(Minghui.org) Ich bin eine über 70-ährige Falun-Dafa-Praktizierende und von Beruf Rechtsanwältin. Im Jahr 2012 hatte ich das Glück, Falun Dafa kennenzulernen. Anfangs praktizierte ich lediglich mit dem Wunsch, meine Krankheiten zu heilen und meine Gesundheit zu verbessern. Während der Kultivierung veränderte sich mein körperlicher Zustand deutlich: Ich war Diabetikerin, weswegen ich mehr als zwanzig Jahre lang Insulin gespritzt hatte. Das brauchte ich nun nicht mehr und auch meine Brille wegen meiner starken Kurzsichtigkeit von etwa zehn Dioptrien brauchte ich nicht mehr zu tragen. Ich erlebte, wie außergewöhnlich und schön Falun Dafa ist.
Seit 2013 begann ich, mich an der Rettung von Mitpraktizierenden zu beteiligen.
Mit Unterstützung von langjährigen Mitpraktizierenden nutzte ich meine beruflichen Möglichkeiten als Rechtsanwältin und begann, Fälle von verfolgten Mitpraktizierenden zu übernehmen und mich für ihre Rettung einzusetzen. Anfangs bestand meine Arbeit hauptsächlich darin, die inhaftierten Mitpraktizierenden zu besuchen, Informationen über die Rettungsbemühungen weiterzugeben und mich über den jeweiligen Fall zu informieren. Ich half den inhaftierten Mitpraktizierenden, ihre eigenen Lücken und Anhaftungen zu erkennen, sich rechtzeitig zu berichtigen und ihr Vertrauen in die Kultivierung zu stärken. Außerdem ermutigte ich auch die Angehörigen der verfolgten Mitpraktizierenden, sich für deren Freilassung einzusetzen.
Während ich mich über den jeweiligen Fall informierte, verfasste ich anwaltliche Stellungnahmen an die zuständigen Polizeibeamten. Anhand konkreter Beispiele zeigte ich den Fallbearbeitern, was für gute Menschen die verfolgten Mitpraktizierenden waren. Ich wollte ihr Gewissen wecken, damit sie sich nicht an der Verfolgung beteiligten.
Unter den damaligen Umständen konnte die Einschaltung eines Rechtsanwalts bewirken, dass die Polizei vorsichtiger handelte und sich in ihrem Vorgehen stärker an rechtliche Vorgaben hielt. Manchmal zeigte dies sogar sofort Wirkung.
Im Dezember 2017 übernahm ich den Fall eines jungen Mannes, den Sohn einer Mitpraktizierenden. Er war rechtswidrig festgenommen worden, weil er als Zuhörer an einer Gerichtsverhandlung gegen einen Mitpraktizierenden teilgenommen hatte. Einen Monat später waren alle Mitpraktizierenden, die gleichzeitig mit ihm rechtswidrig festgenommen worden waren, wieder nach Hause zurückgekehrt – nur ihr Sohn nicht. Die Familie wusste weder, warum er weiterhin festgehalten wurde, noch wohin man ihn gebracht hatte.
Nachdem ich den Fall übernommen hatte, erledigte ich sofort die Formalitäten für die anwaltliche Vertretung und begleitete sie zur zuständigen Polizeidienststelle. Dort verlangte ich, meinen Mandanten zu sehen. Nachdem die Polizisten die Unterlagen entgegengenommen hatten, waren sie zunächst sehr freundlich und sagten, sie würden sofort einen Besuch arrangieren. Doch nachdem die Polizisten weggegangen waren, hörten wir nichts mehr von ihnen. Sie ließen uns einfach dort warten. Obwohl ich mehrmals nachfragte, erhielten wir keine Antwort.
Es war der letzte Monat des Jahres und sehr kalt. Die über siebzigjährige Mitpraktizierende und ich warteten einen ganzen Tag in der winterlichen Kälte, doch niemand kümmerte sich um uns. Die ältere Mitpraktizierende trug nicht einmal gefütterte Winterschuhe und wartete so in der Kälte.
