(Minghui.org) Ich praktiziere Falun Dafa seit mehr als 20 Jahren. Es hat lange gedauert, bis ich von einem intuitiven Verständnis von Dafa zu einem rationalen Verständnis gelangt bin, und auf diesem Weg habe ich unzählige Gelegenheiten verpasst, meine Xinxing zu verbessern. Ich bedauere es zutiefst, dass ich den gütigen Arrangements des Meisters und den Erwartungen der Lebewesen nicht gerecht geworden bin.
Ich möchte meine Kultivierungserfahrungen der vergangenen zwei Jahre mit dem Meister und den Mitpraktizierenden teilen.
Nachdem ich aus der Gefangenschaft, die ich im Zuge der Verfolgung von der Kommunistischen Partei Chinas auferlegt bekommen hatte, nach Hause zurückgekehrt war, fasste ich einen Entschluss: Ich wollte das Zhuan Falun auswendig lernen und mich jederzeit vom Fa leiten lassen.
Mein Mann ist gutherzig, aber er war tief von den Lügen der KP Chinas vergiftet. Er erlaubte mir keinen Kontakt zu anderen Praktizierenden. Ich wusste, dass er Angst hatte, dass ich erneut verhaftet werden könnte.
Während der Zeit, in der ich von zu Hause weg war, hatte mein Mann sehr viel ertragen. Nacht für Nacht blieb er wach und dachte darüber nach, wie wir unser gemeinsames Leben aus dem Nichts aufgebaut hatten. Er dachte daran, wie gut ich zu ihm, zu seinen Eltern und zu allen in seiner Familie gewesen war – und er weinte.
Er schrieb mir einen sehr, sehr langen Brief und ließ ihn von jemandem ins Untersuchungsgefängnis bringen, aber ich erhielt ihn nie. Mein Mann erzählte mir davon, nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war. Ich dachte bei mir: „Ich muss mich erhöhen, doppelt so gut zu ihm sein und mich gut kultivieren, damit er die Schönheit von Falun Dafa sehen kann.“
Doch nun hatte ich kein Exemplar des Buches Zhuan Falun. Wie sollte ich mir das Fa einprägen? Während mein Mann nicht zu Hause war, ging ich zum Haus eines Praktizierenden und lieh mir eine elektronische Ausgabe aus. So konnte ich das Fa lesen und auswendig lernen, die Übungen machen und auf normale Weise aufrichtige Gedanken aussenden. Mir wurde jedoch klar, dass ich die Dinge nicht ständig heimlich und verstohlen tun konnte, denn das wäre auch für meinen Mann nicht gut. Deshalb machte ich ihm bewusst deutlich, dass ich gerade das Fa lernte.
Danach wurde er wütend und fragte mich: „Willst du deine Familie oder willst du Dafa?“ Ich sagte ihm, dass ich beides wolle. Er sagte: „Dann lass dich scheiden!“
Ich sagte ihm: „Egal, was passiert, ich werde mich niemals von dir scheiden lassen. Wenn du wirklich die Scheidung willst, kann ich nichts dagegen tun, aber meine Güte dir gegenüber wird sich niemals ändern.“ Ich lernte weiterhin das Fa und machte wie gewohnt die Übungen. Und ich blieb ruhig. Mein Mann sprach nie wieder von Scheidung.
Früher hegte ich starken Groll gegen meinen Mann. Immer wenn ein politisch sensibles Datum näher rückte, bekam er Angst. Wenn er mich anrief und nicht erreichte, schrie er manchmal unsere Tochter an, was bei ihr zu Schlaflosigkeit und Angstzuständen führte. Danach war ich ihm böse. Ich dachte: „Er will die Wahrheit weder hören noch sie sehen, sondern hört nur auf die Lügen und die Propaganda der KP Chinas.“
Wenn ihm am Körper etwas wehtat oder er sich unwohl fühlte, sagte ich ihm, er solle still „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ rezitieren. Wenn er nicht darauf hörte, kam mein Groll wieder zum Vorschein. Ich dachte: „Das ist doch eine so wunderbare Praxis, und sie kostet keinen Cent, und trotzdem willst du nicht darauf hören. Du gibst so viel Geld aus und leidest.“ Infolgedessen war ich, wann immer ich mit ihm sprach, überhaupt nicht freundlich. In meinen Worten lag kein Mitgefühl.
Auch in vielen anderen Belangen war mein Groll sehr stark. Sobald mein Mann auf den Markt ging, kam er mit so viel Gemüse nach Hause, dass kaum alles in den Kühlschrank passte. Manchmal beschwerte ich mich, dass er zu viel bezahlt oder Gemüse von schlechter Qualität gekauft hatte. Auf die eine oder andere Weise fand ich immer einen Grund, ihm gegenüber Groll zu hegen.
