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Die Ehre und Würde eines Dafa-Jüngers – unsere aufrichtigen Gedanken sind mächtig

14. September 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Meister Li sagt:

Die aufrichtigen Gedanken der Dafa-Jünger sind mächtig.“ (24.04.2001, in: Essentielles für weitere Fortschritte II)

Die Lehre des Meisters kann ich voll und ganz bestätigen, denn ich habe die Kraft der aufrichtigen Gedanken am eigenen Leib erfahren.

Ende 2002 wurde ich für ein Jahr in einem Zwangsarbeitslager festgehalten, weil ich nach Peking gereist war, um für Falun Dafa zu appellieren. Am 5. März 2002 strahlten Praktizierende in Changchun Videos über das Fernsehen aus, die über die wahren Umstände informierten. Daraufhin startete die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) eine massive Verfolgungskampagne und verhaftete eine große Anzahl von Praktizierenden. Über Nacht waren Zwangsarbeitslager, Gefängnisse und andere Haftanstalten überfüllt. Das Zwangsarbeitslager, in dem ich inhaftiert war, hatte sieben Abteilungen, in denen jeweils fast 400 Menschen eingesperrt waren.

Am Neujahrstag 2003 gab es eine Veranstaltung im Arbeitslager, in der die Erfolge der sogenannten Umerziehung präsentiert werden sollten. Nur umerzogene Häftlinge durften ihre Familienangehörigen ins Lager einladen. Am Vormittag sollte eine Aufführung stattfinden, gefolgt von einem gemeinsamen Mittagessen mit den Familien. Viele Häftlinge meldeten sich für diese Veranstaltung an.

Ich machte mir nicht viel Gedanken darüber und erledigte einfach meine tägliche Arbeit. Von 6 bis 20 Uhr mussten wir in der Werkstatt des Arbeitslagers arbeiten. Die Mahlzeiten und eine Toilettenpause um 19 Uhr waren die einzige Unterbrechung.

Während der Toilettenpause eröffnete mir Beishan, eine Mitpraktizierende: „Ma Yan hat mehr als ein Dutzend Reden geschrieben, die den Meister und Dafa verunglimpfen. Sie sind wirklich abscheulich. Morgen früh wird sie das vor allen Familienangehörigen vortragen. Schadet das nicht den Menschen?!“

Als ich sie fragte, was wir ihrer Meinung nach tun sollten, antwortete sie: „Wir müssen das verhindern. Am besten ist, wir sprechen mit dem Leiter unserer Abteilung.“ – „Gut! Ich werde dich begleiten, bin aber nicht gut im Reden. Du wirst das übernehmen müssen.“ Beishan schlug vor: „Gehen wir erst mal zum Aufseher im Flur.“ Dieser Fluraufseher informiert rund um die Uhr die Wachen, wenn jemand zum Büro möchte.

Beishan hatte ein Hochschulstudium im Bereich Rechnungswesen abgeschlossen. Viele Jingwen des Meisters konnte sie frei aufsagen. Sie schrieb mir Passagen auf, damit ich sie auswendig lernen konnte. Das half mir enorm. In ihrer Gegenwart war ich wirklich selbstbewusst.

Der Fluraufseher informierte uns, dass Direktor Xing sich gerade mit dem Leiter der Abteilung in seinem Büro unterhielt, wir sollten in der Werkstatt warten. Beishan sagte zu mir: „Ich kenne Xing, er ist wirklich bösartig.“

Im Jahr 1999 war Beishan zum ersten Mal in einem Zwangsarbeitslager festgehalten worden, wo Wärter sie gefoltert hatten. Man wollte sie zwingen, auf ihren Glauben zu verzichten. Mit neun Elektrostäben schockten sie ihren Kopf gleichzeitig. Dadurch wurde ihr Gesicht komplett verunstaltet. Xing war einer von ihnen.

Die Aufsicht kam und informierte uns darüber, dass ich nun zum Leiter der Abteilung gehen könne. Ich sagte, ich wolle mit Beishan zusammen hin. Aber er meinte, er habe nur mich angekündigt.