Als ich dieses Verhalten der Polizei sah, verfasste ich rasch eine anwaltliche Stellungnahme und übergab sie ihnen. Darin schrieb ich: „Ihr Verhalten verstößt bereits gegen das Strafrecht und erfüllt den Tatbestand der unrechtmäßigen Freiheitsentziehung. Wenn Sie heute weder einen Besuch ermöglichen noch die Person freilassen, behalten sich die Angehörigen das Recht vor, Anzeige zu erstatten.“
Danach gingen wir weg. Kurz nachdem ich zu Hause angekommen war, erhielt ich einen Anruf der Mitpraktizierenden. Sie sagte: „Mein Sohn ist wieder zu Hause.“
Dass mein Vorgehen sofort Wirkung zeigte, war für mich eine große Ermutigung.
In allen Fällen, in denen ich Mitpraktizierende anwaltlich vertrat, plädierte ich stets auf nicht schuldig. Ich hatte Kopien einschlägiger Dokumente der staatlichen chinesischen Behörde für Presse und Publikation in meiner Tasche und legte sie bei passender Gelegenheit den zuständigen Polizeibeamten und Richtern vor. So konnten sie erkennen, dass der Besitz von Falun-Gong-Büchern und Informationsmaterialien nach den geltenden Gesetzen nicht verboten ist. In der Regel konnten die Polizisten das verstehen und gingen dann nicht so hart gegen die Mitpraktizierenden vor.
Ich erkannte auch, dass ich den Mut, die Zuversicht und die Fähigkeit hatte, für Falun-Dafa-Praktizierende zu sprechen und ihre Rechte zu verteidigen. Das ist etwas, was gewöhnliche Rechtsanwälte nicht in gleicher Weise besitzen, denn meine Worte tragen die Barmherzigkeit und Kraft von Falun Dafa in sich.
Dass ich meine beruflichen Möglichkeiten nutzen konnte, um etwas zur Bestätigung des Fa beizutragen, lag nicht daran, dass ich selbst besonders fähig war, sondern daran, dass Dafa mir aufrichtige Gedanken gab und der Meister mich beschützte. Außerdem bekam ich Hilfe von Mitpraktizierenden sowie die Unterstützung der Angehörigen. Ich spielte dabei lediglich die Rolle einer Brücke.
Damals war ich jedoch innerlich noch ein wenig erfreut darüber. Ich dachte, viele Rechtsanwälte wollten keine Falun-Gong-Fälle übernehmen – in Wirklichkeit wagten sie es nicht –, aber ich hatte es geschafft! Mein Handeln brachte den Gerechtigkeitssinn zum Ausdruck, für den ein Rechtsanwalt stehen sollte, und wahrte zugleich die Würde des Rechts auf dieser menschlichen Ebene.
Damals betrachtete ich mich noch nicht vollständig als Kultivierende und konzentrierte mich noch zu sehr auf das, was zu tun war. Wenn mir etwas begegnete, betrachtete ich es weiterhin mit dem Denken und den Anschauungen gewöhnlicher Menschen. Ich verstand es noch nicht wirklich, mein Herz zu kultivieren und nach innen zu schauen. Mit der Zeit nutzten die alten Mächte meine Lücken aus und fügten mir schweren Schaden zu.
Einmal, als ich mich gerade darauf vorbereitete, eine Mitpraktizierende zu besuchen, bildete sich plötzlich eine eitrige Schwellung an meiner Fußsohle. Ich konnte weder stehen noch gehen. Außerdem wurde die Schwellung sehr schnell größer. Am zehnten Tag verlor ich plötzlich das Bewusstsein. Meine Familie brachte mich eilig ins Krankenhaus zur Notrettung.
Mein Blutzuckerwert war so hoch, dass er die Messgrenze überschritt. Bei mir wurde eine diabetische Ketoazidose diagnostiziert, und zweimal wurde eine Mitteilung über Lebensgefahr ausgestellt. All das erzählte mir meine Familie, nachdem ich wieder zu Bewusstsein gekommen war. Das örtliche Krankenhaus konnte mich nicht weiterbehandeln, sodass ich in ein Krankenhaus in Peking verlegt wurde.
Während ich bewusstlos war, sah ich eine Gruppe von Geistern, die gekommen waren, um mir das Leben zu nehmen. Ich schrie heftig und laut: „Mein Meister kümmert sich um mich!“ und ließ sie nicht näherkommen.
Sehr schnell verschwanden diese Wesen, und auch ich wurde wieder ruhig. Es war der Meister, der diese bösen Geister vertrieb, meinen physischen Körper beschützte und auch meinen Fuß bewahrte, sodass er nicht amputiert werden musste.
