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Kultivierung während meiner Arbeit als Redakteurin und Reporterin

2. Juli 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Ich begann 1997 mit dem Praktizieren von Falun Dafa. Trotz aller Höhen und Tiefen bin ich dem Meister seit 28 Jahren auf dem Weg der Fa-Berichtigung gefolgt. Der Meister hat mich von einem egoistischen, überheblichen und ängstlichen Menschen Schritt für Schritt zu einer Dafa-Praktizierenden geformt, die Rücksicht auf andere nimmt, gütig, aufrichtig und verantwortungsbewusst ist. Selbst mit allen Worten der menschlichen Sprache könnte ich meine Dankbarkeit gegenüber dem Meister nicht vollständig ausdrücken.

Meine Fähigkeiten erweitern und die Redaktionsarbeit übernehmen

Meine eigene Unzulänglichkeit erkennen

Anfangs verfügten wir vor Ort über eine große Produktionsstätte für Informationsmaterialien. Die dort tätigen Mitpraktizierenden überwanden zahlreiche Schwierigkeiten und waren für den Internetzugang, das Herunterladen von Materialien, deren Bearbeitung und den Druck verantwortlich. Die Arbeit war sehr anspruchsvoll. Später wurden die Mitpraktizierenden dieser Produktionsstätte nach und nach verfolgt, sodass zeitweise niemand mehr die Redaktionsarbeit übernehmen konnte.

Ein Mitpraktizierender schlug vor, dass ich diese Aufgabe übernehmen sollte. Er meinte, ich hätte eine gute Bildung und sei dafür geeignet. Zunächst ärgerte ich mich über seinen Vorschlag und dachte: „Der Koordinator hat mich nicht darum gebeten – warum also du?“ Doch dann kam mir ein anderer Gedanke: „Könnte es sein, dass der Meister mir durch diesen Mitpraktizierenden einen Hinweis geben wollte? Hatte der Meister vielleicht gerade deshalb arrangiert, dass ich in diesem Leben eine gute Ausbildung erhalten habe? Schon vor Beginn meiner Kultivierung habee ich bei der Arbeit das Zehnfingersystem gelernt und sicher beherrscht. Hatte der Meister dafür nicht längst die Grundlage gelegt?“ Als ich das erkannte, verschwand mein Ärger.

Dennoch war ich innerlich unruhig. Ich dachte: „Ich gehe noch arbeiten, wo soll ich die Zeit dafür hernehmen?“ Außerdem lag mir das Schreiben nicht besonders und das Verfassen von Texten fiel mir schwer. Vor allem aber empfand ich die Aufgabe als unsicher und riskant.

In diesem Moment erkannte ich den Unterschied zwischen mir und den anderen Praktizierenden. Um Lebewesen zu erretten, übernahmen sie Verantwortung und nahmen sogar Verhaftungen und Gefängnisstrafen in Kauf. Unter Druck hingegen dachte ich immer zuerst an mich selbst. Da wurde mir meine eigene Begrenztheit bewusst, zugleich aber auch die selbstlose Haltung meiner Mitpraktizierenden.

Mich während der Redaktionsarbeit kultivieren

Ich lud die erforderlichen Materialien herunter und begann, den Umgang mit Redaktions- und Layoutarbeit zu erlernen. Mit der Unterstützung des Meisters und nach Überarbeitung und Ergänzung durch Minghui-Redakteure konnte schließlich unsere erste lokale Wochenzeitung veröffentlicht werden. Darüber war ich sehr froh.

Einige Tage später äußerten Mitpraktizierende in vorwurfsvollem Ton Kritik an meiner Arbeit. Das traf mich zunächst. Dann dachte ich jedoch: „Vielleicht ist dies gerade eine Gelegenheit, mein Herz zu erweitern und mehr Nachsicht zu entwickeln.“

Damals waren in unserem örtlichen Zwangsarbeitslager zahlreiche Dafa-Praktizierende aus der gesamten Provinz rechtswidrig inhaftiert. Die Polizeibeamten setzten äußerst brutale und grausame Foltermethoden ein; einige Praktizierende kamen dabei sogar zu Tode. Als ich entsprechende Berichte zu bearbeiten begann, empfand ich große Beklemmung. Die Gesichter der Täter auf den Fotos wirkten voller Grausamkeit, Boshaftigkeit, Hinterlist und Verkommenheit.

