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Aufgewachsen im Schatten der Angst gehe ich nun standhaft meinen Kultivierungsweg

1. September 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Liaoning, China

(Minghui.org) Ich möchte einige meiner Erfahrungen nach mehr als 20 Jahren der Kultivierung in Falun Dafa mitteilen.

Aufwachsen im Schatten der Angst

Ich wurde in den 1950er Jahren geboren. Mein Vater arbeitete als Regierungsbeamter, bis die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ihn als „Rechten“ brandmarkte und ihn im Alter von 29 Jahren in ein Arbeitslager schickte. Zu diesem Zeitpunkt war ich erst zwei Jahre alt, und meine Mutter war mit meinem jüngeren Bruder schwanger. Während der Zeit, in der mein Vater im Arbeitslager war, zogen meine Mutter und ich zu meinem Großvater mütterlicherseits in die Stadt Chengde in der Provinz Hebei. Um unsere Familie zu ernähren, suchte sich meine Mutter eine Arbeit.

Noch bevor seine Zeit im Arbeitslager zu Ende war, sagte mein Vater: „In meiner Heimatstadt haben die Menschen nicht genug zu essen.“ Nur wegen dieser Worte verlängerten die Behörden seine Haftzeit im Arbeitslager. Ich sah meinen Vater erst fünf Jahre später wieder. Etwa zu dieser Zeit wurde unsere Familie in eine ländliche Gegend am Rande der Provinz Liaoning geschickt. Um unsere Familie wieder zu vereinen, kündigte meine Mutter ihre Stelle in Chengde.

Unser friedliches Familienleben war nur von kurzer Dauer. Mein Vater wurde kurz darauf als „Konterrevolutionär“ gebrandmarkt und musste öffentliche Denunziationen sowie Schläge erdulden. Als „Sohn eines Hundes“ wurden mein Bruder und ich bezeichnet. Ständig wurden wir diskriminiert. Im Winter benutzten die Mitschüler meines Bruders rotglühend erhitzte Ofenhaken und verbrannten damit seine wattierte Kleidung und sein Gesicht. Dabei riefen sie: „Mal sehen, ob du dich benimmst, du kleiner Bengel.“

Mein Großvater väterlicherseits wurde während der „Vier-Säuberungen-Bewegung“ („Kampagne gegen Großgrundbesitzer und Klassenfeinde“) als Großgrundbesitzer gebrandmarkt. Die Familie wurde aus ihrem Anwesen vertrieben und gezwungen, in einem kleinen Lehmhaus von weniger als 10 Quadratmetern zu leben. Als 1966 die Kulturrevolution begann, geriet die Familie meines Großvaters erneut ins Visier. Mein Großvater und mehrere andere, die ähnlich gebrandmarkt waren, wurden täglich geschlagen. Mein Großvater starb später an den Folgen dieser Misshandlungen.

Mein Großvater mütterlicherseits besaß vor der Gründung der Volksrepublik China eine Fabrik in Chengde. Nachdem die KPCh die Macht übernommen hatte, wurde er gezwungen, seine Fabrik dem Staat zu übergeben. Obwohl er bereits über 70 Jahre alt war, wurde er während der Kulturrevolution täglich öffentlich angeprangert und geschlagen. Gleichzeitig musste er weiterhin in einer Fabrik arbeiten, wo er Wachstuch wusch. Schließlich erkrankte er. Meine Mutter nahm meinen jüngeren Bruder mit, um sich um ihn zu kümmern, während mein Vater und ich zurückblieben.

In jenen Jahren wurde mein Vater gezwungen, fast jeden Abend an öffentlichen Anprangerungs- und Prügelversammlungen teilzunehmen. Da ich Angst hatte, allein zu Hause zu bleiben, begleitete ich ihn oft dorthin. Ich sah, wie sieben oder acht Menschen auf einer nur wenige Zentimeter breiten Bank knien mussten und mit Lederpeitschen und Gürteln geschlagen wurden. Andere wurden ebenfalls körperlich misshandelt. Wer zusammenbrach, wurde gezwungen, wieder auf die Bank zu steigen und weiterzuknien. Ihre Gesichter waren von den Misshandlungen angeschwollen.

