(Minghui.org) Ich wurde in eine Familie von Intellektuellen hineingeboren, und meine Eltern waren beide Lehrbeauftragte an Universitäten. Ich machte meinen Master an einer renommierten Universität und zog danach in eine Großstadt, um dort gemeinsam mit meinem Mann ein Unternehmen zu leiten. Wir hatten ein beträchtliches Einkommen, und unser Kind war in der Schule sehr gut.
Meine Eltern und Lehrer waren schon immer stolz auf mich gewesen. Es schien, als würde bei mir alles reibungslos laufen. Das einzige Problem war, dass ich schon seit meiner frühen Kindheit gesundheitlich angeschlagen war.
Obwohl mein Leben beneidenswert erschien, war ich nicht glücklich. Ich fragte mich oft: „Warum kommen Menschen auf diese Welt? Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es einen Weg für mich, gesund und friedlich zu werden?“
1995 erhielt meine Mutter das kostbare Buch Zhuan Falun. Jeden Tag machte sie zusammen mit den Nachbarn aus dem Erdgeschoss die fünf Übungen von Falun Dafa. Danach fühlte sie sich leicht und entspannt, und ihre chronischen Krankheiten verschwanden. Sie fand Falun Dafa wunderbar, daher schrieb sie mir und erzählte mir von der Schönheit von Dafa und ihren Kultivierungserfahrungen.
Damals arbeitete ich extrem hart, und mein Mann und ich führten unser Unternehmen. Außerdem kümmerte ich mich um unser Kind. Wir beschäftigten mehr als 20 Mitarbeiter und verdienten viel Geld, mein Gesundheitszustand war jedoch miserabel. Ich litt unter Allergien, Schnupfen, Kopfschmerzen, Hepatitis B, Magenproblemen, einer Lendenmuskelzerrung und vielen anderen Beschwerden. Immer wenn ich unter Stress stand, flammten meine Krankheiten wieder auf, und mein ganzer Körper schmerzte. Ich suchte überall ärztliche Hilfe, aber es ging mir nicht wirklich besser. Dann wurde ein Verwandter meines Mannes zu Unrecht in einen Finanzprozess verwickelt, und mein Mann und ich reisten viel herum, um ihm zu helfen. Das war anstrengend und emotional sehr belastend.
Nachdem ich den Brief meiner Mutter gelesen hatte, fand ich, dass Dafa wunderbar war und wollte mich kultivieren. Während der Neujahrsfeiertage 1996 fuhr ich in meine Heimatstadt. Als meine Mutter mir das Zhuan Falun reichte, setzte ich mich im Schneidersitz auf das Bett und las es von mittags bis spät in die Nacht. Endlich hatte ich die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gefunden; ich war überglücklich!
In dieser Nacht träumte ich, dass ein warmer Strom meinen Rücken hinunterfloss, und als ich aufwachte, waren die Schmerzen im unteren Rückenbereich, die mich jahrelang geplagt hatten, verschwunden. Es war unglaublich! Danke, Meister! Ich schätzte diese heilige Schicksalsverbindung sehr und begann, Falun Dafa zu praktizieren.
Der Meister half mir, Karma zu beseitigen. Bei der Arbeit fühlte ich mich leicht und wohl, doch an den Wochenenden hatte ich Schmerzen. Ich dachte darüber nach, dass ich ja nun eine Praktizierende war, dass das Ertragen von Unbehagen ein Prozess der Karma-Beseitigung und der Reinigung meines Körpers war und dass ich aufrichtige Gedanken bewahren sollte. Schon bald fühlte ich mich leicht und gesund, und alle meine hartnäckigen Krankheiten verschwanden.
Früher konzentrierte ich mich auf die Schwächen anderer Menschen. Ich hatte ein starkes Konkurrenzdenken und den Wunsch zu gewinnen. Ich nahm auf andere nicht besonders viel Rücksicht. Nachdem ich begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, lernte ich, nach innen zu schauen, andere freundlich zu behandeln, gütig und nachsichtig zu sein und fleißig zu arbeiten.
