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Mondkuchen verkaufen

17. September 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Bevor ich angefangen habe Falun Dafa zu praktizieren, war ich überheblich, scharfzüngig und aufbrausend. Mit mir war nicht gut Kirschen essen. Nachdem ich angefangen hatte zu praktizieren, ermahnte ich mich ständig, der Lehre des Meisters zu folgen, ein guter Mensch zu sein und meine Fehler abzulegen.

Als Verkäuferin für Mondkuchen

In einem Jahr verlor ich kurz vor dem Mittherbstfest meine Arbeit. Auf die Schnelle fand ich keine neue Arbeit. Und so ging ich in den Supertmarkt meiner Stadt und bekam dort eine Aushilfsstelle: Ich sollte Mondkuchen in Geschenkboxen verkaufen. Wegen der Verpackung sind sie teurer und werden in China meist als Geschenk gekauft. Verglichen mit einzeln verpackten Mondkuchen sind sie weniger erschwinglich und schwerer zu verkaufen. Dazu kam, dass die anderen Verkäuferinnen alte Hasen waren, die seit Jahren Mondkuchen großer Marken verkauften. Ihre Stände lagen an guten Plätzen im Markt.

Der Hersteller, den ich vertrat, war wenig bekannt und mein Platz an der Seite des Marktes wurde von einem großen Pfeiler verdeckt. Als ich die Mondkuchen von mehr als zehn Mitbewerbern sah, die sich im Markt zu kleinen Bergen türmten, machte ich mir Sorgen, ob ich mein Produkt gut verkaufen könnte. Eine Verkäuferin, die seit zehn Jahren dabei war und deren Stand mir gegenüber auf der anderen Seite lag, sagte mir, die Mondkuchen meines Herstellers seien die am schwersten verkäuflichen im ganzen Markt. Sie seien nach kantonesischer Art gemacht und diese Art kenne man hier kaum. Sie schätzte, dass jedes Jahr nur 50 Boxen verkauft würden. Außerdem sei in diesem Jahr wegen der schlechten Wirtschaftslage mit noch weniger Umsatz zu rechnen; schon 50 Boxen wären eine Leistung. Da es aber einen garantierten Lohn von 1.500 Yuan (ca. 195 Euro) gebe, könne ich es ruhig langsam angehen lassen.

Eine Falun-Dafa-Praktizierende sollte es sich jedoch nicht so leicht machen, wie ein gewöhnlicher Mensch es vielleicht täte. Ich wollte ein guter Mensch sein, der sein Gehalt ehrlich verdient. Immer wenn ein Kunde vorbeikam, lächelte ich und fragte: „Möchten Sie eine Box Mondkuchen kaufen?“ Die anderen Verkäuferinnen verbrachten ihre Zeit dagegen damit, miteinander zu plaudern. Nach aller Erfahrung hatte in der ersten Monatshälfte noch nie jemand auch nur einen einzigen Mondkuchen verkauft. Unerwartet verkaufte ich innerhalb weniger Tage eine Box im Wert von 100 Yuan (ca. 13 Euro) und machte damit den ersten Umsatz im Markt. Eine Verkäuferin lachte mich aus und meinte, ich hätte einfach Glück gehabt!

Verkaufen mit Fleiß und Ehrlichkeit

Eines Tages kam ein vornehm wirkender Herr herein. Er ging von Stand zu Stand und sah sich die Mondkuchen an, während die Verkäuferinnen fröhlich miteinander plauderten und ihn nicht beachteten. Im Markt galt die Regel, dass man Kunden nicht von anderen Ständen abwerben durfte. Wer dagegen verstieß, konnte beim Marktleiter gemeldet werden und sein Produkt aus dem Sortiment verlieren.

Als der Herr schließlich an meinen Stand kam, lächelte ich und fragte: „Möchten Sie Mondkuchen kaufen?“ Er antwortete: „Ja, ich möchte den teuersten als Geschenk.“ Jeder Hersteller hat ein Spitzenprodukt, alle kosten 698 Yuan (ca. 91 Euro). Ich stellte ihm unseren Spitzen-Mondkuchen kurz vor, indem ich die auf der Verpackung angegebenen Zutaten vorlas. Er hörte aufmerksam zu und zeigte Interesse.

