(Minghui.org) Mein Mann ist 76 Jahre alt. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck und ist seinen Verpflichtungen, sei es privat oder beruflich, zeitlebens gewissenhaft nachgekommen. Aber er hat auch ein aufbrausendes Temperament, unter dem ich lange Jahre sehr gelitten habe. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) begann, Falun Dafa zu verfolgen, wollte er mir, verblendet von der Propaganda, das Praktizieren verbieten. Beinahe jeden Tag beschimpfte er mich, warf Sachen im Haus umher, schlug mich oder drohte mir mit Scheidung.
Vor etwa dreißig Jahren erkrankte er an den Nieren und befand sich bis zu seiner Genesung ungefähr ein Jahr in Behandlung. Bei anschließenden Kontrolluntersuchungen wurden keine Auffälligkeiten mehr festgestellt. Abgesehen von leicht erhöhten Blutfettwerten und einem minimalinvasiven Eingriff am Magen hat er seither keine größeren gesundheitlichen Beschwerden. Trotz seines Alters kann er auch schwere körperliche Arbeiten noch selbst erledigen.
Bei einer Vorsorgeuntersuchung im letzten Jahr stellte man bei ihm dann plötzlich erhöhte Eiweißwerte und deutliche Spuren von Blut (3+-Befund) im Urin fest. Mehrere Nachuntersuchungen brachten das gleiche Ergebnis. Ich ermutigte ihn, zusammen mit mir die Übungen zu machen und das Fa zu lernen, aber er hatte kein Interesse.
Die Ärzte vermuteten eine IgA-Nephropathie (Morbus Berger) als Ursache und verschrieben Immunsuppressiva und Steroide. Die Nebenwirkungen waren immens. Mein Mann litt unter Haarausfall, Schlaflosigkeit, zittrigen Händen und sein Gesicht war geschwollen. Die Krankheit und die Medikamente forderten ihren Tribut und seine Gereiztheit kehrte zurück. Fast täglich war er zornig, hatte ständig etwas an mir auszusetzen und entfachte bei jeder Kleinigkeit Streit.
In einem Moment nach dem Fa-Lernen kam ich zur Ruhe und sortierte meine Gedanken: Warum waren die Urintests meines Mannes 30 Jahre lang ohne Befund gewesen und sind ausgerechnet jetzt auffällig geworden? Seit beinahe drei Jahrzehnten praktiziere ich Falun Dafa und unser Familienleben war harmonisch. Schon vor zehn Jahren hatte mein Mann sein aufbrausendes Temperament abgelegt. Er hatte erkannt, dass Falun Dafa und dessen Werte Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gut sind und seither war bei uns Harmonie eingekehrt. Warum also waren seine Krankheit und die Streitereien zurückgekehrt?
Der Meister sagt:
„[...], weil dieses Feld alle unkorrekten Zustände korrigieren kann. Der menschliche Körper sollte keine Krankheiten haben. Krankheiten zu haben gehört eben zu den unkorrekten Zuständen, und es kann eben diesen unkorrekten Zustand korrigieren.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 172 f.)
Hatte ich – unabhängig von den karmischen Faktoren meines Mannes – nach all den Jahren meiner Kultivierung kein solches Energiefeld, wie vom Meister beschrieben, entwickelt? Sollte es nicht eine richtigstellende Wirkung ausüben? Ich begriff, dass die Krankheit meines Mannes meine Anhaftungen aufzeigte. Mir brach der Schweiß aus, als ich plötzlich realisierte, dass ich das Problem war. Es waren meine menschlichen Anhaftungen, die die „Geister“ gerufen hatten.
Welche Anhaftungen es waren? Selbstzufriedenheit, das Streben nach Gemütlichkeit und dämonische Störungen aus eigenen Gedanken. Worüber ich selbstzufrieden war? Mein Mann, deutlich über siebzig, war seit Jahren bei guter Gesundheit und konnte beinahe alle anfallenden Arbeiten selbst erledigen. Gerade in den letzten drei Jahren, in denen wir eine Wohnung gekauft hatten, renovierten und umzogen waren, hatte mein Mann die ganze Schlepperei fast alleine bewältigt. Er trug die Kisten aus dem fünften Stock herunter, da wir in der alten Wohnung keinen Aufzug hatten. Das hatte er am Stück vier bis fünfmal hintereinander gemacht, ohne eine Pause einzulegen. Unsere Kinder wohnen weit weg und konnten uns nicht helfen. Ich organisierte vor allem unsere Sachen, während er die ganze schwere Arbeit fast alleine schulterte.
Ich war sehr angetan davon, dass er in seinem Alter noch so stark war und so viel erledigen konnte. Außerdem war er in den letzten zehn Jahren sehr gut zu mir gewesen. Er war nicht mehr so unbeherrscht wie früher, hatte sich gut um die Familie gekümmert und bereitwillig im Haushalt geholfen. Wir führten ein wirklich angenehmes und beschauliches Leben.
Unbemerkt hatte ich ein Gefühl von Selbstzufriedenheit entwickelt. Ich fand, dass ich mich gut kultiviert hatte; dass sich mein Mann und unser Familienleben zum Guten gewendet hatten. Wenn andere Praktizierende zu uns zum Fa-Lernen nach Hause kamen, begrüßte mein Mann sie herzlich. Kamen sie mal nicht, erkundigte sich mein Mann nach dem Grund. Die Praktizierenden bewunderten ihn.