Am 20. Juli 1999 ordnete der damalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, Jiang Zemin, die Verfolgung von Falun Dafa an. Zusammen mit anderen Praktizierenden ging ich zum Petitionsbüro der Stadtverwaltung, um Einspruch einzulegen, und wurde später auf eine Polizeiwache gebracht. Anfang Oktober, nachdem ich verschiedene Anhaftungen an Ruhm, Gewinn und weltliche Sorgen losgelassen hatte, stieg ich in ein Flugzeug nach Peking, ohne meinen Mann zu informieren. Ich wollte einfach nur dorthin gehen und die Wahrheit sagen.
Während meines Aufenthalts in Peking traf ich zufällig eine weitere Praktizierende aus der Gegend und lernte außerdem viele Praktizierende aus ganz China kennen. Wir diskutierten darüber, wie wir das Fa schützen könnten. Mitpraktizierende mieteten Wohnungen, in denen wir das Fa lernten und die Übungen machten, auf dem Boden schliefen, gedämpfte Brötchen aßen und Leitungswasser tranken. Jeden Tag kamen neue Praktizierende an, und jeden Tag gingen einige hinaus und kehrten nie wieder zurück.
Ende Oktober ging ich zum Tiananmen-Platz, und ich merkte, dass viele Menschen um mich herum Praktizierende waren. Ein Praktizierender aus Nordchina rief laut: „Lasst uns in die Mitte des Platzes gehen, um das Fa zu bestätigen!“ Schließlich ließ ich meine Angst los und ging dorthin, wo ich aus tiefstem Herzen rief: „Falun Dafa ist gut!“
Die Polizei nahm mich rechtswidrig fest und brachte mich in einen großen Polizeiwagen. Ich war barfuß, weil mir die Schuhe vom Fuß gefallen waren, als die Beamten mich gewaltsam über den Platz zerrten. Sie brachten mich zuerst zu einer Polizeistation in der Nähe des Platzes, dann zum Verbindungsbüro meiner Heimatstadt in Peking, und schließlich wurde ich zurück zur Polizeistation meiner Heimatstadt eskortiert. Selbst während des Rückflugs wurde ich in Handschellen gehalten.
Als ich auf der örtlichen Polizeiwache ankam und im Hof stand, brachte ein Polizist einen großen Wolfshund herüber. Der Hund leckte mir am Bein, aber ich blieb völlig ruhig. Als der Beamte sah, dass ich nicht reagierte, drohte er mir und sagte: „Wir werden schon einen Weg finden, mit Leuten wie dir fertig zu werden!“ Später holte mich mein Mann nach Hause.
Am 1. Mai 2000 beschloss ich, erneut nach Peking zu reisen, um Berufung einzulegen, und meine Mutter, die damals über 60 war, kam mit. Wir hatten zwei Transparente dabei, jedes etwa 1,5 Meter lang, mit goldenen Schriftzeichen auf rotem Hintergrund. Auf dem einen stand „Falun Dafa ist gut“, auf dem anderen „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“. Auf dem Tiananmen-Platz hielten meine Mutter und ich die Transparente hoch über unsere Köpfe und riefen: „Falun Dafa ist gut!“ und „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht ist gut!“ Unsere von Herzen kommenden Rufe hallten durch den Himmel. An diesem Tag waren viele Praktizierende auf dem Platz anwesend, und ihre Stimmen erklangen nacheinander. Danach wurden meine Mutter und ich zusammen mit anderen Praktizierenden in verschiedenen Polizeifahrzeugen an unterschiedliche Orte gebracht.
Ich wurde etwa zehn Tage lang festgehalten. Während dieser Zeit traf ich eine andere Praktizierende aus der Gegend und eine junge Praktizierende aus dem Ausland, die verhaftet worden war, als sie die Aktionen der Praktizierenden fotografierte. Die Praktizierende aus der Gegend und ich traten in einen sechstägigen Hungerstreik. Wir sagten der Polizei, dass wir gute Menschen seien, dass wir kein Gefängnissessen essen würden und wir dort nicht festgehalten werden sollten.
