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Kritik annehmen, ohne die Schuld auf andere abzuwälzen

14. August 2026 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Bevor ich mit dem Praktizieren von Falun Dafa begann, war ich egoistisch, konnte keine Entbehrungen ertragen, neigte dazu, mich bei Schwierigkeiten zurückzuziehen, und war nicht bereit, Kritik anzunehmen oder hohe Maßstäbe an mich anzulegen. Diese Eigenschaften wurden zu Hindernissen für meine Kultivierung.

Ich möchte darüber berichten, wie ich in letzter Zeit daran gearbeitet habe, meine Anhaftungen an die Ablehnung von Kritik, das Verlangen nach Lob und die übermäßige Sorge um mein Image und meinen Ruf zu beseitigen. Bitte weist mich freundlich auf alles hin, was nicht mit dem Fa übereinstimmt.

Um die Menschen über Falun Dafa zu informieren, erstelle ich Informationsmaterialien, die dann andere Praktizierenden verteilen. Wir arbeiten nahtlos zusammen. Eine Zeit lang war mein Kultivierungszustand jedoch schlecht. Beim Fa-Lernen, bei den Übungen und beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken war ich ständig schläfrig und benommen.

Weil mein Zustand schlecht war und ich keinen Durchbruch erzielen konnte, machte ich immer wieder Fehler bei meiner Arbeit und geriet deshalb mit einer Mitkultivierenden in Konflikt. Wann immer sie mich kritisierte, widersprach ich ihr und weigerte mich, ihr Feedback anzunehmen. Als sie meinen schlechten Zustand bemerkte, bat sie mich, die Produktion der Materialien einzustellen, und gab mir Zeit, mich zu korrigieren. Doch nach einer Woche hatte ich kaum Fortschritte gemacht.

Dann lud sie mich ein, bei ihr zu wohnen. Während wir 24 Stunden am Tag miteinander verbrachten, beobachtete sie meinen Mangel an echter Kultivierung und die vielen Situationen, in denen mein Handeln hinter den Anforderungen des Fa zurückblieb. Sie wies mich streng auf meine Lücken hin und ließ mir keinen Raum für Widerrede. Es war das erste Mal, dass ein anderer Praktizierender so mit mir sprach. Ich bemühte mich sehr, meine Tränen zurückzuhalten. Schließlich konnte ich es nicht mehr ertragen und wollte mich wieder zurückziehen. Ich dachte, ich würde nach Hause gehen, die Informationsmaterialien herstellen und nicht mehr zu ihr zurückkehren.

Doch jedes Mal, wenn ich diese Art von Gedanken hatte, schien sie es zu erkennen. Eines Tages musste ich weg. Bevor ich ging, sagte sie: „Komm heute Abend wieder! Wenn du hier bist, hilft mir das, morgens für die Übungen aufzustehen.“ Und so kehrte ich zu ihr nach Hause zurück.

Sie fuhr fort, mich direkt auf meine Mängel hinzuweisen, sogar vor anderen Praktizierenden. Ich fühlte mich äußerst unwohl und beschämt, wusste aber, dass sie mein Bestes im Sinn hatte. Weil es mir an Selbstdisziplin mangelte, half mir ihre Strenge allmählich, Anhaftungen wie die Unfähigkeit, Kritik anzunehmen, das Verlangen nach Lob und den Wunsch, das Gesicht zu wahren, loszulassen. Durch ihre Hilfe konnte ich meinen negativen Zustand überwinden und mit der wahren Kultivierung beginnen.

„Trete hervor und übernimm diese Aufgabe!“

Während dieser Zeit wurde ein technisch versierter Praktizierender aus unserer Gruppe verhaftet, wodurch eine Lücke im Projekt entstand. Dieser Mitarbeiter hatte sich einmal an mich gewandt, allerdings nicht, um mir technische Fähigkeiten beizubringen.

