(Minghui.org) „Erst als ich in die Vereinigten Staaten kam, habe ich erfahren, dass Menschen außerhalb Chinas Falun Dafa frei praktizieren können“, erklärte der chinesische Einwanderer Dai, als er sich am 23. August eine Parade der Falun-Dafa-Praktizierenden in Brooklyn ansah. Er stand als Zuschauer auf der Eighth Avenue und wusste bereits, dass in China viele Informationen unterdrückt oder verzerrt würden. Erst in der freien Gesellschaft der USA habe er die Möglichkeit gehabt, die Fakten zu erfahren, berichtete er.
Dai war nicht allein. Viele Menschen in Brooklyn, darunter auch Mitglieder der chinesischen Gemeinde, gaben an, zum ersten Mal eine solche Parade der Praktizierenden zu sehen. Sie waren überrascht, dass Falun Dafa seit 27 Jahren durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) verfolgt wird und dass die Verfolgung sogar die Zwangsentnahme von Organen umfasst.
Rund 1.000 Praktizierende aus dem Großraum New York nahmen an der Parade teil. Der Zug führte von der 66. Straße zur 43. Straße und durchquerte das Geschäftsviertel von Chinatown. Viele Anwohner, darunter auch chinesische Familien, blieben entlang der Strecke stehen, um zuzusehen, Fotos zu machen und Videos aufzunehmen.
23. August 2026: Parade der Falun-Dafa-Praktizierenden durch Brooklyn
Brooklyns Chinatown liegt in der Nähe der Eighth Avenue im Viertel Sunset Park. In den 1980er-Jahren ließen sich hier zahlreiche Chinesen nieder und bildeten nach und nach eine der größten chinesischen Gemeinden New Yorks.
Die Parade der Falun-Dafa-Praktizierenden gliederte sich in drei Abschnitte. Der erste Abschnitt, angeführt von der Tian Guo Marching Band, zeigte, wie Falun Dafa weltweit praktiziert wird. Neben einer Übungsvorführung und Transparenten umfasste dieser Abschnitt auch große Modelle von Falun-Dafa-Büchern, einen Drachentanz, einen Wagen mit himmlischen Feen und eine Taiko-Trommelvorführung.
Der zweite Abschnitt thematisierte die Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh seit 1999 und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, bei der Beendigung der Verfolgung in China sowie der transnationalen Repression im Ausland zu helfen.
Der dritte Abschnitt drückte seine Unterstützung für die 460 Millionen Chinesen aus, die aus der KPCh und den ihr angeschlossenen Organisationen, namentlich dem Jugendverband und den Jungen Pionieren, ausgetreten sind. Dieser Abschnitt bestand aus Transparenten, einem großen Modell des Buches Neun Kommentare über die Kommunistische Partei, einem Drachentanz und einer Trommelvorführung.
Als der farbenfrohe Zug an den dicht gedrängten Geschäften der Eighth Avenue vorbeizog, blieben viele Eltern mit ihren Kindern stehen, um zuzusehen. Auch kamen Leute aus den Geschäften und machten Fotos. Viele sagten, die Parade habe nicht nur Begeisterung geweckt, sondern ihnen auch Informationen vermittelt, die sie zuvor noch nie gehört hatten.
Lin, ein über 70 Jahre alter Mann, stand am Startpunkt des Marsches und fotografierte fast ununterbrochen. „Ihr [der Praktizierenden] Mut, ihren Glauben zu bewahren, ist sehr gut und lobenswert“, meinte er. „Ihr unermüdliches Streben nach Gerechtigkeit für die Verfolgten ist wirklich bemerkenswert.“
1997 ist Lin aus Hongkong in die Vereinigten Staaten eingewandert und lebt seit fast 30 Jahren hier. Im Laufe der Jahre hat er Falun-Dafa-Praktizierende immer wieder bei Paraden und Protesten gegen die Verfolgung erlebt. Als er heute erneut einen so großen Umzug sah, sagte er: „Die Parade ist hervorragend und sehr gut organisiert. Diese Veranstaltung ist sehr wichtig.“
Während der politischen Aktionen der KPCh in China erlebten auch Lins Eltern verschiedene Formen der Verfolgung. Daher stimmte er mit den Praktizierenden in der Bedeutung der Glaubens- und Meinungsfreiheit überein. Er sagte: „Ich sehe, dass auch Westler teilnehmen. Wir alle glauben, dass die Welt Freiheit braucht.“
Lin ermutigte die Praktizierenden, ihren Einsatz fortzusetzen. Er hoffe auch, so sagte er, dass er es noch erleben werde, dass die Chinesen ihre Grundrechte zurückerlangen.
Einige andere chinesische Einwohner sahen zum ersten Mal eine Veranstaltung der Praktizierenden. Chen aus der Provinz Fujian stand mit ihrer kleinen Tochter am Straßenrand. „Die Parade war hervorragend organisiert und die Teilnehmer waren bester Laune. Meine Tochter hat sie sehr genossen“, berichtete sie. Ihrer Meinung nach war es großartig, dass eine solche Veranstaltung in ihrer Gemeinde stattfand.