Besonders spät in der Nacht erschien mir die Atmosphäre bedrückend. Es war, als würden unzählige Augen auf mich gerichtet sein. Das Gefühl war erschreckend. Ich wusste, dass in anderen Dimensionen ein Kampf zwischen Gut und Böse stattfand.

Die lokale Wochenzeitung hatte vor allem die Aufgabe, die Verfolgung der Praktizierenden durch das örtliche Komitee für Politik und Recht sowie das Büro 610 aufzudecken.

Der Meister sagte:

„Die Entlarvung der bösartigen Polizisten und schlechten Personen und die Bekanntmachung ihrer üblen Taten übt eine äußerst starke, erschütternde Wirkung auf jene unvernünftigen, bösartigen Menschen aus.“ (Kommentar des Meisters, 15.11.2003, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)

Wenn die tatsächlichen Verfolgungsfälle aus unserer Umgebung in der Wochenzeitung veröffentlicht wurden, trug dies wirksam dazu bei, das Böse aufzulösen.

Meist begann ich nach dem Abendessen mit der Zusammenstellung der Lokalausgabe und arbeitete dann häufig bis Mitternacht durch. Die Arbeit kostete viel Zeit und Energie. Doch wenn ich daran dachte, dass die Wochenzeitung ein wirksames Mittel war, um das Böse vor Ort aufzudecken und zu beseitigen, verschwand meine Müdigkeit oft sofort.

Manchmal lief die Arbeit besonders gut. Dann kamen menschliche Gesinnungen zum Vorschein: Freude über den Erfolg, Geltungsdrang, das Bedürfnis, etwas zu leisten, Selbstbestätigung und Anhaftung an das eigene Ich. Sobald ich das bemerkte, erinnerte ich mich daran, dass ich mir Verdienste zuschrieb, die mir nicht zustanden. Ohne die Unterstützung des Meisters hätte ich überhaupt nichts erreichen können. Deshalb bemühte ich mich, diese schlechten Gedanken sofort loszulassen.

Während ich die Redaktionsarbeit erlernte, erhielt ich große Unterstützung von den Minghui-Redakteuren. Bei der Auswahl der Beiträge, der Gestaltung der Seiten, der Verwendung von Bildern und der Formulierung von Überschriften gaben sie mir durch praktische Beispiele wertvolle Anleitung. Dadurch verbesserte sich die Qualität unserer Wochenzeitung kontinuierlich.

Wenn eine von mir eingereichte Lokalausgabe einmal nicht veröffentlicht wurde, suchte ich sofort bei mir selbst nach den Ursachen. Ich überprüfte meine Anschauungen und erkannte meine Mängel. Jede veröffentlichte Ausgabe verglich ich sorgfältig mit meiner eingereichten Version, um die Unterschiede zu erkennen. Dadurch erweiterte sich mein Horizont. Zugleich konnte ich dabei meine Xinxing erhöhen.

Die Klagen gegen Jiang Zemin zusammenstellen

Im Jahr 2015 entstand in ganz China eine große Bewegung, Jiang Zemin anzuzeigen. Aus diesem Anlass fand bei mir zu Hause ein Erfahrungsaustausch mit mehr als zwanzig Mitpraktizierenden statt. Wir erkannten, dass der Prozess der Fa-Berichtigung eine neue Stufe darstellte. Deshalb sollten wir unsere Selbstbezogenheit loslassen und uns aktiv daran beteiligen. Nachdem sich unser Verständnis erhöht hatte, kehrte jeder in sein eigenes Umfeld zurück und ermutigte weitere Praktizierende zur Teilnahme. So beteiligten sich schließlich in unserer Region – einschließlich der umliegenden Städte und Dörfer – nahezu alle Praktizierenden an den Klagen gegen Jiang.

Zu dieser Zeit war ich noch nicht pensioniert. Anfangs hatte ich gewisse Bedenken und fürchtete, dies könne Auswirkungen auf meine Arbeit haben. Doch erkannte ich, dass dies lediglich eine emotionale Anhaftung und negatives Denken war. Ich wusste, dass ich diese menschlichen Anschauungen loslassen und Jiang unter meinem echten Namen anzeigen musste.