Wie sehr wünschte ich mir, dass jemand meinem Vater und mir helfen würde! Aber niemand wagte es. Damals vermisste ich meine Mutter ganz schrecklich und hoffte, dass sie und mein Bruder bald zurückkommen würden. Jeden Tag rannte ich zu dem Weg, den meine Mutter genommen hatte, als sie das Dorf verließ, und wartete verzweifelt auf ihre Rückkehr!

Eines Tages erkrankte ich an einer schweren Form von Mumps. Um meinen Kiefer herum wuchs eine Beule von der Größe eines gedämpften Brötchens, sodass ich sie beim Gehen mit den Händen stützen musste. Als mein Vater seinen Teamleiter um eine Freistellung von der Arbeit bat, um mit mir zum Arzt zu gehen, lehnte dieser nicht nur ab, sondern sagte auch: „Es wäre einfacher, wenn das Gör stirbt.“ Als die Schmerzen unerträglich wurden, nahm mich mein Vater mit zu seinem Teamleiter. Als dieser die Schwere meiner Erkrankung sah, willigte er schließlich ein. Im kommunalen Krankenhaus sagte uns ein dicker Arzt namens Tong, er müsse einen kleinen Einschnitt vornehmen, um den Eiter und das Blut abzulassen. Doch wegen meines Status als „Bastard“ konnten sie die Operation nur ohne Betäubung durchführen. Mein Vater hielt mich fest, während ich vor Schmerzen schrie, und er weinte selbst auch.

Zu dieser Zeit ging ich zur Grundschule, und das Arbeitsteam besuchte mich fast täglich und drängte mich, meinen Vater anzuzeigen. Ich sagte ihnen: „Mein Vater hat mir nur gesagt, ich solle fleißig lernen. Er hat keine konterrevolutionären Äußerungen gemacht.“ Meine Weigerung führte zu einem dreimonatigen Schulverweis.

Etwa im Sommer 1976 nahm sich ein Mann aus unserem Dorf das Leben, indem er Alaun (Kalium-Aluminium-Sulfat) trank. Er konnte die jahrelangen öffentlichen Anprangerungen und Misshandlungen nicht länger ertragen. Hinzu kam, dass seine Tochter erklärt hatte, die Beziehung zu ihm abzubrechen.

Dieser Vorfall weckte in mir die Angst, meinen Vater zu verlieren; deshalb passte ich sorgfältig auf ihn auf. Eines Tages, nicht lange nach Onkel Lis Tod, mahlte mein Vater einen Sack Sorghum und einen Sack Maismehl. Er sagte zu mir: „Wenn es heiß ist, lass die Getreidesäcke unbedeckt, damit das Getreide nicht schimmelt und von Insekten befallen wird.“

Eines Nachts wachte ich auf und stellte fest, dass mein Vater verschwunden war. Ich ignorierte meine Angst vor der Dunkelheit und rannte verzweifelt in Richtung der Flussbiegung. In einem Wäldchen sah ich meinen Vater, der gerade dabei war, sich mit einem Seil zu erhängen. Ich rannte zu ihm hin und umarmte ihn, während ich weinend rief: „Papa, du darfst nicht sterben! Ohne dich kann ich nicht leben!“ Mein Vater stieß mich mit einem Tritt von sich weg und sagte: „Bitte lass mich gehen. Ich halte es nicht mehr aus.“

Schnell rappelte ich mich auf, umklammerte die Beine meines Vaters und flehte: „Papa, wenn morgen wieder eine Sitzung ist, lass sie mich schlagen. Ich nehme die Schläge für dich auf mich! Papa, ich habe Angst! Ich will nach Hause!“

Weil ich so laut schrie, bekam mein Vater Angst. Wenn das Produktionsteam von seinem Selbstmordversuch erfahren würde, würde er noch härter bestraft werden. Angesichts meiner flehentlichen Bitten gab mein Vater seinen Selbstmordversuch auf und brachte mich nach Hause. Erst da wurde mir klar, dass mein Vater die beiden Säcke Getreide vorbereitet hatte, um mich über die Zeit nach seinem Tod hinwegzubringen. Trotz der anhaltenden Folter lebte mein Vater meinetwegen weiter.

