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Persönlicher Bericht: Von der Verfolgung von Familienangehörigen zu länderübergreifender Repression

16. August 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Mein Name ist Lei Yingqun und ich bin 73 Jahre alt. 1997 habe ich begonnen Falun Dafa zu praktizieren, als ich von zahlreichen Krankheiten geplagt war und mich in einer verzweifelten Lage befand. Schon kurze Zeit später war ich beschwerdefrei und fühlte mich stets voller Energie. Das Praktizieren kam mir sowohl körperlich als auch geistig zugute.

Doch am 20. Juli 1999 leitete die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) eine brutale Verfolgung von Falun Dafa ein. Mein Mann und ich und reisten nach Peking, um uns auf der Suche nach Gerechtigkeit an die Zentralregierung zu wenden. Danach veränderte sich unser Leben für immer.

Zahlreiche Festnahmen und langjährige Haftstrafen 

Nach unserer Rückkehr von einer Reise, die wir unternommen hatten, um Beschwerde einzulegen, verloren wir unsere Arbeitsplätze. Mein Mann, Wu Ruirong, war Busfahrer bei der Niederlassung der  Südlichen Fluggesellschaft Chinas in der Provinz Hunan, und ich arbeitete als Buchhalterin bei der Metallmaterialien-Gesellschaft der Stadt Hengyang, ebenfalls in der Provinz Hunan.

In den folgenden Jahren wurde ich siebenmal inhaftiert und einmal zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Mein Mann wurde sechsmal festgenommen und zweimal zu Zwangsarbeit verurteilt, was insgesamt mehr als vier Jahre Haft bedeutete. Während unserer Haft wurden wir beide mehrfach gefoltert, bis wir in Lebensgefahr waren.

Die Verfolgung beschränkte sich jedoch nicht auf uns; sie traf auch meine engsten Familienangehörigen, die dadurch psychisch und auch finanziell schwer zu leiden hatten.

Verfolgung der Familienangehörigen

Um uns zu helfen, bot einer meiner Brüder meinem Mann eine Stelle in seiner Möbelfabrik an. Kurz nachdem mein Mann dort angefangen hatte, setzte eine große Gruppe von Polizisten meinen Bruder unter Druck und zwang ihn, meinen Mann zu entlassen.

Auch ein anderer Bruder, der uns in seinem Geschäft beschäftigen wollte, wurde von der Polizei bedroht; sie untersagte ihm, einen von uns beiden einzustellen.

Einige Jahre später bot uns ein dritter, jüngerer Bruder eine Anstellung in seinem Hochzeitsfotostudio an. Im Mai 2008 erschien jedoch die Polizei im Studio und nahm uns fest. Gleichzeitig wurden zwei weitere Praktizierende festgesetzt, von denen einer ebenfalls im Studio angestellt war. Dieser Vorfall beeinträchtigte den Geschäftsbetrieb des Studios massiv, sodass wir dort nicht mehr arbeiten konnten.

Alle Verwandten, die uns helfen wollten, wurden schikaniert und eingeschüchtert. Dadurch verloren sie den Mut, uns bei sich aufzunehmen oder uns Arbeit zu geben, was uns die Möglichkeit nahm, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Im Jahr 2001 nahmen Beamte der Dienststelle Chengnan der Polizei von Hengyang meine damals 15-jährige Tochter fest und brachten sie direkt von der Schule auf die Wache. Sie versuchten, über sie meinen Aufenthaltsort herauszufinden, da ich mein Zuhause verlassen hatte, um der Verfolgung zu entgehen. Man hielt sie mehr als 20 Stunden lang in einem kalten Raum fest – ohne Essen oder Wasser.

Etwa zur gleichen Zeit wurde mein jüngerer Bruder (der dritte in der Geschwisterreihe) festgenommen und wiederholt verhört; man zwang ihn, meinen Aufenthaltsort preiszugeben. Auch das Haus meiner älteren Schwester wurde auf der Suche nach mir durchsucht, wodurch der häusliche Frieden ihrer Familie gestört wurde.

Jahrelang waren mein Mann und ich gezwungen, fernab von zu Hause zu leben – ohne Arbeit und ohne festen Wohnsitz. Das Grausamste an dieser Verfolgung ist, dass sie sich auch auf die Familien und Angehörigen der Praktizierenden erstreckt und sie dazu zwingt, zu leiden und in Angst zu leben.