Wenn er während des Autofahrens einen Anruf erhielt, nahm er ihn sofort entgegen. Das war gefährlich. Ich kritisierte ihn dann: „Du bist doch jetzt im Ruhestand. Was kann schon so wichtig sein? Kannst du nicht einfach an den Straßenrand fahren und dort telefonieren?“ Er war damit nicht einverstanden und sagte, dass ich immer nur seine Fehler suchen würde. In meinen Augen machte er nie etwas richtig. Ich wurde wütend und war ihm böse, weil er nicht wusste, was gut für ihn war.
Meine Tochter hatte meine Kultivierung anfangs sehr unterstützt. Einmal, als ich den Menschen von Falun Dafa erzählte, wurde ich bei den Behörden angezeigt. Als meine Tochter und mein Schwiegersohn davon erfuhren, brachten sie alle meine Dafa-Materialien an einen sicheren Ort. Meine Tochter machte mir überhaupt keine Vorwürfe.
Doch nachdem sich einige Vorfälle ereignet hatten, hörte sie auf, meine Kultivierung zu unterstützen. Nachdem meine Mutter, ebenfalls eine Praktizierende, gestorben war, warf mir meine Tochter vor, ich hätte meine Mutter nicht ins Krankenhaus gebracht.
Im Jahr 2015, nachdem ich mich an der Einreichung einer Klage gegen Jiang Zemin – den Parteichef, der die Verfolgung von Falun Dafa initiiert hatte – beteiligt hatte, wandten sich die Behörden nicht direkt an mich. Stattdessen suchten sie den Arbeitsplatz meiner Tochter auf und brachten sie in große Verlegenheit. Sie war überzeugt, dass es für einen gewöhnlichen Menschen unmöglich sei, sich gegen die Machthaber zu stellen. Von da an hörte sie nicht mehr zu, wenn ich über Falun Dafa sprach – und mein Groll gegen sie wuchs.
Dann fragte ich mich: „Bin ich noch ein Kultivierender? Bin ich nicht genau wie ein gewöhnlicher Mensch geworden? Wie kann ich auf diese Weise Menschen retten? Auch meine Familienangehörigen sind Lebewesen. Wie könnte das Böse bei solch starken Anhaftungen meine Schwachstellen nicht ausnutzen?“
Ich beschloss, diesen Groll zu beseitigen. Ich vertiefte mich mehr in das Fa, lernte das Fa auswendig, las die Vorträge des Meisters von verschiedenen Orten, hörte mir Sendungen von Minghui Radio und Erfahrungsberichte anderer Praktizierender an. Auch die „Neun Kommentare über die Kommunistische Partei“ und „Das Endziel des Kommunismus“ hörte ich mir an. Bei jedem Gedanken und jeder Überlegung, bei jedem Wort und jeder Handlung stellte ich strenge Anforderungen an mich selbst.
Es dauerte mehr als zwei Jahre, bis ich diesen Groll allmählich beseitigt hatte. Jetzt empfinde ich keinen Groll mehr gegenüber meiner Familie, anderen Praktizierenden oder gewöhnlichen Menschen. Sobald er wieder aufkommt, kann ich ihn erkennen, erfassen, beseitigen und mich erhöhen. Aus den Prinzipien des Fa heraus habe ich verstanden, dass dieser Groll nicht ich selbst bin.
Auch einen Großteil meiner Eifersucht, der übertriebenen Freude, Angeberei, meiner Unwilligkeit, Kritik anzunehmen, und negativen Denkens habe ich beseitigt. Früher habe ich, wann immer diese Anhaftungen auftauchten, Recht und Unrecht meist nach den Maßstäben gewöhnlicher Menschen beurteilt. Jetzt kann ich die Dinge am Fa messen.
Wann immer mein Mann etwas zu mir sagt, egal ob richtig oder falsch, halte ich mich nun zunächst zurück und verzichte darauf, zu streiten oder mich zu verteidigen. Dann vergleiche ich mit dem Fa, reflektiere mich und suche die Anhaftung, die ich beseitigen muss. Dann kann ich sie entfernen.
Sobald ich ein klareres Verständnis der Fa-Prinzipien erlangt hatte, begann ich, mein familiäres Umfeld als den besten Ort für mich zu betrachten, um mich zu kultivieren und Anhaftungen zu beseitigen.
Im Kreis der Familie muss man keine Fassade aufsetzen; wir neigen dazu, genau das zu sagen, was wir denken. Früher, wann immer Konflikte auftraten, behandelte ich mich selbst wie einen gewöhnlichen Menschen und bestand darauf, zu bestimmen, wer Recht und wer Unrecht hatte. Hätte ich so weitergemacht, hätte ich mich niemals verbessern können.