Ein aufrichtiger Gedanke

Plötzlich spürte ich einen enormen Druck. Mein Herz begann heftig zu klopfen und meine Hände und Füße zitterten, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte. Ich fragte mich: „Was soll ich ihm sagen? Ich bin überhaupt nicht vorbereitet! Ich bin nur eine Landfrau mit einem mittleren Schulabschluss. Ich wollte doch nur Beishan unterstützen. Jetzt muss ich reden. Kann ich das überhaupt?“

Kurz bevor ich an der Bürotür klopfen wollte, sagte ich mir: „Ich bin eine Dafa-Jüngerin. Ich sollte mich würdevoll verhalten. Es gibt nichts, wovor ich Angst haben muss. Ich spreche mein Anliegen einfach direkt an.“ Als ich gerufen wurde, hatte ich überhaupt keine Angst. Ich sah den Leiter unserer Abteilung direkt an und sagte: „Ich habe gehört, dass Ma Yan morgen eine Rede halten wird, in der sie Meister Li und Falun Dafa angreifen wird.“

Sein Ausdruck änderte sich plötzlich: „Ja, na und?“ – „Das werden wir nicht zulassen.“ Direktor Xing, der mir gegenübersaß, sprang auf, schlug mit der Faust auf den Tisch und rief: „Was?! Du wirst es nicht zulassen? Für wen hältst du dich?“ Der Abteilungsleiter rief auch: „Wie kannst du das wagen?! Bist du von Sinnen?!“

Ohne jede Angst sagte ich laut: „Wenn sie hochgeht, um diese Rede zu halten, werde ich ‚Falun Dafa ist gut‘ rufen, und viele andere Praktizierende werden es auch tun. Damals ging ich zum Platz des Himmlischen Friedens und rief es ebenfalls. Warum sollte ich also Angst haben, es in diesem kleinen Arbeitslager zu rufen?“ Keiner sagte ein Wort, sie sahen auch nicht mehr so bedrohlich aus. Es dauerte eine Weile, bis der Abteilungsleiter wieder zu sich kam. Dann sagte er: „Na gut, ich verstehe. Du kannst gehen.“

Ich ging zurück in die Werkstatt, setzte mich hin und spürte, wie mein Herz hämmerte. Ich war wirklich erschüttert. Nach 20 Uhr, als die Arbeit zu Ende war, kamen Mitpraktizierende zu mir. Ich erzählte ihnen, was passiert war, woraufhin sie sich Sorgen um mich machten. Beishan sagte: „Du hast keine Ahnung, wie bösartig die sind. Ich fürchte, dass sie dir morgen Ärger bereiten werden.“ Ich erwiderte: „Mach dir keine Sorgen. Ich werde mein Wort halten. Wenn sie morgen zulassen, dass Ma Yan den Meister und Dafa verleumdet, werde ich aufstehen und ‚Falun Dafa ist gut!‘ ausrufen.“ Andere Praktizierende nickten: „Wir werden alle aufstehen und mit dir rufen.“ Beishan meinte: „Wir müssen eine Möglichkeit finden, wie wir die Praktizierenden aus anderen Abteilungen benachrichtigen können, dann könnten sie sich uns anschließen.“

Am nächsten Morgen hielten die Wärter ein Treffen ab. Niemand suchte mich auf. Während der Vorstellung ließ ich die Bühne keinen Augenblick aus den Augen; Ma Yan erschien nicht. Die ganze Zeit über gab es keine einzige Rede, welche den Meister oder Dafa angriff. Ich bekam mit, dass die Reden, die von den Praktizierenden aus anderen Abteilungen gehalten werden sollten, in letzter Minute abgesagt worden waren.

Nach der Vorstellung reichte mir die Wache, die neben mir stand, einen Ballon mit den Worten: „Du hast es gut gemacht!“ Ich fand es damals lächerlich, aber jetzt weiß ich, dass der Meister mich damit ermutigte.

Damals hatte ich eigentlich keine starken aufrichtigen Gedanken. Sie wurden förmlich aus mir hinausgezogen. In dem kritischen Moment erinnerte ich mich nur daran, dass ich eine Praktizierende bin und keine Angst haben sollte. Allein aufgrund dieses einen Gedankens stärkte der Meister meine Kraft und verhinderte schließlich die bösartigen Reden.

Der Meister sagt:

„… die Kultivierung hängt von einem selbst ab und die Kultivierungsenergie hängt vom Meister ab.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 69)

Das alles war das Werk des Meisters!

Nun wissen wir, wie wir aufrichtige Gedanken aussenden können. Dabei dürfen wir niemals vergessen, dass wir Dafa-Jünger sind und dem Meister bei der Fa-Berichtigung helfen. Stets sollten wir uns vor Augen halten, dass wir hier sind, um Lebewesen zu erretten. Dies ist unsere historische Mission und die Verantwortung, die wir tragen. Wenn uns das gelingt, können wir uns weiter erhöhen, den Segen des Meisters erfahren und noch mehr Menschen erretten.

Danke, verehrter Meister! Vielen Dank, liebe Mitpraktizierende, die ihr mir durch diese Prüfungen hindurchgeholfen habt!

Das sind meine persönlichen Erkenntnisse. Bitte weist mich darauf hin, wenn etwas nicht mit dem Fa übereinstimmt.