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Nach langer Zeit – Gerichtspräsident erklärt Austritt aus der KP Chinas

20. Juli 2026 |   Von Zhen Cheng, Falun-Dafa-Praktizierende in der Provinz Hubei, China

(Minghui.org) Auf meinem Weg, den Menschen die wahren Umstände über Falun Dafa und die Verfolgung nahe zu bringen, habe ich über die Jahre viele tiefgreifende Erkenntnisse gewonnen. Ich habe realisiert, dass jedes Leben unglaublich kostbar ist. Wir dürfen niemanden einfach aufgeben, denn wir alle gehören zur Familie des Meisters. Es ist einfach nur so, dass sich verschiedene Menschen in verschiedenen Lebenssituationen befinden und sich in unterschiedlichem Ausmaß in dieser Welt verirrt haben. In dem Prozess, die Verfolgung aufzudecken, ist es unsere Verantwortung, jedem Einzelnen mit noch größerer Sorgfalt und Weisheit zu begegnen.

Vor ein paar Jahren besuchte ich meine Heimat und traf – während ich unterwegs war um mit den Menschen zu sprechen – auf der Straße auf eine Praktizierende. Wir freuten uns beide sehr über die Begegnung und kamen miteinander ins Gespräch. Während wir uns unterhielten, deutete die Praktizierende auf ein Paar, welches ein gutes Stück vor uns lief.

„Der Mann dort ist der Präsident des hiesigen Gerichts und an seiner Seite ist seine Frau“, sagte mir die Praktizierende. Da ihr Verwandter bei dem Gericht arbeitete, kannte sie das Paar. „Könntest du helfen und mit ihnen reden, damit sie die wahren Begebenheiten der Verfolgung verstehen?“ – „Warum sprichst du nicht selbst mit ihnen?“, fragte ich. „Ich habe schon oft mit ihm geredet, aber er wollte nie wirklich zuhören“, erklärte die Praktizierende. „Er hat es immer abgelehnt, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) auszutreten.“

Als ich das hörte, zögerte ich zunächst. „Er ist der Gerichtspräsident“, ging es mir durch den Kopf. „Wenn er dir nicht zuhört, warum sollte er dann auf mich hören wollen?“ Einen Moment lang war ich eingeschüchtert. Aber dann erinnerte ich mich an die Worte des Meisters:

„Menschen erlösen ist eben Menschen erlösen. Auswählen ist nicht barmherzig.“ (Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz des Großraums New York 2009, 07.06.2009)

Mein Selbstvertrauen kehrte zurück. Innerlich bat ich den Meister, mir Kraft zu geben, damit ich den Gerichtspräsidenten retten konnte. Mit aufrichtigen Gedanken beschleunigte ich meinen Schritt, lief auf das Paar zu und grüßte beide freundlich mit ihrem Namen. Sie blickten überrascht auf und der Gerichtspräsident fragte: „Woher kennen Sie uns?“ Mit einem Lächeln erklärte ich: „Sie sind doch der allseits bekannte Präsident des hiesigen Gerichts. Natürlich kennt man Sie.“

Ich senkte meine Stimme etwas und fuhr fort: „Herr Präsident, Menschen Ihres Alters wissen noch, dass die chinesische Kultur die Staatsdiener traditionell dazu angeleitet hat, dem Volk zu dienen und den Menschen Gutes zu tun. Aber die heutigen Beamten, wer von ihnen denkt wirklich noch an das Wohlergehen der Menschen? Seit Jiang Zemin [dem früheren Parteivorsitzenden, der die Verfolgung von Falun Gong befahl] wird das Land nur noch von Korruption regiert. Sie geben sich der Völlerei, der Prostitution und dem Glücksspiel sowie allen anderen erdenklichen Schandtaten hin. Sie verfolgen auch noch die Falun-Gong-Praktizierenden, die sich nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht richten. Sie haben die sogenannte Selbstverbrennung inszeniert, um Falun Gong zu verteufeln und schrecken aus Profitgier nicht einmal vor dem massenhaften Organraub zurück. Sie begehen Verbrechen, die diese Welt so noch nie gesehen hat. Denken Sie, dass der Himmel ihnen das verzeihen wird?“