Ende Oktober 2019 wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Ich hatte die härteste und qualvollste Prüfung auf Leben und Tod in meinem Leben überstanden. Dafa hatte mir ein neues Leben geschenkt.
Im Jahr 2022 konnte ich bereits langsam wieder die Treppe hinuntergehen und mich etwas bewegen. Zu dieser Zeit hörte ich von Mitpraktizierenden, dass die Mitpraktizierende A aus unserer Gegend auswärts arbeitete und Ende 2021 von der dortigen Polizei entführt worden war, als sie Menschen über die wahren Umstände aufklärte. Die dortigen Mitpraktizierenden setzten alles daran, sie zu retten.
Nachdem die Mitpraktizierender B, die aufgrund der Verfolgung ihre Heimat verlassen hatte und sich damals in unserer Gegend aufhielt, davon erfahren hatte, beteiligte sie sich sofort an der Rettung von A. Gemeinsam mit dem Mann von A, der ebenfalls ein Praktizierender war, fuhr sie dorthin, um sich vor Ort über die Situation zu informieren.
Als die alten Mächte sahen, dass die Mitpraktizierenden aus beiden Gegenden bei der Rettung von A zusammenwirkten und dadurch ein starkes Feld aufrichtiger Gedanken bildeten, führten sie einen bösartigen Angriff gegen As Mann aus. Noch am Abend desselben Tages, an dem er mit dem Mitpraktizierenden B von dort zurückgekehrt war, verstarb er plötzlich. Das erschwerte die Rettung der Mitpraktizierenden A erheblich.
Doch selbst unter diesen Umständen gingen die alten Mächte noch skrupelloser vor. Kaum war der As Mann verstorben, wurde auch der Mitpraktizierender B, die sich aktiv an der Rettung beteiligt hatte, entführt.
So wurde ich plötzlich mit diesem erschütternden Kampf zwischen Gut und Böse konfrontiert. A und B mussten gerettet werden, doch der Ort des Geschehens lag über hundert Kilometer entfernt. Diese schwere Verantwortung lag nun unweigerlich auf meinen Schultern.
Damals war ich fast 70 Jahre alt, und meine körperliche Kraft und Energie befanden sich noch in der Erholung. Doch diese Sache musste getan werden!
Als ersten Schritt fand ich die Telefonnummer und die Adresse des Untersuchungsgefängnisses heraus, in dem A festgehalten wurde, und ermutigte ihre ältere Schwester, Geld für sie einzuzahlen. Da A bereits mehrfach vom Bösen verfolgt worden war, wagte ihr Sohn aus Angst nicht mehr, sich zu seiner Mutter zu bekennen. Nur ihre ältere Schwester war bereit, sich einzuschalten und für sie einzutreten.
As Schwester lebte auf dem Land und hatte nur wenig Schulbildung. Deshalb nahm ich ein Taxi und fuhr mit ihr zu der etwa 150 Kilometer entfernten Haftanstalt, um Geld für A einzuzahlen. Gleichzeitig besprach ich mit ihr, wie wir weiterhin A helfen und sie retten könnten.
Der Mitpraktizierender C vor Ort nahm uns dort in Empfang. Durch die Zusammenarbeit der Mitpraktizierenden bildeten wir Dafa-Jünger aus beiden Gegenden einen Gesamtkörper zur Rettung und einen Gesamtkörper zur Beseitigung des Bösen. Während des gesamten Prozesses ließen wir As Schwester kein Geld ausgeben, sodass sie wirklich sehen konnten, dass Falun Dafa gut ist.
Der zweite Schritt bestand darin, Vorbereitungen zu treffen, um bei der Gerichtsverhandlung der Verfolgung entgegenzutreten.
Zuerst ermutigte ich As ältere Schwester in der Hoffnung, dass sie als Familienangehörige die Verteidigung ihrer jüngeren Schwester übernehmen und vor Gericht für sie sprechen könnte. Aus Angst vor der repressiven Macht der bösartigen Partei konnte die ältere Frau unsere Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Sie hoffte aber sehr, dass ihre Schwester bald nach Hause zurückkehren würde. Nachdem wir wiederholt mit ihr gesprochen hatten, erklärte sie sich schließlich bereit, als Zuhörerin an der Verhandlung teilzunehmen.
