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Kundgebung in Wien: Rund 12.000 Unterschriften beim Außenministerium eingereicht

27. Juli 2026 |   Von Minghui-Korrespondenten in Österreich

(Minghui.org) Am 18. Juli 2026 versammelten sich Falun-Dafa-Praktizierende auf dem Stephansplatz im Herzen Wiens, um mit mehreren Aktionen auf die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung von Falun Dafa in China aufmerksam zu machen. Sie informierten über das Schicksal ihrer Mitpraktizierenden in China, enthüllten die Hintergründe der anhaltenden Menschenrechtsverletzungen und riefen die Öffentlichkeit dazu auf, sich für ein Ende der Verfolgung einzusetzen. Unmittelbar am Stephansplatz erhebt sich der imposante Stephansdom, eines der bekanntesten Wahrzeichen der österreichischen Hauptstadt. Als weltberühmte Musikmetropole und kulturelles Zentrum Europas zieht die Stadt vor allem in den Sommermonaten zahlreiche Touristen aus aller Welt an.

Mit einer Veranstaltung auf dem Stephansplatz am 18. Juli 2026 machen Falun-Dafa-Praktizierende in Österreich auf die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung von Falun Dafa in China aufmerksam (Minghui.org)

Eine Gruppe Praktizierender führte die fünf Falun-Dafa-Übungen vor. Die langsamen, sanften Bewegungen, begleitet von sanfter Musik, zogen die Aufmerksamkeit vieler Passanten auf sich.

Falun-Dafa-Praktizierende demonstrieren am 18. Juli auf dem Stephansplatz die Übungen (Minghui.org)

Ein Praktizierender stellte der Öffentlichkeit Falun Dafa vor und prangerte die andauernde Verfolgung dieses Kultivierungsweges durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im In- und Ausland an. Als abscheulichstes Verbrechen des chinesischen Regimes hob er die massenhaft durchgeführte und staatlich geförderte erzwungene Organentnahme bei lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden hervor, deren Organe für Transplantationen gewinnbringend verkauft werden.

Ein Falun-Dafa-Praktizierender (re.) informiert über Falun Dafa und die Verfolgung in China (Minghui.org)

Petition mit rund 12.000 Unterschriften eingereicht

Ein Sprecher von Falun Dafa berichtete, dass der österreichische Falun Dafa Verein am 16. Juli 2026 beim Völkerrechtsbüro des österreichischen Außenministeriums eine Petition mit 12.010 Unterschriften eingereicht habe. Darin wird die österreichische Regierung aufgefordert, die Verfolgung von Falun Dafa und die erzwungene Organentnahme durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) öffentlich zu verurteilen, den Organtourismus nach China gesetzlich zu verbieten sowie die Resolutionen des Europäischen Parlaments vom 12. Dezember 2013, 5. Mai 2022 und 5. Dezember 2024 zur erzwungenen Organentnahme umzusetzen.

Im Mai 2026 verabschiedete der österreichische Nationalrat einstimmig eine Änderung des Organtransplantationsgesetzes, die Unternehmen und Vermittlungsplattformen des Organtourismus untersagt, für Organtransplantationen zu werben oder daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Im Juni 2026 wurde zudem ein Entwurf zur Änderung des Strafgesetzbuches offiziell geprüft.

Viele Passanten zeigten sich erschüttert über die Verfolgung der Falun-Dafa-Praktizierenden und brachten ihr Mitgefühl mit den Opfern zum Ausdruck. Zahlreiche von ihnen unterzeichneten die Petition und forderten ein Ende der Verfolgung.

Nachdem Passanten von der Verfolgung von Falun Dafa in China erfahren haben, unterschreiben sie die ausgelegte Petition (Minghui.org)

Eine Frau aus Israel erzählte einer Praktizierenden, dass sie und ihr Mann früher Falun Dafa praktiziert hatten und die Begegnung mit den Praktizierenden sich für sie wie ein Wiedersehen anfühlte. Da sie das Zhuan Falun bereits gelesen hatte, empfahl ihr die Praktizierende weitere Schriften auf der Falun-Dafa-Website zu lesen. Sie empfahl ihr außerdem die Lektüre der Artikel „Warum gibt es die Menschheit?“, „Warum will der Schöpfer alle Lebewesen erretten?“ und „Warum ist die menschliche Welt ein Ort im Nebel?“. Das werde sie gerne tun, so die Frau, und merkte an, dass sie wieder anfangen wolle, Falun Dafa zu praktizieren, sobald sie wieder zu Hause sei.