Einmal hatte ich einen Traum, in dem ich jemandem eine Spritze gab. Es gab mehrere Arten von Nadeln, darunter eine lange Nadel mit einem Haken. Ich dachte: „Wie soll ich diese verwenden?“ Später sah ich, dass ich mit einer der Nadeln einem Kind eine Spritze gegeben hatte.
Nachdem ich aufgewacht war, dachte ich: „Was möchte der Meister mir damit zeigen? Gibt es etwas, das ich nicht im Einklang mit der Wahrhaftigkeit getan habe?“ Es musste etwas gegeben haben, aber ich konnte nicht herausfinden, was es war. Was bedeutete die hakenförmige Nadel? Wollte der Meister damit andeuten, dass ich mich wirklich kultivieren und die Kultivierung aufrichtig praktizieren müsse?
Jetzt verstehe ich, dass es nicht bedeutet, dass man sich gut kultiviert hat, wenn man einen Konflikt einfach nur erträgt. Das ist nur der erste Schritt. Ich muss anhand der Fa-Prinzipien verstehen, dass ein Konflikt mir hilft, Karma zu beseitigen, schwarze Substanz in weiße Substanz und Tugend umzuwandeln, meine Ebene zu erhöhen und eine Leiter zu bauen, über die ich in den Himmel aufsteigen kann. Ich sollte dem Menschen, die diesen Konflikt für mich geschaffen hat, aufrichtig danken. Nur dann kann ich mich wirklich kultivieren.
Jetzt verstehe ich, dass ich früher das Fa lernte – jedoch keine tieferen Prinzipien sehen konnte, weil ich mich nicht wirklich selbst kultivierte. Heutzutage streite ich nicht mehr, hege keinen Groll und kritisiere meine Familienangehörigen nicht mehr, wenn sie etwas zu mir sagen. Stattdessen schaue ich nach innen und kultiviere mich gemäß dem Fa. Erst wenn ich es umsetze, ist es wahre Kultivierung.
Vor Kurzem ist mir aufgefallen, dass sich mein Mann und meine Tochter verändert haben; auch mein Schwiegersohn hat sich verändert. Meinem Mann geht es gut, sein Temperament hat sich erheblich verbessert.
Zweimal haben das Gemeinschaftsbüro und die Polizei bei ihm angerufen, um nach mir zu fragen. Er sagte ihnen: „Ihr geht es sehr gut. Ihr habt wohl nichts Besseres zu tun. Ruft mich nicht noch einmal an.“ Dabei wurde er auch nicht wütend.
Jetzt stört er mich nicht mehr, wenn ich die Übungen mache oder aufrichtige Gedanken aussende. Manchmal, wenn wir zum Essen ausgegangen waren und spät nach Hause kamen, sagte er: „Du kannst im Auto aufrichtige Gedanken aussenden. Es ist Zeit.“
Früher konnte mein Mann nicht verstehen, warum ich mich weigerte, ein Mobiltelefon mitzunehmen, wenn ich unterwegs war. Wann immer er mich telefonisch nicht erreichen konnte, wurde er wütend. Manchmal sagte er sogar Dinge, die respektlos gegenüber dem Meister und dem Fa waren. Somit kaufte ich mir ein Seniorenhandy. Jetzt nehme ich auch dieses Telefon nicht mehr mit und benutze WeChat nicht mehr. Anfangs fiel es meinem Mann schwer, das zu verstehen, doch allmählich hat er sich daran gewöhnt.
Eines Tages, nachdem er etwas getrunken hatte, sagte er zu mir: „Glaub ja nicht, ich wüsste es nicht. Du gehst jeden Tag hinaus, um mit anderen über Falun Dafa zu sprechen.“
Ich bestritt es nicht und dachte: „Es ist besser, dass du es weißt. Wenn du dich mir nicht widersetzt, wird es gut für dich sein.“ Ein anderes Mal fragte er mich: „Hast du jenem Lehrer von Falun Dafa erzählt?“ Als ich dies bejahte, schwieg er.
Ich bin entschlossen, alle Arten von Anhaftungen – auch die Anhaftungen an Ruhm, Gewinn und Emotionen – eine nach der anderen zu beseitigen. Nur wenn ich jede ernsthaft beseitige, kann ich mit dem Meister nach Hause zurückkehren.
Sollte es in meinem Verständnis etwas geben, das nicht mit dem Fa übereinstimmt, bitte ich die Praktizierenden respektvoll, mich gütig darauf hinzuweisen.