Daraufhin half ich ihr, den Nachweis über das Verwandtschaftsverhältnis zu besorgen, und wandte mich an den Richter, um ihre Teilnahme als Zuhörerin zu beantragen. Am Tag der Verhandlung saßen wir gemeinsam auf den Zuhörerplätzen.
Die Gerichtsverhandlungen, mit denen die bösartige Partei Dafa-Jünger verfolgt, sind nur Formsache. Von der Eröffnung der Verhandlung bis zur Beweisaufnahme wurde alles lediglich pro forma durchgeführt. Es gab keine Debatte, und erst recht keine Gelegenheit, Stellung zu nehmen. Dann wurde die Verhandlung unterbrochen; auch am Nachmittag wurde sie nicht fortgesetzt.
In Wirklichkeit wurde die Verhandlung unterbrochen, weil während der Verhandlung viele Dafa-Jünger in der Umgebung des Gerichts aufrichtige Gedanken aussendeten. Das Böse konnte es nicht ertragen und griff deshalb zu dem Trick, die Verhandlung zu unterbrechen. Erst nachdem es wieder zu Kräften gekommen war, wurde die Verhandlung fortgesetzt. Doch das Böse entzog uns das Recht, als Zuhörer teilzunehmen.
Um sich Verdienste anzurechnen, stuften die örtlichen Polizei-, Staatsanwaltschafts- und Justizbehörden den As Fall als besonders bedeutsam ein, verschärften die Verfolgung gegen sie und verurteilten sie zu Unrecht zu neun Jahren Haft. Als A nach dem chinesischen Neujahr 2022 in ein Gefängnis überstellt wurde, informierte die Haftanstalt die Angehörigen nicht. Auch nach ihrer Aufnahme im Gefängnis wurden die Angehörigen nicht benachrichtigt. Vier Jahre sind inzwischen vergangen, und ihre Familie konnte A bis heute nicht besuchen.
Ganz gleich, ob A im Untersuchungsgefängnis oder später im Gefängnis war, von Anfang bis Ende weigerte sie sich, den Forderungen des Bösen nachzugeben. Wohin sie auch kam, rief sie: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“
A ist eine Dafa-Jüngerin; wir konnten nicht zulassen, dass das Böse sie nach Belieben verfolgt. In den vergangenen vier Jahren haben sich die Mitpraktizierenden an dem Ort, an dem A zuvor gearbeitet hatte, ununterbrochen darum bemüht, ihren Verbleib herauszufinden. Wir wirkten zusammen, nahmen Kontakt mit dem Gefängnis auf und wandten uns auch an die Gefängnisverwaltung. Doch sobald die Mitarbeiter dort As Namen hörten, wichen sie unter allen möglichen Vorwänden aus und teilten uns die tatsächliche Situation von A nicht mit.
Um herauszufinden, wo A festgehalten wurde, nahm ich Kontakt mit ihrer älteren Schwester auf und brachte sie zur Polizeistation, um dort einen Nachweis über das Verwandtschaftsverhältnis ausstellen zu lassen. Anschließend schickte ich die vorbereiteten Unterlagen von A an die Gefängnisverwaltung, in der Hoffnung, von dort eine Antwort zu erhalten.
Dieser Vorgang klingt einfach. Doch bei der tatsächlichen Durchführung wurde er für mich zu einem Prozess, in dem ich meine Ungeduld ablegte.
Ganz gleich, wo etwas zu erledigen war, und ganz gleich, wie einfach die Angelegenheit war, musste ich As ältere Schwester dorthin begleiten. Es schien, als sei sie nicht in der Lage, selbstständig etwas zu erledigen. Allein die SIM-Karte auf ihren eigenen Namen registrieren zu lassen, bereitete große Schwierigkeiten.
Ihr Handy war zu alt, und die SIM-Karte war nicht einmal auf ihren eigenen Namen registriert. Deshalb kaufte ich ihr ein Seniorenhandy und sagte ihr, sie solle in einer Filiale von China Mobile eine SIM-Karte kaufen. Wir verabredeten, dass ich in der Filiale auf sie warten würde. Doch sie konnte die Filiale nicht finden. Als ich sie kontaktieren wollte, war sie telefonisch nicht erreichbar.