In diesem Moment umringten ihn die anderen Verkäuferinnen und drängten ihn, sich ihre Mondkuchen anzusehen. Die Verkäuferin vom Stand gegenüber sagte zu ihm: „Sie wollten wirklich Mondkuchen kaufen? Wir dachten alle, Sie schauen sich nur um, es ist ja noch keine Geschenkzeit. Wenn Sie etwas verschenken wollen, nehmen Sie besser eine bekannte Marke. Die Produkte dieser Frau kennt kaum jemand. Die verkaufen im Jahr kaum 50 Boxen. geschmacklich, vom Ruf her, nach Absatz und Verarbeitung gehören unsere Mondkuchen zu den ersten drei in der Provinz. Und sehen Sie sich die Verpackung an – unsere ist rot, das steht für Wohlstand und Freude. Als Geschenk macht das mehr her als ihre kaffeebraunen!“ Sie lobte ihre eigenen Mondkuchen und machte meine gleichzeitig schlecht. Ich war völlig verwirrt.

Bevor ich mich überhaupt fassen konnte, wandte sich der Herr an mich: „Ich habe noch eine letzte Frage an Sie. Schmecken Ihre Mondkuchen gut?“ – „Wie bitte? Ob sie gut schmecken? Das weiß ich nicht.“ – „Sie haben sie noch nie probiert?“, fragte er. Ich antwortete: „Nein.“ Die Umstehenden lachten. Selbst der Herr hielt sich die Faust vor den Mund und lachte herzlich. Die Verkäuferin vom Stand gegenüber warf ein: „Ich verkaufe seit über zehn Jahren Mondkuchen in Geschenkboxen. Ich weiß genau, wie jede Marke schmeckt. Diese Frau ist Neuling; woher soll sie wissen, wie ihre Mondkuchen schmecken? Ihre kantonesischen haben eine dicke, süße Füllung, die kennt man hier nicht. Unsere sind mit Schinken, und den mögen die Leute hier traditionell.“

Ich sah auf meine Box und dachte: „In einer Box sind nur acht kleine Mondkuchen. Bei einem Preis von 698 Yuan ist das rausgeworfenes Geld, wenn sie dem Beschenkten nicht schmecken!“ Aufrichtig sagte ich zu dem unschlüssigen Mann: „Ich finde, die Dame hat recht. Es täte mir leid, wenn sie Ihrer Familie am Ende nicht schmecken. Kaufen Sie bitte ihre!“ Die Verkäuferin sagte ebenfalls: „Ja, ja, kaufen Sie meine!“ Wäre ich vor meiner Kultivierung in Falun Dafa in diese Lage gekommen, hätte ich mich mit ihr angelegt, mich beim Marktleiter beschwert und ihre Produkte schlechtgemacht. Jetzt aber blieb ich ruhig, ohne Ärger oder Groll zu empfinden.

Der Mann sah mich an und sagte: „Packen Sie es mir ein!“ Als die Verkäuferin gegenüber eilig zu packen begann, zeigte der Mann auf mich und sagte zu ihr: „Ich will ihre kaufen, nicht Ihre.“ Dann wandte er sich an mich: „Warum stehen Sie noch da? Packen Sie es mir ein!“ Ich erwiderte: „Ach! Sie wollen meine? Wollen Sie es sich nicht noch einmal überlegen?“ Auch die Verkäuferin hakte nach: „Überlegen Sie es sich bitte noch einmal. Die Leute hier essen solche Mondkuchen nicht.“ Der Mann antwortete: „Schon gut, ich möchte, dass meine Familie einmal etwas anderes probiert!“ Die Organisatoren im Markt waren alle verblüfft: „Und trotz allem kam der Verkauf zustande?!“

Am nächsten Tag kam meine Vorgesetzte aus der Fabrik in den Verkaufsbereich. Kaum sah sie mich, fragte sie mich zornig: „Wie konnten Sie sagen, meine Mondkuchen seien nicht gut?“ Die ältere Verkäuferin von gegenüber kam herüber und sagte: „Ja, Verkaufen lebt vom Anpreisen. Ob man es probiert hat oder nicht, ob es gut ist oder nicht – man muss sagen, dass es köstlich schmeckt. Ich finde, für diese Arbeit sind Sie nicht geeignet. Suchen Sie sich besser etwas anderes! Machen Sie Ihrer Chefin keine Schwierigkeiten.“

Dann sagte sie zu meiner Vorgesetzten: „Suchen Sie so schnell wie möglich jemand anderen.“ Meine Vorgesetzte wandte sich an mich: „Sie sind noch in der Probezeit. Wenn Sie nichts verkaufen, entlasse ich Sie sofort.“

