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Verspätete Meldung: 64-Jährige aus Guangdong 2024 im gebrechlichen Zustand aus Haftanstalt entlassen

23. August 2026 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Als Liu Yueli Mitte Juli 2024 ihre dritte Gefängnisstrafe beendet hatte, war sie äußerst gebrechlich. Sie war festgenommen und inhaftiert worden, weil sie Falun Dafa praktiziert. Die damals 62-jährige Einwohnerin der Stadt Guangzhou in der Provinz Guangdong hatte verformte Finger, den Großteil ihrer Zähne verloren (die verbliebenen waren locker) und ihr Haar war vollständig ergraut und licht geworden.

Liu, geboren im April 1962, war am 16. Juli 2020 festgenommen und 2022 zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Im Mai 2023 wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Guangdong eingeliefert.

Die Gefängniswärter beauftragten drei Insassinnen damit, Liu zu überwachen. Diese verspotteten sie als „Dreifachtäterin“. Zuvor hatte Liu im selben Gefängnis bereits zwei Haftstrafen von insgesamt fünfeinhalb Jahren verbüßt, weil sie Falun Dafa praktiziert. Die Insassinnen befahlen ihr Materialien zu lesen, die Falun Dafa diffamierten. Als sie sich weigerte zu sagen, sie sei „schuldig“, ließen sie sie weder schlafen noch duschen oder die Toilette benutzen. Sie befand sich ständig in einem Zustand der Angst: Ihr Herz raste, und sie hatte Schwierigkeiten zu atmen.

Später erlaubten die Insassinnen Liu wieder, die Toilette zu benutzen. Dabei musste sie jedoch vor der Überwachungskamera in die Hocke gehen, die Hand heben und rufen: „Ich bin die Straftäterin Liu.“ Wann immer sie sich weigerte, wurde sie geschlagen und beschimpft.

Liu litt unter unerträglichen Schmerzen, weil sie die Toilette nicht benutzen durfte, wenn sie musste. Ihre Blase war so voll, dass sie nicht einschlafen konnte. Später wurde sie inkontinent und fühlte sich völlig entkräftet. Als sie Mitte Juli 2024 freigelassen wurde, wirkte sie zehn Jahre älter als sie tatsächlich war.

Zwei frühere Gefängnisstrafen

Liu, die aus dem Landkreis Huarong in der Provinz Hunan stammt, litt an zahlreichen Beschwerden, darunter Gallensteinen, Schlaflosigkeit und Magenproblemen. Als sie Anfang 1999 gerade einen Operationstermin zur Entfernung der Gallensteine vereinbaren wollte, schlug ihr eine Freundin vor, Falun Dafa zu praktizieren.

Die Freundin hatte aufgrund von Diabetes zuvor einen fahlen Teint gehabt, wirkte jedoch bereits nach einem Monat des Praktizierens von Falun Dafa voller Energie. Das beeindruckte Liu und sie beschloss ebenfalls zu praktizieren. Bereits nach einem einzigen Mal Üben verschwanden ihre Schmerzen, und ihr Appetit kehrte zurück. Nach drei Tagen ging sie wieder zur Arbeit. Als sie weiter praktizierte, verschwanden nach und nach all ihre Krankheiten.

Nachdem die Verfolgung einige Monate später begonnen hatte, hielt Liu weiterhin an Falun Dafa fest und informierte in ihrer Freizeit Menschen über die Verfolgung. Am 1. Februar 2007 wurde sie angezeigt, weil sie Informationsmaterialien zu Falun Dafa verteilt hatte und daraufhin festgenommen. Das Bezirksgericht Conghua in der Stadt Guangzhou verurteilte sie am 7. Dezember 2007 zu dreieinhalb Jahren Haft.

Während ihrer einjährigen Haft in der Haftanstalt des Bezirks Conghua wurde sie gezwungen, im Winter kalt zu duschen, ungekochten Reis zu essen, auf kalten und feuchten Betonböden zu schlafen und schwere unbezahlte Arbeit zu verrichten. Ihr Haar wurde grau, und ihre Menstruation setzte bereits im Alter von 45 Jahren aus. Die Misshandlungen setzten sich fort, nachdem sie in das Frauengefängnis der Provinz Guangdong verlegt worden war.

Als Liu am 26. Juli 2015 mit der U-Bahn fuhr, sprach sie mit einem Jungen, der neben ihr saß, über Falun Dafa. Er zeigte sie daraufhin an. Die Polizei nahm sie fest und verhängte zehn Tage Verwaltungshaft. Zehn Tage später wurde sie in die Erste Haftanstalt der Stadt Guangzhou verlegt. Dort wurde sie gezwungen, schwere unbezahlte Arbeit zu verrichten, während sie Fußfesseln trug. Die Wärter entzogen ihr wiederholt den Schlaf. Aufgrund der schlechten Verpflegung litt sie unter Mangelernährung. Drei ihrer Zähne fielen aus und sie hatte starken Haarverlust.

Das Bezirksgericht Tianhe verurteilte Liu am 21. Oktober 2016 zu zwei Jahren Haft im Frauengefängnis der Provinz Guangdong. Sie legte beim Mittleren Volksgericht der Stadt Guangzhou Berufung ein, welches das ursprüngliche Urteil bestätigte.

Am 9. Juli 2019 wurde Liu erneut festgenommen, als sie auf der Straße unterwegs war. Sie wurde bis 3 Uhr morgens auf der Polizeistation festgehalten.

Frühere Berichte:

Wegen Praktizierens von Falun Dafa zu dritter Haftstrafe verurteilt

Beamter des US Außenministeriums besorgt über die Verfolgung in China