Es traf sich, dass es am 13. Mai, dem Geburtstag des Meisters, war. Die Praktizierende aus dem Ausland holte etwas Essen hervor, das sie gekauft hatte, und wir legten unsere Hände vor der Brust aneinander und sagten: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Meister!“
Während dieses gesamten Prozesses konnte ich die Unterstützung und den barmherzigen Schutz des Meisters spüren. Ich konnte ruhig bleiben und der Polizei erklären, wie großartig Falun Dafa ist. Schließlich kehrte ich unter dem Schutz des Meisters sicher nach Hause zurück. Meine Mutter bewahrte Ruhe und informierte die Polizei mit Barmherzigkeit darüber, was Falun Dafa ist. Die Polizei ließ sie heimlich frei, und sie kaufte sich selbst ein Flugticket nach Hause.
Wegen meiner Reisen nach Peking wurde ich nach meiner Rückkehr nach Hause häufig von der Polizei schikaniert. Um der Verfolgung zu entgehen und noch mehr Menschen zu informieren, nahm ich eine Einladung von Mitpraktizierenden an. Ich verließ mein warmes Zuhause und mein angenehmes Arbeitsumfeld und reiste in die Heimatstadt eines Praktizierenden, um dort die wahren Umstände zu erklären.
Einige von uns konnten Motorrad fahren, also waren wir damit unterwegs, um Informationsmaterialien zu verteilen. Praktizierende aus anderen Regionen brachten uns säckeweise Briefe mit Informationen über Falun Dafa sowie Flugblätter mit. Wir fuhren durch Felder, Dörfer, Städte, Bergregionen und zu Höfen, um die Materialien zu verteilen. Da viele Orte entlang der Route abgelegen waren und es an Unterkünften mangelte, nahmen wir Zelte mit und übernachteten oft auf Feldern. Im Winter, wenn wir morgens aus dem Zelt kamen, sahen wir Reif, der sich aus dem Tau entlang der Feldränder gebildet hatte.
Ich bin in der Stadt aufgewachsen, habe ein komfortables Leben geführt und noch nie solche Entbehrungen ertragen müssen. Nachdem wir mehrere Monate auf diese Weise gereist waren, hatten wir Tausende Kilometer zurückgelegt. Einst war ich eine gepflegte und etwas stolze Unternehmerin und Intellektuelle gewesen; nun war meine Haut durch Sonne und Wind dunkel und rau geworden. Ich sah aus wie eine vom Wetter gezeichnete Bäuerin, und meine Kleidung und mein Erscheinungsbild passten vollkommen dazu. Niemand konnte erkennen, dass ich einmal eine Angestellte in einem Büroberuf gewesen war. Als ich später nach Hause zurückkehrte, sagten Verwandte und Freunde, sie hätten mich kaum wiedererkannt.
Nach meiner Rückkehr bewarb ich mich bei einem bekannten ausländischen Unternehmen meiner Branche. Das war für mich eine Herausforderung. Von der Firmeninhaberin wurde ich zu einer einfachen Angestellten. Ich lernte Bescheidenheit, Demut und den Anweisungen meiner Vorgesetzten zu folgen. Ich lernte, mit anderen zusammenzuarbeiten, nicht mehr an persönlichen Vorteilen festzuhalten, mein Ego loszulassen, anderen zum Erfolg zu verhelfen und mehr an die Interessen des Unternehmens zu denken. In dieser Zeit erlebte ich Prüfungen hinsichtlich Ruhm, Gewinn und Gefühle.
Derjenige, der mich einstellte, war Absolvent der Qinghua-Universität. Nach dem Massaker auf dem Tiananmen-Platz am 4. Juni 1989 fühlte er sich hoffnungslos und ging ins Ausland, kehrte jedoch später für einen Auslandseinsatz nach China zurück. Er war Christ und gehörte zu den Schlüsselpersonen des Unternehmens und verfügte über ausgeprägte fachliche Kompetenzen. Da er gut aussah, freundlich und aufrichtig war und außerdem unverheiratet, bewunderten viele Kolleginnen ihn.
