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Nach einer Verurteilung 2023 tritt Seniorin die Strafe nun zuhause an

5. Juli 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Shanghai, China

(Minghui.org) Eine 73-jährige Frau aus Shanghai wurde 2023 wegen ihres Glaubens an Falun Gong zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt. Aufgrund ihres Gesundheitszustandes wurde ihre Aufnahme in die örtliche Haftanstalt wiederholt abgelehnt. Am 12. Juni 2026 entschied das Gericht, dass Zhao Chuanmei die Strafe zu Hause verbüßen soll. Ihre Haftzeit endet voraussichtlich im September 2027.

Zhaos Leidensgeschichte begann im September 2022 mit ihrer Festnahme. Ein junger Mann hatte sie bei der Polizei angezeigt, dass sie mit ihm über Falun Gong gesprochen habe. Da sie die für die Inhaftierung erforderliche medizinische Untersuchung nicht bestand, wurde sie gegen eine einjährige Kautionsauflage freigelassen.

Ein Mitarbeiter des Bezirksgerichts Fengxian rief sie am 12. April 2023 an, um ihr mitzuteilen, dass Staatsanwalt Shen Wei von der Staatsanwaltschaft des neuen Bezirks Pudong Anklage gegen sie erhoben habe. Shen warf ihr vor, Wiederholungstäterin zu sein, da sie im Jahr 2020 wegen Falun Gong zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt worden war. Er plädierte für ein hartes Strafmaß.

Am 28. Juni 2023 verurteilte das Bezirksgericht Fengxian Zhao zu einer 15-monatigen Haftstrafe. Da sie unter gefährlich hohem Blutdruck sowie einem Knoten in der Brust litt, nahm die Haftanstalt sie nicht auf. Sie wurde daraufhin freigelassen, mit der Auflage, sich bei jeder polizeilichen Vorladung auf der Wache zu melden. Die Polizei zwang sie zu weiteren ärztlichen Untersuchungen in dem Versuch, ihre Inhaftierung zu erwirken, doch sie wurde nie für hafttauglich befunden.

Bei einer weiteren ärztlichen Untersuchung am 12. März 2025 wurden bei Zhao Lungenfibrose sowie ein systolischer Blutdruck festgestellt, der doppelt so hoch war wie normal. Zwei Wochen später, am 26. März, brachte die Polizei Zhao für zwei CT-Untersuchungen ins Krankenhaus. Der Arzt teilte ihr und ihrer Familie die Ergebnisse nicht mit, meinte jedoch, dass sie einen Schlaganfall erlitten habe.

Am 12. Juni 2026 ordnete das Gericht des neuen Bezirks Pudong – bei dem es sich nicht um jenes Gericht handelte, das Zhao ursprünglich verurteilt hatte – an, dass sie ihre Haftstrafe im Hausarrest verbüßen soll. Ihre Haftzeit endet voraussichtlich im September 2027.

Frühere Verfolgung

Am 31. Juli 2012 wurde Zhao festgenommen, weil sie mit Menschen über Falun Gong gesprochen hatte. Ihre Wohnung wurde durchsucht, und sie wurde im Untersuchungsgefängnis Zhangjiang festgehalten.

Am 17. Dezember 2019 drangen fünf Beamte der Polizeiwache Zhangjiang in Zhaos Wohnung ein und brachten sie in das Untersuchungsgefängnis Zhangjiang. Am 22. Januar 2020 wurde ein offizieller Haftbefehl gegen sie ausgestellt; am 25. August 2020 stand sie vor dem Bezirksgericht Fengxian. Sie wurde zu einer zehnmonatigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (etwa 260 Euro) verurteilt. Am 16. Oktober 2020 wurde sie freigelassen.

Früherer Bericht:

Shanghai Woman Sentenced to Fifteen Months for Advising People on How to Stay Safe in the Pandemic