Manchmal sagte ich den Praktizierenden sogar: „Seht nur, wie er sich inzwischen verhält. Früher hat er mir das Leben zur Hölle gemacht.“ Dann ergänzte ich noch, dass ich nachsichtiger als die meisten Menschen sei, womit ich andeutete, wie gut ich mich kultiviert hätte. Verhielt ich mich nicht genau so, wie es der Meister im Zhuan Falun im Abschnitt über „Dämonische Störungen aus eigenen Gedanken“ beschreibt? Es war beängstigend. Der Meister hat so klar erklärt, worauf man bei der Kultivierung achten soll, und dennoch legte ich ein solches Verhalten an den Tag. Wie schrecklich!
Sobald diese Anhaftungen auftauchten, wurde ich von den alten Mächten und schlechten Faktoren daran gepackt. Es war, als würden sie sagen: „Erfüllt es dich nicht mit Genugtuung, dass dein Mann gesund ist? Dann machen wir ihn eben krank. Denkst du nicht, dass du dich gut kultiviert hast? Dann lass uns mal schauen, ob du es noch aushalten kannst, wenn er ständig die Fassung verliert und mit dir streitet. Möchtest du nicht ein angenehmes Leben haben? Dann sorgen wir dafür, dass er dich schlecht behandelt und schauen mal, wie du darauf reagierst.“ Das Böse nutzt wirklich jede Lücke.
Nachdem ich das Problem erkannt hatte, war das Erste, was ich tat, dem Meister meinen Fehler innerlich einzugestehen. Ich schämte mich sehr, dass ich nach so vielen Jahren der Kultivierung immer noch solche Anhaftungen hegte und der barmherzigen Errettung durch den Meister nicht gerecht wurde.
Innerlich sprach ich auch zu meinem Mann: „Wenn diese Krankheit eine Folge deines Karmas ist, dann musst du es ertragen und begleichen. Aber wenn dein Leiden durch meine Anhaftungen herbeigeführt wurde, bitte ich dich um Entschuldigung. Es ist meine Schuld, denn ich habe es nicht geschafft, mich gut zu kultivieren und meine menschlichen Anhaftungen haben Lücken geschaffen, so dass du dieses Leiden ertragen musst und die schlechten Dinge dich dazu bringen, zusätzliches Karma auf dich zu laden. Es tut mir leid und ich gestehe dir meinen Fehler ein. Ich hoffe, dass dein Hauptbewusstsein klar sein und dein Leben selbst in die Hand nehmen kann.“
Zeitgleich fing ich an, konzentrierte aufrichtige Gedanken auszusenden, um alle bösen Lebewesen und Faktoren, die ihn störten, zu beseitigen. Ich werde nicht zulassen, dass irgendein bösartiges Wesen die Familie eines Praktizierenden verfolgt. Wer sich an der Verfolgung beteiligt, begeht ein sündhaftes Verbrechen und soll sofort beseitigt werden.
Ich glaube, dass ich als Praktizierende Verantwortung für die Lebewesen in meinem Umfeld, einschließlich meiner Familie, trage und sie schützen soll. Der Meister möchte sie erretten und sie wissen, dass Falun Dafa gut ist; dass Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gut sind. Sie sind aus der KPCh ausgetreten und haben ein gutes Herz. Keinem Lebewesen sollte es erlaubt sein, sie zu verfolgen. Ich sandte den einen festen Gedanken aus, dass sich die Nieren meines Mannes wieder normalisieren sollten.
Auch wenn ich andere Räume nicht sehen kann und nicht weiß, wie groß meine Fähigkeiten sind, glaube ich doch, dass ich die Probleme lösen kann. Nach meinem Verständnis beschützt der Meister jeden wirklichen Falun-Dafa-Praktizierenden. Genauso sollten die Praktizierenden die Lebewesen in ihrem Umfeld schützen, die durch das Fa errettet wurden und es nicht erlauben, dass bösartige Lebewesen und Faktoren sie manipulieren oder verfolgen.
Kürzlich ging mein Mann zu einer Nachuntersuchung und sein Urin wurde routinemäßig getestet. Die Blutspuren im Urin waren deutlich reduziert und Eiweiß war gar nicht mehr enthalten. Insgesamt zeigten die Ergebnisse eine signifikante Verbesserung. In den vergangenen zwei Wochen hat sich auch seine Laune gebessert, er schläft wieder gut und hat keine Wutanfälle mehr. Zwar nimmt er weiterhin die Medikamente, die man nur langsam absetzen kann, aber ich denke, dass seine Erkrankung bald vollständig abklingen wird.
Ich schreibe heute über diese Erfahrung, um mich mit anderen Praktizierenden auszutauschen, denn sie hat mich daran erinnert, wie ernsthaft die Kultivierung tatsächlich ist. Jeder Moment der Nachlässigkeit kann dazu führen, dass unsere Anhaftungen vom Bösen ausgenutzt werden. Manchmal verfolgt es uns direkt und manchmal verfolgt es auch unsere Familienangehörigen, um uns indirekt zu schaden.
Deshalb müssen wir Kultivierende sicherstellen, dass jeder Gedanke im Fa ist. Wir dürfen keine menschlichen Anhaftungen hegen, denn sie führen zu Schwierigkeiten und Störungen. Nach meinem Verständnis hängen alle Schwierigkeiten und Prüfungen, denen wir begegnen, mit unserem eigenen Karma und unseren menschlichen Anhaftungen zusammen. Ich möchte mich auf jeden Fall gut kultivieren.