(Minghui.org) Am 17. Juli 2026 veranstalteten Falun-Dafa-Praktizierende vor der chinesischen Botschaft in Den Haag eine Kundgebung, um gegen die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu protestieren. Entlang der Willem-Lodewijklaan und der Adriaan-Goekooplaan machten große Transparente auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam und riefen die Öffentlichkeit dazu auf, zu deren Beendigung beizutragen.
Die Praktizierenden zeigten zudem Porträts von Menschen, die infolge der Verfolgung ums Leben gekommen waren, und informierten Passanten über die Hintergründe der Unterdrückung. Viele blieben stehen, um die Transparente und Informationen zu lesen. Einige machten Fotos, andere nahmen Flyer entgegen und vertieften sich in deren Inhalt.
Kundgebung vor der chinesischen Botschaft in Den Haag am 17. Juli 2026 (Minghui.org)
KaYan Wong, Sprecherin des Falun Dafa Vereins in den Niederlanden, sprach auf der Kundgebung: „Vor 27 Jahren, im Juli 1999, befahl Jiang Zemin, der damalige Parteivorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, die Verfolgung von Falun Dafa. Millionen Praktizierende wurden festgenommen, inhaftiert, in Zwangsarbeitslager oder Gehirnwäsche-Einrichtungen deportiert, gefoltert oder sogar getötet. Mindestens 5.359 Praktizierende haben nachweislich infolge der Verfolgung ihr Leben verloren. Noch schockierender ist, dass die KPCh staatlich geförderte Zwangsorganentnahmen durchführt.“
Zwei Praktizierende aus China sprachen ebenfalls an der Kundgebung. Sie schilderten, wie sich ihre Gesundheit und ihr Charakter nach Beginn des Praktizierens von Falun Dafa verbessert hatten, sie dann aber von der KPCh verfolgt wurden – wobei auch ihre Familienangehörigen nicht verschont blieben. Sie appellierten an die Mitarbeiter der Botschaft, sich der aktuellen Lage bewusst zu werden und sich von der KPCh zu distanzieren, um nicht in ihre Verbrechen hineingezogen zu werden.
Ein Praktizierender verkündete: „Wir sind hier, um an die Botschaftsmitarbeiter zu appellieren, die verwerfliche Natur der KP Chinas zu erkennen und die Verbindungen zu ihr abzubrechen. Die Kommunistische Partei ist nicht China. Bitte setzen Sie sich für Gutherzigkeit und Gerechtigkeit ein.“
Mehrere Chinesen, die geschäftlich in der Botschaft zu tun hatten, wandelten nach einem Gespräch mit den Praktizierenden ihre anfängliche Ablehnung in Verständnis und Anerkennung.
Ein Praktizierender berichtete einem etwa 30-jährigen Chinesen, wie er wegen seines Glaubens verfolgt worden war: Er hatte seine Professur verloren, sein Geschäft war zweimal geschlossen worden, und selbst nach seinem Umzug in eine andere Provinz hatte die Polizei ihn weiter verfolgt.
Der Mann zeigte sich sichtlich bewegt: „Wir sind so mit unseren eigenen Problemen beschäftigt. Ich danke Ihnen, dass Sie mir die Augen über die KPCh geöffnet haben.“
Praktizierende führen vor dem Friedenspalast in Den Haag die Übungen vor und sprechen mit Passanten über die Verfolgung (Minghui.org)
Die Praktizierenden versammelten sich vor dem Friedenspalast in Den Haag, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen, und kamen dabei mit zahlreichen Touristen aus aller Welt ins Gespräch.
Shiva Amiri, eine Menschenrechtsanwältin, äußerte sich nach dem Protest: „So etwas darf nicht geschehen. Wir sollten Glaubens- und Meinungsfreiheit genießen. Niemand darf wegen seines Glaubens verfolgt werden – solange er niemandem schadet, muss er ihn frei ausüben dürfen."
Sam unterzeichnet die Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert (Minghui.org)
Sam, ein Reiseleiter aus Syrien, führte seine Touristengruppe zum Friedenspalast. Von der Veranstaltung der Praktizierenden sichtlich bewegt stellte er fest: „Ihr seid kultiviert, höflich und angemessen gekleidet, während Ihr den Menschen von der Verfolgung berichtet und gleichzeitig Euren Glauben bewahrt.“
Hinsichtlich des Kommunismus vertrat er: „Ich habe früher in einem kommunistischen Land gelebt. Die Kommunistische Partei ist sehr schlimm – die schlimmste der Welt. Sie ist schrecklich und muss verschwinden!
Trotz dieser Verfolgung haltet Ihr dennoch Euren Glauben aufrecht. Die Situation mag sich zunächst vielleicht nicht groß ändern. Aber solange Ihr nicht aufgibt, werden zukünftige Generationen wissen, was geschehen ist“, betonte er.
Tibatso, ein südafrikanischer Künstler (Minghui.org)
Tibatso aus Südafrika erzählte, er habe von einem Arzt gelesen, der einem durch ein Erschießungskommando hingerichteten Gefangenen Organe für eine Transplantation entnommen hatte. Als der Arzt den Körper des Mannes aufschnitt, sei frisches Blut herausgeströmt, was darauf hindeutete, dass er noch lebte. Dieser Bericht verfolge ihn bis heute, so der Künstler.
Als er vom Organraub durch die KPCh erfuhr, unterzeichnete er sofort die Petition und sagte: „Wer nicht weiß, was das bedeutet, hat es nicht verdient, ein Mensch zu sein. Es ist abscheulich, dass so etwas im Jahr 2026 noch geschieht. Das darf nicht sein!“