(Minghui.org) Ein 59-jähriger Mann aus der Stadt Fuxin, Provinz Liaoning, starb am 19. Juli 2026, neun Jahre nachdem ihm während einer 3,5-jährigen Haftstrafe wegen seines Glaubens an Falun Dafa eine Giftinjektion verabreicht worden war.
Gao Yumin war ein ehemaliger Beamter der Polizeibehörde der Stadt Fuxin. Durch seine Kontakte mit Falun-Dafa-Praktizierenden in Polizeigewahrsam war er von deren Freundlichkeit berührt und stellte fest, dass sie keineswegs so waren, wie in der verleumderischen Propaganda des Kommunistischen Regimes dargestellt. Schließlich begann auch er, Falun Dafa zu praktizieren, und gab anschließend innerhalb kurzer Zeit das Rauchen, Trinken und Glücksspiel auf. Außerdem wandelte er sich zu einem fürsorglichen Ehemann für seine psychisch kranke Frau.
Am 6. November 2013 wurde Gao wegen der Verteilung von Informationsmaterialien über Falun Dafa verhaftet. Als er aus Protest in den Hungerstreik trat, wurde er geschlagen und einer Zwangsernährung unterzogen. Er wurde extrem schwach und zwei Monate später gegen Kaution freigelassen.
Am 21. Februar 2014 wurde Gao erneut verhaftet und am 14. März 2014 vom Bezirksgericht Zhangwu zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Nachdem er Berufung eingelegt hatte, wurde die Verurteilung auf 3,5 Jahre verkürzt. Am 7. November 2014 lieferte man ihn in das Erste Gefängnis von Shenyang ein. Zu diesem Zeitpunkt war er nach einem über 20-tägigen Hungerstreik extrem geschwächt. Das Gefängnis nahm ihn dennoch auf, obwohl man bei der obligatorischen medizinischen Untersuchung Nierenversagen, Leberschäden, Herzerkrankungen, Sehstörungen und weitere Beschwerden festgestellt hatte.
Die Gefängniswärter verprügelten ihn oft und schlugen ihm mit Schuhsohlen ins Gesicht. Wenn er die Falun-Dafa-Übungen praktizierte, traktierten sie seine Beine mit Elektrostäben. Aus Protest trat er in Hungerstreik, wurde dann jedoch zwangsernährt. Ein Zeuge berichtete, er habe gesehen, wie Gao einmal nicht mehr stehen konnte und kriechen musste. Andere Insassen gaben an, man habe ihn einmal ins Krankenhaus Shenyang 739 gebracht, wo bei ihm schwere Magen-Darm-Verwachsungen diagnostiziert wurden.
Zwei Monate vor Ablauf seiner Haftzeit – im Juni 2017 – spritzten die Wärter Gao eine hohe Dosis Barbital (ein Mittel zur Dämpfung des zentralen Nervensystems). Sie sperrten ihn in Einzelhaft und verprügelten ihn.
Gao litt unter starken Nebenwirkungen der toxischen Substanz. Sein Blick war leer, sein Körper wurde steif und er konnte seine Gliedmaßen nicht strecken. Aus mehreren Venen sickerte Blut. Er war nicht in der Lage zu essen und war verwirrt. Außerdem hatte er dunklen Stuhlgang.
Als seine Familie eine Woche nach der Injektion endlich über seinen Zustand informiert wurde, war sie schockiert, ihn in einem vegetativ-ähnlichen Zustand vorzufinden. Die Wärter des Ersten Gefängnisses von Shenyang behaupteten jedoch, dieser Zustand sei erst nach seinem Hungerstreik aufgetreten. Gaos Familie reichte daraufhin eine Urinprobe beim Institut für Arzneimittelkontrolle und -prüfung der Provinz Liaoning ein. Die Ergebnisse wiesen eine hohe Konzentration Barbital in seinem Körper nach.
Die Gefängnisleitung versprach, Gao vorzeitig freizulassen, falls seine Familie bereit sei, auf ihr gesetzliches Recht auf Rechtsdurchsetzung zu verzichten. Die Familie lehnte dies entschieden ab und verlangte, dass Gao medizinisch versorgt werde. Schließlich wurde er ins Zentralkrankenhaus von Fuxin gebracht und verbrachte dort die letzten zwei Wochen seiner Haftzeit.
Die Gefängnisleitung sprach seiner Familie eine Entschädigung zu, aber das Komitee für Politik und Recht der Provinz Liaoning sowie das Büro 610 machten dies zunichte. Yu Yang und Wang Qiubo des Komitees für Politik und Recht in Fuxin erklärten: „Wir können keine Entschädigung anbieten, da dies als Schuldeingeständnis gewertet würde.“
Gao litt auch nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus im Juni 2017 weiterhin unter den toxischen Auswirkungen der Injektion. Er war auf die Zufuhr von flüssiger Nahrung angewiesen, um am Leben zu bleiben. Seine Familie stellte Pflegekräfte ein, die sich rund um die Uhr um ihn kümmerten. Sein Arbeitgeber hatte ihn entlassen und seine Familie hatte große Schwierigkeiten, für die Kosten seiner Langzeitpflege aufzukommen. Seine Intelligenz entsprach der eines Dreijährigen.
Beamte des Komitees für Politik und Recht und des Büros 610 überwachten seine Familie genau und drohten ihr, Gaos Qualen nicht in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Gao starb am 19. Juli 2026.
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