(Minghui.org) Zwei Männer blieben bei einem Spaziergang durch die Zürcher Innenstadt stehen, um still den Praktizierenden bei der Vorführung der Falun-Gong-Übungen zuzusehen. „Diese wunderschönen Farben! Die Praktizierenden wirken so ruhig und entspannt. Die Energie, die sie ausstrahlen, hat uns angezogen“, erklärten Ahmad Al Homaizi, ein Geschäftsmann aus Kuwait, und sein Freund Sylvanus Nawab, ein Arzt aus Kuba. Sie unterzeichneten die Petition für ein Ende der Verfolgung, als sie erfuhren, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Praktizierenden verfolgt und sogar die zwangsweise Entnahme von Organen der Praktizierenden für Transplantationen fördert.
Wie Ahmad und Sylvanus blieben am 18. und 25. Juli 2026 viele Passanten in den Innenstädten von Bern und Zürich stehen, um die friedliche Szene der Praktizierenden zu betrachten, die inmitten des geschäftigen Treibens die Falun-Gong-Übungen ausführten. Sie unterzeichneten Petitionen, um zu helfen, dass die Verfolgung ein Ende findet. In den vergangenen 27 Jahren, in denen Falun Gong in China verfolgt wird, haben ähnliche Veranstaltungen häufig in Europa, Nord- und Südamerika, Asien, Australien und Afrika stattgefunden.
Falun-Gong-Praktizierende führen am 18. Juli 2026 auf dem Kornhausplatz in Bern, der Hauptstadt der Schweiz, die Übungen vor (Minghui.org)




Falun-Gong-Praktizierende am 18. und 25. Juli 2026 in der Zürcher Innenstadt, um auf die Verfolgung in China aufmerksam zu machen (Minghui.org)
Eine Praktizierende stellt am Kornhausplatz in Bern, der Hauptstadt der Schweiz, am 18. Juli 2026 Falun Gong vor (Minghui.org)
Für Homaizi war es das erste Mal, dass er von Falun Gong hörte. Er und sein Freund erkundigten sich, worum es sich dabei handele und ob es Ähnlichkeit mit Qigong habe. Ein Praktizierender erklärte, dass Falun Gong hinsichtlich der Bewegungsabläufe tatsächlich vielen Qigong-Formen ähnele – da es sanfte, langsame Übungen umfasse –, sich aber dadurch auszeichne, dass die Praktizierenden nicht nur die fünf Übungen machten, sondern ihr Verhalten auch an den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht ausrichteten und danach strebten, gute Menschen zu sein.
„Das sind wunderbare Eigenschaften, die es wert sind, angestrebt zu werden“, meinte Homaizi. „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ja, es besteht kein Zweifel, dass man mit Nachsicht niemals falsch liegt.“
Grzegorz Krawczyk, ein IT-Projektmanager aus Polen, stimmte dem zu: „Die Wahrheit zu sagen, anderen mit Güte zu begegnen und Nachsicht zu üben, sind hervorragende Eigenschaften, die sowohl unserer Arbeit als auch unserem Privatleben zugutekommen.“ Als er erfuhr, dass im Jahr 1999 – nur sieben Jahre nach der Einführung von Falun Gong in China – dort bereits über hundert Millionen Menschen Falun Gong praktizierten, und zwar größtenteils durch Mundpropaganda davon erfahren hatten, zeigte er sich beeindruckt: „Polen hat insgesamt 37 Millionen Einwohner. Ich weiß, wie gewaltig diese Zahl ist.“
Am Kornhausplatz in Bern zeigten Kerstin, eine Künstlerin aus Deutschland, und ihre Schweizer Freundin Janine, eine Yogalehrerin, großes Interesse an den Falun-Gong-Praktizierenden, die in der Nähe still meditierten. Die beiden unterhalten sich häufig über Themen wie Glauben und Religion; als sie von den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht hörten, erklärte Kerstin: „Das ist wunderbar, und ich stimme dem voll und ganz zu. Das sind Prinzipien, denen jeder folgen sollte, auch die nächste Generation. Es beginnt im Inneren eines jeden von uns, etwa in der Art und Weise, wie wir sprechen und wie wir die Dinge betrachten.“
Auch Christa Hafer, eine Pädagogin, betrachtet Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht als Grundwerte – Ideale, die bei jedem Menschen im Herzen mitschwingen. Sie erkundigte sich, wie man Falun Gong lernen kann sowie den Orten der Gruppenübungen und hat vor, die Übungen selbst zu erlernen.
Am 18. Juli 2026 versammeln sich Falun-Gong-Praktizierende vor der chinesischen Botschaft in Bern, um ein Ende der Verfolgung zu fordern (Minghui.org)
Am 18. Juli 2026 veranstalteten Praktizierende eine Kundgebung vor der chinesischen Botschaft in Bern und forderten ein Ende der Verfolgung. Praktizierende und Unterstützer hielten Reden, um auf die in China stattfindenden Verbrechen aufmerksam zu machen, und riefen zu Unterstützung für eine Beendigung der Verfolgung auf.