Wir arbeiteten so gut zusammen, dass er Gefühle für mich entwickelte, was vielen Kollegen auffiel. Damals war ich erst seit Kurzem aus dem Gefängnis entlassen worden. Ich war zur Scheidung gezwungen worden und hatte Familie und Unternehmen verloren. Seine Unterstützung bei der Arbeit und seine Wertschätzung meiner Person waren mir in einer der schwierigsten Phasen meines Lebens eine große Ermutigung.
Obwohl ich ihn ebenfalls sehr schätzte, hinderte mich meine Vernunft daran, romantische Gefühle für ihn zu entwickeln. Ich war überzeugt, dass es am wichtigsten war, ihm zu helfen, von Falun Dafa und der Verfolgung zu erfahren und zu verstehen, dass die Praktizierenden gute Menschen sind. Ich gab ihm eine DVD mit Informationsmaterialien. Am nächsten Tag bat er mich um ein persönliches Gespräch und sagte, er sei nach dem Anschauen zutiefst schockiert gewesen. Vor Beginn der Verfolgung habe er morgens Menschen gesehen, die die Übungen machten. Er verstand die Zusammenhänge bezüglich Falun Dafa und verließ kurz darauf das Unternehmen.
Unerwartet wurde seine Assistentin, die heimlich in ihn verliebt war, eifersüchtig auf mich. Während einer Abteilungsbesprechung stachelte sie einen ausländischen Manager dazu an, mir wütend einen Stapel Dokumente hinzuwerfen und mich auszuschimpfen. Während alle zuschauten, liefen mir unkontrolliert Tränen über das Gesicht, doch ich verteidigte mich nicht. Mein direkter Vorgesetzter meinte, dass ich ungerecht behandelt worden sei, und wollte, dass ich mich energisch wehrte, doch ich schwieg.
Später begegnete ich unserem leitenden Manager, und er behandelte mich sehr höflich. Er sagte, ich besäße eine innere Schönheit, und fragte: „Haben Sie einen Glauben?“ Als er mich das nächste Mal sah, sagte er: „Einen Glauben zu haben, ist wunderbar.“ Er lobte auch meine Englischkenntnisse. Leider war er immer sehr beschäftigt und in Eile, sodass ich nie eine Gelegenheit fand, mit ihm über Falun Dafa zu sprechen. Lediglich mit meinem direkten ausländischen Vorgesetzten konnte ich das tun und ihm von Shen Yun erzählen.
Später stürzte der ausländische Manager, der mich gedemütigt hatte, und brach sich einen Finger. Ich hegte keinen Groll gegen ihn. Bei einer anderen Gelegenheit setzte ich mich voll und ganz dafür ein, ihm zu helfen, ein Projekt erfolgreich abzuschließen – die gesamte Anerkennung dafür erhielt er. Als er später das Unternehmen verließ, fügte er mich online als Freundin hinzu.
In der technischen Abteilung, in der ich arbeitete, gab es mehr als 20 Mitarbeiter; nur zwei oder drei waren Chinesen, alle anderen waren Ausländer. Meine Worte und mein Verhalten brachten mir das Vertrauen der Vorgesetzten und der Kollegen ein. Ich sprach mit ihnen über Falun Dafa und die Verfolgung und half einigen, aus der Kommunistischen Partei Chinas und den ihr angeschlossenen Organisationen auszutreten, darunter auch der Kollegin, die den Vorgesetzten dazu angestiftet hatte, mich zu demütigen.
Während meiner gesamten Kultivierung beschützte mich der Meister viele Male, wenn ich Prüfungen durchlief. Das ermutigte mich, gab mir Hoffnung und schuf ein hervorragendes Umfeld für meine Kultivierung.
Mit tiefster Ehrfurcht möchte ich meine unendliche Dankbarkeit für die Gnade und die barmherzige Errettung durch den Meister zum Ausdruck bringen!