Lulu Estrella, die seit 42 Jahren in Brooklyn lebt, arbeitet als Krankenschwester in einem nahegelegenen medizinischen Zentrum. Sie freute sich sehr über den Marsch in ihrer Gemeinde, da er den Anwohnern die Möglichkeit gebe, zusammenzukommen und auf die Situation in China aufmerksam zu werden. „Ich bin froh, dass sie [die Praktizierenden] die Gräueltaten der KPCh anprangern können“, äußerte sie.
Am meisten beeindruckte sie die Friedfertigkeit der Praktizierenden. „Man merkte, dass es sich um eine friedliche Gruppe handelte, die ihre Anliegen gewaltlos vorbrachte und die Öffentlichkeit über die Verfolgung informierte“, sagte sie.
Lulu betonte, solche Veranstaltungen seien besonders wichtig für die jüngere Generation. Sie glaubt, dass viele junge Chinesisch-Amerikaner in den Vereinigten Staaten geboren und aufgewachsen sind und dass solche Veranstaltungen ihnen helfen können, die Situation in China besser zu verstehen. So können sie daraus lernen und über die Geschehnisse in der Welt nachdenken.
Eine weitere Einwohnerin Brooklyns, Rosa Lopez, war tief beeindruckt von den Werten, die die Teilnehmer während der Parade vermittelten.
Rosa Lopez, eine Einwohnerin Brooklyns
Rosa ist der Ansicht, dass die Gesellschaft heute mehr Empathie braucht. „Ich finde es wichtig, dass es solche Demonstrationen in unserer Nachbarschaft gibt, damit die Menschen die Brutalität der KPCh kennenlernen. So können wir verstehen, was die Chinesen durchmachen, was sie glauben und was dort geschieht“, äußerte sie. Sie glaubt außerdem, dass die Menschen angesichts von Verfolgung zusammenstehen und ihre Stimme erheben sollten.
Elizabeth Lorenzo, ebenfalls Einwohnerin Brooklyns, und ihr Verlobter Brian Caulfield sahen sich die Parade an.
Elizabeth Lorenzo, eine langjährige Einwohnerin Brooklyns, und ihr Verlobter Brian Caulfield
Durch diese Parade erfuhren sie von der Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden und anderen Glaubensgruppen in China. Sie sagten, sie hätten zum ersten Mal von der Zwangsorganentnahme gehört.
„Ich wusste nicht, dass sie Menschen Organe entnehmen – das ist schockierend“, entrüstete sich Brian. Als er erfuhr, dass Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens inhaftiert, gefoltert und sogar zu Tode verfolgt wurden, sagte er: „Das ist ja entsetzlich.“
Brian dankte den Praktizierenden dafür, dass sie auf die Situation in China aufmerksam gemacht hätten. Auch Elizabeth glaubte, dass solche Veranstaltungen dazu beitragen könnten, dass mehr Menschen erfahren, was vor sich geht. „Je mehr Menschen darüber Bescheid wissen, desto besser“, erklärte sie.
Als Brian hörte, dass der US-Kongress 2025 das Falun-Gong-Schutzgesetz verabschiedet hatte, sagte er, das sei eine gute Nachricht. Er war froh, dass sich mehr Menschen gegen die Verfolgung aussprachen. Er fügte hinzu, dass Sanktionen und andere Maßnahmen eingesetzt werden könnten, um die an der Verfolgung Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen.
Viele westliche Praktizierende nahmen ebenfalls an der Parade teil. Eric Nugent aus Australien arbeitet derzeit als Grafikdesigner in Manhattan. Er praktiziert Falun Dafa seit über 20 Jahren, seit seinem 16. Lebensjahr.
Kurz nach Beginn seines Praktizierens erfuhr er von der Verfolgung in China und konnte es kaum fassen. „Eine Gruppe gütiger Menschen, die den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen, wird aufgrund ihres Glaubens so grausam unterdrückt. Es ist unvorstellbar“, erklärte er. Es schockierte ihn und seine Familie zutiefst.
Er und seine Familie suchten nach Möglichkeiten, die Situation in China zu verbessern. Deshalb hat Eric in den letzten zwei Jahrzehnten an zahlreichen Paraden und anderen Aktionen teilgenommen, um die Verfolgung durch die KPCh anzuprangern.
Eric meinte, dass viele in New York lebende Chinesen immer noch nichts von der Verfolgung wüssten, der Falun-Dafa-Praktizierende in China ausgesetzt sind. Er hoffe, dass durch diese öffentlichen Veranstaltungen mehr Menschen Zugang zu diesen Informationen erhielten. „Die Verfolgung dauert nun schon 27 Jahre an und darf nicht weitergehen. Wir möchten die Praktizierenden in Festlandchina retten und die Welt zu einem besseren Ort machen“, schloss er.