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[Fa-Konferenz 2026 in Washington, D.C.] Endlich habe ich eine meiner grundlegenden Anhaftungen entdeckt

1. August 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in den USA

(Minghui.org) Verehrter Meister, liebe Mitpraktizierende.

Vor Kurzem habe ich bei mir eine sehr tief sitzende Anhaftung und die damit verbundenen Anschauungen entdeckt, wovon ich hier berichten möchte.

Eine zugrunde liegende Anhaftung

Auf meinem Kultivierungsweg der vergangenen Jahre glaubte ich stets, meine grundlegenden Anhaftungen wie Neid und das Streben nach Glück durch romantische Erfüllung im Griff zu haben. Ich erkannte, dass in Wirklichkeit tiefer liegende Anschauungen, die ich erst jetzt aufgedeckt habe, die eigentlichen Ursachen für sehr viele meiner Verhaltensweisen sind.

Die Geschichte beginnt mit meiner Kindheit. Menschen, die mich heute kennen, hätten mich als Kind wahrscheinlich nicht wiedererkannt. Meine Persönlichkeit war nämlich ganz anders, zumindest nach außen hin. Ich war sensibel, schüchtern, verunsichert und ängstlich und es fehlte mir an Selbstvertrauen. Ich glaube nicht, dass ich ein Kind war, mit dem man gern zusammen war. Ich weiß, dass sich meine Mutter besonders viel Zeit für mich nahm, um mich zu ermutigen, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und aus mir herauszukommen.

Angst war im Grunde eine große Anhaftung, die meine Persönlichkeit als Kind prägte. Hinzu kam, dass unser häusliches Umfeld sehr instabil war. Meine Eltern stritten sich häufig und wurden auch handgreiflich, was diese Anhaftung deutlich berührte. Meine Geschwister und ich hatten alle große Angst vor unserem Vater.

Als ich älter wurde, lernte ich, diese Angst mithilfe verschiedener Bewältigungsstrategien zu überdecken und mit ihr umzugehen. Alle diese Strategien fügten der zugrunde liegenden Angst im Wesentlichen weitere menschliche Anschauungen und Anhaftungen hinzu. So übernahm ich zum Beispiel kommunistische Ideen, insbesondere den Feminismus, um meine Angst zu überdecken.

Der Meister sagt:

„Was sind also grundlegende Anhaftungen? Die Menschen bilden in dieser Welt viele Anschauungen und werden dann von diesen getrieben, das zu verfolgen, was sie sich ersehnen.“ (Der Vollendung entgegen, 16.06.2000, in: Essentielles für weitere Fortschritte II)

Kurz gesagt: Als Erwachsene errichtete ich einen Berg neuer Anschauungen, unter dem die Angst begraben wurde. Heute ist mir klar, dass ich meine gesamte Persönlichkeit darauf aufgebaut habe, mich sicher zu fühlen und Situationen zu vermeiden, in denen ich verletzlich bin.

In den vergangenen Jahren bestand meine Kultivierung zu einem Großteil darin, die Anschauungen in den oberen Schichten dieses Berges, wie etwa Konkurrenzdenken und Neid, zu erkennen und abzulegen. Es scheint aber so, dass ich mich mit der Angst selbst erst seit etwa einem Jahr eingehender befasse, wobei mir erst vor sehr kurzer Zeit bewusst wurde, wie tief verwurzelt und allgegenwärtig sie wirklich ist.

Ich möchte einige Beispiele dafür geben, wie ich erkannt habe, auf welche Weise sich diese Anhaftung in meinem Leben manifestiert hat.

