken.
Zwei Wochen vergingen und Chen war immer noch nicht bei Bewusstsein. Nach meinem sechstägigen Urlaub musste ich wieder zur Arbeit. Fünf Tage später rief mein jüngster Bruder an und sagte, Chen sei immer noch nicht aufgewacht. Die Ärzte wollten die lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen.
Seine Familie weigerte sich, ihn aufzugeben, und bat um seine Verlegung auf eine allgemeine Station. Die Ärzte meinten, sie müssten ihn entweder entlassen oder auf der Intensivstation behalten. Sie warnten uns, dass Chen Krämpfe bekommen und selbst mit einer Notfallversorgung nicht länger als drei Tage überleben würde, sobald seine Sauerstoffzufuhr unterbrochen würde. Trotzdem beschloss seine Familie, ihn mit nach Hause zu nehmen.
Verwandte und Freunde kamen, um Chen in seinen vermeintlich letzten Tagen zu sehen. Da kam mir der Gedanke: „Das alles ist eine Illusion, wir dürfen das nicht akzeptieren!“
Wir drei Geschwister waren uns einig, dass wir nicht in die Falle der alten Mächte tappen durften, die darauf abzielten, die Lebewesen in unserer Umgebung zu vernichten und sie zu Sünden gegen Falun Dafa zu verleiten. Die alten Mächte prüften unsere Standhaftigkeit gegenüber Dafa, um zu sehen, ob wir unsere Kultivierung fortsetzen würden. Wir erklärten: „Was auch immer geschieht, wir werden uns im Falun Dafa fest entschlossen weiter kultivieren und dem Meister vollkommen vertrauen. Wir werden uns von diesem Vorfall nicht beirren lassen. Alles soll seinen natürlichen Lauf nehmen. Wir werden unseren Alltag fortsetzen und Chen vollständig in die Obhut des Meisters übergeben. Was auch immer der Meister für ihn tut, ist das Beste.“
Alle Verwandten bemerkten, dass Chen nicht schwer krank aussah. Sein Körper zeigte keinerlei Anzeichen von Abmagerung und sein Gesicht strahlte vor Gesundheit. Er wirkte, als schliefe er nur und würde gleich aufwachen.
Nachdem die Verwandten an diesem Nachmittag gegangen waren, sandten wir drei Geschwister für ihn aufrichtige Gedanken aus und spielten ihm die Audioaufnahmen von den Fa-Vorträgen des Meisters ab. Wir schliefen die ganze Nacht nicht. Zu jeder vollen Stunde sandten wir aufrichtige Gedanken aus und baten den Meister inständig, Chen zu retten und ihm eine weitere Chance zur Kultivierung zu geben. Auch forderten wir Chens Bewusstsein auf, den Meister um Verzeihung zu bitten.
Im Morgengrauen öffnete Chen dann die Augen, mit Tränen darin. In diesem Moment war ich überwältigt von der immensen Kraft von Falun Dafa und der grenzenlosen Macht und unendlichen Barmherzigkeit des Meisters.
Nach dem Frühstück baten Chens Frau und Tochter darum, dass er ins Krankenhaus zurückgebracht werde. Wir ließen ihn auf eine allgemeine Station einweisen und spielten ihm 24 Stunden am Tag ununterbrochen die Vorträge des Meisters vor. Nach zwei Tagen erlangte Chen das Bewusstsein vollständig wieder. Die anderen Patienten auf der Station sagten alle, es sei ein absolutes Wunder.
Zwanzig Tage später wurde Chen aus dem Krankenhaus entlassen. Bei seiner Abreise sagten die Ärzte, Krankenschwestern und andere Patienten, sie hätten noch nie so eine enge Unterstützung unter Geschwistern erlebt. Sie waren tief bewegt. Im Alltag sind wir Brüder, im Kultivierungsprozess sind wir alle Schüler des Meisters.
Nun helfen mein älterer Bruder und mein vierter Bruder Chen täglich bei seiner Genesung. Sie begleiten ihn, hören dem Fa zu, teilen ihre Gedanken und tauschen sich mit ihm aus. Sie ermutigen ihn mit den Fa-Prinzipien; sie raten ihm, sein Bestes zu geben, um den Anforderungen des Meisters gerecht zu werden und streng mit sich selbst zu sein. Sie erinnern ihn daran, dass das Leben, das der Meister ihm gewährt hat, der Kultivierung dient und nicht einem gewöhnlichen Leben. Nun macht er jeden Tag Fortschritte.
Mir wurde nach Chens Prüfung zwischen Leben und Tod bewusst, wie unglaublich ernsthaft die Kultivierung ist. Jeder Gedanke und jede Handlung müssen mit den Fa-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht übereinstimmen. Egal welchen Prüfungen und Schwierigkeiten wir begegnen, wir müssen einen unerschütterlichen Glauben an den Meister und das Fa bewahren.