Der Gerichtspräsident und seine Frau hörten aufmerksam zu und ich fuhr fort: „Wenn der Himmel diesem Bösen ein Ende bereitet, sollte man nicht an der Seite des Bösen zu Grunde gehen. Deshalb ist es so wichtig, den Schwur, mit dem man sein Leben der Partei verschrieben hat, zu widerrufen und aus der KP Chinas und ihren Jugendorganisationen auszutreten. Nur so kann man sich dem Untergang an der Seite des Bösen entziehen.“ Dann fragte ich ihn: „Wurde mit Ihnen darüber schon einmal gesprochen?“ – „Ja“, erwiderte der Gerichtspräsident, „aber ich bin nicht ausgetreten.“

„Die Person hat es nur gut mit Ihnen gemeint“, erklärte ich sanft. „Man muss seinen Austritt auch nicht direkt bei der Partei erklären, Sie können das auch unter einem Pseudonym oder mit einem Spitznamen machen. Es besteht keine Gefahr. Sie können beide noch heute Ihren Austritt erklären, wenn Sie möchten.“

Seine Frau stimmte sofort zu: „Ich bin Parteimitglied. Bitte, helfen Sie mir beim Austritt.“ Ich wandte mich wieder dem Gerichtspräsidenten zu und sagte: „Bruder, solche Gelegenheiten gibt es vielleicht nicht so oft. Sich von der Partei loszusagen, kann nur Glück und Segen bringen.“ Er dachte für einen Moment nach, bevor er schließlich nickte: „In Ordnung, ich trete aus.“ Danach wünschte ich den beiden zum Abschied Glück und Frieden. Sie erwiderten: „Wir wünschen Ihnen ebenfalls Frieden. Vielen Dank!“ Da antwortete ich schnell: „Danken Sie nicht mir. Es ist der Meister von Falun Dafa, der uns bittet, dies zu tun. Wenn Sie jemandem danken möchten, dann unserem Meister.“ Sofort sagten beide: „Danke, Meister des Falun Dafa!“

Die Mitpraktizierende war mit etwas Abstand stehen geblieben und hatte das Gespräch beobachtet. Als ich zu ihr zurückkehrte, war sie sehr froh darüber, dass der Gerichtspräsident und seine Frau die Chance zum Parteiaustritt genutzt hatten. Gleichzeitig sagte sie mit einer Spur Selbstvorwurf: „Ich habe so viele Male mit ihnen gesprochen und sie wollten partout nicht austreten. Nachdem du mit ihnen gesprochen hast, waren sie sofort einverstanden.“

Ich sah sie an und meinte: „Eigentlich ist das alles das Werk des Meisters. Es ist der Meister, der die Menschen errettet. Wir haben nur ein paar Schritte gemacht und ein paar Worte gesagt. Davon abgesehen, wäre unsere heutige Unterhaltung nicht so harmonisch verlaufen, wenn du nicht mit den vorangegangenen Gesprächen Stück für Stück den Grundstein dafür gelegt hättest. Vielleicht gibt es auch noch andere Gründe. Da deine Familie bei dem Gericht arbeitet, war der Gerichtspräsident vielleicht einfach nur vorsichtiger, als er mit dir gesprochen hat.“ Die Praktizierende nickte nachdenklich. Die Sorge verschwand aus ihrem Gesicht und machte einem warmen Lächeln Platz.

Es gibt noch immer viele Menschen auf der Welt, die die Fakten über Falun Dafa und die Verfolgung nicht kennen. Ich werde die Zeit bestmöglich nutzen, der Lehre des Meisters folgen, das Fa gut lernen, mich selbst fleißig kultivieren und helfen, noch mehr Lebewesen zu erretten.