Eigentlich war der Ort, an dem sie sich befand, nur einige hundert Meter von der Filiale entfernt. Um Zeit zu gewinnen, blieb mir nichts anderes übrig, als ein Taxi zu nehmen und sie abzuholen. Nachdem die Karte eingerichtet war, lud ich ihr noch Guthaben auf. Dann sagte ich ihr, dass dieses Handy ausschließlich dazu dienen solle, Anrufe vom Gefängnis entgegenzunehmen, und nur für diesen Zweck bestimmt war.
Doch sie benutzte dieses Handy weiterhin häufig, sodass es entweder keinen Akku mehr hatte oder kein Guthaben mehr vorhanden war. Ich musste ihr erneut ein Guthaben aufladen. Das Geld war nicht das Problem; entscheidend war, dass dadurch wichtige Anrufe oder Angelegenheiten verpasst werden konnten.
Um die As aktuelle Situation zu erfahren, suchte ich ihre ältere Schwester mehrmals auf. Doch jedes Mal, selbst wenn Zeit und Ort vorher vereinbart waren, konnte ich sie nicht zuverlässig antreffen. Entweder musste sie wegen einer anderen Angelegenheit früher weg, oder sie war schon nicht mehr da, als ich ankam, oder sie kam nicht pünktlich, sodass ich dort nur geduldig warten konnte.
Ich bin von Natur aus etwas ungeduldig. Da sie sich immer wieder nicht an unsere Absprachen hielt, konnte ich es schließlich nicht mehr ertragen, und auch mein Groll kam zum Vorschein. Ich machte ihr innerlich Vorwürfe: „Wie kann sie nur so sein? Sie hält nicht einmal die einfachsten Absprachen ein und zeigt nicht einmal den geringsten Respekt! Was schulde ich ihr eigentlich aus einem früheren Leben, dass sie mich so quält?“
Sogar der Gedanke tauchte in mir auf: „Ich will mich darum nicht mehr kümmern.“
Doch meine menschlichen Anhaftungen wurden durch die selbstlose Haltung des Mitpraktizierenden C erschüttert, die unbeirrt an der Rettung von A festhielt.
Im August letzten Jahres erzählte mir C, dass er A bei einer Beschwerde gegen ihre Verurteilung unterstützen wolle. Dazu musste As Schwester A als Angehörige eine Beschwerdeschrift beim Gericht einreichen. Die Beschwerdeschrift war bereits verfasst; nun brauchten sie meine Mithilfe, um die Schwester zu finden, damit sie sie unterschrieb und ihren Fingerabdruck darauf setzte.
Angesichts der Selbstlosigkeit des Mitpraktizierenden C schmolz mein anfänglicher innerer Widerstand dahin. C ließ sich weder von der weiten Entfernung noch von möglichen persönlichen Risiken abschrecken und scheute auch keine Mühen. Sein selbstloser Einsatz berührte mich tief. Zugleich erkannte ich daran die Lücken in meiner eigenen Kultivierung.
Daraufhin nahm ich sofort Kontakt mit As Schwester auf, um die Beschwerdeschrift so schnell wie möglich zu vervollständigen und sie dem Rechtsanwalt baldmöglichst zuzusenden.
Vielleicht war meine Xinxing noch nicht ausreichend erhöht. Zwei Tage lang rief ich sie immer wieder an, konnte sie aber nicht erreichen. Sie nahm das Telefon nicht ab und rief auch danach nicht zurück.
Ich war sehr besorgt. Da ich wusste, dass sie tagsüber arbeitete und abends zu Hause war, nahm ich ein Taxi und fuhr zu ihr nach Hause. Doch weil ich am Abend zum falschen Haus gegangen war, konnte ich sie auch diesmal nicht finden.
Ich dachte: Niemand kann Dafa-Jünger daran hindern, das Richtige zu tun.
Ich beschloss, am nächsten Tag noch einmal tagsüber hinzugehen. An diesem Abend sandte ich aufrichtige Gedanken aus und bat im Innern den Meister um Hilfe.
Am nächsten Tag fuhr ich erneut mit dem Taxi zum Haus der Schwester. Zufällig war sie gerade von der Schule zurückgekommen, wo sie für ihren Enkel etwas bezahlt hatte. Ich fragte sie, warum sie meine Anrufe nicht angenommen habe. Erst da erfuhr ich, dass sie während der Arbeit kein Handy mitnehmen durfte.
