(Minghui.org) Ein 62-jähriger Inhaber eines Friseursalons in der Stadt Yiyang, Provinz Hunan, wurde am 5. August 2026 inhaftiert, um eine dreijährige Haftstrafe abzusitzen, weil er Falun Gong praktiziert.
Liang Jianguo war am Abend des 6. November 2025 festgenommen worden, weil er Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilt hatte. Er wurde in der Untersuchungshaftanstalt des Bezirks Datonghu festgehalten und schließlich zu drei Jahren Haft verurteilt. Es ist zudem unklar, in welches Gefängnis er danach überführt wurde. Als seine 84-jährige Mutter von der Verurteilung erfuhr, war sie am Boden zerstört.
Seit die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte, wurde Liang wiederholt von der Polizei ins Visier genommen, weil er an seinem Glauben festhielt. Vor seiner jüngsten Verfolgung hatte er bereits 2,5 Jahre in einem Arbeitslager sowie zwei frühere Haftstrafen von insgesamt 8,5 Jahren im Gefängnis verbracht.
Im Jahr 2000 reiste Liang nach Peking, um sich für das Recht einzusetzen, Falun Dafa zu praktizieren. Er wurde dreimal festgenommen und für jeweils 12, 15 beziehungsweise 15 Tage inhaftiert.
Am 19. Dezember 2000 wurde Liang auf dem Weg nach Peking von Beamten der Bahnpolizei der Stadt Shijiazhuang, Provinz Hebei, erneut festgenommen. Mitarbeiter des Büro 610 des Bezirks Datonghu brachten ihn nach Yiyang zurück, wo er im Untersuchungsgefängnis des Kreises Nan festgehalten wurde. Einen Monat später wurde er für zwei Jahre in das Zwangsarbeitslager Xinkaipu überführt; seine Haftstrafe wurde später um sechs Monate verlängert.
Im September 2003, nur wenige Monate nach seiner Freilassung, wurde Liang erneut festgenommen und auf die Polizeiwache gebracht. Man hängte ihn an den Handgelenken auf und verwehrte ihm eine Woche lang den Schlaf. Li Changsheng, der Sekretär des Komitees für Politik und Recht, drohte damit, ihn zu Tode zu prügeln und anschließend zu behaupten, er habe Selbstmord begangen.
Nach seiner Freilassung war Liang gezwungen, fernab von seinem Zuhause zu leben, um weiterer Verfolgung zu entgehen.
Am 2. August 2008 wurde Liang in Changsha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, erneut festgenommen. Er wurde zu einer vierjährigen Haftstrafe im Gefängnis Wangling verurteilt. Auch nach seiner Freilassung schikanierte die Polizei ihn weiterhin, so dass er sich erneut gezwungen sah, fernab von seinem Zuhause zu leben.
Liang wurde am 20. Juni 2017 in der Stadt Yiyang erneut festgenommen. Während seiner Inhaftierung im Untersuchungsgefängnis des Kreises Nan trat er aus Protest in den Hungerstreik. Als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, brachten ihn die Wärter in das Volkskrankenhaus Datonghu. Neun Personen bewachten ihn abwechselnd, während er am Krankenhausbett angekettet war.
Später verlegte man Liang in das zweite Untersuchungsgefängnis der Stadt Yiyang. Am 28. Juli 2017 verurteilte das Bezirksgericht Datonghu ihn zu einer fünfjährigen Haftstrafe. Liang legte beim Mittleren Volksgericht der Stadt Yiyang Berufung ein. Dieses reduzierte die Haftstrafe nach einer Anhörung Ende November 2017 auf 4,5 Jahre. Mitte März 2018 wurde Liang dann in das Gefängnis Wangling verlegt.
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