Mit der Unterstützung des Meisters verfasste ich zunächst meine eigene Strafanzeige gegen Jiang Zemin anhand der Vorlage von Minghui. Anschließend half ich anderen Praktizierenden bei der Ausarbeitung ihrer Klageschriften. Wer nicht schreiben konnte, für den formulierte ich die Texte; wer selbst schrieb, dessen Entwürfe half ich zu überarbeiten und auszudrucken.

Durch diesen Prozess machten die Mitpraktizierenden erneut einen großen Schritt in ihrer Kultivierung. Weil wir aufrichtige Gedanken bewahrten und als Ganzes zusammenarbeiteten, standen wir unter dem barmherzigen Schutz des Meisters. Die Klagen wirkten abschreckend auf die Täter. Kein einziger Praktizierender in unserer Region wurde wegen seiner Beteiligung an der Anzeige gegen Jiang verfolgt.

Anhaftungen loslassen und die Arbeit als Minghui-Reporter gut erfüllen

Um die Wochenzeitung zusammenzustellen, benötigten wir Berichte über die Verfolgung vor Ort. Wenn Praktizierende verhaftet wurden, baten mich die Mitpraktizierenden, einen Bericht darüber zu verfassen und an die Minghui-Website zu schicken. Nachdem ich dies einige Male getan hatte, ergänzten die Minghui-Redakteure vor meinen Artikeln die Bezeichnung „Minghui-Reporter“.

In diesem Augenblick wurde mir die große Verantwortung bewusst, die ich trug. Ich empfand die Bezeichnung als Ausdruck des Vertrauens und der Ermutigung meiner Mitpraktizierenden. Zugleich spürte ich die Erwartungen und Hoffnungen, die der Meister in mich setzte. Das stärkte meine aufrichtigen Gedanken.

Menschliche Gesinnungen beseitigen

Die Arbeit als Reporter war zugleich ein sehr guter Prozess, um meine Angst abzulegen. Wurde ein Mitpraktizierender verhaftet, fühlte ich seinen Schmerz oft mit. Doch unabhängig von der Situation war es meine Verantwortung, die Informationen über die Verfolgung so schnell wie möglich auf Minghui zu veröffentlichen.

Eines Tages wurden mehrere Praktizierende verhaftet. Da wir nichts von ihnen hörten, beschloss ich, ihre Familien zu besuchen. Ich hatte ein wenig Angst im Herzen. Es hieß, eine andere Praktizierende habe Polizisten vor dem Haus einer verfolgten Praktizierenden vorgefunden, als sie deren Familie besuchte. Dank der Hilfe des Meisters konnte sie entkommen. Ich beschloss, meine Angst zu überwinden, denn Angst sollte mich nicht davon abhalten, das zu tun, was ich tun musste.

Einmal wurden in unserer Gegend mehrere Mitpraktizierende verhaftet. Zehn Tage lang gab es keinerlei Nachrichten über sie. Deshalb beschloss ich, ihre Familien zu besuchen. Innerlich war ich allerdings etwas unsicher. Ich hatte gehört, dass einige Tage zuvor eine Mitpraktizierende die Familie eines Verhafteten besuchen wollte und dort Polizisten entdeckt hatte, die das Haus überwachten. Nur dank der Hilfe des Meisters konnte sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Dennoch dachte ich: „Angst darf mich nicht aufhalten – ich muss sie überwinden.“ Ich suchte deshalb die Mitpraktizierende L. auf und bat sie, mich zu begleiten. Beim ersten Mal war sie nicht zu Hause. Als ich sie am nächsten Tag erneut besuchte, erzählte sie mir, ihr Mann habe berichtet, dass am Vortag zwei Polizisten in ihrer Wohnanlage Überwachungskameras ausgewertet hätten.

Als ich das hörte, dachte ich sofort: Das ist nur eine trügerische Erscheinung, die mich einschüchtern soll. Ich war am Vormittag bei ihr gewesen, die Polizisten kamen erst am Nachmittag. Ich erkannte diese Störung nicht an. Sie hatte nichts mit mir zu tun.