Anschauungen über Stärke und Schwäche

Der Meister beschreibt einen „Dummen“ als jemanden, der im wahren Sinne des Wortes erleuchtet ist:

„Ein Dummer kann unter den gewöhnlichen Menschen weder eine große Übeltat begehen noch kann er mit anderen wegen persönlicher Interessen kämpfen und streiten. Er strebt nicht nach Ruhm und verliert deshalb auch keine Tugend. Aber andere werden ihm Tugend geben. Wenn sie ihn schlagen oder beschimpfen, geben sie ihm Tugend. Diese Substanz ist allerdings äußerst wertvoll. In unserem Kosmos gibt es eben diesen Grundsatz: Wer nichts verliert, der gewinnt nichts; wer etwas gewinnt, muss etwas verlieren. Wenn andere den Dummen sehen, werden sie ihn beschimpfen: ‚Du Dummer.‘ Sobald sie ihren Mund aufmachen und den Dummen beschimpfen, werfen sie ihm ein Stück Tugend zu. Wer Vorteile bekommen hat, ist der Gewinner, dann muss er auch etwas verlieren. Einer verpasst ihm einen Fußtritt und schimpft: ‚Du Dummkopf.‘ Also gut, ihm wird wieder ein ordentliches Stück Tugend zugeworfen. Wenn ihn jemand schikaniert oder ihm einen Fußtritt verpasst, lacht er: ‚Komm nur. Du hast mir ja Tugend gegeben. Ich werde kein bisschen davon zurückschieben!‘“ (Zhuan Falun, 2019, S. 459)

Der Kern dieser grundlegenden Anhaftung ist die Angst, verletzt oder ausgenutzt zu werden. Ich wollte um nichts in der Welt die „Dumme“ sein, weil die Dummen schikaniert werden. Um sicherzustellen, niemals verletzt zu werden, entwickelte ich äußerst starke Anschauungen darüber, wie ich sein sollte – im Grunde immer in einer Position der „Stärke“ und niemals in einer der „Dummheit“ oder „Schwäche“.

Mein Streben nach „Stärke“ förderte ein extremes Konkurrenzdenken sowie Neid. Ich wollte in jedem Bereich besser sein als andere Menschen: Kompetenz, Intelligenz, Beliebtheit und mehr. Früher dachte ich, mein starker Wunsch, besser zu sein als andere, entstamme Neid und Konkurrenzdenken. Doch jetzt erkenne ich, dass ein Großteil dieses Wunsches tatsächlich von der Angst herrührt – der Angst davor, was geschieht, wenn ich nicht besser bin als andere. Wenn ich nicht besser bin als andere, bedeutet das, dass ich minderwertig bin, dass ich schwach bin, dass ich verwundbar bin, dass ich verletzt werde.

Indem ich mich dieser menschlichen und kommunistischen Anschauung von „Stärke“ verschrieb, konnte ich nach außen eine Fassade der Unbesiegbarkeit aufrechterhalten, während ich innerlich äußerst zerbrechlich und verletzlich war.

Dies ist genau das Gegenteil der wahren Prinzipien, wie sie im Fa beschrieben werden. Ebenfalls in Lektion 9 beschreibt der Meister das, was meiner Ansicht nach wahre Stärke ist:

„Mancher sagt: ‚Wenn wir bis zu diesem Grad Nachsicht üben, werden die gewöhnlichen Menschen sagen, wir sind Feiglinge und zu leicht zu schikanieren.‘ Ich sage, das ist keine Feigheit. Überlegt mal, die älteren unter den gewöhnlichen Menschen und Menschen mit hoher Bildung reden auch von Selbstbeherrschung und begeben sich nicht auf das Niveau der Schikanierenden herab. Sollen wir als Praktizierende dann nicht erst recht so sein? Wie kann das denn Feigheit bedeuten? Ich meine, das ist eine Widerspiegelung der großen Nachsicht, eine Widerspiegelung des starken Willens. Nur die Praktizierenden können ein solches Herz der großen Nachsicht haben.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 472)

Je mehr ich mich mit dieser Anhaftung auseinandersetze und daran arbeite, sie abzulegen, desto mehr erkenne ich, dass meine wahre Stärke, insbesondere als Frau, darin liegt, anderen Menschen gegenüber sehr sanft zu sein. Diese Sanftheit ist eine Form der Güte. Und der Grund dafür, so zu sein, besteht darin, anderen Menschen zu helfen und zuerst an sie zu denken.