Mein Bruder, nach unserer Ausreise aus China schikaniert, ist tot

Weil ich mich weigerte, meinem Glauben abzuschwören, wurde ich auf eine Online-Fahndungsliste gesetzt. Überall, wo unsere Familie sich aufhielt, bestand die ständige Gefahr einer Verhaftung. Wir beschlossen, China zu verlassen, und flohen nach Malaysia, in der Hoffnung, dort ein Leben in Freiheit und ohne Verfolgung führen zu können.

Doch die Verfolgung nahm kein Ende.

Obwohl wir in einem anderen Land lebten, stoppte die Polizei eines Tages plötzlich das Auto meines Bruders, während er fuhr. Sie verhüllten seinen Kopf und brachten ihn auf eine Polizeiwache, wo sie ihn zwangen, Einzelheiten über unsere Ausreise und unsere Aktivitäten außerhalb Chinas preiszugeben.

Kurze Zeit später wurde er ein zweites Mal festgenommen. Diesmal war er lang anhaltender Folter ausgesetzt; dabei wurde ihm grelles Licht direkt in die Augen gestrahlt, um ihn am Schlafen zu hindern. Nach seiner Freilassung schikanierte ihn die Polizei immer wieder und erpresste Geld von ihm, indem sie verlangte, dass er für ihre privaten Ausgaben aufkam – etwa für Fußmassagen und Wellnessbehandlungen.

Wiederholte Einschüchterung und Folter forderten einen verheerenden Tribut von seiner körperlichen und seelischen Gesundheit. Er zog sich immer mehr zurück und wurde verschlossen; über das Erlebte zu sprechen, fiel ihm schwer – nicht einmal seiner Frau gegenüber öffnete er sich. Als er mir schließlich davon erzählte, war er sichtlich aufgewühlt, und ich spürte, unter welch enormem Druck er stand.

Kurz darauf verstarb er. Meine Familienangehörigen wagten nicht, mich davon zu unterrichten, da sie fürchteten, selbst ins Visier der Behörden zu geraten. Erst mehr als einen Monat später erfuhr ich durch andere von seinem Tod.

Länderübergreifende Repression durch Chinas KP

Obwohl mein Mann und ich außerhalb Chinas lebten, blieben wir vor weiterer Verfolgung nicht verschont.

Am 15. Mai 2011 – mein Mann klärte gerade chinesische Touristen auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kuala Lumpur (Malaysia) über die Fakten zu Falun Dafa auf – erschien ein Großaufgebot malaysischer Polizisten und Zivilfahnder. Sie nahmen ihn gewaltsam mit und hielten ihn sechs Tage lang fest. Als er die Polizei nach dem Grund für seine Inhaftierung fragte, hieß es, er habe die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Malaysia und der KPCh beeinträchtigt.

Zwei Monate später, am 13. Juli 2011, war er wieder auf dem Unabhängigkeitsplatz und informierte chinesische Touristen über Falun Dafa. Ein Reiseleiter missbilligte sein Tun und da er ihn nicht selbst aufhalten konnte, rief er die Polizei. Die Polizei nahm meinen Mann erneut fest und behielt ihn diesmal 14 Tage lang in Gewahrsam. Am 27. Juli erhob die Polizei offiziell Anklage gegen ihn wegen des Angriffs auf einen Polizeibeamten. Trotz Zeugenaussagen und eindeutiger Beweise für seine Unschuld verurteilte ihn das Gericht zu einem Jahr Gefängnis.

Uns war bewusst, dass dies eine Folge der weltweiten Unterwanderung und Einflussnahme durch die KPCh war.

Verfolgung dauert seit 27 Jahren an

27 Jahre sind seit Beginn der Verfolgung in China vergangen – eine Verfolgung, die meine Familienangehörigen betraf und zu den Repressalien führte, die wir in Malaysia erlebten. Die Verfolgung dauert bis heute an.

Ich hoffe, dass die Erfahrungen meiner Familie dazu beitragen, dass noch mehr Menschen die Bösartigkeit der KPCh und die von ihr ausgehende wachsende Bedrohung für die Welt erkennen.