Nachdem ich L. erklärt hatte, weshalb ich gekommen war, erklärte sie sich bereit mitzukommen. In derselben Nacht träumte sie von einem großen Hund, der mitten auf dem Weg saß. Am nächsten Morgen erzählte sie mir davon. Ich fragte sie: „Können wir trotzdem gehen?“ Sie antwortete entschlossen: „Ja. Das ist nur eine Störung.“

Auf dem ganzen Weg sandten wir aufrichtige Gedanken aus, um alle Störungen zu beseitigen – auch die von Überwachungskameras und elektronischen Kontrollsystemen. Als wir das Wohnviertel erreichten, fragte ich sie noch einmal: „Bist du sicher? Wenn du möchtest, kannst du draußen warten. Ich gehe allein hinein.“ Sie erwiderte entschlossen: „Alles ist in Ordnung. Wir gehen gemeinsam.“

Wir kauften eine Wassermelone und klopften an die Tür. Der Ehemann der Praktizierenden öffnete. Er war voller Wut und ließ seinen ganzen Frust an uns aus. Wir hörten ihm geduldig zu und versuchten immer wieder, ihn zu beruhigen. Rund um das chinesische Neujahrsfest besuchte ich ihn zusammen mit einer anderen Mitpraktizierenden erneut. Wir übergaben ihm 500 Yuan, damit er die Fürsorge der Mitpraktizierenden und die Güte von Dafa spüren konnte.

Manchmal musste ich Angehörige verhafteter Praktizierender mehrfach aufsuchen, um weitere Informationen zu erhalten. Einige baten mich jedoch ausdrücklich, nicht mehr zu kommen, weil inzwischen vor ihrer Haustür neue Überwachungskameras installiert worden seien.

Auch unter den Praktizierenden gab es unterschiedliche Xinxing-Ebenen. Manche wollten aus Angst, wegen ihres Geltungsbedürfnisses oder aus Sorge um ihr Ansehen nicht, dass ihre Fälle veröffentlicht wurden. Einmal hatte ich den Fall eines Praktizierenden zusammen mit anderen Verfolgungsfällen veröffentlicht. Als er davon erfuhr, fragte er verärgert, wer den Bericht an Minghui geschickt habe, und machte mir heftige Vorwürfe. Auch das war eine Gelegenheit, meine Xinxing zu erhöhen.

Gelegentlich kam es aus verschiedenen Gründen vor, dass ich Informationen vor der Veröffentlichung nicht ausreichend überprüfte, sodass einzelne Angaben nicht ganz korrekt waren. Später erkannte ich, dass dies eine Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit war – ein Ausdruck der von der Kultur der Kommunistischen Partei geprägten Denkweise, Dinge oberflächlich zu erledigen.

Manchmal war mein Tatendrang so groß, dass ich Fälle lediglich veröffentlichen wollte, um sie möglichst schnell publik zu machen. Dadurch wurde jedoch nicht unbedingt eine gute Wirkung erzielt. Nach und nach erkannte ich: Das Aufdecken der Verfolgung ist nicht das eigentliche Ziel. Das wahre Ziel besteht darin, Lebewesen zu erretten.

Das Problem mit dem Internetanschluss löst sich

Als ich in eine neue Wohnanlage zog und einen Breitbandanschluss beantragen wollte, erklärte mir ein Mitarbeiter, dass in unserem Gebäude kein Anschluss mehr frei sei. Ich fragte: „Was soll ich denn jetzt tun?“ Er antwortete: „Sie müssen warten, bis jemand auszieht und ein Anschluss frei wird. Erst dann können wir Ihnen Internet installieren.“ Ein Kunde neben mir sagte: „Das stimmt. Ich wohne schon seit mehreren Jahren hier und habe bis heute keinen Anschluss bekommen.“ Innerlich dachte ich sofort: „Meister, das kann doch nicht sein. Ohne Internet kann ich nicht arbeiten. Das erkenne ich nicht an. Ich muss einen Internetanschluss bekommen.“

Kurz nachdem ich wieder zu Hause angekommen war, rief mich derselbe Mitarbeiter an. „Jetzt ist doch ein Anschluss frei geworden“, sagte er. „Wir können ihn heute Nachmittag installieren.“ Ich war tief bewegt. Ich wusste, dass der Meister mir diesen Weg geöffnet hatte – einen Weg auf dem Pfad zur Gottheit, einen Weg zurück in meine himmlische Heimat.

Vielen Dank, Meister, für Ihre barmherzige Gnade.

