(Minghui.org) Als ich aufgrund einiger Prüfungen unter großem Druck stand, sehnte ich mich nach dem Ende der Fa-Berichtigung und hoffte auf den Beginn der nächsten Phase. Als dieser Gedanke kürzlich wieder auftauchte, schlug ich das Zhuan Falun an irgendeiner Stelle auf und las Folgendes:
„Du siehst zwar, dass er im Park Qigong übt, aber in Wirklichkeit ist er kein wahrer Kultivierender. Er will sich zu hohen Ebenen kultivieren, hat aber kein aufrichtiges Fa erhalten, und deswegen kann er sich auch nicht nach oben kultivieren. Er hat nur den Wunsch, sich zu hohen Ebenen zu kultivieren, bleibt aber doch nur ein Mensch, der Qigong auf niedrigen Ebenen übt, um sich von Krankheiten zu befreien und sich gesund zu erhalten. Es gibt niemanden, der seinen Lebensweg für ihn ändert; dann wird er Krankheiten bekommen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 273)
Dieser Abschnitt des Fa wies mich auf meinen Zustand hin. Ich war lediglich ein „Qigong-Praktizierender“. Ich wollte meine Krankheiten heilen und meine Gesundheit verbessern. Ich kultivierte mich nicht wahrhaftig.
Ein Qigong-Praktizierender ist ein gewöhnlicher Mensch und verfügt nicht über die Fähigkeit, Prüfungen zu bestehen. Ein Kultivierender hingegen besitzt Fähigkeiten und Energie und Falun-Dafa-Praktizierende in der Zeit der Fa-Berichtigung verfügen über die Kräfte des Buddha-Fa. Warum war ich wieder zu einem gewöhnlichen Menschen geworden? Weil ich wollte, dass die Verfolgung endet.
Der Meister sagt:
„Die wahre Kultivierung zu hohen Ebenen beruht auf dem Zustand Wu Wei und ist frei von jeglichen gedanklichen Aktivitäten.“ (ebd., S. 414)
Als ich an jenem Abend meinen E-Reader öffnete, erschien auf dem Bildschirm: „Grüße an die Dafa-Jünger, die an der europäischen Fa-Konferenz teilnehmen“. Ich hatte dieses Jingwen schon lange nicht mehr gelesen. Es war auch nicht im Bereich „Zuletzt gelesen“ in meinem E-Reader aufgelistet – und doch war es wundersamerweise da. Ich dachte: „Vielleicht sollte ich das lesen.“
Nach der Lektüre wurde mir klar, dass der Meister mich zu einer Erkenntnis hinführte. Ich schaute nach innen, allerdings hatte ich das nicht tiefgründig genug getan. Mein Ausgangspunkt war nach wie vor mein Eigeninteresse. Praktizierende sind hier, um dem Meister bei der Errettung der Lebewesen zu helfen. Sie sollen selbstlos sein und zum Wohle anderer handeln.
Sobald ich die richtige Geisteshaltung eingenommen hatte, bemerkte ich eine deutliche Veränderung. Meine Fähigkeit, aufrichtige Gedanken auszusenden, gewann erheblich an Kraft. Ich konnte die Ergebnisse des Aussendens aufrichtiger Gedanken noch nie direkt sehen. In den letzten Tagen jedoch sah ich mit meinem Himmelsauge, wie die bösen Gespenster der Kommunistischen Partei Chinas massenhaft vernichtet wurden. Der Druck, den ich zuvor verspürt hatte, ließ merklich nach.
Ich glaube, mir wurde dies als Ermutigung gezeigt, damit ich häufig aufrichtige Gedanken aussende. Die vom Dafa verliehenen Fähigkeiten kann ich dadurch voll nutzen und die Störungen beseitigen. Wir Praktizierenden müssen unserer Verantwortung nachkommen. Wir müssen das Böse aktiv beseitigen und dem Meister dabei helfen, die Lebewesen zu erretten.
Während ich diesen Artikel schrieb, beschäftigte ich mich erneut mit dieser Stelle im Fa. Sie bewegte mich tief. Obwohl ich den Meister nicht sehen kann, spüre ich stets, dass er über mich wacht. Wenn ich auf meinen Kultivierungsweg zurückblicke, wird mir bewusst, dass der Meister mich oft auf subtile Weise zu den entsprechenden Stellen im Fa führt. Wann immer ich auf große Prüfungen oder Schwierigkeiten stieß, war er da. Er erleuchtete mich, damit ich aufrichtige Gedanken bewahren und alles überwinden konnte.
Die uns verbleibende Zeit hat der Meister durch sein unermessliches Ertragen verlängert. So können wir ihm helfen, Lebewesen zu erretten. Wir können zudem unser Bestes geben, um die Bereiche zu korrigieren, in denen wir bisher nicht gut gehandelt haben.
Diese verlängerte, uns verbleibende Zeit wertzuschätzen bedeutet gleichzeitig, uns selbst und unser Leben zu schätzen. Sind wir noch wahre Kultivierende, wenn wir diese Zeit nicht voll nutzen, um in unserer Kultivierung fleißig voranzukommen und das tun, was wir tun sollten, sondern stattdessen untätig auf das Ende warten?
Dies ist mein Verständnis auf meiner aktuellen Ebene. Bitte weist mich gütig auf etwaige Unstimmigkeiten hin.