Mein Großvater mütterlicherseits erlag schließlich seinem Krebsleiden. Meine Mutter und mein jüngerer Bruder kehrten aus Chengde nach Hause zurück, nachdem sie die Beerdigung meines Großvaters organisiert hatten.

Insgesamt verbrachte ich meine Kindheit, Jugend und junge Erwachsenenzeit unter dem Joch der Tyrannei der KPCh.

Im Jahr 1980 betrachtete das KPCh-Regime meinen Vater als „rehabilitiert“ und hob die Einstufung als „Rechter“ auf. In den Augen der Landsleute hatte die KPCh ihren Fehler korrigiert. Aber konnten Jahre des Leidens allein durch das Wort „Rehabilitierung“ wiedergutgemacht werden? Nachdem mein Vater die Hälfte seines Lebens unter der Tyrannei der KPCh verfolgt worden war, forderten die Folterungen ihren Tribut an seiner Gesundheit. Er erkrankte an Magenkrebs und verstarb im Jahr 1985 im Alter von 62 Jahren.

Durch Falun Dafa körperliche und geistige Gesundheit erlangt

Die systematische psychische und physische Folter, der mein Vater durch die KPCh ausgesetzt war, hat mich seelisch schwer traumatisiert. Ich litt unter häufigen Krampfanfällen, die sich auch nach meiner Heirat nicht besserten. Mit der Zeit bekam ich noch mehr Krankheiten, die mein Leiden noch verstärkten.

Im Jahr 1997 lernte ich Falun Dafa (auch bekannt als Falun Gong) kennen. Falun Dafa reinigte meinen Körper und heilte alle meine Beschwerden. Von da an gelobte ich, standhaft zu praktizieren und Meister Li bis zum Ende zu folgen, ganz gleich, welchen Schwierigkeiten ich begegnen würde.

Brutal von der Polizei gefoltert

Als die KPCh im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Gong begann, wurde ich in Peking festgehalten, als ich dort gegen die Verfolgung appellieren wollte. Später wurde ich wieder freigelassen. Im Oktober 2000 nahm mich die Polizei erneut fest und brachte mich zur Abteilung für politische Sicherheit des Kreises. Dort sagten die Beamten: „Wir wissen über deine Situation Bescheid. Du solltest besser alles gestehen.“ Sie wollten von mir die Namen anderer Praktizierender erfahren. Als ich mich weigerte zu antworten, rissen sie mir den Mantel vom Leib, zwangen mich, auf dem Boden zu knien, und hielten mich gewaltsam fest. Zwei Beamte traten mir auf die Fußrücken und beschimpften mich dabei.

Nach einer Weile fesselten sie mich mit einem Stück Seil und zogen es so fest um meinen Hals, dass ich kaum noch atmen konnte. Ich habe von diesem Vorfall bis heute eine große Schwellung am Hals. Dann zogen sie mich an den Haaren und schlugen meinen Kopf gegen die Wand. Der Schmerz war so stark, dass ich das Bewusstsein verlor. Später nahm ich wahr, wie Leute mich anschrien, konnte aber meine Augen nicht öffnen. Dann rief jemand: „Gießt Wasser über sie!“ Als ich wieder zu mir kam, konnte ich mich vor Schmerzen nicht aufsetzen. Mein Kopf war mit eigroßen Beulen übersät, und ich fühlte mich benommen und wie betäubt.

Die Polizisten traten mir daraufhin mit ihren Lederstiefeln gegen meine Brust, bis ich ohnmächtig wurde. Als ich wieder zu mir kam, hatte ich das Gefühl, mich eingenässt zu haben. Ich bat darum, auf die Toilette gehen zu dürfen, doch die Polizisten lehnten ab und sagten, ich dürfe nicht gehen, selbst wenn mir die Eingeweide herausquellen würden. Trotz meines Alters von fast 50 Jahren schlugen mich die Polizisten ständig und über acht Stunden lang.

Gegen 2 Uhr morgens zerrten mich mehrere Polizisten in eine Zelle der Haftanstalt. Bis zum Morgengrauen hatte ich Krämpfe in den Beinen.