Mit Güte Schwierigkeiten auflösen

Im Jahr 2021 schikanierten das Büro 610, die Wohnviertelkomitees und die örtlichen Polizeidienststellen in unserer Region Falun-Dafa-Praktizierende im Rahmen der sogenannten „Null-Fälle-Kampagne“. Sie fragten die Praktizierenden, ob sie weiterhin praktizieren würden. Wer erklärte, aufzuhören, dem wurde versprochen, künftig nicht mehr belästigt zu werden.

Ich veröffentlichte diese Fälle der Schikane – auch den gegen mich gerichteten – auf der Minghui-Website. Außerdem übermittelte ich die Mobiltelefonnummern sämtlicher Mitarbeiter der Wohnviertelkomitees an Minghui, damit Mitpraktizierende im Ausland sie anrufen und ihnen die wahren Umstände erklären konnten. Dies löste in der Region große Aufmerksamkeit aus.

Auch in unserer lokalen Wochenzeitung veröffentlichten wir die Namen und Mobiltelefonnummern der Mitarbeiter jener Wohnviertelkomitees, die an der Verfolgung beteiligt waren. Dadurch wurde das Böse in den anderen Dimensionen erschüttert.

Unter dem Druck ihrer Vorgesetzten rief mich die Leiterin des Büros 610 an. Sie sagte, sie wolle zwei Mitarbeiter, A und B, zu mir schicken, um mit mir zu sprechen. Ich kannte diese Leiterin bereits seit Längerem. Früher hatte ich ihr einmal einen handgeschriebenen Brief geschickt, in dem ich sie eindringlich aufforderte, Gutes zu tun. Außerdem hatte ich sie zweimal gemeinsam mit Mitpraktizierenden im Büro 610 besucht, um ihr die wahren Umstände zu erklären. Einmal hatte ich sie sogar zum Essen eingeladen. Auch andere Mitpraktizierende hatten auf verschiedene Weise das Gespräch mit ihr gesucht. In unserer Region war es dadurch mehrere Jahre lang zu keinen Verhaftungen von Falun-Dafa-Praktizierenden mehr gekommen.

Ich sagte zu ihr: „Sie brauchen niemanden zu schicken. Ich komme bei Gelegenheit selbst zu Ihnen.“ Sie erwiderte: „Lassen Sie die beiden ruhig kommen. Wenn jemand anderes zu Ihnen kommt, könnte das problematisch werden.“ Ich sagte erneut: „Sie brauchen wirklich nicht zu kommen. Ich lade Sie lieber einmal zum Essen ein.“ Doch sie bestand darauf. Schließlich sagte ich: „Gut, dann kommen Sie eben.“

Als die beiden Beamten eintrafen, bat ich sie herzlich herein, stellte ihnen Obst auf den Tisch, schenkte Tee ein und schaltete den Ventilator ein, weil es ein heißer Sommertag war. Ich behandelte sie wie alte Freunde. Man konnte ihnen ansehen, dass sie davon berührt waren. Sie klappten ihren Laptop auf. Der Beamte A fragte mich: „Hat die Polizeidienststelle Sie an dem und dem Tag angerufen?“ Ich antwortete: „Ja, aber ich weiß nicht mehr genau, an welchem Tag das war.“

A wollte mir die Informationen zeigen, die sie im Internet über mich gesammelt hatten. Ich sagte „Das brauche ich nicht anzusehen. Alles, was Sie da gesammelt haben, nützt Ihnen überhaupt nichts. Es hat keinerlei Bedeutung.“ Als sie merkten, dass ich nicht mitspielte, klappten sie den Laptop wieder zu.

Mit A hatte ich schon früher zu tun gehabt. Ich sprach ihn freundschaftlich mit seinem Vornamen an und sagte: „Ihr seid heute nicht mehr dieselben wie früher. Das sagen alle Praktizierenden.“ Beide lächelten und nickten zustimmend. Ich sagte weiter: „Ihr seid gute Menschen und keine schlechten. Wenn ihr künftig das Richtige tut, werdet ihr eine gute Zukunft haben.“

Der Beamte B war neu. Er fragte mich lächelnd: „Glauben Sie, dass auch ich ein guter Mensch bin?“ Ich sah ihn an und antwortete: „Ja, auch Sie sind ein guter Mensch.“ Darauf mussten alle lachen. Wir unterhielten uns noch eine Weile, dann verabschiedeten sie sich. Die Kraft der Güte ist gewaltig. Unter der unermesslichen Barmherzigkeit des Meisters löste sich diese Prüfung schließlich in Wohlgefallen auf.