Ich antwortete: „Ich habe der Kundschaft nicht gesagt, die Mondkuchen seien nicht gut. Ich habe gesagt, ich hätte sie nicht probiert.“ Die ältere Verkäuferin fiel mir ins Wort: „Das ist doch dasselbe! Das darf man auf keinen Fall sagen!“ Ich erwiderte: „Aber der Kunde hat die Mondkuchen trotzdem gekauft!“ Meine Vorgesetzte stutzte: „Er hat sie gekauft?“ – „Ja.“ Die andere Verkäuferin sagte: „Sie hat einfach Glück gehabt!“

Offensichtlich hatte diejenige, die sich bei meiner Vorgesetzten beschwert hatte, ihr nicht gesagt, dass ich die Mondkuchen verkauft hatte. Meine Vorgesetzte warf ihr einen bösen Blick zu, fertigte sie schroff ab und sprach danach in sanfterem Ton mit mir. Als sie fragte, ob zwischen mir und dieser Verkäuferin etwas vorgefallen sei, beschwerte ich mich nicht darüber, dass die Frau mich und unser Produkt verleumdet hatte.

Trotz dieses Vorfalls plauderten die Verkäuferinnen weiter miteinander und beachteten mögliche Kunden nicht, während ich ihnen fleißig meine Mondkuchen anbot.

Ein Verkauf trotz aller Widrigkeiten

Ein paar Tage später kam ein weiterer Interessent in den Markt – ein Unternehmer, der 30 Boxen Mondkuchen als Geschenk für seine Angestellten kaufen wollte. Ich stellte ihm die günstigste Box vor, die ich hatte; sie kostete 58 Yuan (ca. 7,50 Euro). Gerade als wir den Kauf abschließen wollten, kam eine Verkäuferin eines anderen Herstellers herüber und sagte zu ihm: „Sehen Sie sich doch einmal unsere Mondkuchen in der Blechdose an. Die kosten nur 38,80 Yuan (ca. 5 Euro).“ Der Mann entschuldigte sich bei mir und sagte, er wolle sie sich ansehen. Ich antwortete: „Das ist in Ordnung.“ In der Wirtschaftsflaute hatten alle zu kämpfen; daher hoffte ich aufrichtig, diese Alternative könne ihm etwas Geld sparen.

Eine Weile später kam der Mann zurück und sagte, er wolle doch bei mir kaufen. Allerdings fing er an, um einen Rabatt zu feilschen. Meine Vorgesetzte hatte mir mehrfach gesagt, dass der Preis dieses Mondkuchens nicht verhandelbar sei. Ich entschuldigte mich und erklärte es ihm, doch der Mann wurde ärgerlich: „Werden Sie nicht überheblich, nur weil ich zurückgekommen bin, um bei Ihnen zu kaufen! Wer kauft denn etwas, ohne zu handeln? Der andere Stand war sogar bereit, mir 8,80 Yuan (ca. 1,15 Euro) nachzulassen!“

Ich wollte die Lage nicht verschärfen und antwortete: „Deren Mondkuchen scheinen ihr Geld wert zu sein. Warum kaufen Sie nicht dort? Ihre Blechdose ist wirklich hübsch. Ihre Angestellten können später etwas darin aufbewahren und Sie sparen mehrere hundert Yuan.“ Er bestand jedoch auf dem Kauf und murmelte böse Worte vor sich hin, während ich die Ware einpackte. Ich behielt mein Lächeln und ging auf seine Provokation nicht ein.

Nach diesem Verkauf war der ganze Markt in Aufruhr. Eine Verkäuferin bemerkte: „Gutes Aussehen ist eben ein Pfund.“ Eine andere ergänzte: „Man muss auch lächeln können.“ Ich schenkte ihrem Gerede kaum Beachtung.

Eine Prüfung der Integrität

Zwei Tage später kam ein anderer Mann herein. Er ging einmal durch den Markt und steuerte dann direkt auf mich zu. Er sagte, er wolle bei unserer Fabrik Mondkuchen im Wert von 300.000 Yuan (ca. 39.000 Euro) kaufen. Über diesen großen Auftrag freute ich mich sehr. Allerdings sagte er mir, er wolle den Kauf nicht über den Markt abwickeln, sondern die Mondkuchen direkt von unserer Fabrik beziehen. Er fragte nach der Adresse der örtlichen Niederlassung und bat mich, ihn nach Feierabend dorthin zu bringen.