Am nächsten Morgen zerrten mich die Polizisten aus der Zelle, um mich weiter zu verhören. Sechs Polizisten schlugen auf mich ein. Als ich mich weigerte, etwas zu sagen, renkten sie mir die Schulter aus. Ich ertrug die qualvollen Schmerzen und schwieg. Dann schickten sie mich zurück in die Zelle der Haftanstalt.

Am dritten Tag zerrten sie mich um 8 Uhr morgens heraus. Unter dem Vorwand, ihre Handlungen seien zu meinem eigenen Besten, sagten sie: „Wenn du den Namen eines Mitpraktizierenden nennst, lassen wir dich nach Hause gehen.“ Die Schmerzen waren so stark, dass ich kaum bei Bewusstsein bleiben konnte, aber ich weigerte mich dennoch, ein Wort zu sagen.

Am vierten Tag wurde ich in einen Raum gebracht, wo ich meine Familie sah. Der Leiter sagte uns, wir hätten eine halbe Stunde Zeit, und mein jüngerer Bruder umarmte mich und ich weinte. Mein Onkel, der über 70 war, sagte: „Sag ihnen einfach, was immer sie hören wollen! Kein Mensch könnte diese Folter überleben.“ Die Augen meines Bruders waren von Tränen gerötet. Er streckte mir die Hände entgegen und sagte: „Schwester, wir haben uns jahrelang Sorgen um dich gemacht. Wie sollen wir weitermachen, wenn du uns verlässt? Dann kniete sich mein Bruder zu meinen Füßen hin und flehte mich an nachzugeben.

Voller Schmerz und Trauer stand ich da. Trotz ihrer bösen Taten blieb die KPCh unantastbar. Stattdessen waren meine Liebsten gezwungen, sich den Launen der KPCh zu beugen, und konnten nicht mehr machen, als mich dazu zu überreden, den Wünschen der KPCh zu folgen. Nur eine böse Macht würde ihr Volk zwingen, sich zwischen Familie und Glauben zu entscheiden. Ich kämpfte gegen die Tränen an und sagte ihnen, sie sollten ohne mich nach Hause gehen.

Am fünften Tag um 8 Uhr morgens holten mich Polizeibeamte aus meiner Zelle und schlugen mich. Als ich mich jedoch weiterhin ihren Forderungen widersetzte, änderten sie ihre Taktik und versuchten, mich zum Nachgeben zu bewegen. „Hast du deinen Meister gesehen? Wozu die ganze Mühe? Wir müssen tun, was Jiang Zemin uns befiehlt.“ „Wenn dein Meister Präsident dieses Landes wird, wirst du sicher zum Ministerpräsidenten ernannt.“ „Kultivierende kümmern sich nicht um Politik oder weltliche Macht,“ antwortete ich.

Dann erklärte ich ihnen, warum Jiang Zemin so entschlossen war, Falun Dafa zu verfolgen, wie Falun Dafa weltweit praktiziert und von Regierungen verschiedener Länder unterstützt wird. Zudem erzählte ich ihnen von den Leiden, die ich während der Kulturrevolution erlebt hatte, und dass Buddhas zu bestimmten Zeiten auf die Erde herabsteigen, um die Menschen zu erlösen. „Jeder von uns ist zu eigenständigem Denken fähig. Wenn Falun Dafa wirklich schlecht wäre, bräuchte es dann eine derart massive Propagandakampagne und Ressourcen, um die Kultivierungsmethode in Verruf zu bringen? Jiang Zemin wollte Falun Dafa innerhalb von drei Monaten ausrotten – warum gibt es dann immer mehr Praktizierende? Falun Dafa überschreitet nationale Grenzen, Rassen, Kulturen und Sprachen und wurde bereits von Praktizierenden auf der ganzen Welt anerkannt. Um euch selbst und eure Familien zu schützen, behandelt Dafa bitte mit Respekt!‘ Sprachlos brachten sie mich wieder zurück ins Gefängnis. Als wir den langen Korridor entlanggingen, versammelten sich Mitgefangene und beobachteten mich mit großer Bewunderung. Einige zeigten mir sogar den Daumen nach oben und sagten: „Dein Meister ist wirklich großartig!“