Schon zuvor hatten mich allerdings Mitarbeiter des Internetanbieters zweimal telefonisch belästigt. Außerdem war die Leiterin des Büros 610 einmal zu einer Mitpraktizierenden gegangen und hatte verlangt, den Bericht über sie aus dem Internet entfernen zu lassen. Sie wollte wissen, wer den Artikel geschrieben hatte, und behauptete, dieser schade ihrer Arbeit. Ich lehnte diese Verfolgung entschieden ab. Ich sagte mir: Ich stehe ausschließlich unter der Obhut des Meisters und lasse mich von niemand anderem kontrollieren. All diese Dinge haben nichts mit mir zu tun.

Den Verantwortlichen des Komitees für Politik und Recht entlarven

Im Jahr 2022 wurden in unserer Region mehr als 20 Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet. Eine derart groß angelegte Verhaftungswelle hatte es seit vielen Jahren nicht mehr gegeben. Ich fragte mich, ob es vielleicht einen Wechsel an der Spitze des Komitees für Politik und Recht gegeben hatte. Damals herrschte wegen der Pandemie gerade ein Lockdown. Deshalb recherchierte ich mit meinem Mobiltelefon im Internet. Tatsächlich stellte ich fest, dass ein neuer Leiter eingesetzt worden war. Offenbar wollte der neue Amtsinhaber gleich zu Beginn Härte demonstrieren – kein Wunder also, dass so viele Praktizierende verhaftet wurden.

Ich notierte seine persönlichen Angaben und lud auch sein Foto herunter. Da ich mein eigenes Mobiltelefon benutzte, formulierte ich den Bericht aus der Sicht eines Informanten, um die Sicherheit zu gewährleisten. Darin veröffentlichte ich einen Teil seiner persönlichen Informationen. Kaum hatte ich den Bericht an Minghui geschickt, verstarb plötzlich meine Mutter – der einzige Mensch, mit dem ich täglich zusammengelebt hatte. Das Böse versuchte, diese Situation auszunutzen und meine Angst auf verschiedene Weise hervorzurufen. Ich dachte jedoch: „Wovor sollte ich Angst haben? Der Meister ist an meiner Seite.“

Tagsüber war ich ruhig. Nachts fühlte ich mich zwar manchmal etwas unsicher, doch dann schrieb ich still das Fa von Hand ab. Immer wenn ich daran dachte, dass der Meister mich jederzeit beschützte, kehrte Ruhe in mein Herz zurück.

Einige Tage später ergänzten die Minghui-Redakteure den Bericht um sämtliche Informationen über diesen Verantwortlichen und veröffentlichten sie zeitnah. Das wirkte äußerst abschreckend auf das Böse. In diesem Moment spürte ich tief, dass die Mitpraktizierenden in China und im Ausland tatsächlich einen einzigen Körper bilden. Der neue Leiter des Komitees für Politik und Recht hielt dem Druck schließlich nicht stand. Etwa ein Jahr später wurde er auf einen anderen Posten versetzt.

Gemeinsam Mitpraktizierende unterstützen und Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz erretten

Vor einigen Jahren wurden in unserer Region fast zehn Mitpraktizierende verhaftet. Als Teil des Ganzen trug auch ich Verantwortung dafür, sie zu unterstützen. Gleichzeitig wollte ich die Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz aus der Kette der Verfolgung befreien, denn letztlich sind sie diejenigen, die von den bösen Mächten wirklich geschädigt werden.

Ich veröffentlichte die Tatsachen der Verfolgung zeitnah auf Minghui und berichtete kontinuierlich über den weiteren Verlauf. Außerdem half ich den gegen Kaution freigelassenen Mitpraktizierenden dabei, Briefe an Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht zu verfassen sowie Strafanzeigen und weitere Unterlagen zusammenzustellen.

Ich unterstützte auch die Angehörigen dabei, Berichte über die Verfolgung ihrer Familienmitglieder zu schreiben und sie zeitnah auf Minghui zu veröffentlichen. Dabei arbeiteten wir eng zusammen. Sobald es neue Entwicklungen gab, informierten sie mich, und ich stellte die Informationen so schnell wie möglich zusammen und sandte sie an Minghui weiter.

