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Lettland: Falun-Dafa-Praktizierende reflektieren ihre Kultivierung beim Sommer-Retreat

12. September 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Lettland

(Minghui.org) Eine geschätzte jährliche Tradition im Baltikum ist das Sommer-Retreat, bei dem die Einheimischen die langen Tage ihres kurzen Sommers nutzen, um die Küstenorte zu genießen. Sie widmen sich in dieser Zeit vielfältigen entspannenden Aktivitäten – vom Baden in heißen Quellen über Mineralbehandlungen bis hin zu Wanderungen durch majestätische Kiefernwälder.

Für die lettischen Falun-Dafa-Praktizierenden haben diese Zusammenkünfte eine besondere Bedeutung. Seit 2024 treffen sie sich alljährlich am Ende des Sommers, um gemeinsam zu meditieren, das Fa zu lernen und sich darüber auszutauschen, wie sie ihren Charakter im Sinne der Grundprinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht weiter veredeln können.

In diesem Jahr fand ein solches Treffen vom 28. bis 30. August in dem malerischen Küstenort Apšuciems statt, an dem auch Praktizierende aus Litauen teilnahmen.

Praktizierende während ihres Retreats vom 28. bis 30. August 2026 an der Ostseeküste bei den Falun-Dafa-Übungen (Minghui.org)

Vorstellung von Falun Dafa in Engure und Tukums

Das diesjährige Retreat umfasste Ausflüge in die beiden nahegelegenen Orte Engure und Tukums. Die Praktizierenden nutzten diese Gelegenheit, um Falun Dafa an Orten vorzustellen, an denen sie normalerweise keine Informationsveranstaltungen abhalten. Sie informierten die Einwohner über Falun Dafa und darüber, wie die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Falun Dafa verfolgt.

Einheimische hörten sich interessiert die Informationen über Falun Dafa und die Verfolgung in China an. Etliche unterzeichneten dann eine Petition, die ein Ende der Folter und Tötung von Menschen fordert.

Praktizierende bei einer Veranstaltung in Tukums bei den Falun-Dafa-Übungen (Minghui.org)

Einige Passanten berichteten, sie hätten die Praktizierenden bereits an anderen Orten gesehen – meist in Riga in der Nähe der chinesischen Botschaft. Dort präsentieren die Praktizierenden Plakate, die ein Ende der Unterdrückung fordern, und laden dazu ein, eine internationale Petition an die G7+7-Staaten zu unterzeichnen.[1]

In Konflikten lernen, nach innen zu schauen

Praktizierende machen in Apšuciems die Falun-Dafa-Übungen (Minghui.org)

Während ihrer drei Tage in Apšuciems lasen die Praktizierenden das Zhuan Falun.

Raimonds nahm an dem Retreat teil und erklärte, eines seiner Ziele sei es gewesen, sich auf die Stärken und Talente der Mitpraktizierenden zu konzentrieren und nicht auf Aspekte, die nicht mit seiner eigenen Denkweise übereinstimmten.

Das sei eine neue Erkenntnis über sich selbst und seine spirituelle Entwicklung gewesen; er habe das Retreat nutzen wollen, um an sich zu arbeiten. „Als ich in den folgenden Tagen anderen Menschen begegnete – selbst solchen, die ich zuvor nicht mochte –, versuchte ich, ihre Stärken zu sehen. Dabei bemerkte ich tatsächlich, wie viele Talente andere Menschen haben, wie viel ich von ihnen lernen kann und wie engagiert sie sind“, so Raimonds.

„Aufgrund dieser Erfahrung bin ich fest davon überzeugt, dass nichts zufällig geschieht. Jeder Konflikt ist eine Gelegenheit, den eigenen Charakter zu verbessern, anstatt den Blick nach außen zu richten. Es geht darum, Probleme aus verschiedenen Perspektiven betrachten: das Negative als etwas Gutes sehen und das Gute als Chance begreifen, nicht in Bequemlichkeit zu verfallen. Unterschiedliche Herausforderungen ermöglichen es uns, zu wachsen“, fügte er hinzu.

Raimonds empfand zudem die Atmosphäre des Retreats, das den Schwerpunkt auf das Nach-innen-Schauen legte, als hilfreich für die Vertiefung seines eigenen spirituellen Verständnisses und als „eine wunderbare Erfahrung“.

Altruismus in die Praxis umsetzen

Für Liene bot das Retreat die Gelegenheit, sich mit anderen Praktizierenden auszutauschen und deren Erkenntnisse zu ihrer eigenen Kultivierung zu erfahren. Sie berichtete, dass sie dazu neige, sich von anderen zu isolieren – was dazu führen könne, dass sie als gleichgültig wahrgenommen werde, und es ihr zudem erschwere, auf andere zuzugehen und Hilfe anzunehmen.

„Mir wird immer deutlicher, wie wichtig es ist, das Wohl anderer an die erste Stelle zu setzen. Wenn wir das alle wirklich tun, entsteht daraus große Kraft und eine positive Wirkung. Konzentrieren wir uns hingegen nur auf uns selbst, kapseln uns ab und versuchen, unsere Schwierigkeiten allein zu bewältigen, kann sich dieser Prozess erheblich in die Länge ziehen“, so Liene.

Sie sagte, das Retreat habe sie wieder einmal daran erinnert, wie wichtig es ist, sich nicht in sich selbst zu verschließen, sondern sich wirklich um andere zu kümmern.

Alle Teilnehmenden schätzten die Gelegenheit zusammenzukommen sehr; es motivierte sie dazu, sich noch gewissenhafter zu kultivieren. Voller Zuversicht, neuer Energie und Inspiration für gemeinsame Pläne im kommenden Jahr machten sie sich auf den Heimweg.

Die Teilnehmer des Retreats (Minghui.org)


[1] Anmerkung der Redaktion: Die Gruppe der Sieben (G7) ist ein zwischenstaatliches politisches Forum der führenden Industrienationen, das der Erörterung und Abstimmung globaler wirtschaftlicher und politischer Fragen dient. Zu den G7-Mitgliedern gehören die USA, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und das Vereinigte Königreich. Die „+7“-Länder der Gruppierung „G7+7“umfassen Argentinien, Australien, Indien, Israel, Mexiko, Südkorea und Taiwan.