Ich erklärte ihr den Grund meines Besuchs und bat sie, mit mir in die Kreisstadt zu fahren, um die erforderlichen Unterlagen für die Beschwerde fertigzustellen. So konnten wir diese Angelegenheit am Nachmittag sehr reibungslos abschließen.
Auch meine Ungeduld ließ ich los. Um sie zu ermutigen, kaufte ich ihr Geschenke und ließ sie dann mit dem Taxi nach Hause bringen.
Mit der Unterstützung des verehrten Meisters verlief die Angelegenheit erstaunlich reibungslos. Daraus erkannte ich, dass mein Glaube an den Meister und das Fa durch meine menschlichen Anhaftungen behindert worden war und die Angelegenheit deshalb nicht reibungslos verlaufen war.
As Beschwerde konnte endlich in den nächsten Schritt gehen! Auch der Tag, an dem die beiden Schwestern einander wiedersehen würden, war nicht mehr fern. Nachdem ich für die Rettung der verfolgten Mitpraktizierenden das getan hatte, was ich tun sollte, fühlte ich mich auf einmal um vieles erleichtert.
Während ich diesen Artikel schrieb, kam ich innerlich zur Ruhe und blickte auf diese vier Jahre zurück: von der Verfolgung der Mitpraktizierenden A bis zum Bemühen um ein Besuchsrecht für ihre Angehörigen; von der Suche nach ihrem Verleib bis hin zur Einreichung einer Beschwerde für sie. Wenn ich an das zurückdenke, was ich während des gesamten Prozesses getan, gedacht und empfunden habe, sind meine Gefühle sehr gemischt. Zugleich zog sich durch all dies auch der Prozess meiner Kultivierung, in dem sich meine Xinxing erhöhte.
Diese Kultivierungserfahrung hat mir sehr viel gebracht.
Ich erkannte dadurch meine Ungeduld und konnte sie beseitigen, sodass ich, wenn mir etwas begegnete, ruhig bleiben und aus der Sicht der Dafa-Kultivierung handeln konnte. Auch meinen Groll erkannte ich und beseitigte ihn. Ich lernte, bei Schwierigkeiten nach innen zu schauen und meine Anhaftungen und menschlichen Gesinnungen zu erkennen. Und schließlich wurde mir auch mein Streben nach persönlichen Vorteilen bewusst, so dass ich es beseitigen konnte.
Bei allem, was wir machen, müssen wir, um dem Zustand der gewöhnlichen Menschen zu entsprechen und die Dinge gut zu erledigen, bei großen wie bei kleinen Angelegenheiten auch bereit sein, die notwendigen finanziellen Aufwendungen auf sich zu nehmen. Denn wir kultivieren uns in der Welt der gewöhnlichen Menschen, und dazu gehört auch ein normaler zwischenmenschlicher Umgang.
Mein Leben wurde mir vom Meister des Dafa gegeben. Auch dieser menschliche Körper wurde durch den Schutz des Meisters für mich bewahrt. Alles, was ich habe, gehört Dafa, und auch mein Geld ist eine Ressource des Dafa. Wenn für die Fa-Berichtigung Ausgaben notwendig sind, dann sollte dieses Geld auch dafür eingesetzt werden. Erst dann hat es einen wirklichen Wert.
Nehmen wir zum Beispiel eine Taxifahrt: Wir sparen Zeit und Kraft, und zugleich bietet sich uns die Gelegenheit, dem Fahrer die wahren Umstände zu erklären und ihm beim Austritt aus den drei Organisationen der Kommunistischen Partei Chinas zu helfen, damit er Sicherheit und Frieden erlangen kann. So können wir mit einer Sache gleich mehrere gute Wirkungen erzielen.
Wir sind Dafa-Jünger in der Zeit der Fa-Berichtigung, und selbst die Gottheiten im Kosmos beneiden uns darum. Künftig werde ich noch mehr Wert auf die Kultivierung meiner Xinxing legen und auf die Kultivierung in großen und kleinen Angelegenheiten, in jedem Gedanken, jedem Wort und jeder Handlung achten, mein Gelübde erfüllen und dem Meister nach Hause folgen.