Besonders wichtig war, dass die verhafteten Mitpraktizierenden rechtschaffene Anwälte beauftragten. Sowohl die Einzelheiten der ersten als auch der zweiten Gerichtsverhandlung wurden zeitnah veröffentlicht. Das wirkte abschreckend auf das Böse und half vielen Mitarbeitern von Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz, die wahren Umstände zu erkennen. Während dieses gesamten Prozesses überwanden die an der Rettungsarbeit beteiligten Mitpraktizierenden zahlreiche Schwierigkeiten und investierten viel Zeit, Kraft und materielle Mittel.

Auch dabei gab es Prüfungen meiner Xinxing. Einmal bat mich eine Mitpraktizierende, Unterlagen für sie zusammenzustellen. Ich arbeitete zwei Tage daran und fuhr anschließend etwa eine Stunde mit dem Bus, um ihr die fertigen Unterlagen zu bringen. Als ich ankam, sagte sie: „Es gibt noch ein weiteres Dokument, das ausgedruckt werden muss. Kannst du nach Hause fahren, es ebenfalls ausdrucken und noch einmal herbringen?“

Im ersten Moment war ich verärgert. Ich dachte: „Warum hat sie mir das nicht gleich gesagt? Jetzt muss ich den ganzen Weg noch einmal fahren. In den letzten beiden Tagen habe ich kaum das Fa gelernt und allein die Fahrzeit kostet mich wieder mehrere Stunden. Warum plant sie ihre Arbeit nicht besser?“ Doch schon kurz darauf erkannte ich meinen Fehler. Ich kultivierte mich nicht, sondern suchte die Ursache bei anderen. In Wirklichkeit half sie mir dabei, meine Xinxing zu erhöhen.

Später wurden die fast zehn Mitpraktizierenden trotz allem rechtswidrig zu Gefängnisstrafen verurteilt. Doch dank der gemeinsamen Anstrengungen der Mitpraktizierenden im In- und Ausland sowie der grenzenlosen Barmherzigkeit des Meisters, der einen großen Teil unseres Karmas auf sich nahm, fiel das Strafmaß deutlich geringer aus als ursprünglich erwartet.

Obwohl der Fall von den Behörden als besonders bedeutender Provinzfall eingestuft worden war, erhielten die Mitpraktizierenden Freiheitsstrafen von einem Jahr, eineinhalb Jahren und höchstens zwei Jahren. Dadurch wurde das Ausmaß der Verfolgung erheblich gemildert und zugleich ein starkes Zeichen innerhalb der Justiz gesetzt.

Schlusswort

Mehr als zehn Jahre lang haben mich die Arbeit als Redakteur und Minghui-Reporter immer wieder geschmiedet und geläutert. Ganz gleich, wie groß die Schwierigkeiten oder Gefahren waren – unter dem Schutz des Meisters konnte ich jede Prüfung sicher bestehen.

Wie glücklich und gesegnet bin ich doch, in diesem Leben ein Dafa-Jünger des Meisters sein zu dürfen! Das ist die höchste Gnade, die der Meister seinen Schülern erwiesen hat. Diese Gnade werde ich für immer in meinem Herzen bewahren und sie zu einer Quelle unermüdlicher, gewissenhafter Kultivierung werden lassen.

In Wirklichkeit ist es der Meister, der alles tut. Er allein führt die Fa-Berichtigung durch. Was wir tun müssen, ist, aufrichtige Gedanken zu bewahren, fest an den Meister und das Fa zu glauben und den Anforderungen des Meisters entsprechend zu handeln. Nur wenn wir den Maßstäben des Fa auf den jeweiligen Ebenen entsprechen, können sich die grenzenlose Kraft des Meisters und die mächtige Tugend des Dafa voll entfalten.

Lasst uns diese seit unermesslichen Zeiten einmalige Gelegenheit wertschätzen und diese kostbare Zeit nutzen, die der Meister durch sein enormes Ertragen für uns verlängert hat. Gehen wir gemeinsam voran, erretten wir mit aufrichtigen Gedanken noch mehr Lebewesen und erfüllen wir die Gelübde, die wir einst vor langer Zeit abgelegt haben.