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Vier Einwohner zu Gefängnis verurteilt (Jinhua, Provinz Zhejiang)

8. Juli 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Zhejiang, China

(Minghui.org) Vier Einwohner der Stadt Jinhua, Provinz Zhejiang, wurden kürzlich wegen ihres Glaubens an Falun Gong zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Qian Mingfen (m) wurde zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 40.000 Yuan (etwa 5.200 Euro) verurteilt. Seine Frau, Chen Yanhua, erhielt eine vierjährige Haftstrafe sowie eine Geldstrafe von 30.000 Yuan (etwa 3.900 Euro). Qian Endi (m) wurde zu zwei Jahren und drei Monaten Haft sowie einer Geldstrafe von 15.000 Yuan (etwa 2.000 Euro) verurteilt. Wu Chang’e (w) erhielt eine Haftstrafe von 15 Monaten, ausgesetzt zur Bewährung für 22 Monate, sowie eine Geldstrafe von 8.000 Yuan (etwa 1.000 Euro).

Alle vier Praktizierenden wurden von der Polizeidienststelle des Bezirks Jindong vorgeladen und bei ihrem Eintreffen festgenommen. Wu wurde am 28. Mai 2025 festgenommen und noch am selben Tag gegen Kaution freigelassen. Qian Endi und Chen wurden am 22. Juli 2025 festgenommen. Qian kam zunächst frei, wurde jedoch am 21. August erneut festgenommen und in die Untersuchungshaftanstalt der Stadt Jinhua gebracht. Chen wurde am 7. August gegen Kaution freigelassen. Ihr Mann, Qian Mingfen, wurde am 29. Juli festgenommen und am 6. August gegen Kaution freigelassen.

Staatsanwältin Wu Xuehong von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Wucheng erhob zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt Anklage gegen die Praktizierenden. Sie warf ihnen vor, „die Strafverfolgung durch eine Kultorganisation untergraben“ zu haben – eine standardmäßige Anschuldigung, die in China benutzt wird, um Falun-Gong-Praktizierende zu kriminalisieren. Zudem beschuldigte sie Qian Mingfen, Informationsmaterialien über Falun Gong gedruckt zu haben, damit die anderen drei diese verteilen konnten.

Das Bezirksgericht Wucheng nahm den Fall am 17. Dezember 2025 an und verurteilte die Praktizierenden nach einer Anhörung am 10. April 2026. Der Vorsitzende Richter Huang Junwei, die beisitzenden Richter Zheng Gang und Luo Xiaoqing sowie die kommissarische Protokollführerin Chu Haiyan unterzeichneten das Urteil.

Am 19. April 2026 legten Qian Mingfen und Chen beim Mittleren Volksgericht der Stadt Jinhua Berufung ein; dieses entschied am 2. Juni zu Ungunsten des Paares.

Chen befindet sich im Frauengefängnis der Provinz Zhejiang in der Provinzhauptstadt Hangzhou. Ihre Rentenzahlungen wurden auf Anordnung der Polizeidienststelle des Bezirks Jindong ausgesetzt.

Qian Mingfen und Qian Endi befinden sich vermutlich im Gefängnis Nr. 4 der Provinz Zhejiang.

Die beiden vorangegangenen Haftstrafen von Qian Mingfen (insgesamt 8,5 Jahre)

Qian Mingfen war bereits am 14. Mai 2007 festgenommen worden, als er auf dem Feld arbeitete. Er wurde zu vier Jahren Haft verurteilt.

Am 23. August 2011 wurde Qian erneut festgenommen und in das Umerziehungslager (Gehirnwäsche-Einrichtung) der Farm Shi-ting gebracht.

Seine nächste Festnahme erfolgte am 16. Mai 2012 durch Beamte der Staatsicherheitsabteilung des Bezirks Jindong und der Polizeiwache Chisong. Sein Computer und seine Falun-Gong-Bücher wurden beschlagnahmt. Das Bezirksgericht Wucheng verurteilte ihn zu viereinhalb Jahren Haft.

Frühere vierjährige Haftstrafe von Qian Endi

Qian Endi war bereits im Oktober 2014 festgenommen worden. Zunächst wurde er in der Gehirnwäsche-Einrichtung Shuanglong festgehalten und anschließend ins Untersuchungsgefängnis der Stadt Jinhua verlegt. Er wurde zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt und am 6. Januar 2016 in das Gefängnis Nr. 4 der Provinz Zhejiang überführt.

Qians 86-jährige Mutter war durch seine Inhaftierung zutiefst erschüttert. Sie stellte die Nahrungsaufnahme ein und konnte nicht mehr schlafen; immer wieder rief sie seinen Namen. Kurz darauf erlitt sie einen Schlaganfall und verstarb. Die Familie bat die Gefängnisleitung darum, Qian die Teilnahme an der Beerdigung zu gestatten, doch dieses Gesuch wurde abgelehnt.