(Minghui.org) Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort, das besagt: „Mit dreißig sollte man im Leben Fuß gefasst haben.“ Doch als ich etwa 30 Jahre alt war, hatte ich so gut wie noch nichts erreicht.
Ich hatte weder einen festen Arbeitsplatz noch eine eigene Familie gegründet. Ich hatte zwar einen Freund, zögerte jedoch immer wieder, den Schritt in die Ehe zu wagen. Ich hatte stets das Gefühl, dass in meiner Zukunft noch etwas Wichtigeres auf mich wartete. Nach vielen Höhen und Tiefen entschied ich mich schließlich, die Beziehung zu beenden.
Es war Winter und kurz vor meinem 30. Geburtstag, als ich begann, Falun Dafa zu praktizieren. Ab da fühlte es sich an, als hätte sich die ganze Welt verändert: Zuvor war mir nicht bewusst gewesen, wie sehr ich von weltlichen Begierden und Anhaftungen eingenommen war. Ich war ständig unruhig, von endlosen Sorgen bedrückt und fand das Leben anstrengend.
Mit der Ausrichtung nach den Prinzipien des Falun Dafa kehrten ein Gefühl von Frieden und eine innere Stabilität ein, wie ich sie zuvor nie gekannt hatte. Der Wunsch nach materiellem Besitz oder einer Liebesbeziehung spielte für mich keine Rolle mehr.
Zu jener Zeit widmete ich mich neben meiner Arbeit vor allem dem Fa-Lernen und den Falun-Dafa-Übungen; alles andere trat in den Hintergrund. Meine Gedanken waren klar und unbeschwert und ich verspürte keinerlei innere Leere. Das Leben erschien mir schöner und hoffnungsvoller als je zuvor.
Wohin ich auch ging und was auch immer ich sah, es geschah mit einer deutlich anderen Weltsicht. Ich betrachtete die Dinge nicht mehr wie früher. Ich grübelte nicht mehr über persönlichen Gewinn oder Verlust nach und jeder Tag war von unbeschreiblicher Leichtigkeit und Freude erfüllt.
Bevor ich mich zu kultivieren begann, wurde ich von vielen weltlichen Begierden geplagt und lebte in einem Zustand ständiger Erschöpfung. Weder Ruhe, Schlaf noch Entspannung oder Nahrungsergänzungsmittel konnten meine Energie wiederherstellen. Alles änderte sich, als ich mit dem Praktizieren begann: Ich fühlte mich leicht und voller Energie bei allem, was ich tat. Auch meine früheren Menstruationsbeschwerden verschwanden.
Ich bin Lehrerin. Obwohl ich keine festen Arbeitszeiten habe, decken meine Unterrichtsfächer ein breites Themenspektrum ab. Da ich in keinem dieser Bereiche über eine entsprechende fachliche Vorbildung verfüge, muss ich ständig dazulernen und mir neues Wissen aneignen, was viel Vorbereitungszeit erfordert.
Mein Arbeitsalltag war sehr anspruchsvoll; manchmal unterrichtete ich sechs bis acht Stunden am Tag. Die Arbeit erforderte höchste Konzentration, da jede Unterrichtsstunde unterschiedliche Inhalte verlangte und es keine fertigen PowerPoint-Präsentationen gab, auf die ich hätte zurückgreifen können. Zudem bot ich den Schülern gezielte Unterstützung an, was den Druck enorm erhöhte.
Hätte ich damals nicht zu Falun Dafa gefunden und nicht die Unterstützung des Meisters, sowie die Kraft von Dafa erfahren, hätte ich mich niemals für diesen Beruf entschieden. Die Führung durch den Meister, der meine Weisheit öffnete, und mein Verständnis erweiterte, verlieh mir reichlich Energie und Ausdauer und ermöglichte es mir, diese Aufgabe über ein Jahrzehnt lang zu bewältigen.
Trotz des Drucks empfinde ich meine Arbeit nicht als Last; jeder Tag bringt ein tiefes Gefühl der Erfüllung mit sich. Da ich mein Verhalten und die Ausübung meiner Pflichten an den Anforderungen des Fa ausrichte, habe ich meine Arbeit zu jeder Zeit hervorragend gemeistert und Anerkennung sowie Lob von der Schule, der Leitung und meinen Schülern erhalten. Gelegentlich erzähle ich meinen Schülern von Falun Dafa; sie hören aufmerksam zu und gewinnen ein tiefes Verständnis für die Sache.
Bevor ich mit dem Praktizieren begann, lebte ich in einem Umfeld, in dem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) eine zwangsweise Gehirnwäsche betrieb, und ich war deswegen nicht sehr geübt darin, die Wahrheit zu erkennen. Um jedoch meinen Schülern die Fakten über das Fa wirksam vermitteln zu können, umging ich die Internetsperre und betrieb umfangreiche Recherchen und Studien.
Selbst als ich am Rednerpult stand, eloquent sprach und mich wirklich sachkundig und wortgewandt fühlte, konnte ich kaum glauben, dass ich einst völlig uninformiert und unwissend gewesen war.
Zweifellos haben die barmherzige Errettung durch den Meister und das tiefgründige Wesen von Dafa dieses neue Ich geformt. Die Prinzipien des Kosmos, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, haben mich beständig veredelt und eine völlige Wandlung bewirkt, noch bevor ich mir dessen überhaupt bewusstwurde.
Seit Beginn meiner Kultivierung lebe ich allein.
Der Meister sagte:
„Was deins ist, wirst du nicht verlieren; was nicht deins ist, kannst du auch nicht erkämpfen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 354)
Daher habe ich stets eine ausgeglichene Haltung gegenüber der Tatsache bewahrt, dass ich keinen passenden Lebenspartner gefunden habe. Ich verstehe, dass sich viele Dinge nicht erzwingen oder künstlich herbeiführen lassen und dass man Anhaftungen an Gefühle und Begierde vollständig loslassen muss. Der Meister hat bereits alles für mich arrangiert.