Mich sicher fühlen

Als Führungskraft der mittleren Ebene habe ich oft mit Kollegen zu tun, die verärgert, aufgebracht, frustriert, gestresst oder sogar außer sich sind. Es fiel mir schon immer sehr schwer, mit Menschen umzugehen, die emotional sind oder eine negative Einstellung zeigen. Es hat mich immer tangiert und mir das Gefühl gegeben, sie beziehungsweise ihre negativen Gefühle würden mich mit hinabziehen. Doch ich konnte nicht genau erkennen, welche Anhaftung dabei berührt wurde.

Nachdem ich meine Angst entdeckt hatte, wurde mir klar, dass Menschen, die negative Emotionen zeigen, mir tatsächlich ein Gefühl völliger Unsicherheit geben. Das hängt zum Teil damit zusammen, dass mein Vater, als ich ein Kind war, emotional äußerst instabil war. Und davon betroffen zu sein, war wirklich beängstigend.

Neulich war ein Kollege sehr gestresst, weil er eine Arbeit unter großem Zeitdruck fertigstellen musste, und projizierte den Stress auf mich. Ich habe es immer gehasst, wenn andere ihren Stress auf mich projizieren. Nun verstehe ich, warum. Meine reflexartige Reaktion in solchen Situationen besteht oft darin, dass ich mich zur Wehr setze und die Person zurechtweise. So will ich sie dazu zwingen, solche Emotionen nicht mehr zu zeigen. Doch das ist im Grunde nur ein Abwehrmechanismus: Damit überdecke ich die Angst, die ich empfinde, wenn ich mit dieser Negativität umgehen muss.

Die treibende Kraft hinter einem weiteren grundlegenden Streben

Schon seit Langem weiß ich, dass ich ein tiefes Verlangen in mir trage: Ich möchte den „Richtigen“ beziehungsweise meinen Lebenspartner finden und dadurch „Glück“ erlangen. Ein Großteil meiner Kultivierung über die Jahre war ein fortlaufender Prozess, verschiedene Schichten dieser Anhaftung sowie moderne Anschauungen über Romantik, Liebe, die Beziehung zwischen Mann und Frau und so weiter abzulegen.

Ich hatte stets das Gefühl, dass im Kern dieser Anhaftung der einfache Wunsch lag, Glück und Erfüllung im Leben zu finden. Doch auch hier erkannte ich, nachdem ich die grundlegende Anhaftung entdeckt hatte, dass dieses Streben noch eine weitere Dimension besaß. Mir wurde klar, dass ein Ehemann für mich die vollkommenste Form von Geborgenheit darstellte. Einen Mann zu finden, bedeutet, ultimative Geborgenheit und Sicherheit zu finden.

Dies zu entdecken, war eine wahre Offenbarung. Es ist erstaunlich, dass die treibende Kraft hinter diesem Wunsch tatsächlich etwas so Einfaches war.

Schlusswort

Nachdem ich diese Erkenntnisse gewonnen habe, fühle ich mich meinem wahren Selbst näher. Ich empfinde eine immense Dankbarkeit gegenüber dem Meister dafür, dass er geduldig auf mich gewartet und mir auf diesem äußerst holprigen Weg meiner Kultivierung geholfen hat.

Der Meister sagt:

„Später werdet ihr begreifen, was ich euch allen gegeben habe.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 9)

Der Meister drückt dies so einfach und direkt aus. Als ich den Satz kürzlich auswendig lernte, hatte ich das Gefühl, seine Tiefe zu verstehen. Ein enormes Gefühl der Dankbarkeit überwältigte mich. Ich glaube nicht, dass die menschliche Sprache in der Lage ist, adäquat zu beschreiben, was der Meister den Praktizierenden und allen Lebewesen gegeben hat. Ebenso fehlen die Worte, die unsere tiefe Dankbarkeit für die Errettung durch den Meister zum Ausdruck bringen könnten.

Zum Abschluss möchte ich dem Meister meinen tiefsten Dank für seine barmherzige Fürsorge und seine Arrangements aussprechen. Ich werde mich bemühen, meine noch vorhandenen menschlichen Anschauungen und Anhaftungen zu beseitigen, damit ich mein Gelübde besser erfüllen und zu meiner ursprünglichen Reinheit und Unschuld zurückkehren kann.