Am sechsten Tag brachten mich die Polizisten in einen Raum der Haftanstalt. Ein Polizist sagte: „Du wirst auf jeden Fall zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden. Bei deiner Entlassung wirst du schon eine alte Frau sein. Warum sagst du nichts, damit wir dich freilassen?“, fragte ein anderer: „Hasse uns nicht, auch wenn wir dich verprügelt haben. Hättest du uns die Informationen gegeben, die wir wollten, hätten wir dich nicht geschlagen.“ Als ich aufstand, um zu gehen, wäre ich wegen meiner Verletzungen fast gestürzt. Danach brachten sie mich zurück in meine Zelle, wo ich nicht mehr aufstehen konnte. Mitpraktizierende kümmerten sich um mich, während Mitinsassen mir durch die Zellgitter Instantnudeln und Äpfel reichten und dabei sagten, wie gut und erstaunlich Falun Dafa sei! Leider konnte ich nichts essen.

Etwas mehr als einen Monat später wurde ich in den 5. Stock des Gebäudes der Bezirksstelle für öffentliche Sicherheit gebracht. Ein Leiter des städtischen „Büros 610“ betrat den Raum, begleitet von mehreren anderen Personen. Ohne ein Wort zu sagen, zog er meine rechten und linken Arme nach hinten und fesselte beide Arme diagonal hinter meinem Rücken mit Handschellen. Dann stopfte er eine Bierflasche in den Spalt zwischen meinen Armen und meinem Rücken, um die Handschellen fester zu ziehen. Er sagte mit grimmiger Miene: „Selbst der Härteste hält das keine Stunde aus. Innerhalb von zwei Stunden ist man verkrüppelt. Diese Strafe wird selbst dem berüchtigtsten Mörder ein Geständnis entlocken.“ Später sagte er: „Wir haben bis in die frühen Morgenstunden an dir gearbeitet und konnten nicht nach Hause gehen. Was willst du damit erreichen?“

Außerdem schlugen und traten sie mich wiederholt. Nach einer Stunde Misshandlung waren meine Arme und Hände geschwollen, heiß und taub. Der Anführer drückte mir daraufhin mit aller Kraft die Hände zusammen. Der Schmerz war so stark, dass es sich anfühlte, als würden meine Knochen zermalmt. Schweiß rann mir über das Gesicht, und ich begann zu erbrechen. In diesem Moment erinnerte ich mich an die Worte des Meisters:

„Was ich will, sind Jünger, die sich aufrichtig und würdevoll kultivieren; großartige Gottheiten, die so unzerstörbar sind wie Diamanten.“ (Störungen beseitigen, 05.07.2000, in Essentielles für weitere Fortschritte II)

Ich schwor mir, niemals nachzugeben.

Nach einer Weile kam der Leiter zu mir herüber. Während er mir mit einer Hand die Haare zurückstrich, drückte er mir mit der anderen das Kinn nach unten und sagte bösartig: „Ich bearbeite seit über 20 Jahren Fälle. Jeder Verbrecher redet mit mir. Ich glaube nicht, dass du es nicht tun wirst.“ Ich schwieg die nächsten 190 Minuten lang. Als sie mir schließlich die Handschellen abnahmen, um zum Mittagessen zu gehen, verlor ich das Bewusstsein. Der Leiter goss mir trotz der bitterkalten Witterung kaltes Wasser über den Körper, um mich wieder zu wecken. Dann fragte er: „Hast du die Schriften deines Meisters rezitiert (um die Vernehmung durchzustehen)?“ Ich antwortete: „Ja.“ Er sagte skeptisch zu den anderen Beamten: „Sie hat lange Arme. Wir haben sie nicht bis an ihre Grenzen gestreckt.“

Drei Tage später holten sie mich erneut aus meiner Zelle. Der Leiter des Büros 610 brachte zwei mir unbekannte Personen zu mir und sagte: „Alle wichtigen Persönlichkeiten aus der Stadt und dem Landkreis sind hier. Wirst du dich fügen?“ Ich litt unter schrecklichen Kopfschmerzen und Übelkeit. Gerade als ich mich übergeben wollte, verlor ich das Bewusstsein. Als die Polizei erkannte, dass sie mich so schwer verletzt hatten, dass ich die für die Einweisung in ein Gefängnis oder ein Arbeitslager erforderliche ärztliche Untersuchung nicht bestehen würde, erpresste sie von meiner Familie 10.000 Yuan (etwa 1.300 Euro) als Gegenleistung für meine Freilassung.