Die Mitkultivierende bat mich, die Leitung des Projekts zu übernehmen. Obwohl ich über einige Grundkenntnisse verfügte, fehlte mir das Wissen in vielen technischen Aspekten, weshalb ich ablehnte. Sie sagte: „Du darfst nicht immer nur an dich selbst denken! Du musst das große Ganze im Blick behalten – trete hervor und übernimm diese Aufgabe!“

Sie nahm mich in die Projektgruppe auf. Ich konnte mich nicht wehren, also lernte ich es nach und nach. Als ich auf Schwierigkeiten stieß, die ich nicht lösen konnte, dachte ich daran, wieder auszusteigen. Doch sie kannte mich gut und erinnerte mich sofort: „Denk nicht ständig nur an dich selbst. Du musst dein Ego loslassen und an andere denken. Dein Fokus muss darauf liegen, wie du die Menschen über Falun Dafa informieren kannst.“ Sobald ich meine Fehler erkannte, korrigierte ich mich umgehend. Deshalb glaubte ich, die Anhaftung, Kritik nicht annehmen zu können, beseitigt zu haben.

Eines Tages kam eine andere Praktizierende zu mir nach Hause und erzählte, ihre Augen täten weh. Es stellte sich heraus, dass ein Praktizierenden-Ehepaar sie kritisiert hatte. Sie waren streng und unverblümt gewesen und sie war darüber so aufgebracht, dass ihre Augen blutunterlaufen waren und schmerzten. Ich sagte: „Du kennst sie schon so lange. Nimm es dir nicht zu sehr zu Herzen. Sei einfach tolerant ihnen gegenüber.“

Diese Praktizierende wollte das Thema mit mir besprechen, doch während unseres Gesprächs betonte sie immer wieder, dass man andere nicht kritisieren solle. Nachdem sie gegangen war, dachte ich: „Sie will nicht kritisiert werden und besteht darauf, dass auch andere nicht kritisieren sollen. Wie soll sie sich da weiterentwickeln?“ Doch anstatt nach innen zu schauen und meine eigenen Unzulänglichkeiten zu erkennen, konzentrierte ich mich auf die Fehler der Praktizierenden.

Ein weiterer Vorfall

Zwei Tage später ereignete sich ein weiterer Vorfall. Die Projektgruppe bat eine junge Praktizierende und mich, jeweils eine Bilddatei zu entwerfen. Da sie im Grafikdesign geschickter war als ich, verließ ich mich auf sie. Ich hatte andere Aufgaben zu erledigen, daher führte ich den Auftrag nicht aus. An dem Tag, an dem die Entwürfe fällig waren, lobten alle die Arbeit der jungen Praktizierenden, während die Mitkultivierende, die mich so viel kritisierte, sagte, ich sei faul gewesen.

Als ich die Bilddateien öffnete, sah ich, dass sie nicht im richtigen Bildformat vorlagen, sodass ich sie erst konvertieren musste, bevor sie layoutet und gedruckt werden konnten. Die junge Praktizierende hatte fünf Entwürfe erstellt und ich druckte jeweils eine Kopie davon aus, damit meine Mitkultivierende eine Auswahl treffen konnte.

Zu meiner Überraschung legte sie die Dateien, nachdem sie sie angesehen hatte, entschlossen auf den Tisch und sagte: „Du schämst dich nicht einmal, so etwas vorzulegen und mich auch noch auswählen zu lassen?“ Ich sah sie an und sagte nichts, doch innerlich war ich unzufrieden. Ich dachte: „Habt ihr nicht alle gesagt, dass es gut sei? Warum stimmt jetzt der Text nicht mehr, die Farben nicht mehr, die Bilder sind unscharf – plötzlich ist nichts mehr gut?“

Ich hatte gemäß den Anweisungen von ihr zwei Versionen jedes Bildes in unterschiedlichen Farben erstellt. Während der Bearbeitung erkannte ich, dass die Unschärfe der Bilder dadurch entstanden war, wie ich die Bilder extrahiert hatte. Es lag weder an der Originaldatei noch an der Arbeit der jüngeren Mitpraktizierenden. Als ich die Mitkultivierende wieder traf, räumte ich ein, dass die Fehler bei mir lägen. Trotzdem war sie mit den neuen Entwürfen weiterhin unzufrieden und kritisierte mich deswegen vor zwei weiteren Praktizierenden.