Nachdem eine Frau aus Südafrika von der Verfolgung erfahren hatte, rief sie: „Das ist erschütternd! Gottseidank gibt es Menschen wie euch, die sich dafür engagieren, diesem schrecklichen Verbrechen einen Riegel vorzuschieben.“

Ein Mann aus China machte mit seiner Familie eine Stadttour in Wien. Auf die Frage eines Praktizierenden, ob er in China von Falun Dafa gehört habe, erwähnte der Mann die Verleumdungskampagnen in den von der KPCh kontrollierten Medien. Der Praktizierende schilderte ihm, worum es bei Falun Dafa geht und fügte hinzu, dass es 1992 erstmals öffentlich als eine Form des Qigong gelehrt wurde. Da die KPCh die wachsende Popularität nicht tolerieren konnte, sei sie hart gegen diese Meditationspraxis vorgegangen. Sie habe Scheinveranstaltungen inszeniert und Nachrichten gefälscht, um Falun Dafa zu diffamieren und die Verfolgung zu rechtfertigen.

Der chinesische Mann vertrat, dass man einen Glauben haben könne, dieser jedoch nicht im Widerspruch zur Politik stehen dürfe. Der Praktizierende führte aus, dass der Glaube die Grundlage für die Worte und Taten eines Menschen sei, in einem weiteren Sinn die Weltanschauung eines Menschen und in einem engeren Sinn das Gerüst für die Ansichten eines Menschen zu Gesundheit, Kultur und Ernährung bilde. Außerdem sollten die Gedanken eines Menschen auf seinen Glauben gründen. Da sich der Glaube jenseits der Politik befände, gäbe es keinen Widerspruch.

Die beiden diskutierten noch eine Weile über weitere Fragen. Schließlich entschloss sich der Chinese dazu, seinen Austritt aus der KPCh und den ihr zugehörigen Organisationen, denen er einst angehört hatte, zu vollziehen.

Zwei junge Männer aus China erzählten, dass sie Falun Dafa positiv gegenüberstünden. Ein Praktizierender erklärte ihnen, dass die Beteiligung des chinesischen Regimes an der erzwungenen Organentnahme an lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden inzwischen international bekannt geworden sei. Er ermutigte sie, die Petition zur Beendigung dieses Verbrechens zu unterzeichnen.  „Wenn die KPCh eines Tages zusammenbricht, wird dies zu euren großen Verdiensten zählen,“ betonte er. Beide Männer unterzeichneten bereitwillig die Petition.

Wolfgang, ein österreichischer Falun-Dafa-Praktizierender (Minghui.org)

Wolfgang ist gebürtiger Österreicher und praktiziert seit mehreren Jahren Falun Dafa. Er half am Morgen beim Aufbau des Informationsstands und beim Transport der Ausrüstung. Sein Wunsch: „Ich möchte, dass die Menschen verstehen, was mit Falun-Dafa-Praktizierenden in China geschieht. Vielleicht werden sie sich uns anschließen und dabei helfen, diese für die Welt so kostbare Kultivierungsmethode zu schützen. Ich tue mein Bestes, um die Menschen zu ermutigen, die richtige Entscheidung zu treffen.“ Er fügte hinzu, dass er sich weiterhin für die Aufklärungsarbeit über Falun Dafa und die andauernde Verfolgung einsetzen werde.

Live-Musik von den Falun-Dafa-Praktizierenden Alex (links) und Diknu bei der Veranstaltung (Minghui.org)

Der Falun-Dafa-Praktizierende Alex ist Gitarrist. Seit Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 setzt er sich unermüdlich dafür ein, diese aufzudecken und hat zahlreiche Falun-Dafa-Lieder komponiert. Zusammen mit Diknu, ebenfalls ein Falun-Dafa-Praktizierender, brachte er mit seiner Gitarre den Passanten die Botschaft von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht näher. Ein Zuschauer berichtete, dass er trotz der düsteren Verfolgung in ihrer Musik eine tiefgreifende Schönheit und erhebende Leichtigkeit empfunden habe.