(Minghui.org) In Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, fand eine Veranstaltung zum 27. Jahrestag des Beginns der Verfolgung von Falun Dafa in China statt.
Die etwa dreistündige Veranstaltung war von einer würdevollen Atmosphäre geprägt. Praktizierende in weißer Kleidung – als Symbol für Trauer und Würde – führten die Falun-Dafa-Übungen vor. Andere saßen während der gesamten Veranstaltung paarweise im Lotussitz und hielten Porträts von Mitpraktizierenden, die in China infolge der Verfolgung ihr Leben verloren hatten.
Mehrere Praktizierende verteilten Flugblätter an Passanten und riefen sie dazu auf, sich über die schweren Menschenrechtsverletzungen in China zu informieren. Über Lautsprecher wurde fortlaufend eine Aufnahme abgespielt, in der Falun Dafa sowie die Verfolgung in China erläutert wurden.
Seit mehr als 20 Jahren veranstalten Praktizierende in Kiew rund um den 20. Juli – den Tag, an dem die Verfolgung begann – ähnliche Kundgebungen. Vor dem Krieg fanden diese meist in großem Rahmen vor der chinesischen Botschaft statt. Da die Botschaft in Kiew inzwischen geschlossen ist, werden die Veranstaltungen nun auf der Hauptstraße der Stadt gegenüber dem Rathaus abgehalten.
Nach Angaben der Praktizierenden berührte die würdevolle Atmosphäre viele Passanten. Nachdem sie von den Ereignissen in China erfahren hatten, unterzeichneten zahlreiche Menschen die Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert.






Friedlicher Protest der Praktizierende in Kiew anlässlich des 27. Jahrestags des Beginns der Verfolgung durch die KPCh (Minghui.org)
Zwei junge Frauen waren von der Aktion der Praktizierenden besonders berührt. Mit Tränen in den Augen unterzeichneten sie die Petition. Sie waren schockiert zu erfahren, dass derartige Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der heutigen Zeit überhaupt stattfinden. Sie erhielten Lotusblumen mit Kärtchen, die Informationen über Falun Dafa enthielten. Die beiden befestigten sie sofort an ihren Taschen und sagten, sie würden sie von nun an immer bei sich tragen.
Auch eine Gruppe Jugendlicher war von der würdevollen Veranstaltung beeindruckt. Sie äußerten, dass die Kommunistische Partei Chinas ein großes Unrecht begehe, indem sie so gute Menschen wie die Falun-Dafa-Praktizierenden verfolge. Zudem dankten sie den Praktizierenden dafür, dass diese über die Situation informierten.
Mehrere Jugendliche hörten den Praktizierenden lange zu und schienen nur ungern weitergehen zu wollen.

Junge Leute erfahren von der Verfolgung und unterschreiben eine Petition (Minghui.org)
Ein junger Mann hörte sich die Ausführungen eines älteren Praktizierenden über Falun Dafa und dessen Prinzipien – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – an und stand den Informationen zunächst skeptisch gegenüber. Er meinte, er würde dies wohl nur glauben, wenn er keine Bildung hätte. Der Praktizierende erwiderte, dass die Entscheidung, etwas zu glauben oder nicht, eine Frage der eigenen Erkenntnis sei und nicht vom Umfang des erworbenen Wissens abhänge. Diese Worte berührten den Mann; er verharrte einen Moment lang überrascht und tief nachdenklich. Schließlich sagte er, dass er im Grunde seines Herzens tatsächlich an diese Prinzipien glaube, ihm das Bildungssystem jedoch etwas anderes vermittelt habe. Am Ende bedankte er sich bei dem Praktizierenden für den Denkanstoß.
Karolina, die Falun Dafa seit über 20 Jahren praktiziert, hält bei der Veranstaltung jedes Jahr Porträts von verstorbenen Praktizierenden.
Sie berichtete, dass sie persönlich enorm von Falun Dafa profitiert habe und die Praxis in ihrem Land frei ausüben könne. In China werde den Praktizierenden diese Möglichkeit verwehrt; daher wolle sie sich für sie einsetzen und gegen das Unrecht der Unterdrückung Stellung beziehen.
„Ich möchte das Bewusstsein der Ukrainer für dieses Thema schärfen, damit jeder seinen Beitrag leisten kann – etwa durch das Unterzeichnen der Petition oder indem man Angehörige über diese Tragödie informiert und nicht gleichgültig bleibt. Ich glaube, dass Anteilnahme das Wertvollste ist. Freiheit ist ein Geschenk von oben; wenn wir sie besitzen, sollten wir sie wertschätzen und zu ihrer Verteidigung beitragen – auch in China“, so Karolina.
Karolina hält Porträts von Falun-Dafa-Praktizierenden, die infolge der Unterdrückung in China ums Leben gekommen sind (Minghui.org)
Gennady ist ein ehemaliger Soldat und praktiziert seit mehr als zehn Jahren Falun Dafa. Er koordiniert an fünf Tagen in der Woche eine der Übungsgruppen in Kiew.
Zudem verteilt er an alle Menschen, denen er begegnet, Informationsblätter über die Verfolgung in China. Gennady sagte, dass Ukrainer – die das Unheil des kommunistischen Regimes am eigenen Leib erfahren haben – die Hintergründe dieser Verfolgung meist verstehen und von Herzen darauf reagieren.
„Jiang Zemin, der ehemalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, war neidisch auf Falun Dafa, denn im Jahr 1999 – dem Jahr, als die Verfolgung begann – hatte die Kommunistische Partei Chinas rund 60 Millionen Mitglieder, während über 100 Millionen Menschen Falun Dafa praktizierten; es waren freundliche und gute Menschen. Daraufhin begann die KPCh, diese unschuldigen Menschen zu verfolgen und in Konzentrationslager zu sperren“, so Gennady.
Oksana nahm gemeinsam mit ihren beiden Töchtern, die ebenfalls Falun Dafa praktizieren, an der Veranstaltung teil. Oksana praktiziert seit mehr als 20 Jahren. Seit Beginn ihrer Praxis beteiligt sie sich an Aktivitäten, die ein Ende der Verfolgung in China fordern.
Sie erklärte, dass die Praktizierenden in Kiew diese Veranstaltungen trotz des Krieges und bei jedem Wetter durchführen, da es für sie eine Gewissensfrage sei.
„Als Falun-Dafa-Praktizierende haben wir die Pflicht, den Ukrainern zu vermitteln, wie Menschen in China behandelt werden – nur weil sie gesund und gütig sein wollen“, so Oksana.
Oksana und ihre älteste Tochter meditieren bei der Veranstaltung (Minghui.org)
Denis praktiziert ebenfalls seit mehr als 20 Jahren. Er sagte, die Geschichte sei voll von Beispielen von Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden – darunter auch Christen, die über einen Zeitraum von 300 Jahren Verfolgung erlitten.
„Im Laufe der Zeit führte dies zum Untergang ganzer Zivilisationen und Reiche“, so Denis. „Heute wiederholt sich die Geschichte. Mit dieser friedlichen Mahnung, diesem friedlichen Protest, wollen wir zeigen, dass die Kraft des Geistes und die Kraft des Glaubens das Böse und den Hass überwinden können.“
Denis macht bei der Veranstaltung die zweite Falun-Dafa-Übung (Minghui.org)