Die Verletzungen, die ich bei der letzten Folterung erlitten hatte, machten es mir in den folgenden drei Jahren unmöglich, mich selbst zu versorgen. Ich brauchte bei allem Hilfe – zum Beispiel beim Waschen meines Gesichts, beim Kämmen meiner Haare und beim Anziehen.

Aufrichtige Gedanken aussenden und die Schriften rezitieren, um die Gehirnwäsche zu überstehen

Im Jahr 2010 wurde ich erneut verhaftet und auf einer Polizeiwache in der Stadt verhört. Ich blieb ruhig, klar im Kopf und furchtlos, denn ich wusste, dass der Meister an meiner Seite war. Ferner verweigerte ich die Unterschrift unter jegliche Dokumente und erzählte meinen Verhörern stattdessen von Falun Dafa. „Ich werde auf keinen Fall irgendetwas unterschreiben.“ Ein Polizist entgegnete: „Wenn du nicht unterschreiben willst, werde ich es für dich unterschreiben.“ Ich sagte zu ihm: „Mein Junge, unsere Begegnung wurde vom Schicksal so gefügt. Ohne diese Gelegenheit wären wir einander fremd geblieben. Falun Dafa repräsentiert das Gesetz des Kosmos. Ohne Dafa würde nicht einmal die Erde existieren. Dein Beruf bringt die Verantwortung mit sich, für Gerechtigkeit zu sorgen, also musst du ein guter Mensch sein. Wenn du wirklich für mich unterschreiben willst, schreibe einfach: ‚Falun Dafa ist gut.‘ Das wird deinen Nachkommen zugutekommen.“ Der Polizist folgte meinem Rat und schrieb tatsächlich „Falun Dafa ist gut“ auf das Papier. In diesem Moment war ich zu Tränen gerührt.

Ein paar Tage später schickten sie mich ins Masanjia-Zwangsarbeitslager. Auf dem ganzen Weg dorthin rief ich: „Falun Dafa ist gut! Falun Dafa ist das Gesetz des Kosmos!“

Bei meiner Ankunft im Zwangsarbeitslager Masanjia wiesen die Wachen zwei Personen an, mich rund um die Uhr zu begleiten, in der Hoffnung, mich umstimmen zu können. Auch mehrere ehemalige Praktizierende, die Falun Dafa abgeschworen hatten, wurden zu mir geschickt, um mich zu beeinflussen. Als ich feststellte, dass diese ehemaligen Praktizierenden nicht einmal die Worte des Meisters, Lunyu, rezitieren konnten, nahm ich es auf mich, sie zu lehren, und schaffte dies innerhalb von 10 Tagen. Danach sollten verschiedene Personen aus anderen Städten mich umstimmen. Doch aufgrund meiner starken aufrichtigen Gedanken blieben ihre Bemühungen erfolglos.

Ich verbrachte ein Jahr in Masanjia, bevor ich freigelassen wurde. Dabei sandte ich ununterbrochen aufrichtige Gedanken aus und rezitierte Meister Lis Schriften wie Position und Lunyu.

Jede Gelegenheit nutzen, um die Fakten zu erläutern

Normalerweise begleite ich meine Tochter und meine Enkelkinder auf ihren Sommer- und Winterurlaubsreisen und kläre dabei die Menschen über die wahren Umstände von Falun Dafa und der Verfolgung auf. Einmal saß ich im Flugzeug neben einem jungen Mann. Da ich ihm die wahren Umstände erläutern wollte, war mir gleichzeitig bewusst, dass die Gefahr bestand, er könnte mich bei den Behörden melden. Doch ich überlegte: „Sobald wir aus diesem Flugzeug aussteigen, werde ich keine weitere Gelegenheit mehr dazu haben. Ich bin ein Dafa-Schüler der Fa-Berichtigung und habe die Aufgabe, die Tatsachen zu erläutern und ihnen die Gelegenheit zu geben, errettet zu werden. Ich muss entsprechend handeln.“ Daraufhin klärte ich diesen jungen Mann über die Tatsachen auf, und er erklärte sich zum Parteiaustritt aus der KPCh und ihren angegliederten Organisationen bereit.

