(Minghui.org) Schon vor einigen Jahren wollte ich das Buch Zhuan Falun vollständig auswendiglernen. Doch mein Wille war nicht stark genug und nachdem ich elf Seiten auswendig gelernt hatte, gab ich auf. Später las ich auf der Minghui Webseite einen Erfahrungsbericht, in dem empfohlen wurde, das Fa Satz für Satz, jeweils bis zum nächsten Punkt, auswendig zu lernen. Diese Methode erwies sich als sehr wirkungsvoll. So begann ich am 28. Dezember 2014, das Fa auswendig zu lernen, und am 28. Januar 2015 hatte ich den ersten vollständigen Durchgang abgeschlossen. Ich hatte das Gefühl, sehr viel gewonnen zu haben. Seitdem spüre ich, dass ich mich in meiner Kultivierung deutlich schneller erhöhe.

Die Kraft der aufrichtigen Gedanken erfahren

Am 10. September 2014 sollte in der Schule die Flagge der bösartigen Kommunistischen Partei gehisst werden. Ich dachte, dass sie die Menschen, insbesondere die unwissenden Lehrer und Schüler, nicht vergiften dürfe. Deshalb sandte ich aufrichtige Gedanken gegen die Flagge dieser bösartigen Partei aus. Damals waren meine aufrichtigen Gedanken sehr stark. Als der Schulleiter die Nationalhymne abspielen wollte, gelang es ihm nicht. Mehrere Versuche blieben erfolglos und schließlich wurde die Zeremonie einfach beendet. Danach sandte ich weiterhin aufrichtige Gedanken gegen die Flagge aus, um die verbliebenen alten Mächte zu beseitigen. Wenn meine aufrichtigen Gedanken jedoch nicht stark genug waren, war die Wirkung gering oder blieb ganz aus.

Ich las wiederholt die Fa-Erklärungen des Meisters und schaute nach innen, um den Ursprung meiner Angst zu finden. Ich erkannte, dass Angst letztlich aus Selbstsucht entsteht. Man fürchtet körperliche Verletzungen, den Verlust persönlicher Interessen oder eine Beeinträchtigung des eigenen Ansehens. Dadurch entstehen die unterschiedlichsten Ängste. Aus dieser Perspektive betrachtet schützt die Angst nichts anderes als die Anhaftungen eines gewöhnlichen Menschen an Ruhm, Gewinn und Gefühlen. Steht das nicht im direkten Widerspruch zu unserer Kultivierung?

Nachdem ich diese Ebene der Fa-Grundsätze verstanden hatte, konnte ich häufiger aufrichtige Gedanken bewahren und meine Angst wurde immer schwächer. Manchmal kehrte sie jedoch wieder zurück. Durch weiteres Fa-Lernen und Nach-innen-Schauen erkannte ich noch ein weiteres Problem: den Mangel an Vertrauen in den Meister und in das Fa. Wenn Angst auftaucht oder wir bösartigen Störungen und Verfolgung gegenüberstehen, betrachten wir oft die äußeren Erscheinungen als etwas ganz Reales und sehen darin lediglich eine Verfolgung von Menschen an Menschen. Die Lehre des Meisters und die Tatsache, dass der Meister uns beschützt, erscheinen uns dagegen oft weit entfernt. Unser Ausgangspunkt liegt dann nicht mehr im Fa und unser Vertrauen in den Meister und in das Fa wird geschwächt. Dadurch verstärken wir selbst die Erscheinungen des Bösen. Während ich ununterbrochen das Fa lernte, nach innen schaute und fest an den Meister sowie an das Dafa glaubte, nahm meine Angst immer mehr ab.

Die grundlegende Anhaftung finden

Früher interessierte ich mich besonders für Dinge, die ich nicht verstehen konnte. Als ich noch klein war, lebte meine Familie auf einem Hügel südlich einer Produktionsbrigade eines Staatsgutes. Eines Tages glaubte ich in der Ferne eine Stadt zu sehen, in der Menschen umhergingen. Ich war sehr neugierig, wusste jedoch nicht, was ich da eigentlich gesehen hatte. Ein anderes Mal, es war am Vorabend eines chinesischen Neujahrs, ging ich nachts nach Hause. Es war dunkel, als ich zwei Gestalten in farbiger Kleidung sah. Sie waren sehr deutlich zu erkennen und sahen wie Menschen aus. Als ich jedoch genauer hinsah, waren sie plötzlich verschwunden. 

Auch UFOs, also unidentifizierte Flugobjekte, interessierten mich sehr. Ich las zahlreiche Berichte darüber, verstand jedoch nie, worum es sich dabei tatsächlich handelte. Mit meinem immer tieferen Verständnis der Fa Grundsätze des Dafa fand ich während der Kultivierung nach und nach Antworten auf all diese Fragen.

Meine grundlegende Anhaftung

Vor einigen Tagen bat ich den Meister um einen Hinweis darauf, worin meine grundlegendste Anhaftung besteht. Eines Tages hörte ich eine Radiosendung mit Erfahrungsberichten von Praktizierenden während der Fa Berichtigung. Darin sagte ein Mitpraktizierender, seine grundlegende Anhaftung sei die Sehnsucht nach einem schönen und glücklichen Leben. In diesem Augenblick wurde ich innerlich erschüttert. War das nicht genau meine grundlegende Anhaftung?

Ich erhielt das Fa im Jahr 1997. Schon vor Beginn meiner Kultivierung war ich der Ansicht, dass ein Mensch gütig und aufrichtig sein sollte. Nachdem ich mir damals die Videoaufzeichnungen der Fa-Erklärung angesehen hatte, gewann ich den tiefen Eindruck, dass Dafa die Menschen lehrt, gute Menschen zu sein. Besonders berührte mich der Gedanke: „Hab' keine Angst davor, Nachteile zu erleiden. Nachteile zu erleiden, ist etwas Gutes. Selbst wenn du selbst Verluste erleidest, darfst du anderen keinen Schaden zufügen.“

Zur selben Zeit wollte uns jemand für ein Schneeballsystem gewinnen. Dort sprach man nur davon, welche Vorteile man erhalten und wie viel Geld man dabei verdienen könne. Auf mich wirkten diese Versprechungen lediglich wie Verlockungen materieller Interessen und daher nicht aufrichtig. Deshalb lehnte ich die Teilnahme ab. Im Vergleich dazu erschien mir Falun Gong als etwas Aufrichtiges und stimmte mit meinen eigenen moralischen Maßstäben überein. Deshalb begann ich mit dem Praktizieren.

Als ich später darüber nachdachte, was mich ursprünglich dazu bewegt hatte, in das Dafa einzutreten, erkannte ich, dass die folgenden Worte des Meisters am besten auf mich zutrafen:

„... manche finden, dass es mit ihrem eigenen Menschenbild übereinstimmt ...“(Der Vollendung entgegen, 16.06.2000, in: Essentielles für weitere Fortschritte II)

All die Jahre glaubte ich, dass meine Motivation, in das Dafa einzutreten, sehr rein gewesen sei. Ich praktizierte weder, um Krankheiten zu heilen, noch um übernatürliche Fähigkeiten zu erlangen. Über Qigong wusste ich damals überhaupt nichts. Doch ich erkannte nicht, dass auch menschliche Vorstellungen und Anschauungen eine grundlegende Anhaftung bilden können.

Das sind lediglich einige persönliche Erkenntnisse aus meinem Kultivierungsweg. Sollte etwas nicht mit dem Fa übereinstimmen, bitte ich meine Mitpraktizierenden, mich barmherzig darauf hinzuweisen.