Reden und Transparente vermitteln die Botschaft: „Stoppt die Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh“ (Minghui.org)
Hans Egli, Mitglied des Zürcher Kantonsrates, spricht auf der Kundgebung (Minghui.org)
Hans Egli, Mitglied des Zürcher Kantonsrates, war nach Bern gereist, um die Bemühungen der Falun-Gong-Praktizierenden für eine Beendigung der Verfolgung zu unterstützen. Er betonte, dass es sich bei der Verfolgung nicht um längst vergangene Geschichte handele. „Genau jetzt, in diesem Augenblick, werden Menschen inhaftiert, und ihre Familien wissen nicht, ob sie sie jemals wiedersehen werden. Ihr einziges ‚Vergehen‘ besteht darin, dass sie nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leben.“
Er erklärte, dass Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht keine politischen Parolen seien. Es handele sich um universelle Werte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkten; totalitäre Regime betrachteten sie als Bedrohung, da sie den menschlichen Geist befreiten.
In ihren Ansprachen berichteten Praktizierende von Informationen aus erster Hand, die über Minghui.org – und auf verschiedenen Wegen aus China übermittelt – verbreitet wurden; dazu gehörten auch persönliche Schilderungen von Praktizierenden, die Folter erlitten hatten. Nachdem sie von der Verfolgung durch die KPCh erfahren hatten, unterzeichneten viele Passanten eine Petition, die deren Beendigung fordert.




Passanten und Touristen unterzeichnen eine Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert (Minghui.org)
Caterine, eine Geschäftsfrau, berichtete, sie habe bereits von Kollegen von der Verfolgung durch die KPCh gehört. Sie empfinde die Situation als traurig und bedauerlich und sei der Meinung, dass so etwas nicht geschehen sollte. Als Caterine bei der Kundgebung stehen blieb, empfand sie die Atmosphäre als „schön und friedlich“ und fügte hinzu: „Das ist ein wichtiges Anliegen, das Unterstützung verdient … jeder sollte seinen Glauben praktizieren und sich kultivieren dürfen und seine Gesundheit auf die Weise verbessern können, die er selbst wählt.“
Sie hoffe, dass immer mehr Menschen auf den Widerstand gegen die Verfolgung aufmerksam werden und ihn unterstützen: „Letztendlich kann nur dann ein Wandel an jenem weit entfernten Ort bewirkt werden, wenn mehr Menschen darauf aufmerksam werden.“
In der Zürcher Innenstadt erklärte der IT-Projektmanager Krawczyk seiner jugendlichen Tochter, welche Verbrechen die KPCh mit der Zwangsentnahme von Organen begeht. Er sagte: „Ich weiß von der Zwangsentnahme von Organen. Ich habe schon vor Jahren Berichte darüber gelesen. Ich weiß, dass dies tatsächlich geschieht, da in China eine enorme Anzahl von Organtransplantationen durchgeführt wird.“ Die gewaltsame Entnahme von Organen ohne Zustimmung der betroffenen Person sei illegal und verstoße gegen das Naturrecht. „Wie auch immer man es betrachtet: Es ist falsch. Es ist absolut böse“, fügte er hinzu.
Krawczyk unterzeichnete die Petition in der Hoffnung, die Schweizer Regierung dazu zu bewegen, Maßnahmen zu ergreifen, um zur Beendigung der Verfolgung beizutragen.
Während Passanten kamen und gingen, wuchs die Unterschriftenliste stetig an. Bei manchen unterzeichneten alle Familienmitglieder, auch Straßenbahnfahrer nutzten ihre Pause für eine Unterschrift. Sie alle brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, ein Ende der Verfolgung zu erleben.