(Minghui.org) „Es ist nicht leicht, sich gegen die KPCh auszusprechen. Man riskiert, seine Karriere, Millionen von Dollar und alles, was man sich aufgebaut hat, zu verlieren. Doch die Sache ist wichtiger als Geld oder Geschäfte. Für seine moralischen Werte und seine Prinzipien einzutreten, ist wichtiger als jeder Vertrag und jeder Werbedeal“, sagte Enes Kanter Freedom, ein ehemaliger US-NBA-Basketballspieler.
Warum hat sich Kanter entschieden, sich für die Falun-Gong-Praktizierenden einzusetzen, die in China von der KPCh verfolgt werden?
Bei einer Kundgebung am 23. Juli 2026, die gegen die Verfolgung gerichtet war, erläuterte er, wie er auf Falun Gong aufmerksam wurde. Zu den mehr als 2000 anwesenden Falun-Gong-Praktizierenden sagte er: „Ich habe kein Manuskript vor mir liegen, denn ich werde einfach nur aus tiefstem Herzen sprechen.“
Der ehemalige NBA-Basketballspieler Enes Kanter Freedom spricht am 23. Juli 2026 auf einer Kundgebung in Washington, D.C. (Minghui.org)
Enes erzählte, dass vor drei Jahren ein kleines Mädchen in einem Falun-Gong-T-Shirt auf ihn zugekommen sei und ihn um Hilfe gebeten habe: „Sie war klein, ein sehr junges Mädchen. Sie fragte: ‚Können Sie bitte meiner Familie helfen?‘
„Ich war verwirrt und fragte: ‚Wovon sprichst du?‘
„Das war das erste Mal, dass ich von der Sache von Falun Dafa, dem Thema Falun Gong, hörte. Von diesem Tag an lag mir diese Sache sehr am Herzen.“
Enes berichtete, dass er ständig darüber nachgedacht habe, wie die KPCh Falun-Gong-Praktizierende verfolgt. Er begann, Kontakt zu weiteren Praktizierenden und deren verfolgten Familienangehörigen aufzunehmen, um zu verstehen, was sie durchgemacht hatten.
Es sei das erste Mal, dass er an einer Kundgebung von Praktizierenden teilnehme, um gegen die Verfolgung zu protestieren. „Dieses kleine Mädchen ist der Grund, warum ich heute hier bin“, so Enes.
Enes wurde am 20. Mai 1992 in Zürich (Schweiz) geboren. Der türkische Profi-Basketballspieler ist 2,08 Meter groß. Während seiner NBA-Karriere spielte er für fünf Teams: Utah Jazz, Oklahoma City Thunder, New York Knicks, Portland Trail Blazers und Boston Celtics.
Enes erzählte, dass Druck auf ihn ausgeübt worden sei, sich nicht mehr für die Menschenrechte der chinesischen Bevölkerung einzusetzen – die NBA habe ihn aufgefordert, nicht mehr über Menschenrechtsfragen zu sprechen.
Er wusste, dass es riskant war, sich gegen die KPCh auszusprechen, und dass dies Auswirkungen auf seine Karriere, sein Einkommen und alles, was er sich aufgebaut hatte, haben könnte.
„Aber ich dachte mir: Wisst ihr was? Diese Sache ist größer als ich selbst, größer als Basketball und größer als die NBA. Für seine Moral und seine Prinzipien einzutreten, ist wichtiger als jeder Vertrag oder Werbedeal.“
„Während wir in diesem Land behaglich Basketball spielen, verlieren Menschen auf der anderen Seite der Welt ihre Angehörigen, ihr Leben und ihr Zuhause.“ Er sagte zu den Teilnehmern der Kundgebung: „Sie haben in mir einen Verbündeten – einen NBA-Spieler. Ich weiß, dass ich meine Karriere und Millionen von Dollar verloren habe, aber wissen Sie was? Das ist nichts im Vergleich zu dem, was Sie durchmachen.“
„Bevor ich NBA-Spieler oder Sportler bin, bin ich Mensch.“
„Ganz gleich, welchen Hintergrund, welche Religion oder welche ethnische Zugehörigkeit sie haben – ich muss für sie eintreten.“
Er bezeichnete die anhaltende Verfolgung durch die KPCh als inakzeptabel.
„Ich hoffe, dass wir uns im nächsten Jahr nicht wiedersehen müssen, denn ich hoffe, dass diese Verfolgung und dieses Leid so bald wie möglich ein Ende finden. Es ist mir eine Ehre, an Ihrer Seite zu stehen, und ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um Ihre Stimme zu sein. Sie haben einen Verbündeten in der NBA.“
Enes Kanter Freedom (Minghui.org)
In seiner Rede auf der Kundgebung wandte sich Enes an die vielen politischen Mandatsträger in Washington, D.C., mit folgender Botschaft: „Wir haben es satt, immer nur Verurteilungen zu hören. Wir wollen, dass Sie konkrete Maßnahmen gegen die Kommunistische Partei Chinas ergreifen. Denn während Sie die dortigen Verbrechen verurteilen, verlieren Tausende, vielleicht sogar Millionen unschuldiger Menschen ihre Angehörigen. Wir werden also alles in unserer Macht Stehende tun, um die Abgeordneten zu bewegen, konkrete Schritte gegen solche bösartigen Regime wie die KPCh zu unternehmen.“
Er erklärte, dass es in Amerika und auch weltweit viele Menschen gebe, die noch nichts von der Verfolgung von Falun Gong wüssten. Er hoffe, im kommenden Jahr weitere Sportler, Schauspieler und Aktivisten dazu bewegen zu können, sich für Falun-Gong-Praktizierende einzusetzen.
„Denn dies ist keine politische Bewegung. Es geht um Menschenrechte. Es spielt also keine Rolle, ob man dem rechten oder linken politischen Lager angehört. Ganz gleich, wer man ist: Man kann hierherkommen und sich an die Seite unschuldiger Menschen stellen.“
Enes wollte den Staats- und Regierungschefs der Welt folgendes übermitteln: „Würden diese Führungskräfte tatsächlich zuhören und der Botschaft der Falun-Gong-Praktizierenden folgen, gäbe es die heutigen Kriege nicht. Es geht um Wahrhaftigkeit und Barmherzigkeit – und darum, für das Richtige einzutreten.“
Nach der Veranstaltung veröffentlichte Enes in den sozialen Medien ein Video von der Kundgebung, das auch sein Gespräch mit Falun-Gong-Praktizierenden zeigte. Auf seinem X-Account schrieb er:
„27 Jahre!27 Jahre Verfolgung.27 Jahre Folter.27 Jahre zerrissene Familien.Es ist 27 Jahre her, seit die Kommunistische Partei Chinas ihre brutale Kampagne gegen Falun Gong begann.
Millionen Menschen wurden inhaftiert, gefoltert und verfolgt – nur weil sie sich entschieden haben, nach den Werten Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu leben.
Ihre Geschichten verdienen es, gehört zu werden. Ihr Mut verdient Anerkennung.
Die Welt darf nicht schweigen.“