Da ihm der direkte Bezug über die Fabrik viel Geld gespart hätte, versprach er mir nach Abschluss des Geschäfts eine beträchtliche Provision. Niedriger Lohn, hohe Lebenshaltungskosten und ein kleines Kind, für das ich sorgen musste, machten mir das Leben schwer. Trotzdem musste ich das Richtige tun. Der Meister sagt:

„Die Dafa-Jünger sollen doch das Abrutschen der Welt aufhalten, damit die Menschheit nicht noch weiter nach unten fällt!“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz 2007 in New York, 07.04.2007)

Aufrichtig sagte ich zu dem Mann: „Sie können die Mondkuchen kaufen. Aber da Sie das Produkt bei uns im Markt gesehen haben, müssen Sie hier bestellen. Ein anderer Weg ist nicht möglich. Ich bringe Sie nicht zur Niederlassung unserer Fabrik. Der Supermarkt hat eine so große Fläche gemietet. Wenn das hier alle machen würden, wie sollte der Markt überleben? Wie sollten all unsere Angestellten überleben?“

Der Mann wurde zornig und schalt mich stur und unbeweglich. Er hielt mir entgegen, die Menschen lebten nicht für andere und jeder solle für sein eigenes Auskommen sorgen. Warum ich mich so einmischte? Dann stürmte er davon.

Am nächsten Tag fragte mich eine Kollegin, die meine Schicht übernahm, ob jemand versucht habe, einen großen Auftrag zu erteilen, aber nicht über den Supermarkt. Als ich bejahte, fragte sie mich nervös, was ich geantwortet hätte. Nachdem ich es ihr erzählt hatte, sagte meine gutherzige Kollegin erleichtert: „Zum Glück haben Sie klug geantwortet.“ Sie erklärte mir, dieser Mann sei geschickt worden, um mich zu prüfen. Hätte ich zugestimmt, wären sämtliche Produkte unserer Fabrik – nicht nur die Mondkuchen, sondern sogar unsere gut laufenden Standardprodukte – landesweit aus allen Märkten verbannt worden. Ich war erschrocken! Die Kultivierung in Falun Dafa hatte mir geholfen, der Versuchung zu widerstehen und einem Unglück zu entgehen.

Eine gute Tat für eine Kollegin

Eines Tages, näher am Mittherbstfest, sah ich eine junge Frau, die einen Handwagen voller einzeln verpackter Mondkuchen an mir vorbeischob. Ich sprach sie mit meiner üblichen Frage an: „Entschuldigen Sie, möchten Sie Mondkuchen in Geschenkboxen kaufen?“ Die junge Frau sagte mir, sie wolle Mondkuchen für ihre Familie kaufen und bat mich um eine Empfehlung. Ich empfahl ihr die günstigsten an meinem Stand. Nachdem sie mir zugehört hatte, sagte die junge Frau, sie habe es sich anders überlegt und wolle die einzelnen Mondkuchen nicht mehr. Sie wolle sie gegen meine Geschenkboxen umtauschen. Ich war verblüfft.

Normalerweise kaufen Kunden beides, einzelne und in Boxen verpackte Mondkuchen, und verschenken je nach Verhältnis zum Beschenkten die eine oder andere Variante. Als ich ihren Wagen voller einzelner Mondkuchen sah, wurde mir klar, wie viel Mühe die Verkäuferin in diesen Verkauf gesteckt hatte! Schnell sagte ich: „Ich verstehe, die Mondkuchen sind für Ihre Familie. Tauschen Sie Ihre einzelnen Mondkuchen im Wert von 200 Yuan (ca. 26 Euro) lieber nicht um. Die Boxen sehen zwar schön aus, aber für 200 Yuan bekommen Sie nur 30 Mondkuchen. Für denselben Preis haben Sie dagegen eine große Menge einzelner Mondkuchen bekommen, und das ist für Ihre Familie günstiger!“ – „Das stimmt.“ Die junge Frau bedankte sich erfreut und ging.

