(Minghui.org) Die Freunde eines 54-jährigen Einwohners des Landkreises Junan in der Provinz Shandong verloren während der chinesischen Neujahrsfeiertage 2026 Mitte Februar den Kontakt zu ihm. Seine Mutter, die mit ihm zusammenlebt, leidet an Hirnatrophie und schweren Gedächtnisstörungen. Sie konnte nicht klar erklären, was mit ihrem Sohn geschehen war.
Die Freunde von Cao Guozhen stellten fest, dass zwei Gegenstände aus seiner Wohnung fehlten: eine Satellitenschüssel zum Empfang unzensierter ausländischer Fernsehprogramme sowie ein Porträt des Begründers von Falun Dafa. Sie vermuteten, dass er erneut wegen seines Glaubens an Falun Dafa festgenommen worden war. Zuvor hatte er insgesamt 16 Jahre und drei Monate in Haft verbracht. Mitte Juni 2026 bestätigten sie, dass Cao derzeit in der Haftanstalt des Landkreises Junan festgehalten wird.
Eine Haftzeit im Arbeitslager und zwei Gefängnisstrafen
Nach Beginn der Verfolgung von Falun Dafa im Juli 1999, reiste Cao mehrfach nach Peking, um für sein Recht auf Glaubensfreiheit zu appellieren. Im März 2001 wurde er zu zwei Jahren und drei Monaten Zwangsarbeit verurteilt. Seine Frau konnte die Situation nicht verkraften und ließ sich von ihm scheiden. Er erhielt das alleinige Sorgerecht für den gemeinsamen dreijährigen Sohn. Während seiner Haft im Arbeitslager kümmerten sich seine Eltern um das Kind.
Nach seiner Freilassung im Jahr 2003 verdiente Cao seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer. Am 12. Oktober 2007 wurde er erneut festgenommen und vom Landkreisgericht Junan im Geheimen zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Im März 2008 wurde er in das Gefängnis Tai'an eingeliefert. Seine Familie erhielt weder eine Benachrichtigung über seine Gerichtsverhandlung noch über seine Verurteilung oder die Einlieferung ins Gefängnis.
In der Haft wurde Cao brutal gefoltert und zwangsernährt. Da er an seinem Glauben festhielt, wurde er am 11. Juni 2008 in das Gefängnis der Provinz Shandong verlegt. Dort folterten sie ihn noch grausamer, unter anderem durch Schläge, Fesseln mit Seilen (siehe nachstehendes Bild), Elektroschocks, Schlafentzug, langem Stehen, Einzelhaft sowie fesseln mit Handschellen und Fußfesseln rund um die Uhr.
Folterdarstellung: Mit Seilen gefesselt
Ein Gefängniswärter sagte: „Wenn Sie sich weigern, sich ‚umerziehen‘ zu lassen, können wir Sie totschlagen und es würde als natürlicher Tod gelten.“
Cao wurde im Oktober 2015 freigelassen, jedoch am 7. März 2017 erneut festgenommen. Die Polizei beschlagnahmte 4.000 Yuan (etwa 512 Euro) Bargeld aus seiner Wohnung und brachte ihn in die Haftanstalt des Landkreises Junan.
Am 11. September 2017 verurteilte das Kreisgericht Junan Cao zu sechs Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.560 Euro). Am 21. Dezember 2017 wurde er in das Gefängnis der Provinz Shandong eingeliefert.
Cao weigerte sich weiterhin, seinen Glauben aufzugeben und wurde dreimal von den Insassen Xu Chao, Lin Zechao und Wang Bingji grausam geschlagen. Dabei verlor er acht Zähne. Später wurde er für 19 Tage unter strenge Überwachung gestellt. Ihm wurde weder erlaubt, Wasser zu trinken, noch die Toilette zu benutzen. Die Wärter sperrten ihn zudem in Einzelhaft. Aufgrund der Misshandlungen verlor er elf weitere Zähne.
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