(Minghui.org) Liu Kaifang, 54, aus Chongqing, ist seit über fünf Monaten inhaftiert, nur weil er Falun Dafa praktiziert.
Liu wurde am 3. März 2026 in seiner Mietwohnung festgenommen. Die Polizisten schlugen ihn brutal und beschlagnahmten über 100 Banknoten mit Falun-Dafa-Aufdrucken. Am nächsten Tag wurde er in die Haftanstalt des Bezirks Yubei überstellt. Seine Verhaftung wurde am 17. März offiziell genehmigt.
Liu, ein ehemaliger Angestellter des Pharmaunternehmens im Bezirk Beibei, praktiziert seit 1997 Falun Dafa. Weil er an seinem Glauben festhielt, wurde er wiederholt ins Visier genommen, nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 eine landesweite Verfolgung dieses spirituellen Kultivierungsweges angeordnet hatte.
Liu wurde bereits am 25. November 2001 verhaftet und über vier Monate im Gefängnis des Bezirks Beibei festgehalten. Dort wurde er gezwungen, Papiertüten herzustellen.
Am 26. September 2002 wurde er erneut an seinem Arbeitsplatz verhaftet und in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Dort musste er Propagandamaterialien ansehen, die Falun Dafa verunglimpften. Er musste stundenlang stehen und wurde am Schlafen gehindert. Da er sich weigerte, Falun Dafa abzuschwören, wurde er am 28. November 2002 zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt und noch am selben Tag in das Zwangsarbeitslager Xishanping überführt. Sein Arbeitgeber kündigte ihm wenige Wochen später.
Im Arbeitslager wurde Liu gefoltert, ausgehungert und seine Beine wurden zum Spagat auseinandergezogen (eine Form der Folter). Er wurde außerdem zu unbezahlter Arbeit gezwungen, hauptsächlich zur Herstellung von Spulen für elektronische Bauteile.
Am 28. September 2007 wurde Liu auf dem Weg zur Arbeit in die Fabrik erneut verhaftet. Am 3. Juni 2008 wurde er vom Bezirksgericht Yubei zu fünf Jahren Haft verurteilt. Seine Berufung wurde am 8. Juli vom Ersten Mittleren Gericht der Stadt Chongqing abgewiesen. Am 17. September 2008 überstellte man ihn in das Gefängnis Yongchuan.
Zu den Foltermethoden, denen er im Gefängnis ausgesetzt war, gehörten stundenlanges, regungsloses Sitzen auf einer Bank, Gehirnwäsche, Isolation, Schlafentzug, Verweigerung des Toilettengangs, stundenlanges Stehen, Beschimpfungen und Schläge. Einmal schlugen ihm die Mithäftlinge so heftig auf die Oberschenkel, dass er Schwierigkeiten beim Gehen und beim Toilettengang hatte.
Um nach seiner Haftentlassung weiterer Verfolgung zu entgehen, war er gezwungen, jahrelang fernab seiner Heimat zu leben.