Plötzlich wurde ich fest umarmt. Jemand hob mich vom Boden hoch und setzte mich wieder ab. Als ich mich umdrehte, sah ich eine junge Kollegin. Sie sagte: „Große Schwester, Sie sind zu gut! Ich stand voller Sorge hinter Ihnen. Ich habe dieser Kundin die einzelnen Mondkuchen verkauft, nachdem ich viel Mühe und Zeit darauf verwendet hatte, sie zu überzeugen. Hätten Sie sie zurücknehmen lassen, wäre ich sehr böse auf Sie gewesen!“

Ich lächelte und sagte: „Wie könnte ich sie zurücknehmen lassen!“ Von da an kam das Mädchen mehrmals am Tag vorbei, wenn sie Zeit hatte, um mit mir zu plaudern. Sie sagte: „Ich erzähle jedem, der meine Mondkuchen kauft, dass Ihre die besten Mondkuchen in Geschenkboxen im ganzen Markt sind und dass er bei Ihnen kaufen soll.“

Ich dankte ihr. Später fand sie mein Handy, das ich am Mondkuchenstand verloren hatte und gab es mir zurück. Sie vermittelte mir sogar eine Stelle, als unsere Zeit im Mondkuchenverkauf vorbei war. Das war ein großer Lohn für meine kleine gute Tat.

Selbstlose Rücksicht auf andere

Eines Tages sah ich ein junges Paar, das sich allein im Bereich der Geschenkboxen umsah; die anderen Verkäuferinnen beachteten es nicht. Als die beiden an meinen Stand kamen, stellte ich ihnen geduldig alle meine Mondkuchen vor. Danach lächelten sie und sagten, sie wollten sich noch weiter umsehen. Ich lächelte zurück und sagte: „Kein Problem, kommen Sie jederzeit wieder, falls Ihnen sonst nichts zusagt.“

Sie waren kaum ein paar Schritte gegangen, da rief mir eine andere Verkäuferin zu: „Sie sind mir ja eine! Bedienen sogar Leute, die überhaupt nichts kaufen wollen!“ Aus Sorge, es könnte dem Paar peinlich sein, rief ich zurück: „Wie können Sie so etwas sagen? Sieht man sich nicht üblicherweise um und vergleicht Preise, bevor man etwas kauft?“

Die Frau flüsterte ihrem Mann daraufhin etwas zu und kam an meinen Stand zurück. Sie zeigte auf einen feinen Gelee-Mondkuchen und fragte: „Wie viele Boxen haben Sie davon da?“ Als ich 30 sagte, bat sie mich, ihr alle einzupacken. Ich sagte: „Wegen einer Bemerkung lohnt es sich nicht, ärgerlich zu werden. Sie müssen nicht aus Trotz so viele kaufen. Ich packe sie Ihnen nicht ein.“

Die Frau sagte mir, sie sei nicht verärgert, und erklärte, sie besitze eine Kette von Kosmetiksalons. Ihre Kundschaft bestehe ausschließlich aus Frauen und sie glaube, dieser feine Mondkuchen würde ihnen gefallen. Sie brauche noch 20 Boxen mehr und bat mich, ihr weitere zu besorgen. Meine Vorgesetzte ließ dafür 20 Boxen aus anderen Märkten kommen.

Der Lohn eines Verkaufs mit Barmherzigkeit

Am Vorabend des Mittherbstfestes war der Verkaufsbereich voller Kunden. Die meisten sahen sich jedoch nur um, statt zu kaufen. Plötzlich kündigte der Lautsprecher des Marktes an, dass es für je 200 Yuan Einkauf bei Mondkuchen in Geschenkboxen 20 Yuan (ca. 2,60 Euro) erstattet werde. Ich gab diese gute Nachricht an meine Kunden weiter und im Nu war mein Stand von kaufwilligen Menschen umlagert.

Während eine Bestellung nach der anderen einging, rief ich meine Vorgesetzte an. Sie schickte vier Männer, die mir halfen, Mondkuchen aus dem Lager an meinen Stand zu bringen. Binnen einer Stunde war der Lagerbereich mit unserem Bestand vollständig geleert; nur noch 30 Boxen standen verstreut an meinem Stand. Die Mondkuchen der anderen Hersteller lagen dagegen unberührt da.

Mitten in diesem Ansturm fragte mich eine Kundin: „Wie kommt es, dass nur Ihre Mondkuchen im Angebot sind und die anderen nicht?“ Auch andere Kunden um sie herum fragten: „Ja, warum nur Ihre?“ Ich antwortete: „Nein, das stimmt nicht. Das Angebot gilt für alle Mondkuchen in Geschenkboxen im Markt.“ Meine Kunden versicherten mir jedoch, sie hätten gefragt und kein anderer Verkäufer habe diese Aktion. Ungläubig sagte ich: „Das kann nicht sein. Alle im Markt müssten das machen. Fragen Sie ruhig noch einmal.“ Meine Vorgesetzte warf mir einen bösen Blick zu.

