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76-Jähriger droht Anklage wegen Praktizierens von Falun Gong

2. Juli 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Guangdong, China

(Minghui.org) Einer 76-jährigen Frau aus der Stadt Jiangmen, Provinz Guangdong, droht eine Anklage wegen ihres Glaubens an Falun Gong.

Die Leidensgeschichte von Guan Yueai, geboren am 13. Dezember 1949, begann mit ihrer Festnahme am 2. November 2025, nachdem jemand sie wegen der Verteilung von Falun-Gong-Informationsmaterialien angezeigt hatte. Beamte der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Enping und ihrer örtlichen Polizeidienststelle durchsuchten ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Falun-Gong-Bücher, ein Porträt des Begründers von Falun Gong sowie 1.000 Yuan (etwa 129 Euro) Bargeld. Eine Liste der beschlagnahmten Gegenstände erhielt sie nicht.

Guan wurde zur Polizeidienststelle gebracht, wo sie die Unterlagen zu ihrem Fall unterzeichnen sollte, und anschließend gegen Kaution freigelassen.

Am 18. Juni 2026 wurde Guan von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Pengjiang vorgeladen. Sie folgte dieser Aufforderung. Der Staatsanwalt teilte ihr mit, dass die Polizeibehörde der Stadt Enping den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben habe und dieser nun geprüft werde.

Frühere Verfolgung

Guan begann 1998, Falun Gong zu praktizieren, woraufhin sich ihr Gesundheitszustand besserte. Als ein Jahr später die Verfolgung einsetzte, hielt sie unbeirrt an ihrem Glauben fest und wurde wiederholt zum Ziel von Verfolgungsmaßnahmen.

Am 17. Juli 2000 reiste Guan nach Peking, um sich für das Recht einzusetzen, Falun Gong zu praktizieren. Sie wurde dabei festgenommen und 40 Tage lang inhaftiert.

Im März 2001 wurde Guan erneut festgenommen und in einer Haftanstalt festgehalten. Am 2. November 2002 erfolgte eine weitere Festnahme. Die Behörden hielten sie 14 Tage in Haft und zwangen ihren Arbeitgeber, die gegen sie verhängte Geldstrafe in Höhe von 1.000 Yuan (etwa 130,-€) zu zahlen.

Am 17. November 2006 wurde Guan festgenommen, weil sie Plakate mit Informationen zu Falun Gong angebracht hatte. Ihre betagte Mutter, die mit ihr zusammenlebte, geriet in große Angst, als die Polizei gewaltsam in die Wohnung eindrang. Die Beamten beschlagnahmten Guans Falun-Gong-Bücher, Informationsmaterialien sowie Bargeld in Höhe von mehreren hundert Yuan. Nach fast 40 Tagen in Haft wurde sie zu einer anderthalbjährigen Strafe im Zwangsarbeitslager Sanshui verurteilt. Aufgrund eines gesundheitlichen Problems wurde sie jedoch nicht aufgenommen und wieder freigelassen.

Im Jahr 2010 wurde Guan erneut festgenommen, weil sie Informationsmaterialien über Falun Gong verteilt hatte. Ihre Falun-Gong-Bücher und Informationsmaterialien wurden beschlagnahmt. Noch am selben Abend kam sie wieder frei.

Guan wurde am 10. Dezember 2015 abermals festgenommen und zehn Tage lang festgehalten.