Täglich die drei Dinge zu erledigen ist zeitaufwändig. Angesichts der begrenzten Zeit für die Bewältigung meines Alltags wäre ich schlichtweg überfordert, käme noch ein Partner hinzu. Natürlich überlasse ich mich voll und ganz den Arrangements des Meisters. Sollten sich die Umstände ändern, so wird es kein Problem geben, das sich nicht lösen ließe, solange ich mich wie eine Kultivierende verhalte.
Obwohl ich keinen Partner habe, taucht dennoch sexuelle Begierde in meinen Gedanken auf. Durch das ständige Fa-Lernen erkannte ich allmählich, dass diese Gedanken nicht mein wahres Selbst sind, sondern eine Störung darstellen, die ich mit aufrichtigen Gedanken verneinen und beseitigen muss.
Später habe ich tief in mich hineingeschaut und festgestellt, dass ich immer noch an den sogenannten „Schönheiten“ der Welt der gewöhnlichen Menschen hänge und dass es in mir noch soetwas wie Faulheit, Abhängigkeit, Bequemlichkeit und das Streben nach Perfektion gibt.
Obwohl ich ständig beschäftigt bin und alles allein erledige, ist es erstaunlich, dass ich tief im Inneren nie ein Gefühl von Verlust oder Traurigkeit verspürt habe. Dies alles geschieht, weil unser barmherziger und großartiger Meister bestimmte Prüfungen und unnötiges Leid von mir genommen und mir zugleich eine heilige, beispiellose Mission übertragen hat. Angesichts der vielen Menschen, die noch errettet werden müssen: wie könnte ich als Dafa-Jüngerin da Zeit haben, mich einsam zu fühlen?
Vor vielen Jahren begann ich, das Fa auswendig zu lernen. Bislang habe ich es erst zweimal vollständig auswendig gelernt und befinde mich nun im dritten Durchgang. Das liegt daran, dass ich täglich nur ein oder zwei Absätze auswendig lerne, während ich die übrige Zeit mit der Lektüre des Zhuan Falun sowie der Vorträge, die der Meister in verschiedenen Städten Chinas und der ganzen Welt gehalten hat, beschäftigt bin.
Seit ich begonnen habe, das Fa auswendig zu lernen, hat sich mein Charakter wahrhaft erhöht. Ich kann nun verschiedene Anhaftungen, die mir früher entgangen waren, schnell erkennen und beseitigen. Wenn ich auf Prüfungen oder Schwierigkeiten stoße, empfinde ich sie nicht mehr als unüberwindbar.
Ich nutze das Schreiben, um das Fa zu bestätigen und die wahren Umstände zu erklären. Anfangs konnte ich nur erzählende Texte und Betrachtungen über das Leben verfassen, doch später begann ich, Nachrichtenkommentare und analytische Artikel zu schreiben. Das Auswendiglernen des Fa hat bei diesem Prozess eine bedeutende Rolle gespielt.
Manchmal war mein Kopf nach einem anstrengenden Tag ganz durcheinander, und ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Doch sobald ich ruhig einen Abschnitt des Fa auswendig lernte, schien sich die ganze Welt zu verlangsamen; meine Gedanken wurden klar, und meine Schläfrigkeit sowie die Müdigkeit verschwanden augenblicklich.
Früher fehlte es mir an Interesse oder der Fähigkeit, Bücher mit auch nur mäßig komplexen Inhalten zu verstehen. Doch nachdem ich mit dem Praktizieren begonnen hatte, fiel mir das Lesen leicht. Ganz gleich, ob es sich um Fachbegriffe oder klassische Texte handelte, ich konnte den Inhalt schnell erfassen.
Nach einem langen Arbeitstag fühlte ich mich zwar müde, doch nach dem Fa-Lernen und dem Üben, begann ich, Bücher zu lesen, deren Durcharbeitung zwar Anstrengung erforderte, die aber mein Wissen erweiterten. Ich las stundenlang und hörte erst auf, wenn es Zeit war, nachts aufrichtige Gedanken auszusenden.
Jedes Mal, wenn ich ein Buch zuklappte, war ich voller Ehrfurcht angesichts der Wunder des Dafa. Wenn ich Texte zur Erklärung der wahren Begebenheiten über Falun Dafa schrieb, hatte ich tatsächlich das Gefühl, als würde ich von Gottheiten angeleitet. Ich erkannte: Wer den Kultivierungsweg standhaft beschreitet, erlebt unweigerlich die außergewöhnliche Kraft des Dafa und empfindet tiefe Dankbarkeit dafür, vom Licht des Dafa umgeben zu sein.
Seit ich mich im Dafa kultiviere, spüre ich das menschliche Leid fast gar nicht mehr. Zwar gibt es bei der Umsetzung der drei Aufgaben Momente, in denen die Kultivierung des Herzens bis ins Mark geht, und es ist nicht leicht, die wahren Umstände zu erklären und Menschen zu retten, so unterscheidet sich dies doch grundlegend von dem Leid, das man in der Menschenwelt erfährt.
Wann immer ich weitere Anhaftungen beseitige, meine Xinxing erhöhe oder erfolgreich jemanden über die wahren Umstände aufkläre, empfinde ich Freude und ein Gefühl tief im Inneren, das sich kaum in Worte fassen lässt. Ich weiß, dass all dies von Dafa kommt. Was könnte mich auf dem Weg, den der Meister für mich vorgesehen hat – der Rückkehr zum Ursprung und zum wahren Selbst – noch daran hindern, glücklich zu sein?