Ich stand für eine Kundin an der Kasse an, als eine Kollegin zu mir kam und fragte: „Warum liefen Ihre Mondkuchen vorhin so gut? Wir haben das Getümmel gesehen!“ Ich antwortete: „Weil der Markt heute eine Aktion angekündigt hat – für 200 Yuan Einkauf gibt es 20 Yuan zurück!“

Die Verkäuferin war überrascht: „So haben Sie sie verkauft?“ – „Ja.“ Dann fragte sie: „Gilt die Aktion auch für große Bestellungen?“ Ich antwortete: „Ja. Haben Sie Ihren Bestand nicht genauso verkauft?“ Sie sagte mir, sie habe ihre Mondkuchen weiter zum ursprünglichen Preis verkauft. Überrascht fragte ich sie: „Haben Sie die Durchsage nicht gehört? Sie kam dreimal.“

Die Verkäuferin sagte mir, sie habe sie gehört, sei aber nicht einverstanden gewesen, weil der Hersteller durch den Rabatt viel Geld verlieren würde. Ich sagte: „Haben Sie nicht darüber nachgedacht? Morgen ist das Mittherbstfest. Danach kauft niemand mehr Mondkuchen. Wenn der Hersteller seine Mondkuchen heute nicht verkauft, verliert er dann nicht noch mehr Geld?“

Die Verkäuferin lief sofort zu ihrem Stand zurück und bewarb den Rabatt bei ihren Kunden. Ich riet auch den anderen Verkäuferinnen, ihrer Kundschaft den Rabatt anzubieten, damit sie mehr verkaufen könnten. Mit einem Schlag begriffen sie es und begannen alle, ihre Ware anzupreisen.

Eine Weile später kamen eine Mutter und ihre Tochter zu mir und wollten ihre Box Mondkuchen zurückgeben. Aus Sorge, ihrer Familie könnten die kantonesischen Mondkuchen nicht schmecken, hatten sie sich entschieden, stattdessen einige der angebotenen Schinken-Mondkuchen zu kaufen. Ich lächelte, nahm die Mondkuchen zurück und sagte: „Das ist in Ordnung.“ Als sie sich wiederholt entschuldigten, beruhigte ich sie: „Wirklich, das ist in Ordnung. Morgen ist das Fest. Ich hoffe aufrichtig, dass Sie Mondkuchen finden, die Ihnen schmecken, und ein frohes Fest haben.“ Die Tochter lächelte dankbar und verneigte sich leicht vor mir.

Am nächsten Tag rief mich meine Kollegin um 12:30 Uhr an und sagte mir, ich bräuchte nicht zur Schicht zu kommen; es seien nur noch eine Box Mondkuchen und eine Box Zugaben übrig. Eine Weile später rief sie wieder an und erzählte mir begeistert, beide Boxen seien verkauft. Unsere Vorgesetzte hatte das Etikett von der Zugabenbox entfernt und sie wie eine normale Box verkauft.

Schlussbemerkung

Trotz häufiger Verleumdung und Spott blieb mein Herz bei der Arbeit ruhig, unberührt von den Worten und Taten anderer. Weil meine Barmherzigkeit gegenüber anderen mit den Prinzipien des Kosmos – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – im Einklang stand, konnte ich während meiner Zeit als Mondkuchenverkäuferin ein überwältigend gutes Ergebnis erzielen.

Der Meister sagt:

„Nur bei unserem Falun Dafa ist ein reines Land, das absolut rein ist.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Kanada, 23.05.1999)

Falun-Dafa-Praktizierende streben wirklich nicht nach Ruhm oder Gewinn. Wir leben mit reinem Gewissen, während wir dem Unrecht und dem Schaden gegenüberstehen, die uns die Kommunistische Partei Chinas zufügt. Falun Dafa hat meine Krankheiten geheilt und mich zu einem aufrichtigen Menschen gemacht. Ich lebe jeden Tag voller Freude und Zufriedenheit!

Ich bin Meister Li sehr dankbar, dass er Falun Dafa in die Welt gebracht hat. Ich hoffe, dass noch mehr Menschen ihr Herz für Falun Dafa öffnen, den Hass und die Vorurteile gegen Falun Dafa loslassen, die durch die Parteipropaganda entstanden sind und sich so eine gute Zukunft sichern!