Bei einer anderen Gelegenheit beteiligte ich mich an den Bemühungen zur Freilassung des Sohnes eines Mitpraktizierenden, der rechtswidrig inhaftiert worden war und dem das Besuchsrecht verweigert wurde. Wir nahmen einige Materialien zur Aufklärung der Tatsachen mit und suchten die städtische Polizeibehörde auf, um Berufung einzulegen. Der Mitarbeiter, der uns empfing, las die Materialien und reichte die Flugblätter dann an den jungen Mann neben ihm weiter. Dieser fragte daraufhin: „Woher habt ihr die?“ Ich antwortete: „Diese zu erhalten, ist ein Segen. Du wirst es verstehen, sobald du sie gelesen hast. Sie werden dir eine glänzende Zukunft sichern.“ Mein Wunsch, allen Lebewesen aufrichtig zu helfen, bewegte den Mitarbeiter, der mir sagte: „Nimm ein Taxi zur Gefängnisverwaltung und sag ihnen, dass du eine Besuchserlaubnis hast.“

Einmal ging ich zum Mittleren Volksgericht, um bei der Freilassung eines Mitpraktizierenden zu helfen. Ich verspürte ein wenig Angst, als ich meinen Personalausweis zur Registrierung vorlegen musste. Doch der Gedanke, dass der Meister und Dafa immer an meiner Seite sein würden, gab mir Kraft. Nachdem ich das Gebäude betreten hatte, traf ich mich mit beiden Richtern und erzählte ihnen von Falun Dafa. Zunächst drehten sie ihre Stühle und Gesichter ab und versuchten, mich zu ignorieren. Als ich weiterredete, stand einer der Richter auf und ging auf den Flur hinaus, um mir aus dem Weg zu gehen. Ich lief ihm hinterher und schaffte es, ihn davon zu überzeugen, seine Meinung zu ändern. Auch den anderen Richter konnte ich von der Güte von Falun Dafa überzeugen. Schließlich teilte mir einer von ihnen mit, dass der Mitpraktizierende, nach dem ich gefragt hatte, auf dem Weg ins Gefängnis sei. Ich könnte ihn mit dem Taxi einholen. Da ich wusste, dass ich kaum einen Grund hätte, das Mittlere Volksgericht noch einmal aufzusuchen, bat ich sie, aus der KPCh auszutreten. Ich sagte: „Mein größter Wunsch ist es, dass Sie erlöst werden. Ich möchte nicht, dass jemand von uns mit Bedauern Abschied nimmt.“ Nachdem ich über den Austritt aus der KPCh und ihren angegliederten Organisationen gesprochen hatte, kam der Richter von seinem großen Tisch herüber, schüttelte mir die Hand und sagte: „Danke, Tante.“ Ich war zutiefst bewegt. Am Ende erklärten sich beide Richter bereit, keine Falun-Dafa-Fälle mehr zu unterzeichnen, und ich half ihnen beim Austritt aus der KPCh.

Danach, da ich nicht mehr von Angst gelähmt war, besuchte ich mehrere andere Städte, um weitere Falun-Dafa-Praktizierende freizubekommen.

Seit über 20 Jahren führt mich Dafa durch Prüfungen und Schwierigkeiten. Inzwischen bin ich über 70 Jahre alt. Meine Tochter und ich gehen unbeirrt den von Falun Dafa für uns arrangierten Kultivierungsweg und gehen fast jeden Tag hinaus, um den Menschen die wahren Umstände zu erklären. Wenn ich auf meinen bisherigen Weg zurückblicke, lässt sich meine Dankbarkeit kaum in Worte fassen. Über all die Jahre haben mir die Erfahrungsberichte anderer Praktizierender geholfen und mir auf meinem Weg Orientierung gegeben. Heute möchte auch ich meine Kultivierungserfahrungen mit den Mitpraktizierenden teilen, in der Hoffnung, dass wir uns weiterhin gemeinsam erhöhen und kultivieren können.