Auf dem Heimweg schüttete ich dem Meister in Gedanken mein Herz aus: „Meister, sind die Mitpraktizierenden nicht zu hart mit mir?“ In diesem Moment hörte ich vor mir zwei Menschen sprechen. Als ich näher kam, hörte ich den einen sagen: „Jemand hat etwas falsch gemacht, will aber kein einziges Wort darüber hören.“ Dieser Satz traf mich wie ein Donnerschlag und rüttelte mich wach. Der Meister wacht in jedem Augenblick über die Kultivierung eines Praktizierenden. Ich hatte die Erwartungen nicht erfüllt und dem Meister erneut Sorgen bereitet.

Ich dachte auch an die Praktizierende, deren Augen schmerzten. Mir wurde klar: Wenn jemand mit dir über ein Problem spricht und du es aus der Perspektive eines gewöhnlichen Menschen betrachtest, richtest du deinen Blick nach außen und nimmst es als Vorwurf oder Kritik wahr. Betrachtet man die Angelegenheit jedoch aus der Perspektive eines Kultivierenden, richtet man den Blick nach innen und fragt sich, ob man dazu neigt, Kritik zurückzuweisen, nach Lob zu suchen und sich darum zu sorgen, das Gesicht zu wahren. Als ich von der Situation hörte, war das für mich ein Signal, nach innen zu schauen. Doch erst durch den Vorfall mit den Bilddateien wurde mir klar, dass ich die Anhaftung daran, mir nichts sagen zu lassen, noch immer nicht vollständig losgelassen hatte.

Während ich diesen Erfahrungsbericht schrieb, erkannte ich, dass die Weigerung, Kritik anzunehmen, Elemente der Kultur der KP Chinas widerspiegelt. Geht es bei der Partei nicht schließlich darum, „großartig, ruhmreich und immer im Recht“ zu sein und nicht einmal ein einziges Wort des Widerspruchs zu dulden? Sie greift jeden an, der etwas Schlechtes über sie sagt.

Wie kann es sein, dass wir so denken? Wir sollten den Zustand erreichen, den der Meister beschrieben hat, indem wir offen sind für alles, was andere zu uns sagen.

Der Meister sagt:

„Wer sich nichts von anderen sagen lässt, der ist nicht im Zustand eines Kultivierenden, zumindestens nicht in diesem Punkt. Wer diesen Pass immer noch nicht überwinden kann, so sage ich euch, das ist einfach zu gefährlich! Denn das ist etwas, was ein Kultivierender von Grund auf und am ehesten loslassen muss. Das ist auch etwas, was man unbedingt loslassen muss, sonst kann man nicht zur Vollendung kommen. Es soll nicht so sein, dass die gewöhnlichen Menschen die Arbeit der Dafa-Jünger machen. Ihr sollt zur Vollendung kommen, und seid nicht auf glückliche Vergeltung aus.“ (Fa-Erklärung in Los Angeles City, 25.02.2006)

Durch das Lesen dieser Fa-Erklärung habe ich erkannt, was es bedeutet, wenn man sich nichts sagen lassen will. Ich muss diese Prüfung gut bestehen, diese Anhaftung vollständig beseitigen und den weiteren Weg gut gehen.

Mein Verständnis ist begrenzt. Dennoch teile ich hier meine Erfahrungen in der Hoffnung, dass die Praktizierenden darauf achten werden, diese Anhaftung wegzukultivieren.

Danke, verehrter Meister! Danke, liebe Mitpraktizierende!